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FINNMARK: LACHSFIEBER AM NORDMEER


FliegenFischen - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 02.11.2018

Die Reise ist weit, doch sie lohnt sich: In der Finnmark liegen einige der weltweit besten Lachsflüsse, fast nebeneinander. Schon seit vielen Jahren habe ich mein Herz an diese wunderschöne Gegend verloren – und an einen ganz bestimmten Fluss …


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Goldener Morgennebel umhüllt den Laxelva.


Fotos: E. Hartwich

Ich erinnere mich an meinen vorletzten Angeltag 2017 am Lakselva. Mit mehreren Anglern hatte ich schon den ganzen Vormittag verschiedene Top-Stellen befischt, doch kein Lachs interessierte sich für unsere Köder. Längst hatte ich mein Fischen in den „Automatik-Betrieb“ geschaltet, da schreckten mich ...

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... Gelächter und Stimmen aus meinen Gedanken hoch. Ich drehte meinen Kopf über die Schulter – mir stockte der Atem!

Zwei hochgewachsene Männer liefen am Fluss entlang, einen dicken Holzstamm geschultert – und an dem hingen zwei riesige Lachse!

Einer dieser Lachse sollte bis zum August der größte Lachs der Saison bleiben, mit unglaublichen 22,5 Kilogramm. Der „kleinere“ Lachs hatte noch fantastische 12 Kilo. Später konnte ich mit dem glücklichen Fänger sprechen. In seiner Fangfreude war er sehr redselig und erzählte mir jede Einzelheit vom Kampf seines Lebens. Dieser finnische Kollege hatte sich einen Guide nur für diesen Angeltag gebucht und fischte mit einer mir bis dahin unbekannten, grün-weißen Fliege. So kann’s laufen, am Lakselva …

Der Lakselva in Nordnorwegen ist ein betörend schöner, abwechslungsreicher Fluss, 40 km lachsführend. Stromschnellen und Kieselstrecken, seichte und tiefe Pools wechseln sich mäandernd bis zur Mündung ab. Sein Wasser ist gelblich angehaucht. Hier, weit oben in der Finnmark, wird das „Laksefiske“ sprichwörtlich gelebt: Am Fluss trifft man Gleichgesinnte zu jeder Tages- und Nachtzeit. Am Lagerfeuer wird gegrillt und geplaudert, die Sommerzeit gefeiert und das Angeln unter der Mitternachtssonne zelebriert.

UNGLAUBLICHE 130 TONNEN LACHS WERDEN AM TANA PRO JAHR GEFANGEN!
Die Flüsse der Finnmark, am nördlichsten Ende Europas, lassen mich nicht mehr los und haben tiefe Spuren in mir hinterlassen. Wer einmal diese nordische Natur erlebt hat, wer dort einmal einen Lachs am Haken hatte, ist für sein Leben infiziert und kommt immer wieder zurück. So war es auch bei mir.

Vor 10 Jahren hat es mich zum ersten Mal in die Finnmark nach Nordnorwegen verschlagen, dank meines Freundes Adi.

Damals musste mich mein jährlicher Mitstreiter förmlich überreden, mit ihm die lange PKW-Reise auf den legendären Eurostraßen anzutreten. Heute danke ich ihm für jeden Angeltag, den ich in dieser einzigartigen Natur verbringen durfte. Die Finnmark ist eines der letzten Paradiese für Angler. Speziell habe ich es hier auf den König der Salmoniden abgesehen: den Atlantischen Lachs, der vor Island, Grönland und im Nordmeer zu kapitalen Größen heranwächst. Dann zieht er, früher oder später, meistens mit ein bis vier Seewintern, wieder in seinen Heimatfluss, um in seinem Geburtsfluss zu laichen.

Tuben, die fangen: Unten die Cascade und oben ein schwarzes Muster, in der ein Trick versteckt ist. Der rote „Punkt“ im Zentrum des Drillingshaken verhindert, dass sich Haare der Schwinge beim Wurf in diesem Bereich einklemmen.


11 Grad – perfekt, um auf kleinere Lachsfliegen umzustellen. Vorteil der nordischen Lachsflüsse: Hier geht die Temperatur nur selten in den roten Bereich.


Doch wie kommt man eigentlich in die Finnmark? In den letzten Jahren bin ich meist über Helsinki geflogen, dann ein Inlandsflug bis Ivalo am Inarisee. Weiter geht’s mit dem PKW durch Lappland bis an die Grenze zu Norwegen.

Am Grenzübergang Karigasniemi verlasse ich Finnland und überquere das erste Mal einen Zufluss des großen, mächtigen Tana. Die beiden Flüsse, die ich kurz darauf überquere, Karasjohka und Anarjohka, sind die bedeutendsten Quellflüsse des Teno, wie man ihn in Finnland nennt. Teno auf Finnisch und Deatnu auf Samisch heißt übersetzt „der große, mächtige Strom“.


„Einige der besten Lachsflüsse Europas liegen hier dicht an dicht!“


Der Tana mit all seinen Nebenflüssen hat sage und schreibe über 700 km lachsführende Strecken aufzuweisen. Im Schnitt werden etwa jedes Jahr 130 Tonnen Lachs gefangen, ein Rekordergebnis in Europa! Etwa ein Drittel der gesamten Lachse des norwegischen Wildlachsbestands stammt aus dem Tanaelva und seinen Nebenflüssen.

WILLKOMMEN IN DER HAUPTSTADT DER LACHSE
Nach 280 Kilometern und vier Stunden Fahrt habe ich dann mein ersehntes Ziel erreicht – Lakselv!

Der Name lässt aufhorchen und lädt zum Träumen ein. Überall in dem kleinen Städtchen hängen präparierte Lachse an den Wänden. Wird im Juli der jährliche, traditionelle Wildlachstag gefeiert, treffen sich eine Menge lachssüchtige Menschen am Fluss. Alle sind gespannt, welche Riesen sich im Stellnetz verfangen haben.

Ich glaube, jeder in dem Ort hat irgendetwas mit Lachs oder Lachsfischen zu tun. Selbst Zahnarzt, Lehrer, Optiker, Elektriker und Köche schauen einfach mal zwischendurch am Fluss vorbei. Nur auf ein paar Würfe sagen sie, doch sie wollen nur alle nur eines: „Die Lage peilen.“

Eine der wenigen Hütten am Fluss mieten wir von den nettesten und hilfsbereitesten Norwegern, die wir kennen: Karin und Steinar. Man kann behaupten, wir sind Freunde geworden. Außerdem sind die Menschen hier sehr aufgeschlossen und freundlich und der River-Manager hat stets ein offenes Ohr für alle Angler. Das ist umso bemerkenswerter, da das Nazi-Regime beim Rückzug im 2. Weltkrieg in der Finnmark nur verbrannte Erde hinterlassen hat.

TRAUMHAFTE LACHSFLÜSSE IM NORDEN EUROPAS
Es befinden sich in einem Umkreis von rund 200 km einige der besten Flüsse Europas, darunter der legendäre Alta. Dass ich selbst einmal hier stehen würde, hätte ich mir nie träumen lassen! Leider habe ich noch nie an diesem heiligen Gewässer meine Rute geschwungen, was auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden wäre: Zuerst 400 Kronen in eine Lotterie einzahlen, um an der Auslosung der Angelkarten teilnehmen zu können, dies wäre die erste Hürde.

Bei viel Glück und Gottvertrauen kann man dann eine Tageslizenz ergattern, für die man 2017 im Juni/Juli 3.700 Norwegische Kronen (etwa 390 Euro) hätte berappen müssen. Hat man Pech bei dieser Lotterie, dann sind auch die eingezahlten Kronen weg! Da verzichte ich lieber dankend und wende mich anderen Lachsflüssen zu …

Der Lakselva, ein weiterer Großlachsfluss wie aus dem Bilderbuch, mündet in den rund 150 km langen Porsangerfjord, ebenso wie der Stabburselva und der Borselva. Der Stabburselva läuft übrigens durch den Nationalpark Stabursdalen, hier sollte man gut zu Fuß sein, wenn man in den oberen Zonen fischen möchte. Hier findet man übrigens den nördlichsten Kiefernwald der Welt, und der Nationalpark Stabbursdalen umschließt 745 Quadratkilometer! Ein Mückennetz gehört in dieser Region zur Standardausrüstung.

Alle dies sind Flüsse, in denen man einen gewaltigen Salm fangen kann. Ich habe mich bisher auf zwei Flüsse konzentriert: den Borselva und den Lakselva.

Zu erwähnen wäre noch der steinige, wilde Repparfjordelva, der auch in manchen Jahren zur Höchstform aufläuft. So war es auch 2016, als enorm viele Lachse den Fluss hinaufzogen und sich auch beißwillig zeigten. Und falls Sie einmal in die Gegend kommen: Der Borselva fließt in einem atemberaubendem Canyon dem Meer entgegen, seine Wasserfarbe spiegelt sich türkisblau im nordischen Himmel. Eine Augenweide!

Bei allen Flüssen handelt es sich um naturbelassene, glasklare, unverbaute Gewässer in Trinkwasserqualität, die jedes Jahr ihren Lauf verändern dürfen. Hochwasser türmen am Lakselva oft bis zu 3 Meter hohe Kiesbänke auf. Dadurch verändern sich ganze Gewässerstrecken, und es entstehen oft neue interessante Pools. Selbst unerfahrene Petrijünger können hier hunderte von Metern an Kieselstrecken entlang waten und ihre Fliege im perfekten Winkel präsentieren.

AB MITTSOMMER GIBT ES KEINE LEEREN LACHS-BEATS MEHR!
Wie bereits erwähnt: Mein Herz gehört dem Lakselva. Die Angelei zum Saisonstart Mitte Juni ist an diesem Fluss oft sehr schwierig. Wasserstand, Wetter, Wind und Lichtverhältnisse wechseln im hohen Norden in rasendem Tempo. Normal liegt noch viel Schnee in den Bergen, und der Wasserstand ist sehr hoch. Außerdem ist das Wasser eiskalt.

Jetzt fischen fast nur Einheimische an den bekannten Lachs-Stellen, oft mit großen Blinkern und Fliegen, denn ein paar Schwergewichte, bis zu 20 Kilo schwere Lachse, haben bereits ihre Standplätze im Fluss eingenommen. Einige Exemplare werden bereits weit in der oberen Zone 4 gelandet, andere gehen im Drill verloren. Die Fischerei in Zone 1 ist übrigens gezeitenabhängig.

Indian Summer? Ja, aber nicht in Nordamerika, sondern in der Finnmark, denn auch dies ist der Borselva! Ist es ein Wunder, dass Edwin Hartwich diesen Lachsfluss in sein Herz geschlossen hat?


Traumhaft! Den Canyon des Borselva muss man gesehen haben, wenn man an den Lachsflüssen der Finnmark unterwegs ist.


Eine 10er bis 12er Zweihandrute, zwischen 13 und 15 Fuß lang, und eine gut gefüllte Rolle mit solidem Backing geben Sicherheit und leisten gute Dienste. Zum Saisonstart kommen, wie bereits erwähnt, große Fliegen zum Einsatz. Sie dürfen ruhig bunt und grell sein.

Doch der Aufstieg zum Saisonstart ist noch sehr spärlich, auch weil im Fjord bis Mitte Juli unzählige kapitale Lachse mit Stellnetzen weggefangen werden.

Dann fällt der Pegel normalerweise jeden Tag ein paar Zentimeter. Spielt das Wetter mit, wird es nach Mittsommer sehr interessant, denn dann kommen mit jeder Flut die 10-Kilo-Fische den Fluss herauf und es sind immer Lachse in den Beats. Das Szenario „Kein Salm im Fluss“ bleibt am Lakselva ein Alptraum, Gott sei Dank.

WIESO DIES, WIESO DAS, WARUM SO UND NICHT ANDERS?
Heute mache ich mir ganz andere Gedanken als zu Beginn meiner Lachskarriere.

Ich hinterfrage einfach ALLES. Wieso dies, wieso das, warum ist das so und nicht anders? Dabei stoße ich auf die elementarsten Punkte. Zum Beispiel, wieso ein Lachs überhaupt Interesse an meiner Fliege zeigt. Eine genaue Antwort habe ich noch nicht gefunden, nur Vermutungen. Ich denke, primär hat es mit dem Fressverhalten sowohl im Süßwasser als Junglachs und später als Lachs im weiten Polarmeer zu tun.

Das Beste, was einem passieren kann, sind frische aufsteigende Lachse in einem Holdingpool. Wenn dann bereits Standfische ihr Revier eingenommen haben, steigt die Spannung zum Bersten. Meistens knallt’s dann auch!

Als nächstes kommt die Fliegenwahl. Zuerst frage ich immer bei den Einheimischen nach, welches Muster gut läuft. Auch an den Tankstellen im Hohen Norden kann man heiße Informationen bekommen und auch Muster kaufen. An jedem Fluss gibt es „Die Fliege der Region“.

Mit Sicherheit spielen die Farbe des Wassers, das Fliegenmuster, die Helligkeit des Tages, der Bewuchs der Umgebung und wahrscheinlich noch mehrere Faktoren eine Rolle, die mir vielleicht noch gar nicht bewusst wurden. Habe ich keine exakten Infos bekommen, starte ich prinzipiell mit dem Sunray Shadow, also mit der Hauptfarbe Schwarz.

Es ist ratsam, ein Thermometer parat zu haben, denn bei 10 bis 11 Grad Wassertemperatur ändern sich normalerweise die Verhältnisse, jetzt fische ich viel kleinere Muster. Bei Sonnenschein und blauem Himmel knüpfe ich auch schon mal eine Silver Doctor ans Vorfach. Gerne werden auch Garnelenfliegen wie Red Frances genommen. Vergessen sollte man auf keinen Fall auch die Cascade, den Green Highlander, Mikkeli Blue und die Phatakorva.

Ich verstehe übrigens bis heute nicht, warum im Hochsommer, bei „Low Water“, die Fliegenfischer mit super-kleinen Mustern fangen und beim Spinnfischen Lachse auf große Blinker einsteigen. Verrückt, unerklärlich, aber wahr!

DER MAGISCHE WINKEL BEIM LACHSFISCHEN
Früher habe ich immer versucht, die Leine im klassischen 45-Grad-Winkel abzulegen. Doch irgendwann hatte ich einmal gelesen, dass es besser sei, die Fliege im rechten Winkel zu präsentieren. Es funktioniert! Vorteil: Die Drift der Fliege ist länger, und die Chancen steigen um ein Vielfaches. Ich achte darauf, dass das Vorfach gleich nach dem Cast gestreckt ist.

Die Präsentation im rechten Winkel ist übrigens etwas, das man sich für den Hochsommer merken sollte. Denn je wärmer das Wasser wird, umso schneller sollte man die Fliege präsentieren. Ein Menden flussabwärts beschleunigt unsere Fliege und gibt ihr den nötigen Speed.

Edwin Hartwich mit einem Traumlachs aus seinem Traumfluss – dem Laxelva.


Ach, und noch etwas: Oft neigt man dazu, all die Standplätze auf der weit gegenüberliegenden Seite anzuwerfen, bevor man die Lachse vor den eigenen Füßen befischt – auch ich arbeite jedes Jahr daran …

DIE RICHTIGE WURFLEINE UND DAS LESEN DES WASSERS
Die Wahl der richtigen Schnur ist jetzt viel einfacher als vor Jahren. Ich verwende einen schwimmenden Schusskopf als Grundleine, dazu Wechselspitzen von Intermediate bis zu den Sinkklassen leicht bis schwer. Fertig. Skagit-Systeme sind ein Hit und zu empfehlen! Bei hohem Wasser fische ich meistens mit schwimmender Leine plus Sink 2 bis 4 (FS 2/4), alternativ eine Intermediate-Schnur. Unser einheimischer Freund Steinar fischt ab Mittsommer nur noch mit Schwimmschnur und einem 0,50er Leader als Vorfach, also ganz unbeschwert, und fängt im Schnitt mehr Lachse als wir – da kommt man ins Grübeln.

Natürlich ist es von unsagbarem Vorteil, wenn man einen Fluss viele, viele Jahre befischt, denn viele Standplätze bleiben immer gleich und sind als Top-Stellen bekannt. Trotzdem ist es immer gut, das Wasser zu beobachten und auch andere, nicht so bekannte Abschnitte zu befischen. Adi hat dies schon öfters praktiziert und Lachse herausgekitzelt, über die selbst Einheimische nur den Kopf schüttelten. Heute achte ich besonders auf „Wellen“, hervorgerufen durch Mulden oder Steine am Gewässergrund. Das sind absolute Hot Spots mit garantierten Standplätzen!

Glauben Sie mir, jeder dieser beschriebenen und noch etliche andere kleinere Flüsse in der Finnmark wären eine Reise wert und liegen in einer fantastischen Landschaft. Im letzten unberührten, fast menschenleeren Gebiet Europas.

Elche gehören zur Finnmark wie kaum ein anderes Tier.


Anreise: Mit dem Flugzeug über Helsinki, ein Inlandsflug bis Ivalo und weiter mit einem Leihwagen. Oder über Oslo mit Inlandsflügen über Tromsö und Lakselv (Flughafen Nordkap) anreisen. In der Sommerzeit werden Direktflüge von Oslo nach Lakselv angeboten.
Strecke: Die offiziellen Angelstrecken wechseln jährlich und es befinden sich sehr viele private Beats am Fluss! Der Lakselva ist in mehreren Zonen eingeteilt, die Lizenzen sind pro Zone limitiert! Darum muss man sich im Internet die Tickets schnell sichern, sonst ist man zweiter Sieger und der Lachstraum ist dahin.
Lizenzen: Am Lakselva muss man, je nach Zone, für eine Tageslizenz mit etwa 900 bis 1.000 Kronen rechnen.
Weitere Infos: www.lakselva.no
Gut zu wissen:
● Lachslaus: Das Problem scheint auch oben im Norden weiter auf dem Vormarsch zu sein und bedroht Junglachse und Meerforellen. Hoffentlich kommt es bald zum Rückbau von Lachsfarming und Reduzierung der Netzfischerei vor den Flussmündungen und in den Fjorden.
● Gyrodactylus salaris: Die Desinfektion des kompletten Angelgeräts ist ein absolutes Muss und der Nachweis darüber wird auch bei Kartenkontrollen überprüft. Bei Nicht-Einhalten der Vorschriften drohen Kartenentzug und hohe Geldstrafen.
Weiterführende Homepages:
www.stabursdalen.no
www.börselva.no
www.altalaks.no