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Fieber? Kühlen Kopf bewahren!


Baby & Co. - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 16.09.2021

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Bildquelle: Baby & Co., Ausgabe 4/2021

Die ganz Kleinen bekommen besonders häufig Fieber. Auch bei harmlosen Ansteckungskrankheiten ist eine erhöhte Körpertemperatur das Symptom Nummer eins. Was Fieber gerade in diesem Alter bedeutet, welche Symptome besonders typisch sind und was Eltern und Schwangere unbedingt beachten sollten, haben wir für Sie in zehn Punkten zusammengefasst:

1 FIEBER: SYMPTOM EINER INFEKTION

Das Auftreten von Fieber zeigt, dass sich der Körper gegen eine Krankheit wehrt. Es sorgt dafür, dass das Immunsystem besser arbeiten kann. Fieber hat also vor allem eine Schutzfunktion. Dass Kinder häufiger darunter leiden als Erwachsene, liegt daran, dass ihr Körper sein Immunsystem erst noch aufbauen muss. „Bei Neugeborenen und Säuglingen kann Fieber das einzige Zeichen gefährlicher Entzündungsprozesse sein. Die Gefahr einer ernsten Infektion durch Bakterien ist bei ihnen höher als zu jedem späteren Zeitpunkt der Kindheit. ...

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... Auch Viren können jüngere Kinder schwerer erkranken lassen als ältere“, sagt Dr. Folkert Fehr, Kinder- und Jugendarzt aus Sinsheim. Deshalb gilt: Haben Babys in den ersten sechs Monaten 38 Grad und mehr Körpertemperatur, sollte man den Kinderarzt aufsuchen, um zu klären, was hinter dem Fieber steckt.

2 ANZEICHEN FÜR FIEBER

Fieber ist nicht nur durch Messen, sondern auch durch äußerliche Anzeichen zu erkennen. Meist ist das Gesicht des Kindes gerötet, die Augen sind müde und glasig, die Haut am Körper ist eher blass. Babys sind häufig quengelig und appetitlos. Treten diese Anzeichen auf, sollte man vorsichtshalber die Temperatur messen.

3 WANN SPRICHT MAN VON FIEBER?

Bei einem gesunden Kind liegt die Körpertemperatur zwischen 36,5 und 37,5 Grad. Bei Kleinkindern ab zwei Jahren spricht man zwischen 37,6 und 38,5 Grad von erhöhter Temperatur, ab 38,5 Grad von Fieber, ab 39,5 Grad von hohem Fieber. Wenn die Kinder tagsüber körperlich aktiv waren, steigt die Temperatur oft zum Abend hin an. Empfehlenswert ist, das Fieber den ganzen Tag über zu beobachten und morgens, mittags sowie abends zu messen. l

4 SO MESSEN SIE RICHTIG

Am genauesten kann man Fieber bei Babys am Darmausgang messen. Das Metallende des Thermometers sollte dabei mit Fettcreme eingerieben werden. Eine Alternative sind Stirn- und Ohr-Thermometer. Für ein genaues Ergebnis sollte man bei dieser Messmethode mehrfach die Temperatur ermitteln und den höchsten Wert nehmen. Das Messen im Mund klappt meist erst bei Kindern ab ca. fünf Jahren.

5 WANN SOLLTE MAN ZUM ARZT GEHEN?

Bei Kindern ab zwei Jahren gilt: Hält das Fieber drei Tage an oder tritt es schubweise auf, wird es Zeit für einen Arztbesuch. Wenn das Kind nicht mehr trinken und essen mag, sein Allgemeinzustand schlecht ist bzw. weitere Krankheitsanzeichen wie Durchfall, Erbrechen oder ein Hautausschlag auftreten, sollten Eltern aber schon früher einen Kinderarzt aufsuchen. Das gilt auch für den Fall, dass ein Fieberkrampf auftritt (lesen Sie mehr dazu in Punkt 9). Macht das Kind trotz Fieber einen munteren Eindruck, spielt und lächelt es, kann man noch etwas abwarten. Trotzdem sollte man das Fieber beobachten und regelmäßig messen. Sollten Sie sich unsicher sein, beherzigen Sie die Regel: Lieber ein Mal zu viel zum Kinderarzt gehen als ein Mal zu wenig!

6 TEMPERATUR SENKEN

Steigt das Fieber auf 39 Grad und mehr, sollte man es senken, da der Körper nicht lange mit hohen Temperaturen klarkommt. Das geht gut mit Wadenwickeln: Dazu tauchen Sie ein Windeltuch in handwarmes Wasser, wringen es aus und legen es straff und glatt um die Unterschenkel.

Dann ein trockenes Handtuch darüberlegen und den Füßchen warme Wollsocken anziehen. Nach zehn Minuten die Wickel entfernen und die Temperatur messen. In der Anfangsphase einer Erkrankung, wenn das Fieber steigt, sind Hände und Füße meist kalt; oft tritt gleichzeitig Schüttelfrost auf. In diesem Stadium braucht das Kind Wärme und sollte gut zugedeckt werden! Im weiteren Verlauf scheinen Kinder dann eher zu „glühen“. Dr. Fehr empfiehlt, das Fieber dann mit Zäpfchen oder Saft zu senken, vor allem wenn das Kind auch Schmerzen hat: „Die gängigen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol haben gleichzeitig eine fiebersenkende Wirkung.“

7 TRINKEN, TRINKEN, TRINKEN!

Ein fiebernder Körper braucht viel Flüssigkeit, denn Fieber unterstützt zwar das Immunsystem, kann aber auch sehr anstrengend für den Körper sein. Muttermilch oder Milch aus dem Fläschchen, ungesüßte Kräutertees oder zimmerwarmes, stilles Wasser bekommen dem Baby am besten. Größere Kinder trinken eine Brühe, um den Salzhaushalt auszugleichen.

8 SONDERFALL: DAS DREI–TAGE–FIEBER

Dieses Fieber wird von einem Virus hervorgerufen, kommt wie aus dem Nichts und klingt nach drei Tagen wieder ab. Typisches Anzeichen: Hautausschlag an Rumpf und Nacken, der bis zu einer Woche bleiben kann. Drei-Tage-Fieber ist ansteckend, aber harmlos. Trotzdem empfiehlt sich ein Besuch beim Kinderarzt. Nach überstandener Infektion ist das Kind dagegen immun.

WEBTIPPS

KINDERAERZTE-IM-NETZ.DE

Seite der Kinder- und Jugendärzte mit Infos zu Kinderkrankheiten

WWW.APONET.DE

Auf der Website der Apotheker finden Sie Tipps für Wickel

WWW.EMBRYOTOX.DE

Infos und Beratung zu Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit

9 WAS TUN BEI EINEM FIEBERKRAMPF?

Etwa drei bis fünf Prozent aller Kinder unter fünf Jahren leiden an Fieberkrämpfen: Das Kind zuckt rhythmisch, verdreht die Augen, fällt in eine kurze Bewusstlosigkeit, die Lippen können sich sogar blau verfärben. Nach wenigen Minuten ist der Anfall meist vorbei. Dauert er länger als 15 Minuten, spricht man von einem „komplizierten Fieberkrampf“. Die gute Nachricht: Er ist in aller Regel harmlos und Spätfolgen bleiben aus. Ein Arzt sollte aber immer gerufen werden. Er muss prüfen, ob eine Meningitis (Hirnhautentzündung) ausgeschlossen werden kann. Während des Krampfes sollten Sie darauf achten, dass sich das Kind nicht verletzt. Vorbeugen kann man nicht – aber schnell ansteigendes Fieber mit Medikamenten senken, die der Arzt empfohlen hat.

10 FIEBER BEI SCHWANGEREN

Wenn Schwangere plötzlich hohes Fieber bekommen, steigt das Risiko vorzeitiger Wehen. Daher sollten Sie die Ursache umgehend von einem Frauenarzt abklären lassen, denn es könnte sich auch um eine beginnende Infektion der Geburtswege handeln. Eine gute Möglichkeit das Fieber zu senken sind auch bei Schwangeren Hausmittel wie z. B. Wadenwickel. v