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Fast unendlich viel Power!


Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 02.12.2021

Test: MacBook Pro

Es ist nie leicht im Leben, alle Menschen, die an einer beliebigen Sache beteiligt sind, glücklich zu machen. Nicht einmal Apple mit praktisch allem Geld der Welt gelingt das im Handumdrehen, wie die Jahre 2016 bis 2020 im Bereich der Mobil-Macs gezeigt haben. Mit den neuen MacBook Pro-Modellen rudert Apple an einigen Stellen zurück und bringt unter anderem einen HDMI-Anschluss und einen Einschub für SD-Karten zurück, geht in anderen Bereichen aber weiter voran und möchte den leistungsfähigsten Laptop überhaupt anbieten.

Neues Design

Dass Apple dabei einfach nur das Gerät von 2016 aus dem Schrank geholt und ihm ein paar neue Innereien verpasst hätte, ist natürlich eine vollkommen unzulässige Übertreibung. Denn schon beim Design des Geräts fällt sofort auf, dass es sich nicht um das 2016er- Modell handelt. Die neuen 16-Zoll- Geräte wirken in ihrer Bauweise auf den ersten Blick ...

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... kompakter, fühlen sich aber deutlich größer und schwerer an als ihre unmittelbaren Vorgänger. Da helfen auch Messergebnisse, die eher minimale Änderungen bescheinigen, nicht: Nur 0,6 Millimeter dicker, 2,2 Millimeter tiefer, dafür sogar 2,2 Millimeter schmaler ist das neue 16-Zoll-MacBook Pro. Dabei allerdings 100 Gramm schwerer.

Natürlich könnte Apple diesen „Sicherheitsmechanismus“ auch auf das MacBook Pro übertragen, indem du genötigt wirst, doppelt auf die Leertaste zu drücken. Oder noch eher, um die Analogie noch besser zu wahren, auf die Power-Taste des Laptops. Genau dort befindet sich allerdings ohnehin ein Touch-ID-Sensor, womit Face ID gewissermaßen überflüssig ist.

Dennoch: für alle nicht ganz so kritischen Identitätsbestimmungen (analog zum iPhone und iPad) wäre Face ID grundsätzlich eine feine Sache. Uns ist natürlich klar, dass das allgemeine Sicherheitsrisiko auf dem Mac ungleich größer ist als auf den anderen Apple-Geräten. Denn auf dem Mac kannst immer noch du selbst bestimmen, welche Software aus welcher noch so zweifelhaften Quelle du installieren möchtest. Wenn Apple dann noch einen Mechanismus einbaut, der es ermöglicht, dass ein Blick von dir ausreicht, um potenziellen Angreifer:innen Tür und Tor zu öffnen …

Immerhin: Apple hat das Redesign der neuen Pro-MacBooks endlich dafür genutzt, eine neue Kamera zu spendieren! Sie zeichnet nicht nur in 1080p-Auflösung auf (statt zuvor lediglich mit 720p), sondern liefert insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich bessere Bilder.

Die Notch selbst ist gewöhnungsbedürftig. Das war sie allerdings auch beim ersten entsprechend designten iPhone, dem iPhone X aus dem Jahr 2017 – damals belächelt, heute normal. Dabei ist hier einiges anders als beim iPhone. Auf eine Art irritierend ist insbesondere das Mauszeigerverhalten. Der Mauszeiger gleitet einfach durch die schwarze Aussparung hindurch, verschwindet praktisch in einem Tunnel. Andererseits: Was wäre die Alternative? Eine Notch, die den Mauszeiger blockiert, sodass du als Nutzer:in die Maus drum herumführen musst?

Aber die Notch sorgt noch für eine weitere Merkwürdigkeit, zumindest für eingefleischte Mac- Nutzer:innen. Die Menüleiste ist deutlich höher als beispielsweise bei einem MacBook Air oder – ein besserer Vergleich – dem 16-zölligen Intel-MacBook Pro. Der Verdacht liegt nahe, dass wir mit unserer Überlegung aus dem letzten Jahr, das Menüleisten-Redesign von macOS Big Sur könne auf ein nahendes MacBook mit Touch- Bildschirm hindeuten, falsch lagen.

Interessant ist außerdem, dass Apple selbst versucht, die Notch nach Kräften zu verstecken. Die meisten Produktfotos auf Apples Website zeigen das MacBook Pro im Dark Mode oder zumindest mit einem dunklen Hintergrundbild, sodass die Notch kaum noch auffällt. Das Kaschieren der Notch erscheint uns dabei nicht als fieser Marketing-Trick, um eine Schwachstelle im Geräte-Design zu überdecken. Vielmehr spiegeln diese Bilder die empfundene Realität wider. Denn natürlich verschwindet die Notch nie wirklich, aber schon nach wenigen Stunden kontinuierlichen Arbeitens mit dem MacBook Pro (unter anderem entsteht gerade dieser Text auf dem Gerät) fällt die Notch, die zuerst so präsent scheint, nicht mehr auf.

Keine Touch Bar mehr

Die neue Tastatur zeichnet sich vorrangig durch zwei Veränderungen aus. Die Tasten sitzen nicht länger im silbrigen oder spacegrauen Aluminium, sondern sind jetzt von einer schwarzen Grundfläche umgeben. Und: Die Touch Bar ist passé.

Nicht nur Apple, auch wir glaubten an das Potenzial der Touch Bar, als sie uns erstmals gezeigt wurde. Tasten, die sich beliebig belegen lassen? Das war doch im Prinzip genau das, was Steve Jobs bei der Präsentation des ersten iPhone 2007 als einen der großen Vorzüge gegenüber der Konkurrenz mit ihren starren Tasten lobte!

Doch die Realität war eine andere. Die meisten Menschen nutzten die Touch Bar im Wesentlichen, um dort das anzeigen zu lassen, was vorher die (physischen) Funktionstasten waren. Auch, weil die Touch Bar keine gute Ergänzung zur Tastatur war. Die nämlich kann mit etwas Übung weitestgehend blind bedient werden, also ohne ständig draufschauen zu müssen. Die Touch Bar hingegen lieferte überhaupt kein taktiles Feedback und schaltete sich nach längerer Nichtnutzung sogar ab. Dass selbst Apple schnell den Glauben an die Touch Bar verlor, lässt sich vielleicht daran ablesen, dass in fünf Jahren praktisch nichts daran verändert wurde; weder hardware- noch softwareseitig.

Schnellladen

Interessant ist, dass du in diesem Jahr bei der Wahl des richtigen MacBook Pro-Modells auch auf das mitgelieferte Netzteil schauen musst.

In der günstigsten Variante des 14-Zoll-Geräts liegt nämlich lediglich ein 67-Watt-Netzteil bei. Für das von Apple beworbene Schnellladen, bei dem der Akku angeblich in 30 Minuten zu 50 Prozent gefüllt wird, benötigst du allerdings mindestens das 96-Watt-Netzteil, das nur in der höheren Konfiguration des 14-Zöllers beiliegt.

Das Problem hast du beim 16-Zoll-Modell nicht, da diesem immer das 140-Watt-Netzteil beiliegt. Allerdings gibt es auch hier eine Besonderheit zu beachten: Das Schnellladen funktioniert nur, wenn du das Netzteil mit dem MagSafe-Anschluss verbindest. Bei einer reinen USB-C-Verbindung wird langsamer geladen.

Und so kam, was kommen musste: Apple hat die Touch Bar mit der Vorstellung dieser Mac- Book Pro-Modelle endgültig beerdigt. Zwar verkauft Apple noch ein paar ältere Mac-Modelle, die weiterhin mit Touch Bar ausgeliefert werden, neue werden wir jedoch nicht zu Gesicht bekommen. Geblieben ist lediglich die bereits erwähnte Touch-ID-Taste, das einzige wirklich sinnvolle Element der Touch Bar.

Die Tastatur selbst ist genau das, was wir schon immer von Apple erwartet haben und auch erwarten durften. Und vor allem, was Apple nach den Pleitejahren mit dem Butterfly-Mechanismus nun auch wieder liefert: eine grundsolide Tastatur ohne Merkwürdigkeiten, dafür aber mit einem angenehmen Tippgefühl.

Ein wenig lustig ist dabei höchstens, dass Apple die Tastatur in den neuen Pro-MacBooks unter anderem damit bewirbt, dass sie Funktionstasten in voller Tastengröße hat. Vielleicht sogar ein kleiner Seitenhieb auf die offensichtlich in Ungnade gefallene Touch Bar.

Die Rückkehr von MagSafe

Zu ähnlich großen Jubelstürmen wie der Wegfall der Touch Bar dürfte in großen Teilen der Apple- Fangemeinde die Rückkehr von MagSafe führen. Schon nach der Einführung einer gleichnamigen und ganz ähnlich funktionierenden Technologie für die iPhones der 2020er-Saison wurde viel darüber diskutiert, wie wahrscheinlich es wohl wäre, dass Apple bei der Stromversorgung der Macs einen Salto rückwärts machen würde.

Schließlich liegen die Vorteile von USB-C als Schnittstelle glasklar auf der Hand: Es gibt passende Kabel in allen möglichen Farben, Längen und Beschaffenheiten und auch bei der Wahl des Netzteils bist du nicht länger auf Apple festgelegt. Und zumindest bei MacBooks mit mehr als zwei USB-C-Buchsen konnten Nutzer:innen selbst entscheiden, ob von links oder rechts geladen werden soll. MagSafe hingegen hatte auch einen entscheidenden Nachteil: Oft mussten zwei Kabel an ein Mac-Notebook angeschlossen werden – eins für einen externen Bildschirm oder sonstige Peripherie und eins exklusiv für die Stromversorgung.

Unvergessen blieb allerdings der unschlagbare Vorteil der MagSafe-MacBook-Kabel: Magnetismus. Die Magnete, die Stecker und Buchse zusammenbringen, halten gut genug, dass das Kabel nicht versehentlich getrennt wird, sind aber auch schwach genug, dass jemand, der über das am Boden liegende Kabel stolpert, nicht gleich den ganzen Mac vom Tisch fegt. Bei vielen Mac-Nutzer:innen scheint die Angst vor diesem Szenario so tief verankert zu sein, dass sie sich Magnet-Adapter für aktuelle USB-C-Macs kauften und damit dauerhaft einen USB-C-Port belegen, um die Sicherheit von Mag- Safe zurückzugewinnen.

In diesem Jahr hat Apple ein Einsehen und bringt MagSafe de facto 1:1 zurück – allerdings auf Kosten eines USB-C-Anschlusses. Von denen gibt es in den neuen MacBook Pro-Modellen nämlich nur noch drei, statt zuvor vier.

Und natürlich kann das MacBook Pro auch über diese und eine reine USB-C-Verbindung geladen werden.

Die Anzahl der verbliebenen USB-C-Ports erscheint uns gut genug für die meisten Szenarien. (Zumal sich zu ihnen noch ein HDMI-Anschluss und einen SD- Kartenleser gesellen, die ebenfalls von vielen schmerzlich vermisst wurden.) Spannend wird, was Apple sich für die nächste Generation des MacBook Air überlegt.

Von den dort ohnehin schon nur zwei vorhandenen USB-C-Buchsen eine zu streichen, wäre ungleich kritischer.

Benchmarks

Verglichen mit der AMD Radio Pro 5300M Grafikeinheit, die im Basismodell des 16-Zoll-Intel-Mac- Book Pro steckt, bietet das von uns getestete MacBook Pro eine um 180 Prozent gesteigerte Performance und selbst verglichen mit der Top- GPU des Intel-Mobil-Mac erreicht der M1-Max-Chip immer noch ein um knapp über 60 Prozent besseres Ergebnis. Damit liegt er de facto gleichauf mit dem (von Apple nicht länger angebotenen) iMac Pro mit seiner AMD Radeon Vega 56 GPU.

M1 Pro oder doch gleich M1 Max?

Möglich machen die zahlreichen Verbesserungen an den neuen MacBook Pro-Modellen nicht zuletzt auch die beiden nun zur Auswahl stehenden Chips aus Apples eigener Werkstatt. Wie die Namen „M1 Pro“ und „M1 Max“ schon vermuten lassen, basieren sie auf dem M1-Chip, den Apple im vergangenen Jahr zusammen mit dem immer noch aktuellen MacBook Air und Mac Mini sowie dem nun eigentlich veralteten, jedoch immer noch im Verkauf befindlichen 13-Zoll-MacBook Pro vorstellte.

Dass Apple das Portfolio an M-Chips würde erweitern müssen, war klar. Dass gleich zwei neue Chips vorgestellt wurden, dürfte die meisten überrascht haben.

Genauso wie die Namensgebung. Während in Gerüchteküchen „M1X“ oder gar gleich „M2“ hoch im Kurs standen, hatten wohl die Wenigsten auf eine Anlehnung an das Namensschema der iPhones getippt.

Während bis vor Kurzem noch im Wesentlich ein Apple-Chip, nämlich der M1 mit 8 CPU-Kernen und zwei verschieden bestückten Grafikeinheiten (7 oder 8 GPUs) zur Wahl stand, ist die Liste der Apple-eigenen Chips nun sprunghaft auf sieben angewachsen.

Neben dem bereits erwähnten M1 in zwei Ausführungen gibt es nun den M1 Pro und M1 Max in folgenden Konfigurationen (CPUs/GPUs): M1 Pro 8/14, 10/14 und 10/16, sowie M1 Max 10/24 und 10/32. Dabei ist zu beachten, dass die ersten beiden Varianten des Pro-Chips nur in den Einstiegsmodellen des 14-Zoll-MacBook Pro zur Auswahl stehen. Mit Blick auf das übliche Vorgehen in der Chip- Industrie gehen wir davon aus, dass diese Varianten eigentlich ebenfalls Chips in der 10/16-Konfiguration mit fehlerhaften Rechenund Grafikeinheiten sind, die dann kurzerhand abgeschaltet werden.

Wie groß ist das Leistungsplus?

Apple hat uns für unseren Test ein MacBook Pro zur Verfügung gestellt, das praktisch dem besten verfügbaren Modell entspricht: Ein MacBook Pro mit 16-Zoll-Bildschirm, einem M1-Max-Chip mit 10 CPU- und 32-GPU-Kernen sowie 64 Gigabyte „Shared Memory“, also Arbeitsspeicher, der sowohl dem Prozessor als auch der Grafikeinheit zur Verfügung steht. Lediglich beim Speicherplatz verzichtete Apple auf die höchste Ausbaustufe von 8 Terabyte und befand, dass wir auch mit „nur“ 2 Terabyte zurechtkommen würden.

Dass sich die Leistungstests mit diesem MacBook Pro schwierig gestalten würden, war uns schon an dem Abend klar, als Apple die neuen Modelle vorstellte. Nichts, was zu unserer täglichen Arbeit gehört, würde diese Maschine auslasten können. Schon das MacBook Air mit dem – im Vergleich zu den neuen Chips M1 Pro und M1 Max – schwachbrüstigen M1-Chip langweilt sich den Großteil des Arbeitstages zu Tode.

Da wir nicht die einzige Redaktion sind, der es so geht, hat Apple sich entschieden, das Leih- MacBook Pro vor dem Versand mit ein paar Beispielen zu beladen, die veranschaulichen können, wie potent die neuen Geräte sind. Darunter befindet sich unter anderem ein Xcode-Projekt, eine 8K-Videosequenz in Final Cut Pro, eine Orchesteraufnahme in Logic Pro und eine enorm aufwendige 3D-Szene in Cinema 4D.

In Final Cut Pro verarbeitet unser MacBook Pro parallel sieben 8K-HDR-Videostreams in Echtzeit – zwei mehr als der aktuelle Mac Pro mit Afterburner zu bewältigen imstande ist. In Cinema 4D lädt es blitzschnell eine Szene mit deutlich über 30 Gigabyte. Das fanden wir gar nicht so imposant, bis uns klar wurde, dass vorherige MacBooks diese Datei aufgrund von zu wenig Grafikspeicher gar nicht hätten öffnen können. Und auch über den Mac-Tellerrand hinausblickend scheint es keinen Laptop zu geben, der damit zurechtkäme. Zumindest nicht ohne extern angebundene Grafikeinheit (eGPU), was die neuen Pro-MacBooks im Übrigen nicht unterstützen.

Ehrlich gestanden: Bis ins letzte Detail können wir auch hier nicht bewerten, wie gut sich das MacBook Pro wirklich schlägt. Noch im vergangenen Jahr war es relativ einfach, die Performance von Macs zu beurteilen. Diese Geräte aber spielen schlicht in einer eigenen Liga.

Fazit

Selbstverständlich sind die neuen MacBook Pro-Modelle die besten Mobil-Macs, die Apple je im Angebot hatte. Aber auch gemessen an ihrer jeweiligen Zeit erscheinen uns diese Maschinen weit vorne mit dabei zu sein. Apple hat Gutes verbessert und war sich nicht zu schade, einige der von vielen so empfundenen „Verschlimmbesserungen“ der vergangenen Jahre zurückzunehmen.

Außerdem steckt in den neuen Pro-MacBooks ein Leistungsvermögen, das bislang nur von Desktop-Computern zu erwarten war und diese in Teilen sogar übertrumpft. So stellen die neuen Profi-Laptops selbst den Mac Pro in manchen Belangen in den Schatten – und lassen sich dabei noch handlich zusammenklappen und im Rucksack verstauen.

Das allerdings wird nur vorübergehend so sein. Schon im nächsten Jahr wird Apple auch den großen iMac und eben auch den Mac Pro mit eigenen Chips ausstatten und so die gewohnte Leistungshierarchie wiederherstellen.

Bei Preisen zwischen 2.249 Euro und 6.839 Euro ist das Mac- Book Pro dabei sicherlich nicht für alle erschwinglich. Das muss es aber auch nicht sein. Wir sind überzeugt davon, dass das Mac- Book Air mit M1-Chip weiterhin das ideale Notebook für die allermeisten Menschen ist. Außerdem können wir uns gut vorstellen, dass einige der neuesten Mac-Book Pro-Annehmlichkeiten schon im nächsten Jahr ihren Weg in die Air-Modellreihe finden werden.

Für Menschen allerdings, die etwa im Video- oder Animationsbereich ihr Geld verdienen, könnte sich ein neues MacBook Pro schnell als Schnäppchen herausstellen. Schließlich ist das Mac- Book Pro seit Jahren relativ preisstabil und es gab schon lange nicht mehr so viel fürs Geld. Wir sehen nicht, dass irgendein Laptop da draußen diesem MacBook Pro die Stirn bieten kann – schon gar nicht gleichzeitig in allen Bereichen.