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FEUERWEHR UNTER DAMPF


Maschinen im Modellbau - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 19.02.2020

Dampffeuerspritze Shand & Mason, Baujahr 1895 im Maßstab 1:6 – Teil 1


Artikelbild für den Artikel "FEUERWEHR UNTER DAMPF" aus der Ausgabe 2/2020 von Maschinen im Modellbau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Maschinen im Modellbau, Ausgabe 2/2020

Harald Arpert


Neben den, in der MASCHINEN IM MODELLBAU von mir vorgestellten, Modellen habe ich mich an ein für mich neues Kapitel im Funktionsmodellbau herangewagt. Inspiriert durch meinen Modellbaukollegen Klaus Weczerek, habe ich vor drei Jahren mit dem Nachbau einer Dampffeuerspritze der englischen Firma Shand, Mason & Co. Engineers London, begonnen. In der Zeitschrift Dampf Nr. 29/30 wird dieses Modell im Maßstab 1:6 beschrieben. So wird man hier zum Schreiner für die Aufbauten, Stellmacher/Wagner für die Räder und Feinblechner. ...

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Da man oft gefragt wird: „Wie lange baut man an so einem Modell?“, habe ich einmal die bisherigen Arbeitsstunden erfasst. Für das Modellbauhobby eigentlich unwichtig, sind es bisher 1.428 Stunden, einschließlich aller Fehlschläge, benötigter Hilfswerkzeuge und Vorrichtungen.

Begonnen habe ich mit dem Bau des Fahrgestells und der Wanne für den Drehschemel. Im Bauplan ist der Rahmen der Wanne aus gebördeltem Kupferblech vorgesehen. Da das Anfertigen von Bördelformen ebenso aufwendig ist, wie einen massiven Rahmen herzustellen, habe ich mich für Frästeile entschieden. Im nächsten Schritt habe ich die Speichenräder für die Vorderachse gebaut. Der Außendurchmesser mit Stahlreifen beträgt hier 142 mm. Für die Speichen habe ich Ahornleisten 6×8 mm verwendet. Ahorn ist sehr feinporig und lässt sich nach mehrmaligem Schleifen und Auftragen von Porenfüller gut lackieren.

Mit einem Formfräser sind dann die Speichenprofile gefräst und anschließend lackiert worden. Nach dem Einkleben und Verstiften der Speichen mit 3-mm-Stahlstiften habe ich die Speichen auf den erforderlichen Außendurchmesser geschliffen und auf die Radfelge aus hochverleimten Birkenschichtholz aufgezogen.

Der Radreifen ist aus 11 mm breitem und 1,5 mm starkem Bandeisen gemacht. Auf einer Holzscheibe wurde der Reifen in Form gebracht und hart verlötet. Der Reifen wurde hier nur kalt aufgezogen.

Die fertige Wanne


Wanne lackiert


Das Herzstück der Maschine


Frästeile der Wanne für den Drehschemel


Entstehung der Nabe eines Vorderrads


Lackierte Bauteile


… und in der Radfelge montiert


Die Speichen bekommen ihre Form mit dem Fräser


Die Speichen werden auf das korrekte Außenmaß geschliffen…


Die Radreifen wurden aus Bandeisen gefertigt


Sie wurden auf einer Holzscheibe in die richtige Form gebracht und hart verlötet


Die Achsen wurden – außer an den Auflageflächen für die Federn – achtkantig gefräst


Federn im Rohbau – gut zu sehen die aufgelöteten Augen aus Messing


Die Achsen sind gemäß Bauplan aus Vierkantstahl 10×10 mm anzufertigen. Um dem Original etwas näher zu kommen sind die Achsen, außer den Auflageflächen für die Blattfedern, achtkantig gefräst.

Im nächsten Schritt habe ich die Blattfedern gebaut. Diese bestehen gemäß Bauplan aus sieben Lagen Federstahl 1×10 mm. Da ich keinen Federstahl verwendet habe, ist die oberste Federlage aus 1,5-mm-Bandstahl. Die Federn sollen später einmal ca. 18 kg Gewicht tragen.

Weil sich aber aus diesem 1,5 mm starken Material keine Federaugen mit dem benötigten kleinen Durchmesser biegen lassen, sind diese aus Messing angefertigt und auf einer Lehre hart aufgelötet.

Für den benötigten Radsturz von 3° habe ich die Achsen hinter der Federauflage 5 mm tief eingesägt, abgewinkelt und wieder hart verlötet.

Für den Bau der Holme des Drehgestells wurde wieder eine Biegevorrichtung angefertigt, in welcher dann die Holme rotglühend gebogen wurden.

Die Längsträger für das Fahrgestell sind mangels entsprechender U-Profile 20×10 mm aus Vierkantrohr 40×40 mm 420 mm lang aufgetrennt und anschließend auf Maß gefräst. In diese Längsholme wurden dann die leicht modifizierten Befestigungsverstärkungen für die Hängeeisen der Hinterachsfederung eingenietet.

Biegevorrichtung für die Holme des Drehgestells


Schlauchhalter und Hängeeisen in den Längsholmen vernietet


Die zukünftige Dampffeuerspritze steht auf eigenen Rädern


Hängeeisen für die Hinterachsfedern


Drehgestell fertig montiert


Die Schlauchhalter sind aus Einzelteilen verlötet und ebenfalls in den Längsholmen vernietet.

Die Hinterräder mit einem Durchmesser von 200 mm sind wie die bereits beschrieben Vorderräder angefertigt und in das Fahrgestell eingebaut worden.

In einem weiteren Beitrag in der nächsten Ausgabe beschreibe ich den Bau des Herzstücks des Modells, der Dampfpumpe und dazugehöriger Baugruppen.

Die Dampfpumpe ist Thema des nächsten Beitrags