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Final Fantasy 7: Remake


Play5 - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 04.09.2019

Cloud befindet sich auch im Remake von Final Fantasy 7 im Clinch mit der Firma Shinra. So weit, so bekannt. Das Abenteuer im Midgar des Jahres 2019 sieht aber einfach fantastisch aus – und klingt auch so!


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Bildquelle: Play5, Ausgabe 10/2019

Statt einem rundenbasierten Kampfsystem kommt im Remake von Final Fantasy 7 ein aktiveres System zum Einsatz, ähnlich wie in Final Fantasy 15.


Die unterschiedlichen Helden haben verschiedene Fähigkeiten. Nicht bei jeder Art von Feind ist die gleiche Vorgehensweise empfehlenswert.


Das Blumenmädchen Aerith gehört zum großen Kader aus charismatischen Figuren, die Spielern auf der ganzen Welt ans Herz ...

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... gewachsen sind.


ROLLENSPIEL | An welche Art von Spieler sich das Remake von Final Fantasy 7 richtet, ist auch während der Präsentation und der Spieldemo im Rahmen der Gamescom 2019 nicht ganz so klar wie die sprichwörtliche Kloßbrühe. Hardcore-Fans des JRPG aus dem Jahre 1997 müssen sich mit teilweise gravierenden Gameplay-Änderungen und optischen Anpassungen auseinandersetzen, die ihnen auf die eine oder andere Art möglicherweise nicht schmecken. Auf der anderen Seite wird den Neulingen, die bislang noch nicht Hand an das Abenteuer mit Cloud Strife und seinen Avalanche-Kollegen gelegt haben, am Gamescom-Spielebüffet nicht viel mehr präsentiert als die Szenen, die sie bereits von der E3 2019 im Juni kennen. Die Hoffnungen darauf, dass es mehr aus Midgar zu sehen gäbe, waren groß und sie wurden enttäuscht. Aber: Das, was Game-Producer Yoshinori Kitase präsentierte und was danach selbst gespielt werden durfte, überzeugte dennoch! Vorab eine Information: Die Autorin dieser Zeilen zählt sich zur zweiten Gruppe, zu den angehenden FF7-Fans, die bislang noch keine große Portion von der gemischten Vorspeisenplatte des actionreichen Rollenspiels genascht hat.

Alles neu … machen die Entwickler

Wie bereits erwähnt: Abgesehen von den ersten 30 Minuten des Abenteuers in Midgar gab’s nichts zu sehen – und rund 20 Minuten davon wiederum wurden uns präsentiert. Als wahrscheinlich eine der teuersten Beschäftigungsmaßnahmen der Messe erläuterte uns nämlich Game-Producer Yoshinori Kitase höchstpersönlich im Rahmen der Gamescom 2019 jeden Hinweis, der im Rahmen des Tutorials auf dem Spielbildschirm aufploppte und die ersten Schritte Cloud Strifes in Richtung Mako-Reaktor regelmäßig pausierte. Final Fantasy 7 Remake ist ein Spiel für die Playstation 4, entsprechend ist die Tastenbelegung auf den Dual-Shock-Controller ausgelegt und weitestgehend bekannt: Die Vierecktaste müs-sen wir etwa für Standardangriffe halten, die Kreistaste lässt den aktiven Charakter ausweichen. In Kombination mit den Schultertasten ist X dazu da, im Kampf ins taktische Menü zu wechseln und Kommandos auszuwählen, während das Spiel zu fast 100 Prozent verlangsamt wird. Über das Digikreuz wechseln wir zwischen Gruppenmitgliedern. Das ist relativ eingängig und schnell gelernt, weswegen wir während des gewissenhaften Vortrags Kitases weniger an den Lippen unseres hochkarätigen Präsentators hängen, sondern unsere Augen an dem weiden, was wir auf dem großen Bildschirm sehen.

Cloud Strife schwingt nach wie vor sein markantes Schwert. Die Grafik ist nicht unbedingt fotorealistisch, aber doch schön modern und liebevoll umgesetzt.


Das Setting von Final Fantasy 7 ist düster und hat wenig mit klassischer Fantasy gemein. Vielmehr findet die Handlung in einer industrialisierten Welt statt.


Atemberaubend

Während Kitases Erklärungen in den Hintergrund weichen, es ist eh sehr laut im Präsentationskämmerchen, sehen wir ikonische Szenen des Originals auf dem riesigen Bildschirm: Der Zug fährt im Bahnhof des Shinra-Gebäudes ein, die Avalanche-Crew rund um Barret will sich in den Mako-Reaktor schleichen. Doch niemand hat so richtig Bock, die Wachen des Konzerns auszuschalten, die Rebellen aus dem Untergrund sind mehr Schleicher denn Schläger. Deswegen muss sich Ex-Soldat und Söldner Cloud Strife die Finger schmutzig machen. Es folgt also sein erster Auftritt. Cloud springt aus den Schatten ins Rampenlicht und hält sein ikonisches Schwert in den Händen. Wir halten die Luft an. Hach, wie schön!

Final Fantasy 7 Remake sieht einfach fantastisch aus! Das liegt vor allem daran, dass sich die Macher nicht für einen fotorealistischen Look wie bei Final Fantasy 15 entschieden haben, sondern eher für ein etwas verspielteres, ein etwas überzeichnetes Aussehen. Und dieser neue Look steht dem Remake ungeheuer gut, wir können uns gar nicht sattsehen! Apropos: Ein Blick in Interface-Elemente, wie etwa ein Inventar oder das Substanzen-Management, bleibt uns weiterhin verwehrt – schade.

Ohrenschmaus

Während sich Cloud mit den Wachen Shinras auseinandersetzt, spitzen wir die Ohren. Als zum ersten Mal das Battle-Theme von Final Fantasy 7 in einer vollorchestrierten Variante zu hören ist, juckt es uns in den Fingern. Wir wollen endlich selbst spielen! Doch wir müssen uns gedulden, während sich der skeptische und aufbrausende Barret, die flirtbereite Jessie, der vielleicht etwas einfältige Wedge und der stets schlecht gelaunt erscheinende Chris, äh, Biggs durch die Gänge des Reaktors schleichen und der ziemlich arrogant daherkommende Cloud die gegnerischen Soldaten vermöbelt. Selbst die kurzen Zwischensequenzen, die uns auf dem Weg zum Ziel, den Hauptreaktorraum, präsentiert werden, sind toll vertont und bringen bereits von jedem Charakter den richtigen Eindruck rüber. Die Macher von Final Fantasy 7 Remake haben sich übrigens dazu entschlossen, neue Stimmen zu organisieren, um dem Charakter und dem Spirit des gesamten Projekts gerecht zu werden.

Hand anlegen

In dem Moment, in dem Cloud und Barret den Hauptreaktorraum betreten, endet Kitases Präsentation mit einem kleinen Applaus und wir dürfen endlich selbst spielen – wenn auch nicht wirklich viel. Auf dem Weg zum Boss dieses Spielabschnitts, der Wachskorpion, begegnen wir lediglich drei, vier Gegnergruppen, die es uns erlauben, uns ein bisschen mit der Steuerung vertraut zu machen. Wie gesagt, diese ist schon recht eingängig. Während die Standardangriffe die ATB-Balken aufladen, lösen wir mit diesen ATB-Balken wiederum mächtigere Angriffe aus. In der Demo verfügt Cloud dabei über die Attacken Mutangriff sowie Impulshieb und den Flächenschadenskill Klingenwirbel. Barret hingegen hat mit Stählerner Wille einen Buff für sich selbst in petto, mit Schockschuss attackiert er gezielt Gegner, an die Cloud im Nahkampf nicht herankommt, während Kugelhagel freilich ordentlich Schaden an Gruppen von Feinden anrichtet. Beide Charaktere tragen die Vita-Substanz in den Waffen, mit der sie sich und andere heilen können. Dazu verfügt etwa Barret noch über Blitz-, Feuer-und Eis-Attacken. Denn natürlich sind bestimmte Arten von Gegnern anfällig gegenüber bestimmter Angriffe – mechanische Gegner etwa hassen Blitz-Skills. Stecken Cloud und Barret Schaden ein, lädt sich zudem ihr Limit-Balken auf und wenn der erst einmal voll ist, lässt sich ein noch stärkerer Skill einsetzen, im Fall von Cloud etwa der mächtige Kreuzschlag.

Weggeboxt

Was wir im Rahmen der Präsentation und beim Anspielen gelernt haben, dürfen wir in der Auseinandersetzung mit dem Wachskorpion beweisen. Recht schnell merken wir, dass wir nicht mit wildem Buttongemashe weiterkommen, sondern mit Besonnenheit. Der Skorpion greift oft mit Nahkampfattacken an, die Gift für Cloud sind. Also wechseln wir zu Barret und lassen ihn seinen Blitz-Zauber nutzen, um damit den Schockbalken des Skorpions zu füllen – ist der nämlich voll, wird unser monströ-ser Kontrahent kurzzeitig betäubt und nimmt mehr Schaden. Zurück zu Cloud, um mit ihm eines seiner mächtigen Kommandos auslösen. Zurück zu Barret, um wieder einen Blitz abzufeuern. Den Attacken des Wachskorpions ausweichen, insbesondere dem tödlichen Laserstrahl. Da gehen wir am besten hinter den praktischerweise gespawnten Trümmerhaufen in Deckung. Nach kurzer Zeit haben wir raus, wie der Kampf funktioniert, und nach genauso kurzer Zeit liegt der Wachskorpion im Dreck – und die Demo ist vorbei. Leise grummelnd räumen wir unseren Platz an der FF7-Festtafel. Wir hätten gerne ein bisschen länger schnabuliert. Vielleicht dann zur TGS im September 2019.
SUSANNE BRAUN