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Film


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tip Berlin - epaper ⋅ Ausgabe 20/2022 vom 28.09.2022

Highlights 29.9.–12.10.

Artikelbild für den Artikel "Film" aus der Ausgabe 20/2022 von tip Berlin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tip Berlin, Ausgabe 20/2022

Im Westen nichts Neues

ANTIKRIEGSFILM Mit viel Geld vom Streaming-Dienst Netflix hat Edward Berger die erste deutsche Verfilmung von Erich Maria Remarques berühmten Roman „Im Westen nichts Neues“ inszeniert. Auch wenn er inhaltliche Konzessionen an ein internationales Publikum macht, die Handlung nicht mehr nur an der Front, sondern auch am Verhandlungstisch spielt: Vor allem stilistisch überzeugt Bergers Neuverfilmung und zeigt eindringliche, teils erschreckend brutale Bilder vom Leben an der Front und vom Grauen der Grabenkämpfe des Ersten Weltkriegs.

MM

Kinostart: 29.9. D 2022, 147 Min., R: Edward Berger, D: Felix Kammerer, Daniel Brühl, Albrecht

Schuch●●●●○ S. 51

Wir könnten genauso gut tot sein

DRAMA Von der Festung Europa erzählt Natalia Sinelnikova in ihrem dystopischen Film: Eine Wohnanlage ist Schauplatz, eine geschlossene Gemeinschaft, in der Fremde nur nach ...

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... langer Prüfung aufgenommen werden – und schnell verdächtigt sind, wenn etwas schief läuft. So eine Fremde war einst auch Anna, die inzwischen Sicherheitsbeauftragte ist und sich angesichts seltsamer Vorfälle innerhalb der Gemeinschaft mit der Frage konfrontiert sieht, auf welcher Seite sie steht.

MM

Kinostart: 29.9. D 2022, 96 Min., R: Natalia Sinelnikova, D: Ioana Iacob, Pola

Geiger ●●●●○ S. 57

Da kommt noch was

DRAMÖDIE Von den Vorurteilen der bürgerlichen Welt erzählt Mareille Klein anhand einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Die alleinstehende Deutsche Helga trifft in ihrem Reihenhaus auf den polnischen Putzmann Ryszard, der sich bald unentbehrlich macht. Doch nicht nur Helgas Freundinnen reagieren auf die Beziehung über alle Klassengrenzen mit Skepsis, auch Helga selbst muss erkennen, dass sie trotz liberaler Fassade so manches Vorurteil hegt.

MM

Kinostart: 29.9. D/CH 2021, 98 Min., R: Mareille Klein, D: Ulrike Willenbacher, Zbigniew Zamachowski

●●●○○ S. 58

Mutter

EXPERIMENTALDOKU Acht Mütter hat Carolin Schmitz für ihren Film interviewt und deren Gedanken und Überlegungen zu einer Collage geformt. Die allerdings nur zu hören ist, denn auf der Bildebene ist ausschließlich Anke Engelke zu sehen, die ihren Mund lippensynchron zu den Aussagen der Mütter bewegt. Eine schauspielerische Bravourleistung ist das, die auch darüber hinwegsehen lässt, dass in „Mutter“ nichts wirklich Neues über das Muttersein erzählt wird.

MM

Kinostart: 29.9. D 2022, 88 Min., R: Carolin Schmitz, D: Anke Engelke ●●●○○ S. 56

Liebe, D-Mark und Tod

DOKUMENTARFILM Über ein halbes Jahrhundert türkische (Pop-)Musik-Geschichte im geteilten, dann vereinten, dabei immer gespaltenen Deutschland. Migration und Heimweh, Ausgrenzung und Rassismus, Parallelkultur und Multikulti. Von der Schmonzette über den Protestsong zum Diskofolk und schließlich auch Gangstarap. Eine archivarische Pionierarbeit – schwungvoll, gutgelaunt, informativ und erhellend. Ausgezeichnet mit dem diesjährigen Panorama-Publikumspreis. Not to be missed.

AS

Kinostart: 6.10. D 2022, 96 Min., R: Cem Kaya ● ●●●● S. 55

Tausend Zeilen

DRAMA Es war der größte deutsche Medienskandal seit den Hitler-Tagebüchern: die gefälschten Reportagen, die der „Spiegel“-Autor Claas Relotius seinen Redakteuren unterjubelte. Michael Bully Herbig hat den Skandal als allzu trockenes Drama verfilmt, das kaum mehr versucht, als die Fakten nachzuzeichnen. Das am Ende die Schuld bei einigen faulen Äpfeln liegt und über das Systemversagen des deutschen Reportage-Journalismus hinweggesehen wird, dürfte vor allem den „Spiegel“ freuen.

MM

Kinostart: 29.9. D 2022, 90 Min., R: Michael Bully Herbig, D: Elyas M’Barak, Jonas Nay, Michael Ostrowski

●○○○○ S. 57

In einem Land, das es nicht mehr gibt

DRAMA Die Schülerin Suzie wird Ende der 80er-Jahre in der DDR als Fotomodell entdeckt und erlebt in diesem Milieu die Piefigkeit des Sozialismus, aber auch Momente echter Freiheit. Nach eigenen Erinnerungen erzählt Aelrun mit einer interessanten Perspektive vom damals anderen Deutschland.

BR

Kinostart: 6.10. D 2022, 120 Min., R: Aelrun Goette, D: Marlene Burow, David Schütter, Sabin Tambrea

●●●●○ S. 52

Me, We

DRAMA In vier Handlungssträngen erzählt der Film von Menschen, die sich angesichts der Flüchtlingskrise engagieren, aber an einem bestimmten Punkt damit überfordert sind und problematische Entscheidungen treffen. Dass die für den Zuschauer trotzdem nachvollziehbar sind, macht die Qualität dieses Films aus, der Wert auf ambivalente Figuren legt, wo leicht Karikaturen hätten entstehen können.

Kinostart: 6.10. A 2020, 115 Min., R: David Clay Diaz, D: Verena Altenberger, Lukas Miko, Barbara Romaner, Alexander●●●●○

FA

Srtschin 3325 S. 57

Fotos: Reiner Bajo; Eksystent Filmverleih; Weltkino; Tom Trambow; filmfaust / Film Five; Warner Bros. / Marco Nagel; Peter Hartwig / ZIEGLER FILM / TOBIS Film; Four Guys Film Distribution

Die Schule der magischen Tiere 2

KINDERFILM In der zweiten Verfilmung von Margit Auers Bestsellern bekommen weitere Schüler magische Tiere zugewiesen. Mit ihnen versuchen sie ein Theaterstück zu stemmen und herauszufinden, wer bitteschön seltsame Löcher in den Schulhof gräbt. Amüsante, etwas brave Fortsetzung mit pfiffigen Gesangseinlagen und gekonnt computeranimierten Tieren.

MS

Kinostart: 29.9. D 2022, 90 Min., R: Sven Unterwaldt, D: Emilia Maier, Loris Sichrovsky, Lilith Johna, Leonard Conrads ●●●○○

Der Bauer und der Bobo

DOKUMENTARFILM Für eine Freundschaft war es zunächst kein richtig guter Start: Der Biobauer Christian Bachler macht Florian Klenk, den Chefredakteur der Wiener Zeitschrift „Falter“, wegen eines Kommentars zur Verantwortung von Landwirt:innen für ihre Tiere auf Facebook zur Sau. Aber dann wird natürlich doch alles gut: Die beiden lernen jeweils die Arbeitswelt des anderen kennen und streiten bald gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft.

LP

Kinostart: 29.9. A 2022, 96 Min., R: Kurt Langbein

●●●○○

Rex Gildo – Der letzte Tanz

DOKU-DRAMA Rex Gildo, Schlagerstar für Generationen, war schwul. Er liebte seinen Manager Fred Miekley, lebte mit ihm bis zu dessen Tod unter einem Dach – und versuchte, diese Tatsache in der Öffentlichkeit zeitlebens stets zu verbergen. Rosa von Praunheims Doku-Drama verbindet dokumentarisches Material, Interviews mit Zeitzeug:innen und Spielszenen miteinander, die sich zum Porträt eines Mannes verdichten, der seiner eigenen Kunstfigur nicht mehr entkam.

LP

Kinostart: 29.9. D 2022, 89 Min., R: Rosa von Praunheim, D: Kilian Berger, Kai Schumann, Ben Becker ●●●○○

The Woman King

ACTION-DRAMA Eine gute Story, agil agierende Darstellerinnen und furios choreografierte Schlachtszenen sorgen für fesselnde Unterhaltung in diesem heroisierenden Martial Arts-Epos über ein rein weibliches Regiment tollkühner Kriegerinnen im einstigen westafrikanischen Königreich Dahomey.

RU

Kinostart: 6.10. USA/CDN 2022, 126 Min., R: Gina Prince-Bythewood, D: Viola Davis, Thuso Mbedu, Lashana Lynch ● ●●●● S. 58

Rimini

DRAMA In seinem neuen Spielfilm „Rimini“ beobachtet Österreichs Starregisseur Ulrich Seidl das Lebensgewurschtel eines heruntergekommenen Schlagersängers an der winterlichen Adriaküste – mit dürftigen Shows vor herangekarrten Rentnern und der Betätigung als Gigolo. Als die Tochter des Sängers Unterhalt einfordert, muss dieser liefern. Gekonnt lakonisch und in ruhigen Einstellungen stellt Seidl seine Figuren niemals bloß. Sie wachsen einem sogar ans Herz.

MS

Kinostart: 6.10. A/F/D 2022, 114 Min., R: Ulrich Seidl, D: Michael Thomas, Tessa Göttlicher, Hans-Michael Rehberg, Inge

Maux ●●●●○ S. 56

Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit.

DOKUMENTARFILM Porträt des Schweizer Erfolgsschriftstellers Martin Suter, der einiges über seine Arbeitsweise preisgibt, aber auch betont, „die Fantasie stimmt ja manchmal mehr als die Realität.“ Vorgelesene Passagen aus seinen Romanen werden durch Spielszenen überflüssigerweise verdoppelt, aber glücklicherweise enthält der Film auch eine Reihe von Überraschungsmomenten.

FA

Kinostart: 6.10. CH/D 2022, 90 Min., R: André

Schäfer ●●●●○ S. 55

Mona Lisa and the Blood Moon

DRAMA Eine junge Frau mit telekinetischen Hypnose-Fähigkeiten bricht aus dem Irrenhaus aus und gerät vom Regen in die Traufe: Sie findet sich nämlich in New Orleans wieder, auf dessen nächtlichen Straßen gleichfalls der Irrwitz tobt. Somnambul inszeniertes, neonbuntes Gemisch aus Genreversatzstücken, das schließlich eine seltsame Geschichte aus Verfolgung, Manipulation und Rettung ergibt.

AS

Kinostart: 6.10. USA 2021, 106 Min., R: Ana Lily Amirpour, D: Jeon Jong-seo, Kate Hudson, Craig

Robinson ●●●○○

Igor Levit. No Fear

DOKUMENTARFILM In ihrem dokumentarischen Porträt „Igor Levit. No Fear“ begleitet Regina Schilling den klassischen Pianisten Igor Levit durch seinen Alltag: Man sieht Levit bei Schallplattenaufnahmen und bei der Arbeit mit Dirigenten und Orchestern, und man bekommt in diesen Szenen etwas mit von der geistigen und körperlichen Anstrengung, die dahinter steckt, von der technischen Schwierigkeit ebenso wie vom Ringen um den künstlerischen Ausdruck. Die Offenheit, die Levit dabei vermittelt, macht ihn sympathisch – und man bekommt in diesem Porträt durchaus das Gefühl, ihm nahe zu kommen.

LP

Kinostart: 6.10. D 2022, 118 Min., R. Regina Schilling

●●●●○ S. 58

Kai Schumann, Ben Becker