Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 8 Min.

FEIERLICHKEITEN IN DER NORMANDIE (An)Sturm über Frankreich


FLUGZEUG CLASSIC - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 12.08.2019

Die Landung der Alliierten in der Normandie jährt sich bereits zum 75. Mal. Zentraler Bestandteil der Gedenkveranstaltungen im Juni waren natürlich auch die fliegenden Veteranen. Ihr Anteil am Event war diesmal enorm


Artikelbild für den Artikel "FEIERLICHKEITEN IN DER NORMANDIE (An)Sturm über Frankreich" aus der Ausgabe 9/2019 von FLUGZEUG CLASSIC. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: FLUGZEUG CLASSIC, Ausgabe 9/2019

Drei Douglas C-47, darunter »That’s all Brother« und »Placid Lassie«, über Südengland auf ihrem Weg zur D-Day-Gedenkveranstaltung in die Normandie. Die Maschinen gehören zur D-Day Squadron der Commemorative Air Force. Die Piloten haben den weiten Weg aus den USA auf sich genommen, um Teil der beeindruckenden 75-Jahr-Feier zu sein


Foto Richard Paver

Rote Mohnblumen stehen in Großbritannien ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von FLUGZEUG CLASSIC. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 9/2019 von 75 Jahre D-Day. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
75 Jahre D-Day
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von PANORAMA: GRUMMAN TBF Flugzeugträger in der Tiefsee. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PANORAMA: GRUMMAN TBF Flugzeugträger in der Tiefsee
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von Fw 190: BRINGT DIE STARKE FW 190 F-8 NOCH DIE WENDE? Die Hoffnung der Schlachtflieger. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Fw 190: BRINGT DIE STARKE FW 190 F-8 NOCH DIE WENDE? Die Hoffnung der Schlachtflieger
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von Hawker Tempes: HERVORRAGENDE KOMBINATION Finaler Leistungskick. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Hawker Tempes: HERVORRAGENDE KOMBINATION Finaler Leistungskick
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von Propellerentwicklung: DIE GANGSCHALTUNG FÜR FLUGZEUGE Verstellpropeller. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Propellerentwicklung: DIE GANGSCHALTUNG FÜR FLUGZEUGE Verstellpropeller
Titelbild der Ausgabe 9/2019 von Ju-88-Wrack: 109 GESUCHT – JU 88 GEFUNDEN Mysteriöse Trümmer. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ju-88-Wrack: 109 GESUCHT – JU 88 GEFUNDEN Mysteriöse Trümmer
Vorheriger Artikel
Walter Seiz: JAGDFLIEGER LANDET IN PARTISANENGEBIET Allein in Fei…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel HEINKEL HE 177 BEIM KG 1 »HINDENBURG« Die Einzigen im…
aus dieser Ausgabe

... symbolisch für das Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Anfang Juni blühen sie auch zuhauf an den Straßenrändern in der Normandie. Entlang von Straßen, die in diesem Jahr am 6. Juni entweder gesperrt oder hoffnungslos überfüllt waren. Denn an diesem 75. Jahrestag der Invasion in der Normandie herrschte Ausnahmezustand im Département Calvados und seiner Hauptstadt Caen.

Die Gedenkfeiern zum D-Day zogen nicht nur ranghohe Politiker der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs an, sondern weckten auch das Interesse von mehr als einer Million Besucher, wodurch sich die Einwohnerzahl dieser französischen Region abrupt verdoppelte.

Kein Event wie jedes andere

Ihnen allen wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum der alliierten Landung in der Normandie ein vielfältiges Programm geboten. Während der französische Präsident Emmanuel Macron am 6. Juni die britische Premierministerin Theresa May und US-Präsident Donald Trump an den Landungsstränden empfing, gab es für die Bevölkerung Hunderte von Attraktionen entlang dieses 80 Kilometer langen Küstenstreifens und den unter den damaligen Codewörtern Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword bezeichneten Sektoren.


Einen Großteil dieserimposanten Flotte bildete die D-Day Squadron.


Das 75-jährige Jubiläum der Operation »Overlord« war diesmal insbesondere bedeutsam, da viele der noch lebenden Veteranen und Zeitzeugen von damals inzwischen schon über 90 Jahre alt sind. Für sie dürfte es die letzte Möglichkeit gewesen sein, den Ort der größten Landungsoperation der Militärgeschichte, der zudem den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs entscheidend beeinflusste, nochmals zu besuchen.

Eng ging es zu über der »Drop Zone K« bei Sannerville. In mehreren Anflügen setzten die Dakota an die 350 Fallschirmspringer ab


Zeitreise: Salvador Ness war extra aus den USA für diesen einen Sprung bei der D-Day-Gedenkveranstaltung angereist. Die Landung endete im Kornfeld und nicht, wie geplant, in der gemähten Wiese


Das Empfangskomitee wartet. Neben unzähligen Besuchern standen auch viele Reenactors mit ihren historischen Fahrzeugen zum Abtransport der Fallschirmspringer bereit


Am Wochenende nach dem D-Day waren die Dakotas auf dem Flughafen von Caen für die Besucher ausgestellt


Foto Karl-Heinz Beckers

350 Fallschirmspringer

Einen großen Anteil an den Feierlichkeiten hatten selbstverständlich auch die fliegenden Veteranen von einst, insbesondere die Douglas DC-3 Dakota und ihre militärischen Varianten C-47 Skytrain und C-53 Skytrooper. Hunderte von Maschinen setzten in den Morgenstunden des 6. Juni 1944 13 000 Fallschirmspringer über Frankreich ab. Zum 75-jährigen Jubiläum waren es immerhin noch an die 20 Exemplare, die auf dem Weg vom britischen Duxford ins französische Caen den Weg über den Ärmelkanal nahmen. Einen Großteil dieser imposanten Flotte bildete die D-Day Squadron der Commemorative Air Force, der sich insgesamt 15 amerikanische Dakotas anschlossen.

Wie vor über 75 Jahren folgten diese Oldtimer der »Blue Spruce Route«, um den Atlantik zu überqueren. Entlang der abenteuerlich anmutenden Strecke via Goose Bay in Neufundland, Narsarsuaq auf Grönland, das isländische Reykjavik und schließlich Prest wick in Schottland ging es bis nach Duxford, wo bereits im Vorfeld des 6. Juni die größte Ansammlung von Dakotas in Europa während der letzten Jahrzehnte gefeiert wurde.

Auch bei wolkenverhangenem Himmel war der Flug über die Landungsstrände der Normandie für die Piper-Piloten ein unvergessliches Erlebnis


Foto Jose Luis Oilas

In Duxford stießen weitere, auf dem europäischen Festland stationierte Douglas Dakotas zur D-Day Squadron, sodass letzten Endes 23 Maschinen dieses Musters an Ort und Stelle versammelt waren. Den geplanten Weiterflug der Dakotas am 5. Juni nach Frankreich verzögerte das Wetter wie vor 75 Jahren auch. Es waren allerdings nicht Tage, um die die geplante Luftoperation verschoben werden musste, sondern nur Stunden. So machten sich die Dakotas erst am späten Nachmittag auf den Weg über den Kanal, um dort die Luftlandung der Fallschirmjäger am D-Day nachzustellen. Die Vorführung fand einen Tag zu früh statt, da man am eigentlichen D-Day den Luftraum wegen der Ankunft des US-Präsidenten großräumig sperren musste. Höhepunkt des Tages für die Dakota-Formation war es, ungefähr 350 Fallschirmspringer mit Rundkappenschirmen über Sannerville im Osten der Stadt Caen abzusetzen. In dieser »Drop Zone K« sprangen am D-Day 1944 die Fallschirmjäger der 6th Airborne Division ab und trafen auf die 6. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 125 der 21. Panzer Division. Die anschließenden erbitterten Kämpfe an einer erhärteten Front fanden mit der Befreiung von Sannerville erst am 18. Juli 1944 ein Ende.


Teils warenmehrere Anflüge notwendig, bis die Springer das Flugzeug verlassen hatten.


Nicht enden wollender Strom

Diesmal wurden die Springer aber von einem begeisterten Publikum, das sich teils schon in den frühen Morgenstunden die Plätze in der ersten Reihe entlang der abgesperrten Wiese gesichert hatte, empfangen und mit Applaus bedacht. Etwa ein Dutzend Dakotas kamen dafür zum Einsatz. Unzählige kleine Formationen und jeweils zwei Absprünge pro Maschine erweckten aber den Eindruck einer deutlich größeren Anzahl an Flugzeugen. Imposant waren dabei insbesondere das fortwährende Dröhnen der Motoren und der nicht enden wollende Strom von Fallschirmspringern, die den Himmel füllten.

Spektakulärer Anblick

Einer von ihnen war Salvador Ness, der aus der Führungsmaschine »Aces High « abgesetzt wurde und nicht, wie geplant, in der gemähten Wiese, sondern im Getreidefeld landete. Für den US-Amerikaner gar kein Hindernis, denn der ausgebildete Feuerspringer musste in seinem Berufsleben in deutlich unwegsamerem Gelände landen. Diesmal war es fast windstill und der Landeplatz in Straßennähe gut für den bequemen Abtransport: »Die Landung hier im Feld war weich, die Halme sind nur hüfthoch, es ist allesnice and easy «, kommentierte er seine Landung im Nachhinein und fügte an: »Der Sprung war nur kurz, aber sehr schön, wir hatten heute perfektes Wetter und fast keinen Wind.« Das half beim Steuern des Rundkappenschirms, der über weniger Steuermöglichkeiten als ein modernerer Flächenschirm verfügt, aber nach über 30 Jahren auch heute noch zur Standardausrüstung des US-Militärs gehört.

Starauftritt: Die heute als kleines und unkompliziertes Sportflugzeug betrachteten Piper Cubs hatten als »L-Birds« ihren großen Warbird-Auftritt über der Normandie


Die Pläne zur Teilnahme an diesem Event begannen für den Fallschirmspringer im Herbst letzten Jahres, und wie bei vielen anderen Springern war die große Motivation für ihn das Gedenken an all die Soldaten, die Frankreich und anschließend auch den Rest Europas von der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten befreiten. Der Höhepunkt für Ness an diesem Tag war eindeutig die Überquerung des Ärmelkanals: »Ich konnte mich mit der ganzen Ausrüstung im Flugzeug nur schwer bewegen, um aus dem Fenster zu blicken. Aber der Anblick der weißen Kreidefelsen bei Dover war spektakulär, insbesondere mit so vielen anderen Dakotas um uns herum. Und wir hatten während des Flugs sogar eine Jägereskorte aus Spitfires und Mustangs an unserer Seite!«

Für das Absetzen kam etwa die Hälfte der Maschinen zum Einsatz, und das Springen selbst verlief etwas ungeordnet. Teils waren mehrere Anflüge nötig, bis die etwa 20 Springer pro Maschine das Flugzeug verlassen hatten. Diese landeten dann eben nicht nur auf der geplanten Wiese, sondern, so wie Ness, auch in umliegenden Getreidefeldern oder Vorgärten.

Die Landungspioniere

Am 7. U+or bemängelten. 140 Kilometer weiter östlich ging es dagegen deutlich idyllischer und entspannter zu. Sprichwörtlich im Schatten der großen Dakotas in Caen versammelten sich in Saint André de l’Eure nahe Evreux die Verbindungsflugzeuge der Alliierten. 47 »L-Birds« (L fürLiaison ) zusammen mit ihren Besatzungen konnte die Organisatorin Isabelle Bazin auf diesem kleinen Flugfeld versammeln. Im Sommer 1940 war der Flugplatz auch Heimatbasis für die Messerschmitt Bf 109 des II./JG 2 »Richthofen«.

Die kleinen und leichten Hochdecker der Alliierten waren nicht nur für Transportaufgaben und zur Zieleinweisung von Bodenzielen für die Artillerie und Kriegsschiffe vor der Küste während der Landungsoperationen unabkömmlich, es waren auch die ersten alliierten Flugzeuge, die in der Normandie landeten.

Ausgestattet mit improvisierten Zusatztanks, die hinter den Piloten befestigt waren, machte sich im Juni 1944 eine Gruppe von fünf Pipers L-4 und einer Stinson L-5 von England auf den Weg nach Frankreich, wo sie in Saint Martin in der Nähe von Utah Beach aufsetzten. Üblicherweise fanden die »L-Birds« aber von See aus ihren Weg in die Normandie, wo sie nach der Ankunft am Strand unter feindlichem Beschuss allerdings erst noch montiert und flugklar gemacht werden mussten.

Piloten aus ganz Europa

An die bedeutende Rolle der kleinen Verbindungsflugzeuge erinnerte diese Veranstaltung »L-Birds back to Normandy«. Hochdecker von Typ Aeronca L-3 Defender, Piper L-4 Grasshopper, Stinson L-5 Sentinel oder auch die weltweit einzig fliegende Piper L-14 folgten der Einladung nach Nordfrankreich. 36 der 47 Teilnehmer waren die allseits bekannten Pipers L-4, und der Großteil der Teilnehmer kam entweder aus Frankreich selbst oder dem nahe gelegenen Großbritannien.

Drei Stinsons L-5 Sentinel waren vor Ort. Diese beiden Exemplare reisten extra aus der Schweiz und Italien nach Nordfrankreich. Die meisten Teilnehmer flogen jedoch mit der Piper L-4


Geschafft! Drei Tage Anreise und mehr als zehn Stunden Flugzeit hatten die Crews aus Madrid auf sich genommen, um an dem Event teilzunehmen


Diese Piper L-4 wartete nicht nur mit den typischen Invasion Stripes, sondern auch mit einem imposanten Nose art auf


Mehr Aufwand hatten Besatzungen aus Norwegen oder Spanien. »Acht Stunden Flugzeit am Tag sind das Maximum, das ich mir und meinem Flugzeug zumuten will«, so Per Anders Johnsen aus Norwegen, »und die Flugdauer meiner L-4 beträgt etwa eineinhalb Stunden. 13 Landungen und 16 Stunden Flugzeit habe ich benötigt, um hierher zu kommen!«.

Ähnlich äußerte sich Jose Luis Olias am Vorabend des D-Day. Zusammen mit zwei weiteren L-4 flog er seine L-14 in die Normandie: »Wir sind am Montag in Madrid gestartet, mussten aber am Abend noch in Spanien unseren Flug unterbrechen. Am Dienstag war das Wetter über Frankreich so schlecht, dass wir mit unseren kleinen Pipers und im Sichtflug keine Möglichkeit hatten, Strecke zu machen. « Mit leicht schmerzhaftem Blick auf sein rechtes Knie fährt er fort: »Heute sind wir dann in einem Tag von Spanien bis Saint André geflogen. Jetzt reicht es aber, und mit meinem Knie hätte ich heute auch keine weitere Flugetappe geschafft. Die L-14 braucht immer etwas Seitenruder, das ist eigentlich nichts für solche langen Strecken.«

Rundflug entlang der Strände

Entspannen konnten die Besatzungen in Saint André am Mittwoch allerdings nicht, denn nach einer Unwetterwarnung für den folgenden Tag hieß es Schutz suchen für die fragilen Maschinen. Die Hangars in Saint André waren schnell gefüllt, einige Maschinen mussten aber am selben Abend noch ausfliegen, um sie andernorts unterzustellen.

So war es am 6. Juni für die »L-Birds«-Piloten ein eher ruhiger Tag, den sie zum Sightseeing in Caen nutzten;, und am Freitag musste auch der geplante Rundflug entlang der Landungsstrände wetterbedingt ausfallen. Die betrübten Gesichter waren mehr als verständlich, war dies doch als Höhepunkt der Veranstaltung angekündigt. Immerhin konnte das Flugabenteuer aber am Sonntag doch stattfinden, und alleine die Souvenirfotos der Pipers über den noch verbliebenen Ruinen der Mulberry-Häfen vor Arromanches waren für die Crews die teils lange und beschwerliche Anreise wert.

An diesem Tag wurde auch an den vielen anderen Landungsstränden noch gefeiert, unter deutlich weniger Einschränkungen und dementsprechend auch entspannter als am eigentlichen D-Day. Die Feste setzten sich in der Normandie außerdem noch in den folgenden Wochen fort, weil jede einzelne Ortschaft ihren eigenen Befreiungstag durch die alliierten Truppen feiert.


Fotos, soweit nicht anders angegeben, Andreas Zeitler