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Fit & gesund: Erkältungen beeinträchtigen das Erinnerungsvermögen: Wie Grippeviren auf unser Gehirn wirken


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 24.01.2019

Held der Arbeit sein und so weitermachen? Das ist bei einer Infektion aus zwei Gründen keine gute Idee! Zum einen, weil man die Kollegen nicht entlastet, sondern sie als kleine Virenschleuder gefährdet. Zum anderen, weil man sowi e s o ni c hts Richtiges schafft und viele Fehler macht. Studien zeigen, dass dieser sogenannte „Präsentismus“ – wenn Mitarbeiter zwar anwesend sind, aber krank – die Arbeitgeber viel Geld kostet. Denn eine Infektion, egal ob grippaler Infekt oder Grippe, beeinträchtigt nicht nur den ganzen Bereich der Atemwege von der Stirnhöhle bis zur Lunge, sondern auch das Gedächtnis. Die ...

Artikelbild für den Artikel "Fit & gesund: Erkältungen beeinträchtigen das Erinnerungsvermögen: Wie Grippeviren auf unser Gehirn wirken" aus der Ausgabe 5/2019 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 5/2019

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... Infektion setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei, die auf das Gehirn einwirken. Die Betroffenen fühlen sich antriebslos, müde und depressiv. Experten nennen diesen Zustand „sickness behaviour“, zu deutsch „Krankheitsverhalten“: Man fühlt sich elend und verhält sich auch so. Dazu meint Prof. Dr. Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig: „Es ist bekannt, dass das Gehirn auf Infekte reagiert, aber bisher hat noch niemand untersucht, was danach passiert.“ Dabei weiß man schon seit langem, dass sich besonders ältere Menschen oft nur sehr schwer von einer Grippe erholen und noch längere Zeit danach desorientiert sein können.

ATMEN FÄLLT SCHWER
Bei einem Schnupfen schwillt die Nasenschleimhaut an


NA TURHEILMITTEL Die Kapland-Pelargonie stärkt unser Immunsystem


Unser Experte

Prof. Dr. Martin Korte, Technische Universität Braunschweig

In Zahlen

Im Durchschnitt erkälten wir uns etwa zwei- bis viermal pro Jahr. Bei den meisten Menschen verlaufen diese Infekte zum Glück unkompliziert. Doch etwa jeder fünfte erkrankt an einer richtigen Grippe.

Ernste Erkrankung

Unser Multi-Media-Tipp
Dass eine Grippe viel mehr ist als eine starke Erkältung, zeigt die Sendung „Hauptsache gesund“ im MDR. Hier erfahren Sie, wie man eine Grippe erkennt und warum Hände waschen so wichtig ist, um sich vor Infekten zu schützen DIREKTLINK: http://t1p.de/krck

Medizin-Tipps

Folgenreich
Laut einer neuen US-Studie begünstigt die Behandlung von Säuglingen bis zu sechs Monaten im späteren Leben Allergien.

Flunkern ist ungesund
Bei den Themen Ernährung oder Alkoholkonsum schwindeln die meisten Menschen im Arztgespräch. Keine gute Idee: Denn so kann es zu falschen Diagnosen und Therapien kommen.

Hausstaubmilben auf Eis legen
Allergiker saugen täglich oder verzichten völlig auf Teppiche. Um Milben komplett zu eliminieren, sollten kleinere Gegenstände für 48 Stunden am besten bei -15 Grad gelagert werden.

Wirkt wie ein Jungbrunnen
Bewegung ist gesund – das ist bekannt. Doch nicht jeder Sport bringt den gleichen Effekt. Perfekt, um jung zu bleiben, ist nach einer Studie aus Leipzig Ausdauersport (Joggen, Schwimmen, Ski-Langlauf). Er verzögert den Alterungsprozess von Zellen oder macht ihn sogar rückgängig.

ABGESCHLAGEN Viele Betroffene klagen neben Husten, Schnupfen und Heiserkeit auch über teilweise starke Kopfschmerzen


Fotos: AdobeStock (3), Fotolia (2), iStock, picture alliance, Prof. Dr. Martin Korte

Kümmern Sie sich gut um sich

► Bettruhe: Der Körper benötigt Kraft, um den Infekt zu bekämpfen. Deshalb sollten Sie ihn nicht mit Sport oder stressiger Arbeit zusätzlich belasten.

► Vitalstoffe: Auch ohne Appetit: Achten Sie auf Vitamine und Mineralstoffe. Lassen Sie sich eine Hühnersuppe kochen – das Gemüse gibt Vitamine, das Fleisch spendet wertvolles Zink.

► Wärme: Legen Sie sich ins Bett oder mit einer dicken Decke auf das Sofa. Es ist wichtig, dass die Wärme Sie ganz umfängt. Tragen Sie also am besten einen Schal. Nicht zu empfehlen ist hingegen ein heißes Bad – das warme Wasser belastet den Körper zusätzlich.

► Schlafen: Ruhen Sie tagsüber, aber schlafen Sie nur nachts. Der Rhythmus ist erholsamer. Legen Sie den Kopf mit einem Kissen etwas höher – dadurch verringert sich der Druck in den Nasennebenhöhlen und das Atmen fällt etwas leichter.