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Fensteraustausch: FENSTER: Neue Lieblingsplätze


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 24.07.2019

Mit neuen Fenstern zieht mehr Behaglichkeit und Wohnkomfort ins Haus ein. Gleichzeitig senken sie die Heizkosten, schützen vor Außenlärm und bieten einen besseren Schutz vor Einbruch.


Artikelbild für den Artikel "Fensteraustausch: FENSTER: Neue Lieblingsplätze" aus der Ausgabe 9/2019 von Unser Haus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: epr/Internorm

Passivhauszertifiziertes Aluminium-Verbundfenster: Die durchdachte Profilkonstruktion und ausgeschäumte Kammern sorgen für guten Wärmeschutz.


Heroal

Die altbautypische Wärmebrücke „Rollladenkasten“ wird bei diesem modernen, passivhaustauglichen Bauelement vollständig durch eine perfekte Dämmung ausgeschaltet.


Heroal

Alte Fenster gehören zu den wärmetechnischen Schwachpunkten von Bestandsgebäuden: Die ...

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... Dichtungen zwischen dem Blendrahmen und dem beweglichen Flügelrahmen sind mürbe und rissig, ältere Modelle haben teils gar keine Dichtlippen, warme Luft strömt ungehindert nach draußen. Ein weiterer Teil der Energie entweicht durch die Verglasung. Daher entsteht im Winter in Nähe der Scheiben das Gefühl der „Kältestrahlung“, die eigentlich ein Wärmeentzug ist.

Innovative Fenstertechnik

Forscher haben die Temperaturen an den Innenseiten verschiedener Verglasungsstandards bei minus 10 Grad Außentemperatur und normaler Raumtemperatur gemessen. Bei einfach verglasten Fenstern zeigte das Thermometer minus 1 Grad an, daher die bekannten Eisblumen. Die erst ab 1978 obligatorische Zwei-Scheiben-Isolierverglasung brachte es immerhin schon auf 10 Grad plus. Seit 1995 ist die Zwei-Scheiben-Wärmeschutz-Verglasung vorgeschrieben, mit einer Edelgasfüllung zwischen den Scheiben und einer unsichtbaren Metallbedampfung. Sie kommt bereits auf fast 16 Grad und an der Drei-Scheiben-Wärmeschutz-Verglasung sind es 17 Grad. Das Dämmvermögen wird mit dem U-Wert angegeben, je kleiner er ist, desto besser. Eine Ein-Scheiben-Verglasung erreicht stolze 5 W/(m2 K), mit der Drei-Scheiben-Wärmeschutz-Verglasung ist der U-Wert heruntergegangen bis auf 0,7 W/(m2 K).

Fenster als Energiegewinner

Sehr viel verdankt diese Entwicklung der Passivhaus-Idee: Häuser, die ohne gängige Heizung auskommen, können sich nur minimale Energieverluste leisten, sollten an kälteren Tagen aber so viel Sonnenwärme wie möglich aufnehmen. Technisch gesehen muss daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen U- und g-Wert herrschen. Letzterer steht für den Anteil der auf die äußere Scheibe auftreffenden Solarenergie, der es bis ins Hausinnere schafft. Leider sinkt er mit zunehmender Glasstärke. Laut des in Darmstadt ansässigen Passivhaus-Instituts kann jedoch ein von ihm zertifiziertes Fenster sogar im „Kernwinter“ noch ein Plus einfahren, zum Energieversorger anstatt zum Wärmeleck werden.

Der verdeckt liegende Motorantrieb bewegt Fensterflügel bis 130 kg und sorgt für die bequeme Lüftung per Taster oder Smartphone. Dabei wird selbst der Griff zum Drehöffnen verzichtbar.


Siegenia

Schiebedachfenster erlauben besonders großzügige Ausblicke und bringen viel Licht ins Dachgeschoss. Temperatursensoren, Regen- und Windwächter sorgen automatisch für perfekten Sonnen- und Witterungsschutz.


Lideko

Besserer Schutz vor Lärm und Einbruch

Auch die Rahmen dämmen heute besser als noch vor einer Generation – dank ausgeklügelter Rahmenaufbauten und ausgeschäumter Hohlräume. Mehrere Dichtebenen sorgen dafür, dass zwischen Blend- und Flügelrahmen kaum noch warme Luft nach draußen entweichen kann. Zusammen mit der größeren Masse führt das auch zu einem besseren Schallschutz. Zahlreiche Verbesserungen an Rahmen, Beschlägen und Verglasung haben Fenster zudem sicherer und widerstandsfähiger gemacht: Glasschichten mit dazwischenliegender Folie, pilzförmige Zapfen, die rundum in die Schließwinkel einrasten. Angeboten werden die Sicherheitsklassen 1 bis 4, Klasse 2 reicht im Normalfall aus.

Holzfenster erleben derzeit eine Renaissance. Die Ausführung als Sprossenfenster ist vor allem in der Villen- und Landhaus-Architektur sehr beliebt.


Kneer Südfenster

Mehr Frischluft ins Haus

Allerdings können dichte Fenster in nicht gedämmten Altbauten zum Problem werden, da Raumluftfeuchtigkeit nun nicht mehr durch Fugen und Ritzen entweichen kann. Während diese früher vor allem innen am kalten Fensterglas kondensierte, macht sie das jetzt auch an den kühleren Laibungen und an Außenwänden. Daher ist eine gleichzeitige Dämmung der Fassade sinnvoll. Sie erhöht die Temperaturen an den Innenseiten der Außenwände. Zudem muss man entweder häufiger Stoßlüften oder eine Lüftungsanlage einbauen. Inzwischen gibt es Lüftungssysteme, die direkt in den Fensteraufbau integriert sind, teilweise sogar mit Wärmerückgewinnung. Sie erwärmen die einströmende Frischluft mit der Wärme der verbrauchten Abluft – was zusätzlich Heizkosten einspart.

Ganzheitlich planen

Generell sollte einer Fenstererneuerung eine Vor-Ort-Beratung durch einen qualifizierten unabhängigen Energieberater vorausgehen. Dieser kann beurteilen, ob eine Kopplung mit anderen Energiesparmaßnahmen sinnvoll oder gar notwendig ist. Die Beratungsleistung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) mit einem Zuschuss gefördert. Die eigentliche Modernisierung unterstützt die KfW Bank mit zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen (www.kfw.de).