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FAST and LOUD


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 11.05.2018

Auf den ersten Blick sieht er aus wie die gelungene Restauration eines 1969er Dodge Charger, dem ein paar Upgrades verpasst wurden. Beim zweiten Blick erkennst du aber, dass der bullige Customizer der Gebrüder Ring weitaus mehr draufhat als neue Reifen und frischen Lack. Das Auto wurde um 5 cm gekürzt, der Radstand um 7,5 cm verbreitert, mit einem Rahmen von Detroit Speed und einer Vierlenkerachse hinten. Oldschool-19-Zoll HRE-Räder haben sich mit fetten Michelins verbündet und werden von 6-Kolben-Baer ...
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Artikelbild für den Artikel "FAST and LOUD" aus der Ausgabe 5/2018 von Träume Wagen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 5/2018

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Auf den ersten Blick sieht er aus wie die gelungene Restauration eines 1969er Dodge Charger, dem ein paar Upgrades verpasst wurden. Beim zweiten Blick erkennst du aber, dass der bullige Customizer der Gebrüder Ring weitaus mehr draufhat als neue Reifen und frischen Lack. Das Auto wurde um 5 cm gekürzt, der Radstand um 7,5 cm verbreitert, mit einem Rahmen von Detroit Speed und einer Vierlenkerachse hinten. Oldschool-19-Zoll HRE-Räder haben sich mit fetten Michelins verbündet und werden von 6-Kolben-Baer Scheibenbremsen verzögert. Das echte Goodie aber lauert unter der Haube: Ein 6,4-Liter Wegner Motorsports Hemi mit einer Leistung, die das Originalfahrzeug wie ein Pony Car wirken lässt.Die Ring Brothers haben mal wieder ganze Arbeit geleistet. Die Customizer aus Wisconsin gelten in den USA als die ziemlich besten Tuner ever. Seit Jahren werden sie als Könige der SEMA gefeiert. Egal, was sie anfassen: Heraus kommen unglaubliche Einzelstücke wie der 70er Mustang, ein 600-PS-De-Tomaso, der Camaro Diversion oder der 1.000-PS-G-Code Camaro, um nur die absoluten Hämmer zu nennen. Der Charger ist auch nicht von schlechten Eltern. Aufgebaut wurde er auf Basis eines mehr oder weniger gut erhaltenen 69er Charger aus der Nachbarschaft und zunächst mal komplett auseinandergerissen. Dann wurden in der Gegend vom Kofferraum 5 cm rausgeflext und seitlich wieder drangepappt, Seitenschweller, hintere Kotflügel und Heckabschluss entsprechend angepasst – und schon wird aus dem athletischen Charger ein durchtrainierter Muskelprotz, der vor Kraft kaum laufen kann. Ein vorne montierter Hilfsrahmen stärkt den Body, selbstredend wurden auch Federn, Dämpfer und Stabis passend getrimmt. Quasi als Sahnehäubchen bekam das Gesamtkunstwerk noch ein Topping in Grün namens “Greener On The Other Side”, hergestellt übrigens von der BASF. Mit üppigem Chromzierrat wird der Defector endgültig zum Headturner: Mehr Show & Shine geht nicht. Rockt der Body, müssen auch die inneren Werte stimmen. Der Lieblingsjob von Jim und Mike Ring, die sich von der schon ab Werk nicht gerade schwachbrüstigen Motorleistung nicht abschrecken lassen. Der 6,4-Liter-Hemi von Wegner Motorsports wurde zwar nicht von ihnen gepimpt, führt aber derart überzeugende Argumente ins Feld, dass sich die Brüder einfach mal drauf verließen und ihn einpflanzten. Zurückhaltend wie bei Rolls-Royce wird über den Output eisern geschwiegen, realistisch dürften es um und bei 1.000 PS sein. Das ist selbst für die Ring Brothers genug. Auch die ballernde Flowmaster Auspuffanlage stammt aus dem gut sortierten Zubehörhandel – warum verbessern, was schon perfekt ist?
Im Interieur herrscht dann wieder original Ring-Style, was wiederum nur auf den zweiten Blick zu erkennen ist: Die Sitze sehen aus wie beim Original, sind aber dank Upholstery Unlimited deutlich gestrafft, das Dashboard wirkt vertraut, wurde aber mit feinsten Zutaten von Classic Instruments, Vintage Air und Alpine Sound System auf Stand gebracht. 4.700 Stunden Arbeit stecken in dem Defector, ein unglaublicher Aufwand, der kaum zu bezahlen ist. Muss auch nicht, der King of Chargers ist nämlich schon verkauft, an einen Muscle-Car-Freak namens Erlen, der bescheiden Stillschweigen über den Preis bewahrt. Einen zweiten Defector wird´s nicht geben, es bleibt beim One-off. Typisch Ringbrothers. Die wollen nur zeigen, was sie können …


Fotos: Hersteller