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Ferien auf Seeland


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Living & More - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 20.04.2022

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Artikelbild für den Artikel "Ferien auf Seeland" aus der Ausgabe 6/2022 von Living & More. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Living & More, Ausgabe 6/2022

Freiraum Die Pergola war schon da und wurde dank neuem Sonnendeck zum Lieblingsplatz

Dänemark – schon der Gedanke an dieses Land weckt Sehnsucht nach dem Meer. Kein Wunder, dass auch Mette und Frank Gammelgaard ihre Freizeit am liebsten an beiten in Kopenhagen und damit auf der Küste verbringen. Beide arbeiten in Kopenhagen und damit auf Dänemarks größter Insel Seeland. Doch statt nach Osten und in Richtung Öresund zieht es beide in ihrer Freizeit eher nach Nordwesten. Dort, an den langen Sandstränden der Sejerø-Bucht, verbringen sie so viel Zeit wie möglich mit ihrem Sohn Villum und Franks Sohn Jacob. Jahrelang hatten sich die vier ein Ferienhäuschen von Freunden gemietet, aber als die Jungs größer wurden, brauchten sie mehr Platz und beschlossen, etwas Eigenes zu kaufen. Statt nach dem perfekten Gebäude zu suchen, machten sie es anders: Sie suchten im Netz nach dem „schönsten Strand Seelands“ und die Suchmaschine empfahl Gudmindrup. Spontan stiegen sie ins Auto und ...

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... rund 90 Minuten später blickten sie aufs Meer, die Füße barfuß im Sand. Mit jedem Atemzug spürten sie das gelassene Gefühl von Ferien, obwohl sie vor nicht einmal zwei Stunden noch zu Hause in Kopenhagen waren. Der Ort, an dem sie mit Jacob und Villum in Zukunft ihre Freizeit verbringen wollten, war also gefunden. Nun fehlte „nur“ noch das Haus. Die Suche begann, Monate vergingen, täglich durchforsteten sie alle Portale nach Angeboten. Nichts.

Wandschmuck für Wasserratten

DAS LÄSST SICH AUCH ZU H AUSE UMSETZEN:

Ruhe bewahren Es ist ganz normal, dass wir beim Renovieren oft zu viel auf einmal wollen. Trotzdem: Lassen Sie das, was da ist, auf sich wirken und überlegen Sie, ob ein Teil davon dem neuen Look guttun könnte. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie weiter:

Vorhandenes nutzen Mettes und Franks Bungalow war innen fast komplett mit Holz vertäfelt. Statt alles in Weiß zu streichen, beließen sie die Decke im natürlichen Honigton. Nicht, weil es den beiden jede Menge Arbeit sparte, sondern weil es jedem Raum eine wohnliche Atmosphäre bewahrte.

Praktisch denken Pragmatismus schlägt Perfektionismus: Gartenmöbel sind nur für draußen gedacht? Unsinn! Wenn sie leicht sind, kommen sie das ganze Jahr und überall dort zum Einsatz, wo es gerade schön ist.

AUF ERSTE GELASSENHEIT FOLGTE DIE UNGEDULD

Sie wollten schon aufgeben, als sie an einem kalten Februartag den kleinen Bungalow entdeckten. Das Haus entsprach genau ihrem „Beuteschema“: Flachdach, Leichtbeton, holzvertäfelte Decken aus Holz und in den 1960er-Jahren gebaut. Merkmale, die auf andere Menschen möglicherweise abschreckend wirken, aber heute den besonderen Charme des Ferienhauses ausmachen. Mette und Frank kauften den Bungalow also, auch wenn zu diesem Zeitpunkt für Außenstehende noch viel Fantasie nötig war, um seine Qualitäten zu erkennen. Mit 42 Quadratmetern Wohnfläche war das Haus eher klein, aber es hatte noch einen Anbau und vor allem einen Garten. Die ungewöhnliche Taktik, zuerst die Landschaft zu suchen und dann ein Haus, war also aufgegangen, erzählt Mette: „Wir lieben die Natur hier und den Strand. Das ist für uns so wichtig, dass diese Reihenfolge logisch war.“ Wie recht die beiden hatten, sieht man heute. Ein Haus lässt sich im Gegensatz zur Landschaft an die eigenen Bedürfnisse anpassen, und genau das machten Mette und Frank.

Allerdings standen größere Arbeiten an und die ersten Aufenthalte in ihrem frisch gekauften Ferienhaus hatten mit Urlaub rein gar nichts zu tun. Damit der Bungalow so viel Tageslicht wie möglich bekommen würde, rissen sie einen Teil der Wand zwischen Küche, Flur und Wohnzimmer ein. Durch den offenen Grundriss ist es heute viel heller und der Raum wirkt großzügiger. Danach strichen sie die Wände weiß, während sie bei Türen und Fenstern überwiegend den warmen Mahagoni-Ton beließen. Der schlichte und natürliche Fond war ideal für Mettes liebevoll ausgesuchte Möbel und das Porzellan. Ihr persönlicher Mix aus schlichten Stücken und alten, kunstvoll verarbeiteten Holzmöbeln passt perfekt zum lässigen Stil des Ferien-Bungalows.

„Wir wollten die lässige und freundliche Atmosphäre des Hauses bewahren und haben alles so gestaltet, dass wir hier innen und außen Ferienflair spüren.“

Halme statt Schnittblumen

DAS HOLZDECK MACHT DAS KLEINE HAUS RICHTIG GROSS

Von außen strichen Mette und Frank den Bungalow schwarz. In Dänemark ist diese hierzulande als modern geltende Fassadenfarbe nicht ungewöhnlich. Düster wirkt das Haus keineswegs, zumal Frank eine große Holzterrasse gebaut hat, die wie ein zweites Wohnzimmer genutzt wird, erzählt Mette: „Das ist unser Lieblingsplatz, wir essen hier so oft wie möglich, entspannen oder spielen.“ Manchmal duschen sie sogar draußen. Aus ihrer Outdoordusche perlt zwar nur kaltes Wasser, aber das ist für die Familie und vor allem für Frank und Villum gar kein Thema: Die beiden haben hier an der Küste sogar das Winterschwimmen für sich entdeckt.

Stefanie Syren