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Fast schon ein GIS?


DWG Solutions - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 07.10.2019

Spatial Manager ist eine Applikation für Import, Verwaltung, Analyse und Export von räumlichen Daten (Spatial Data). Außerdem bekommt der Anwender die Möglichkeit, Online-Dienste wie WMS, WFS, OpenStreetMap (OSM), BingMaps usw. als dynamischen Kartenhintergrund darzustellen. Neben BricsCAD werden auch AutoCAD und ZWCAD unterstützt.


Spatial Manager (nachfolgend kurz SPM genannt) importiert nahezu alle GIS- und Vermessungs-Datenformate. Das Spektrum reicht von frei konfigurierbaren ASCII-Files über georeferenzierte Rasterbilder bis zu diversen Vektorformaten. Unter anderem ESRI Shape, Mapinfo, PostGIS, GML ...

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Bildquelle: DWG Solutions, Ausgabe 2/2019

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... und Google Earth. SPM beschränkt sich nicht nur auf den reinen Geometrie- Import, sondern übernimmt ebenso die Sachinformationen. Das gilt auch für die immer häufiger anzutreffenden WFS-Dienste. Ein Assistent führt den Anwender in nur drei Schritten durch die Konfiguration. Als Beispiel dient eine ESRI-Shape-Datei (Testdaten Landesvermessung Brandenburg) mit Katasterdaten.

Bild 1: Import-Optionen und Koordinatentransformation im „Spatial Manager“.


Alle Bilder: IBB Battefeld

Sachdaten verwalten

Am Beispiel der importierten Katasterkarte ist zu sehen, dass auch die Flurstücksdaten eingefügt wurden. Das Sachdaten-Management ist jedoch noch viel mächtiger, da der Anwender eigene Datenstrukturen anlegen und vorhandene modifizieren kann. Dabei handelt es sich um so genannte EED (Extended Entity Data), die man jedem Zeichnungsobjekt zuordnen kann. Soll beispielsweise eine Wasserleitung als Polylinie kartiert werden, legt man eine Tabelle mit den entsprechenden Leitungsdaten wie Nennweite, Material und Baujahr an. Dabei lassen sich schon Standardwerte festlegen, und ein Klick genügt zur Verknüpfung mit der Polyline. Die dabei voreingestellten Leitungsdaten sind jederzeit editierbar. Das funktioniert auch mit allen anderen grafischen Objekten wie Punkten, Blockreferenzen, Bögen usw.; das ist übrigens der Unterschied zu den bekannten Attributen, die man nur Blöcken zuordnet.

Sind die Daten erfasst oder importiert, kann man sie tabellarisch darstellen, sortieren, abfragen oder auch exportieren. Der Export erfolgt als ASCII-Datei mit wählbaren Trennzeichen.

Hintergrundkarten

Spatial Manager erlaubt die dynamische Einbindung von Hintergrundkarten aus dem Internet. Verschiedene Quellen werden mit der Installation ausgeliefert, unter anderem BingMaps und OpenStreetMap.

Noch interessanter dürfte die Möglichkeit sein, WMS-/TMS-Dienste zu hinterlegen. Prinzipiell kann man WMS-Dienste auch mit BricsCAD laden. Allerdings ist die Nutzung etwas umständlich. Der wesentliche Vorteil bei der Verwendung von SPM ist die Dynamik. Das bedeutet, dass sich bei jedem Zoom oder Pan die Hintergrundkarte automatisch aktualisiert. Bild 3 zeigt die Konfigurationsmöglichkeiten eigener Hintergrundkarten.

Natürlich gibt es auch eine Möglichkeit, Hintergrundbilder dauerhaft zu speichern. Hierzu dient die Snapshot-Funktion. Sie erlaubt wahlweise das Generieren einer georeferenzierten Rasterdatei oder die Einbettung als OLE-Objekt. In beiden Fällen sind ein Ausschnitt und die Auflösung wählbar, was unmittelbare Auswirkung auf die Dateigröße hat.

Bild 2: Import aus ESRI Shape inklusive Verwaltung der Sachdaten.


Bild 3: Anzeige von Hintergrundkarten aus WMS-Diensten.


Geodaten exportieren

Analog zum Import wird der Anwender auch von einem Assistenten durch den Exportvorgang geführt. Im ersten Schritt erfolgt dazu eine Festlegung der zu exportierenden Eigenschaften. Zuerst geht es um alle Sachdaten und auch die Block-Attribute. Für Texte lassen sich neben dem Textinhalt auch Schriftgröße und Drehwinkel ausgeben. Bei Blockreferenzen kann man Blockname, Drehwinkel und Skalierung in die Zieldatei schreiben; auch Schraffur-Eigenschaften werden übergeben.

Im zweiten Schritt erfolgt die Festlegung des Zielformats. Das können unter anderem SHP, KML/KMZ, GML, XML, ASCII aber auch PostGIS oder SQL Server sein.

Im dritten Schritt folgen dann formatspezifische Angaben. Zum Schluss ist noch das Ziel-Koordinatensystem festzulegen. Denn genau wie beim Import kann auch bei der Datenausgabe eine Koordinatentransformation stattfinden.