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Fit & gesund: Die 5 größten Me dizin-Fortschritte für die Generation 50+


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 35/2019 vom 22.08.2019

Nicht nur die Technik in Fernsehern und Autos wird immer ausgefeilter – auch die Medizin entwickelt ständig neue Hightech-Geräte, OP-Verfahren oder Konzepte, um Patienten eine schonendere und viel wirksamere Behandlung zu ermöglichen – bis hin zu maßgeschneiderten Arzneien bei schweren Erkrankungen (s.r.). Und weil vor allem bei der Generation 50plus das Risiko für Herz-Erkrankungen, grauen Star oder Krebs von Natur aus zunimmt, sind gerade für sie viele Medizin-Fortschritte besonders interessant. BILDWOCHE stellt fünf wichtige vor, die als bahnbrechend gelten.

Artikelbild für den Artikel "Fit & gesund: Die 5 größten Me dizin-Fortschritte für die Generation 50+" aus der Ausgabe 35/2019 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 35/2019

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WILLKOMMEN IM 21. JAHRHUNDERT Der menschliche Körper wird immer gläserner, denn dank Hightech können Organe und Körper- vorgänge heute viel genauer dargestellt werden – das verbessert auch die Therapien


Erfolgs-Check bei Gelenk-OP

Herzleiden und Diabetes, aber auch eine allgemeine körperliche Gebrechlichkeit, können nach dem Einsetzen einer Hüftprothese den Heilungsprozess stören. Daher gibt es an der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach jetzt ein einmaliges Modellprojekt, es heißt: „Spezielle Orthopädische Geriatrie” (SOG). Hier werden Patienten fachübergreifend medizinisch betreut, so z. B. orthopädisch und internistisch. Außerdem wird auch der Hausarzt mit einbezogen. Prof. Grifka, der es mitentwickelt hat: „SOG bringt bei orthopädischen Operationen einen Sicherheitsgewinn.”

Unser Experte

Prof. Dr. med. Joachim Grifka Asklepios Klinikum Bad Abbach (Uniklinik Regensburg)

Mitra-Clip für die Herzklappe

Die Mitralklappe zwischen linker Herzkammer und linkem Vorhof lässt das Blut immer nur in eine Richtung fließen. Schließen ihre beiden Gewebesegel nicht mehr gut, vergrößert sich das Herz. Mediziner sprechen von einer Mitralklappeninsuffizienz. Ist eine OP für den Patienten aber zu riskant, kann eine Art Klammer („Clip”) dafür sorgen, dass sie wieder besser schließt, indem sie die Ränder der Mitralklappe zusammenhält, erklärt Dr. Wolfgang Fehske. Der Arzt setzt den Clip – er ist ausgeklappt max. 1,6 cm breit – mithilfe eines Katheters ein.

VORBEUGEN Arbeitet die Mitral- klappe wieder gut, schützt das auch die Lunge


Unser Experte

Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Fehske Chefarzt, Innere Medizin, St. VinzenzHospital, Köln

Maßgeschneiderte Medikamente

ERSTER SCHRITT Bevor der Arzt das Medikament auswählt, wird ein Gentest gemacht


Arzneien wirken nicht bei jedem gleich gut. Besser ist daher eine Therapie, die auf den Patienten zugeschnitten ist. „Mit Gentests, z. B. bei fortgeschrittenem Lungenkrebs, kann ermittelt werden, welches Mittel am besten für den einzelnen Patienten geeignet ist”, sagt Dr. Throm. In Deutschland werden schon etwa 60 Wirkstoffe auf diese Weise eingesetzt, viele bei Krebs. „Die Medikamente können Patienten helfen, länger zu überleben, manchmal sogar, geheilt zu werden.” Sogenannte Kinase-Hemmer unterbrechen z.B. verschiedene Signalketten in den Krebszellen, die sonst den Befehl ständiger Zellteilung in das Zellinnere bringen.

Unser Experte

Dr. re. nat. Siegfried Throm Verband der forschenden Pharma- Unternehmen (vfa)

Schärfere Sicht nach Augen-OP

„Die OP-Ergebnisse bei grauem Star werden immer besser”, weiß Prof. Kohnen. „Dazu tragen neue Lasertechniken und präzise Ausrechnungsverfahren bei, denn die Kunstlinse kann so optimal im Auge positioniert werden.” Neues gibt’s übrigens auch bei den Kunstlinsen selbst: Statt drei haben sie jetzt vier Brennpunkte. Das ermöglicht erheblich schärferes Sehen bei 40, 60 und 120 Zentimeter Abstand sowie in die Ferne. Nach einer Eingewöhnungsphase kommen dann 90 Prozent der Patienten ohne Brille aus. „Der nächste Schritt werden Kunstlinsen sein, die die natürliche Fähigkeit des menschlichen Auges imitieren, sich auf jede Distanz spontan scharf stellen zu können.” An solchen sogenannten akkommodierenden Linsen IOL wird derzeit mit Hochdruck geforscht.

AUSTAUSCH Die eingetrübte Augenlinse wird entfernt, eine neue eingesetzt


Unser Experte

Prof. Dr. med. Thomas Kohnen Klinik für Augenheilkunde, Uniklinik Frankfurt/ Main

SCHONENDER Der Laserstrahl ersetzt jetzt bei der Augen-OP das Skalpell


Mini-Schrittmacher als Herzretter

FAST UNSICHTBAR Die Kardiokapsel ist 93 % kleiner als der herkömmliche Schrittmacher


Bei wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen, wenn das Herz oft zu langsam schlägt, soll ein Herzschrittmacher helfen. Und auch hier gibt es eine Innovation – ein Gerät, das in etwa so klein ist wie eine Vitamin- Kapsel und per Katheter über eine Vene direkt in die rechte Herzkammer geschoben wird. Das ist vor allem für ältere, chronisch Kranke schonender. „Zudem sind, im Vergleich zum herkömmlichen Schrittmacher, keine Kabel mehr nötig”, erklärt Prof. Rostock. An der „Micra Kardiokapsel” sind Mini-Widerhaken, die für den nötigen Halt sorgen. Für diesen Eingriff muss der Patient nur leicht sediert werden. Die Batterie hält im Schnitt acht bis zehn Jahre.

Unser Experte

Prof. Dr. med. Thomas Rostock Zentrum für Kardiologie, Universitätsmedizin Mainz

Noch mehr Medizin-Tipps

NEU IN DER APOTHEKE

► Behandlung von Fußpilz ohne Anfassen: Canesten Extra Creme – jetzt mit Applikator (ca. 10 Euro).

Mehr als ein Durstlöscher

Alkoholfreies Bier ist viel besser als sein Ruf, denn die Nährwerte entsprechen in etwa einem Apfel, außerdem wirkt es isotonisch.

Sanfter Cholesterinsenker

Gegen hohe Cholesterinwerte hilft es, Mandeln zu knabbern. 42 Gramm täglich können bereits das ungesunde LDL-Cholesterin senken.

Riskante Posen

Vorsicht mit Yoga bei Osteoporose: Forscher der Mayo Clinic (USA) wiesen nach, dass 12 bestimmte Beug-und Streck-Übungen das Risiko für Stauungsfrakturen erhöhen können. Yoga-Programm anpassen!

Grün schützt!

Eine Stunde pro Woche im Garten rumzuwerkeln soll das Risiko, an Krebs oder an einem Infarkt zu sterben, um 18 Prozent senken – im Vergleich zu inaktiven Menschen. Das ergab eine US-Studie.

Meeresfrucht

Austern sind bei Gourmets beliebt. Nun zeigt eine Studie: Sie können mit Noroviren kontaminiert sein. Zitronensaft schwächt deren Fähigkeit, sich an den Darm zu binden, etwas ab.


Fotos: AdobeStock (5), iStock (2), Mauritius Images, medtronic, PR, Goethe-Universität/Prof. Dr. Thomas Kohnen, Medienabteilung der Orthopädischen Universitätsklink Regensburg, St. Vinzenz-Hospital, Universitätsmedizin mainz/Kardiologie2, vfa/D.laessig