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FILMLEGENDEN?


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 17.02.2022

BRANDO, CURTIS, DOUGLAS

Artikelbild für den Artikel "FILMLEGENDEN?" aus der Ausgabe 8/2022 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 8/2022

Rita Moreno führte mit Marlon Brando eine turbulente On -Off-Beziehung. Der Schauspieler trieb sie fast in den Tod

STELLEN SIE SICH VOR, ANGELINA JOLIE WÜRDE AUSPACKEN, DASS IHR EX BRAD PITT SIE JAHRELANG seelisch gequält und zur Abtreibung gezwungen hätte. Was wäre das für ein Skandal! Ungefähr die gleiche Schockwirkung haben nun die aktuellen Enthüllungen von Filmstar Rita Moreno. Zwischen 1954 und 1962 waren sie und Marlon Brando († 80) das, was Brangelina ein halbes Jahrhundert später war: das Hollywood-

Glamour-Paar schlechthin. Es gab Gerüchte, Getuschel um sie, aber das, was die mittlerweile 90-jährige Rita nun nach über 60 Jahren über ihren damaligen Lover verriet, den sie am Set des Films „Désirée“ kennenlernte, macht fassungslos. „Er war außergewöhnlich in so vielen, vielen Dingen, aber er war auch ein böser Kerl. Er war ein echter Fiesling, wenn es um ...

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... Frauen ging“, erzählte die Schauspielerin aus Puerto Rico ihrer Kollegin Jessica Chastain (44) im „Actor on Actor“-Chat des Magazins „Variety“. „Ich war wie seine Fußmatte“, so Moreno. Brando hatte ständig Seitensprünge.

„Ich sagte dann: ‚Marlon, schau mich an‘. Und er setzte dann dieses gemeine Grinsen auf. Ich konnte ihn lesen wie ein Buch. Das war der Grund, warum er mich geliebt und auch warum er mich in vielen Dingen so schlecht behandelt hat.“ Als sie schwanger wurde, drängte Brando sie dazu, abzutreiben.

Danach fiel Moreno in ein Loch. „Ich habe versucht, mein Leben durch eine Überdosis Pillen zu beenden.“ Später schwor sie sich, sich nie wieder so mies behandeln zu lassen. Heute ist die 90-Jährige Mutter einer Tochter und Großmutter zweier Enkelkinder. In Steven Spielbergs Neuauflage von „West Side Story“ feiert sie gerade ein Comeback. Morenos Geschichte ist kein Einzelfall. In Zeiten von #MeToo kommen auch immer mehr Missbrauchsfälle der Vergangenheit, aus Hollywoods sogenanntem „Golden Age“, ans Licht.

Man denke nur an Ritas „West Side Story“-Kollegin Natalie Wood († 43). Ihr Tod im Jahr 1981 (sie ertrank bei einem Yachtausflug mit ihrem Mann Robert Wagner und dem Schauspieler Christopher Walken) gibt bis heute Rätsel auf. War es wirklich ein Unfall? Auch ihre Beziehung zu Kirk Douglas († 103) sorgte jahrzehntelang für Gesprächsstoff.

Es kursierte das Gerücht, der „Spartacus“-Star habe sie als 16-Jährige sexuell missbraucht. Beweise oder Zeugen gab es allerdings nie – bis im November 2021 ihre jüngere Schwester Lana Wood (75) in dem Buch „Little Sister: My Investigation into the Mysterious Death of Natalie Wood“ behauptet, dass Natalie ihr verraten habe, was Douglas ihr als Jugendliche antat. „Ich hatte große Angst. Er hat mir so wehgetan, Lana“, habe sie ihrer Schwester erzählt. Die achtjährige Lana saß damals im Auto, als ihre Mutter Natalie nach einem Treffen mit dem 22 Jahre älteren Superstar abholte. Ihre Mum hatte die Begegnung arrangiert, in der Hoffnung, Douglas würde bei Hollywood-Bossen ein gutes Wort für ihre noch relativ unbekannte Tochter einlegen.

Doch als Natalie danach ins Auto stieg, sei sie total aufgelöst gewesen, erinnert sich Lana. Obwohl man sie über das Geschehene im Dunkeln ließ, ahnte sie, dass ihrer Schwester etwas Schlimmes zugestoßen war. Ihre Mutter entschied jedoch, die Geschichte unter den Teppich zu kehren. Sie befürchtete, der Skandal könne Natalies Karriere schaden. „Reiß dich zusammen“, soll sie ihr gesagt haben. Sich zusammenreißen, bloß nichts ausplaudern. Genau das tat auch Kim Novak jahrzehntelang.

ICH HATTE GROSSE ANGST – ER HAT MIR SO WEHGETAN, LANA

Als neues sexy Starlet, das Marilyn Monroe († 36) Konkurrenz machen sollte, erlebte sie in den Fünfzigern und Sechzigern viele Arten von Sexismus und Belästigung. Ihre wohl traumatischste Erfahrung schilderte sie allerdings erst im März 2021 dem Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ anlässlich der Veröffentlichung des Bildbands „Kim Novak: Her Art and Life“. Während der Dreharbeiten zu Alfred Hitchcocks „Vertigo“ lud „Manche mögen’s heiß“-Star Tony Curtis († 85) sie zu einer Party in seine Villa ein, wo er mit seiner damaligen Frau Janet Leigh († 77) wohnte. Novak ist überzeugt, dass Curtis ihr etwas ins Glas kippte, um sie bewusstlos zu machen. „Ich hatte an dem Abend nur einen Drink – danach weiß ich nichts mehr. Davor hatte ich noch nie einen Blackout“, sagt die heute 89-Jährige. Am nächsten Morgen sei sie in ihrem Bett aufgewacht – nackt. „Tony Curtis hat mir den Drink gereicht. Das ist das Letzte, woran ich mich erinnere – ich schwöre es. Ich weiß nicht, was danach passiert ist oder wie mein Auto zurück zu meinem Appartement gekommen ist.“

Warum der legendäre Altstar erst so viele Jahrzehnte später mit diesem Verdacht an die Öffentlichkeit ging? Wahrscheinlich gilt Kim Novaks Antwort für alle anderen Missbrauchsfälle aus dieser Epoche in Hollywood. „Leute haben über solche Dinge eben nicht gesprochen.“ ■