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Fit & gesund: Wie Sie den Winterblues besiegen


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 50/2018 vom 06.12.2018

Wenn die Tage wieder kürzer werden


Artikelbild für den Artikel "Fit & gesund: Wie Sie den Winterblues besiegen" aus der Ausgabe 50/2018 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 50/2018

BITTE LÄCHELN Schon das Anheben der Mundwinkel hebt nachweislich die Stimmung


Nach dem herrlich langen, warmen und schönen Sommer ist die Umstellung auf die kurzen und kalten Tage eine echte Herausforderung. Es ist wieder diesig und nass und man kann schon froh sein, wenn die Sonne überhaupt mal scheint. Der Himmel grau, die Stimmung mau – der Winterblues kommt. Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und Antriebsschwäche sind die Symptome, man kann sich zu nichts aufraffen, und depressive Gedanken überschatten den Tag. SAD nennen die Psychologen diesen Zustand, die ...

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... „saisonal abhängige Depression“. Nach einer YouGov-Umfrage leiden 51 Prozent der Deutschen unter Stimmungsschwankungen in der dunklen Jahreszeit, Frauen übrigens mehr als Männer. Aber mit diesen Tipps können Sie das Seelentief überwinden:

Bewegung an der frischen Luft – auch bei Regen

Wenn der Tag erst spät beginnt und früh wieder endet, dann schüttet der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus. Die Folge: Wir sind dauermüde und kommen einfach nicht in die Gänge. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen. Weil man sich so lustlos fühlt, vergräbt man sich zu Hause, und je mehr man sich in den eigenen vier Wänden verkriecht, desto lustloser wird man. Eine wirklich einfache Maßnahme: raus an die frische Luft, einen strammen Spaziergang machen und tief durchatmen! Denn das vertreibt die düsteren Gedanken, Bewegung baut Stresshormone ab. Und: Auch das schlechteste Wetter ist immer noch besser für die Seele, als zu Hause Trübsal zu blasen.

Den Tag mit Porridge und Ingwertee beginnen

Müsli mit eiskalter Milch oder Joghurt aus dem Kühlschrank? Klingt lecker, ist aber in der kalten Jahreszeit nicht wirklich eine gute Idee. Besser ist es, morgens etwas Warmes zu sich zu nehmen: Porridge zum Beispiel, dazu einen schönen heißen Ingwertee. Toller Nebeneffekt: Durch die Ballaststoffe macht der Haferbrei lange satt und schützt vor den berüchtigten winterlichen Heißhunger-Attacken auf Schoki und Co.

Freunde treffen und etwas unternehmen

Sich in der Wohnung zu vergraben? Das macht die herbstliche Schwermut nicht besser. Leute treffen hebt die Stimmung dagegen immer. Ein Kinobesuch mit Freunden oder ein nettes gemeinsames Abendessen, ein lustiger Plausch bei einer Tasse Tee am Nachmittag – das reicht schon aus, um aus dem trüben Einerlei herauszukommen. Man sollte etwas finden, das einem Spaß macht, was man richtig gern tut, am besten mit anderen Menschen zusammen.

Düfte und Farben

Forscher haben herausgefunden: Gelb, Orange oder Blau heben die Stimmung, Violett wärmt und belebt. Das können wir für uns nutzen. Ein Obstkorb mit Orangen, Zitronen und Pflaumen im Büro oder Wohnzimmer leuchtet bunt, und wenn man davon nascht, versorgen die Früchte den Körper mit Vitaminen. Auch Jasminund Bergamotteduft im Aromaöl oder in einer Duftkerze stabilisieren die Stimmung.

Kalte Dusche für Schwung

Klingt fies, ist fies, aber hinterher fühlt man sich großartig: Morgens nach der heißen Dusche einfach mal kurz das Wasser auf ganz kalt drehen und sich von Kopf bis Fuß abbrausen. Das bringt den Kreislauf in Schwung, macht wach und glücklicher. Nebenbei stärkt der kalte Guss auch noch das Immunsystem und schützt vor Erkältungen.

Kuscheln weckt das Glückshormon Oxytocin.

Schon zehn Minuten Schmusen reichen, um die Stimmung aufzuhellen. Denn Berührungen sorgen dafür, dass im Gehirn bestimmte Hormone und Botenstoffe entstehen, die sich positiv auswirken. Studien haben ergeben, dass eine Berührung von 20 Sekunden dafür sorgt, dass das Glückshormon Oxytocin und andere, körpereigene Endorphine ausgeschüttet werden. Mit sich selbst zu kuscheln funktioniert nicht – also umarmt man am besten den Partner, die Freundin oder den Freund, Kinder, den Hund, die Katze und kuschelt den Winterblues einfach weg.

Wenn es nicht besser wird, zum Arzt gehen

Einen Winterblues sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn es einfach nicht besser werden will, dann gehen Sie bitte auf jeden Fall zum Arzt. Denn auf die Dauer kann aus so einem Stimmungstief eine echte Depression entstehen. Hören Sie dabei auch auf Ihre Familie oder Freunde – sie bemerken nämlich oft ganz schnell, wenn etwas nicht stimmt.

Hier finden Sie Rat

Info-Telefon Depression Tel.: 0800 / 33 44 533 Mo, Di, Do: 13 – 17 Uhr Mi, Fr: 08.30 – 12.30 Uhr www.deutsche-de pressionshilfe. de

Stimmungsmacher künstliche Sonne

►Der fehlende Sonnenschein lässt sich mit einer speziellen Lampe ausgleichen. Denn Licht steuert das Zusammenspiel des Schlafhormons Melatonin und des Glückshormons Serotonin. Eine sogenannte Tageslichtlampe (im Fachhandel, ab 50 Euro) kann den Winterblues lindern. Sie sollte eine Helligkeit von mindestens 5.000 bis 10.000 Lux erreichen. Am besten setzt man sich gleich morgens eine halbe Stunde davor.

3 Fragen an den Experten

Der Hamburger Psychotherapeut und Coach Dr. Ulrich Weber erklärt, wie die Tiefs entstehen, wer anfällig dafür ist und was Dunkelheit am Tag damit zu hat

1 WIE ENTSTEHT DER WINTERBLUES?

Im Winter sind die Tage kurz, die Abende lang. Durch diese Dunkelphasen gelangt weniger des Botenstoffs Serotonin ins Gehirn – das kann depressive Verstimmungen auslösen.

2 SIND MANCHE MENSCHEN BES ONDERS ANFÄLLIG?

Manche blühen in den Wintermonaten auf, andere verkriechen sich. Das kann genetisch bedingt sein. Auch die momentane Lebenssituation ist wichtig.

3HAT AUCH STRESS ETWAS DAMIT ZU TUN?

Ja. Das sogenannte Vulnerabilitäts-Stress-Modell beschreibt, dass Menschen mit mehr Stress anfälliger für psychische Erkrankungen und depressive Verstimmungen sind