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Feiern, aber sicher


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Siegessäule - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 24.09.2021

NEUSTART DER CLUBS

Artikelbild für den Artikel "Feiern, aber sicher" aus der Ausgabe 10/2021 von Siegessäule. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

clubcommission.de

Clubs wie das SO36 oder Insomnia feierten bereits ihre Wiedereröffnung. Andere Locations brauchen mehr Zeit, da sie erst neues Personal einstellen und ein Programm entwickeln müssen. Das SchwuZ wird z. B. erst Ende Oktober wieder seine Pforten öffnen können.

Ende August erklärte das Berliner Verwaltungsgericht das Verbot von Tanzveranstaltungen in Innenräumen für genesene und geimpfte Menschen als unverhältnismäßig. Daraufhin beschloss der Senat, gegen dieses Urteil nicht in Berufung zu gehen: Clubs dürfen ...

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... also mit der 2G-Regel wieder öffnen. Ist das die lang ersehnte Rückkehr zur Normalität für die Veranstaltungsbranche? Jein. Die Clubcommission begrüßt die Entwicklung prinzipiell: Mit der 2G-Regel entfallen in Innenräumen Maskenpflicht und Abstandsregeln, wodurch wieder regulärer Betrieb mit mehr Gästen möglich wird. Trotzdem ist die Entscheidung umstritten. In einem Statement zur Erklärung des Berliner Verwaltungsgerichts bemängelte der Lobbyverband, dass durch die 2G-Regelung Menschen ausgeschlossen werden, die zum Beispiel aufgrund einer Vorerkrankung nicht geimpft werden können.

Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Planbarkeit: Bei den steigenden Infektionszahlen sei zu erwarten, dass in den kalten Monaten die Regelungen wieder verschärft werden. Nach Ansicht der Clubcommission kämen Partys aber nur ohne Maskenpflicht infrage. Veranstalter*innen hätten somit nicht die nötige Planungssicherheit, um lukrativ zu wirtschaften.

Allein die Personalsuche sei dadurch schon erschwert, findet SchwuZ-Chef und Vorstand der Clubcommission Marcel Weber: „Die Leute, die Minijobs bei uns hatten, haben mittlerweile was anderes gefunden. Da ist die Frage: Würden sie überhaupt zurückkommen wollen, obwohl wir nicht wissen, was in drei Monaten ist?“ Neue Bewerber*innen dürften sich ganz ähnliche Fragen stellen.

Verpflichtende PCR-Tests für alle Gäste

Die Clubcommission plädierte deshalb dafür, PCR-Tests ins Konzept einzubinden: Bei niedriger Inzidenz könnten auch Gäste reingelassen werden, die nicht geimpft oder genesen sind, sofern sie einen negativen PCR-Test vorweisen können. Bei hoher Inzidenz würden PCR-Tests für alle Gäste verpflichtend sein. Damit der Vorschlag funktioniert, müssten kostenlose PCR-Tests zur Verfügung gestellt werden. Marcel Weber hält das für realistisch: „Da wäre es für den Staat günstiger, so zumindest unsere These, die Kosten für die PCR-Tests zu übernehmen, anstatt die Wirtschaftsunternehmen weiter mit Hilfen am Leben zu erhalten.“ Da die Clubs auf diesem Wege auch bei hoher Inzidenz den Betrieb ohne Maskenpflicht fortsetzen könnten, würden sie eine langfristige Perspektive gewinnen.

Die Clubcommission beruft sich in ihren Überlegungen auch auf das erfolgreiche Pilotprojekt „Clubculture Reboot“, an dem 2100 Menschen teilnahmen. Das Ergebnis habe gezeigt, dass „auch bei hohen Inzidenzen sichere Veranstaltungen in Innenräumen möglich sind.“ Auf den Vorschlag des Verbands hat der Berliner Senat noch nicht reagiert. Bei den Änderungen der Corona-Verordnung vom 14. September wurden keine Neuerungen für Clubs beschlossen. Der Senat führte zwar das Optionsmodell ein, wonach Betriebe selbst entscheiden können, ob sie die 2G- oder 3G-Regel anwenden wollen. Ausgenommen sind allerdings neben Saunen und Prostitutionsstätten auch Clubs – hier gilt nach wie vor die 2G-Regel.

Die Clubcommission will ihren Vorstoß weiterhin dem Senat nahelegen und mit Argumenten überzeugen. Marcel Weber wünscht sich, „dass wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben, und mutig sind sie auch auszuprobieren.“