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FERNSEHEN: „Die eine oder andere Runde drehe ich noch“


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 17/2019 vom 18.04.2019

„Willkommen bei Carmen Nebel“ wird abgesetzt, verkündete das ZDF und sorgte damit für Wirbel. Die Moderatorin selbst bleibt gelassen. In SUPERillu verrät sie, warum sie sogar Grund zur Freude hat


Artikelbild für den Artikel "FERNSEHEN: „Die eine oder andere Runde drehe ich noch“" aus der Ausgabe 17/2019 von SUPERillu. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 17/2019

Entspannt und selbstbewusst: Carmen Nebel. Am 4. Mai sehen wir sie wieder in „Willkommen bei Carmen Nebel“ (20.15 Uhr, ZDF)


Aus für die Carmen-Nebel-Show“ oder „Das ZDF schickt sie in Rente“ titelten viele Medien und erweckten damit den Eindruck, Carmen Nebel, 62, sei zu bedauern. Fans, aber auch Kollegen reagierten empört, solidarisierten sich mit der Moderatorin und prangerten den „Jugendwahn“ der Sender an. ...

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Fakt ist, die Samstagabendshow, die nun noch sechs Mal bis Ende 2020 laufen soll, hatte zuletzt Quotenprobleme. Debütierte die Moderatorin 2004 noch mit einer Traum-Zuschauerzahl von acht Millionen, verfolgten die jüngste Ausgabe im September 2018 noch 3,64 Millionen. Verluste, die im Internetzeitalter viele TV-Formate betreffen. So stellte ZDF-Sprecher Stefan Unglaube gegenüber SUPERillu dann auch klar: „Die Quoten spielten bei der Entscheidung keine Rolle.“ Sie sei gemeinsam vom Sender und Carmen Nebel gefällt worden.


„,Willkommen bei Carmen Nebel‘ war und ist für mich eine große Liebe“


Die wundert sich im SUPER illu-Gespräch deshalb auch über die Aufregung, für die sie keinen Anlass sehe. Und tatsächlich hat die gebürtige Grimmaerin gleich doppelten Grund zur Freude. Gerade erst erlangte sie vor Gericht einen Sieg über ihren Ex-Manager. Peter Wolf, 61, soll ihr 750 000 Euro erstatten (SUPERillu berichtete). Und: Das ZDF hat den Vertrag der 62-Jährigen um zwei Jahre bis 2021 verlängert. Sie wird ihren Fans also mit ihren großen Spendengalas erhalten bleiben, auch über das Ende der Carmen-Nebel-Show hinaus. Am 24.12.2019 gibt es sogar wieder ihre Weihnachtsshow. Dass der Sender an Carmen Nebel festhält, ist ein klares Zeichen – und nimmt deren vermeintlicher Moderations-Konkurrenz den Wind aus den Segeln.

Zum einen ist da Helene Fischer, 34. Bislang präsentiert sie im ZDF „nur“ ihre Weihnachtssendung „Die Helene Fischer Show“. Doch hat sie darüber hinaus überhaupt TV-Ambitionen? Immerhin ist sie vor allem als Sängerin beschäftigt und sehr erfolgreich. Zudem pflegt sie nach der plötzlichen Trennung von Florian Silbereisen verstärkt ihr privates Glück, war gerade erst mit ihrem neuen Freund, dem Tanzakrobaten Thomas Seitel, 34, im Südafrika-Urlaub. Könnte Helenes Liebesleben ihre Chancen beim ZDF geschmälert haben?

Und Florian Silbereisen, 37? Er wurde in der Vergangenheit oft als potenzieller Nebel-Nachfolger gehandelt, übernahm schon 2004 die „Feste der Volksmusik“ im Ersten von ihr. Jetzt hat das ZDF den Publikumsliebling als Traumschiff-Kapitän angeheuert. Gut denkbar, dass Silbereisen in zwei Jahren vielleicht auch die Sendung von Carmen Nebel übernehmen könnte. Wie schon 2004 …

Im Interview spricht die Moderatorin über die neuesten Entwicklungen.

Frau Nebel, wir gratulieren Ihnen zu zwei weiteren Jahren im ZDF!
Vielen Dank für die Glückwünsche. Ja, wir haben den Vertrag verlängert und das ist für mich und mein Team ein Grund zur Freude! Insofern reibe ich mir verwundert die Augen angesichts dessen, was einige Kollegen so dazu schreiben. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es in unserer heutigen Zeit positiv ist, wenn ein Vertrag um zwei Jahre verlängert wird. Also: Wir gehen feiern!

Zwei Superstars der Showbranche: Helene Fischer 2017 zu Gast bei Carmen Nebel


Florian Silbereisen (M.) 2017 im ZDF als „Traumschiff“-Offizier (mit Heide Keller und Sascha Hehn). Ab Weihnachten ist er der Kapitän


„An Ruhestand denke ich noch nicht“

Gegner vor Gericht: Carmen Nebel und Ex-Manager Peter Wolf (l.), hier vor einem Jahr


Wie wohltuend ist das, auch angesichts der Diskussionen über Ihre TV-Zukunft?
Spekulationen gibt es ja immer. Und wenn es dabei um meine „TV-Zukunft“ geht, klingt das schon ein wenig seltsam nach über 40 Jahren Fernsehen. Aber ja: Die eine oder andere Runde drehe ich noch.

2020 geht die „Willkommen bei Carmen Nebel“-Ära zu Ende …
Dass Sie den Begriff „Ära“ benutzen, ist ja großes Kino! Ich sag’s mal so: Es gibt eine ganz klare Perspektive, die mir gut gefällt. Ich bin dem ZDF dankbar dafür, dass wir diese Entscheidung gemeinsam treffen konnten. „Willkommen bei Carmen Nebel“ war und ist ein Glücksfall für mich. Samstagabendshow, live, am Ende 17 tolle Jahre. Dass ich das mal hinkriege, hätte ich nie geglaubt, als ich 2004 gestartet bin. Die Show ist ein Langstreckenläufer geworden, darüber freue ich mich. Jetzt geht’s damit erst mal fröhlich weiter bis 2020, dann schalte ich einen Gang zurück.

Was macht das Aus dennoch mit Ihnen?
„Willkommen bei Carmen Nebel“ war und ist für mich eine große Liebe. Die Sendung und ich haben vieles zusammen erlebt, da war alles drin, was eine gute Lovestory ausmacht. Fragen Sie mich nach den ganz großen Emotionen noch mal Ende 2020.


„Als ich 2004 zum ZDF wechselte, habe ich das Wort ,Verjüngung‘ schon mal gehört“


Privates Glück: 2017 mit ihrem Freund Norbert Endlich


In den besagten Diskussionen um Ihre Zukunft beim ZDF wurde oft der Begriff „Verjüngung“ bemüht; in dem Zusammenhang wurde etwa über Florian Silbereisen als Nachfolger spekuliert. Tut so etwas weh?
Als ich 2004 zum ZDF wechselte, habe ich das Wort „Verjüngung“ schon mal gehört, aber damals aus der anderen Perspektive. In diese Richtung weitsichtig zu denken, ist bis zu einem gewissen Grad auch ganz normal, finde ich. Aber Erneuerung braucht auf der anderen Seite auch Kontinuität und Vertrautes. Übrigens nicht nur im Fernsehen.

Ihre Charity-Galas gehen indes unvermindert weiter. Wie wichtig ist Ihnen diese Arbeit, was ziehen Sie ganz persönlich aus dieser Tätigkeit für den guten Zweck?
Ich freue mich darüber, dass mir das ZDF die Gala für die Deutsche Krebshilfe und die Spendensendung für Misereor und Brot für die Welt auch weiterhin anvertraut. Diesen Themen fühle ich mich seit Jahren auch abseits der Scheinwerfer verbunden.

Können Sie sich so etwas wie „(TV-)Ruhestand“ überhaupt vorstellen? Und wie würden Sie ihn gestalten?
Das kann ich Ihnen jetzt gar nicht beantworten, ich denke auch noch nicht daran.

bjoern.wolfram@superillu.de


FOTOS: ZDF/Marcus Höhn

FOTOS: ddp images, API, AEDT STARPRESS, ZDF/Dirk Bartling