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Faszination Dodge Durango SRT: Aufregend unaufgeregt


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 10.12.2019

Es gibt kleine und große SUV. Und es gibt sehr große SUV mit einem noch größeren Motor. So eines ist der Dodge Durango, an dem der hauseigene Tuner SRT Hand angelegt hat …


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Bildquelle: SUV Magazin, Ausgabe 6/2019


„Was schon der Papa wusste: Länge läuft!“


DIE HAUSEIGENE TUNINGSCHMIEDE DER MARKEN CHRYSLER, DODGE UND JEEP NENNT SICH KURZ UND BÜNDIG SRT. Das emotionsgeladene Kürzel steht für „Street and Racing Technology“. Die Tuningschmiede schraubt aber nicht nur an Sportwagen rum, sie legt auch ordentlich Hand an großen SUV und Pick-ups an. Auch den Dodge Durango haben sich die Bastler vorgeknöpft! Damit sich das SRT-Modell optisch von den ...
Das Triebwerk macht dem über fünf Meter langen und mehr als 2,5 Tonnen schweren Durango ordentlich Beine: Seine 637 Newtonmeter Drehmoment liegen bei 4300 Umdrehungen voll an und katapultieren den Boliden in fast schon lachhaften 4,5 Sekunden auf Tempo 100. Den Sprint aus dem Nichts macht der Dodge Durango SRT ausgesprochen souverän und unaufgeregt, sodass man das Gaspedal gerne noch ein Weilchen weiter durchtritt. Freilich hilft hier auch der Allradantrieb, um die Kraft per 20-Zöller optimal auf den Asphalt zu bringen. Erst bei 290 km/h geht dem Power-Durango die Puste aus. Dann wird die Autobahn aber auch verdammt eng. Also lieber etwas Gas rausnehmen und bequem mit 200 km/h dahingleiten. Das nämlich kann der Durango ausgesprochen komfortabel, hier bewahrheitet sich wieder die alte Regel „Länge läuft“. Der Ami hat immerhin einen Radstand von 3,04 Metern und Bodenunebenheiten werden dank der adaptiven Dämpfer von Bilstein ohne Probleme einfach weggebügelt. Die Grundabstimmung des Fahrwerks ist aber eher sportlich straff, und zusammen mit der erstaunlich direkten Lenkung lädt der SRT auch zur flotten Kurvenfahrt ein. Auch das Automatikgetriebe beherrscht auf Wunsch die schnelle Gangart, je nach gewähltem Fahrprogramm schaltet es von sanft bis beherzt durch die acht Stufen. Voreingestellt sind die sieben Fahrmodi: Auto, Sport, Track, Snow, Tow, Valet und Eco. Apropos Tow-Modus: An den Haken nimmt der Durango bis zu 3500 Kilogramm. Damit man immer wieder sicher zum Stehen kommt, sind Brembos mit Sechskolbenzangen vorne und Vierkolbenzangen hinten verbaut. Und wie sieht es mit dem Durst aus? Der ist für ein Fahrzeug dieser Ausmaße mit seinem großvolumigen V8 – wen wundert es? – nicht gerade gering. Den kombinierten Verbrauch gibt Dodge mit 12,4 Litern Benzin auf 100 Kilometern an. Die sind bei gelassener Fahrt auch durchaus realistisch. Doch wer dem Durango SRT ordentlich die Sporen gibt, der erzielt auch Verbräuche von über 20 Liter – typisch großer Ami eben. ...

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DIE HAUSEIGENE TUNINGSCHMIEDE DER MARKEN CHRYSLER, DODGE UND JEEP NENNT SICH KURZ UND BÜNDIG SRT. Das emotionsgeladene Kürzel steht für „Street and Racing Technology“. Die Tuningschmiede schraubt aber nicht nur an Sportwagen rum, sie legt auch ordentlich Hand an großen SUV und Pick-ups an. Auch den Dodge Durango haben sich die Bastler vorgeknöpft! Damit sich das SRT-Modell optisch von den herkömmlichen Durangos unterscheidet, bekommt die Motorhaube eine große Lufthutze und hinten sitzen zwei dicke, kreisrunde Endrohre. Das eigentliche Highlight aber steckt unter dem Blech des US-Dickschiffs: Hier hat SRT den bereits seit 2007 erhältlichen und bis heute immer wieder überarbeiteten, „392 HEMI“ genannten 6,4-Liter-V8-Benziner mit 481 PS eingebaut. Die Besonderheit: Der Achtender ist noch ein Sauger der alten Schule, der ohne Zwangsbeatmung auskommt.
Das Triebwerk macht dem über fünf Meter langen und mehr als 2,5 Tonnen schweren Durango ordentlich Beine: Seine 637 Newtonmeter Drehmoment liegen bei 4300 Umdrehungen voll an und katapultieren den Boliden in fast schon lachhaften 4,5 Sekunden auf Tempo 100. Den Sprint aus dem Nichts macht der Dodge Durango SRT ausgesprochen souverän und unaufgeregt, sodass man das Gaspedal gerne noch ein Weilchen weiter durchtritt. Freilich hilft hier auch der Allradantrieb, um die Kraft per 20-Zöller optimal auf den Asphalt zu bringen. Erst bei 290 km/h geht dem Power-Durango die Puste aus. Dann wird die Autobahn aber auch verdammt eng. Also lieber etwas Gas rausnehmen und bequem mit 200 km/h dahingleiten. Das nämlich kann der Durango ausgesprochen komfortabel, hier bewahrheitet sich wieder die alte Regel „Länge läuft“. Der Ami hat immerhin einen Radstand von 3,04 Metern und Bodenunebenheiten werden dank der adaptiven Dämpfer von Bilstein ohne Probleme einfach weggebügelt. Die Grundabstimmung des Fahrwerks ist aber eher sportlich straff, und zusammen mit der erstaunlich direkten Lenkung lädt der SRT auch zur flotten Kurvenfahrt ein. Auch das Automatikgetriebe beherrscht auf Wunsch die schnelle Gangart, je nach gewähltem Fahrprogramm schaltet es von sanft bis beherzt durch die acht Stufen. Voreingestellt sind die sieben Fahrmodi: Auto, Sport, Track, Snow, Tow, Valet und Eco. Apropos Tow-Modus: An den Haken nimmt der Durango bis zu 3500 Kilogramm. Damit man immer wieder sicher zum Stehen kommt, sind Brembos mit Sechskolbenzangen vorne und Vierkolbenzangen hinten verbaut. Und wie sieht es mit dem Durst aus? Der ist für ein Fahrzeug dieser Ausmaße mit seinem großvolumigen V8 – wen wundert es? – nicht gerade gering. Den kombinierten Verbrauch gibt Dodge mit 12,4 Litern Benzin auf 100 Kilometern an. Die sind bei gelassener Fahrt auch durchaus realistisch. Doch wer dem Durango SRT ordentlich die Sporen gibt, der erzielt auch Verbräuche von über 20 Liter – typisch großer Ami eben.

392 HEMI: Herzstück im SRT ist ein freiatmender V8-Motor mit 481 PS Leistung.


Platzangebot: Der Innenraum überzeugt mit seiner tadellosen Verarbeitung und bietet Platz für die ganze Familie.


Dunkle Sache: Der Dodge Durango SRT steht serienmäßig auf schwarz lackierten 20-Zoll-Leichtmetallfelgen.



„Für einen Amerikaner ist der Durango sehr sauber verbaut.“


Untypisch hingegen ist die Verarbeitung im Innenraum: Hier gibt es nämlich überraschenderweise nichts zu beanstanden, alles ist sauber und ordentlich eingebaut. Platz finden im Durango bis zu sechs Personen auf bequemen schwarzen Ledersitzen. Und selbst in der dritten Sitzreihe können große Gäste ohne Probleme reisen und auch längere Ausfahrten bequem genießen. Eine Sitzheizung gibt es allerdings nur bis zur zweiten Reihe; auch eine Lenkradheizung für den Fahrer fehlt nicht. Das 8,4 Zoll große Navi-Infotainment-System überzeugt mit einer einfachen Menüführung, für optische Akzente sorgen echte Carbon-Einlagen und auf die Ohren gibt es einen satten Sound aus dem 825 Watt starken Harmon-Kardon-Audiosystem – von dem sanft brabbelnden V8 unter der Haube ist wegen der perfekten Dämmung dagegen (leider) kaum etwas zu hören. Keinesfalls verstecken braucht sich der Dodge Durango SRT auch beim Thema Sicherheit: Vom Kollisionswarner mit Bremsassistenten über einen Spurhalteassistenten, den adaptiven Tempomaten und einen Totwinkelwarner bis hin zur Rückfahrkamera sind die üblichen Helferlein alle an Bord. In Europa bekommt man den Durango SRT beim Importeur AGT, der in der Schweiz seinen Hauptsitz hat. Preislich startet der wuchtige Amerikaner bei 77 500 Schweizer Franken (circa 70 593 Euro); als einzige Option steht ein elektrisches Schiebedach in der Liste, das für rund 1200 Euro erhältlich ist. Vergleicht man den Preis mit den Tarifen deutscher Hersteller, die in dieser Größen- und Leistungsordnung (Mercedes GLS, Audi Q7, BMW X7) gerne mal Summen im sechsstelligen Bereich aufrufen, fährt man mit dem Amerikaner durchaus günstig – zumal auch die hiesigen Vertreter in Sachen Verbrauch keine Kostverächter sind. Uns konnte der Dodge Durango SRT so auf jeden Fall überzeugen: Er ist groß, bietet viel Platz, lässt sich dynamisch ums Eck bewegen und gefällt mit seiner guten Verarbeitung. Außerdem sieht man den amerikanischen Riesen nicht an jeder Straßenecke – und alle anderen Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn werden freiwillig die linke Spur räumen, wenn sich diese massive Schrankwand im Rückspiegel nähert. Was will man mehr?

Kurvenräuber: Dank dem hervorragend abgestimmten Fahrwerk macht der SRT auch in Kehren eine gute Figur.


FOTOS: Bastian Hambalgo