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Flammende Herzen


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Die neue Frau - epaper ⋅ Ausgabe 45/2022 vom 02.11.2022

LOVE-STORY

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Blitze zuckten und Regen prasselte gegen die Fenster der kleinen Wohnung. Es war schon nach Mitternacht, aber Gaby war hellwach. Wehmütig sah sie sich Fotos an. „Warum hast du mir weh getan“, flüsterte sie und streichelte das Gesicht des Mannes auf einem Bild zärtlich.

Robert und sie waren sich auf einer Gartenausstellung begegnet, inmitten der bunten Blumenpracht war es um sie beide geschehen. Es wurde ein unbeschreiblich glücklicher Sommer.

Der Sommer war vorbei und von ihrer Liebe war nur ein Scherbenhaufen geblieben.

Sie ging zum Fenster und sah mit tränenblinden Augen hinaus in den Sturm. War es wirklich erst drei Wochen her, dass sie sich von Robert getrennt hatte? Nun wohnte er nur wenige ...

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... Straßen weiter. Von ihrem Balkon konnte man den Wohnblock erkennen. Er hauste dort in einem winzigen Apartment unterm Dach – eigentlich nur eine Notunterkunft, nachdem sie ihn mitten in der Nacht rausgeworfen hatte.

Sie und Robert waren auf einer Party gewesen. Alle hatten viel getrunken, laut gelacht, wild getanzt. Ein junges Mädchen hatte Robert angehimmelt und er hatte sich in ihrer Bewunderung gesonnt. Männer sind so, hatte Gaby gedacht.

Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es

Doch später, auf der Suche nach der Toilette, hatte sie die falsche Tür geöffnet. Dahinter war eine Abstellkammer, und zwischen Putzeimern & Co. stand Robert, eng umschlungen mit dem Mädchen. Sekundenlang war Gaby wie erstarrt gewesen. Dann war sie wortlos davongerannt.

Mit seinen hilflosen Worten machte er alles nur schlimmer

Sie hatte Robert einfach ausgesperrt. „Bitte verzeih, ich hatte zu viel getrunken und es ist doch gar nichts passiert“, flehte er durch die verschlossene Wohnungstür. Mit seinen hilflosen Worten machte er alles nur noch schlimmer.

„Geh! Ich will dich nie wieder sehen“, hatte sie geflüstert. Danach war es auf dem Korridor lange still gewesen, bis Roberts leiser werdenden Schritte durch das nächtliche Treppenhaus hallten und Gaby anfing zu weinen.

Das Unwetter draußen erreichte seinen Höhepunkt. Ein greller Blitz zerteilte den Nachthimmel, gefolgt von einem gewaltigen Donner. Gaby zuckte zusammen, dann sah sie den Feuerschein.

Flammen züngelten aus einem Hochhaus! „Robert!“ Der Blitz hatte das Haus in Brand gesetzt, in dem er wohnte! Panik erfasste sie. Ohne nachzudenken rannte sie los und spürte nicht den Regen, als sie wie gehetzt durch die Straßen lief. Blaulicht zuckte durch die Nacht und als Gaby das brennende Haus erreichte, hatten Feuerwehr und Polizei bereits alles abgesperrt.

„Halt, wollen Sie sich umbringen!“ Ein Feuerwehrmann riss Gaby zurück, als sie das breite Absperrband ignorierte.

„Mein Freund, er ist da drin!“ „Die Bewohner sind alle bereits evakuiert“, beruhigte sie der Mann. Er zeigte zu einem Rettungswagen. Gaby entdeckte Robert. Im Pyjama, mit einer Decke um die Schultern, stand er mit Nachbarn unter einem Zeltdach und starrte hinauf zu den lodernden Flammen. Ihr Widerschein tauchte die Straße in ein gespenstisches Licht.

„Ich hatte solche Angst um dich“, stammelte sie

Gaby warf sich einfach in seine Arme. „Ich hatte solche Angst um dich“, stammelte sie.

„Gaby, Gaby ...!“ Immer wieder flüsterte er ihren Namen, konnte es nicht fassen, dass sie tatsächlich da war.

„Komm“, sagte sie und zog ihn mit sich. Er folgte ihr willenlos bis in ihre Wohnung. Gaby spürte plötzlich die Kälte. „Du musst deine nassen Sachen sofort ausziehen und dann ab unter die heiße Dusche“, befahl Robert.

„Schau mal in den Spiegel, eine Dusche würde dir auch gut tun.“ Sie sahen beide aus wie Schornsteinfeger, Gesichter und Kleidung voller Ruß. Sie mussten lachen. „Ich war ein Idiot, die Kleine auf der Party war mir völlig egal“, sagte er leise.

„Psst.“ Gaby legt ihren Zeigfinger über seine Lippen. „Wir reden morgen darüber, oder übermorgen. Ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist.“ „Du bist eine wunderbare Frau und ich liebe dich!“ Roberts zog sie noch enger an sich heran und fragte harmlos: „Ist dir noch immer kalt?“

„Du weißt doch genau, was du damit bei mir anrichtest“, seufzte sie voll Begehren und Robert trug sie ins Schlafzimmer.

Als Gaby erwachte, wölbte sich ein blauer Herbsthimmel vor dem Fenster. Sie lauschte Roberts gleichmäßigen Atemzügen und eine Welle der Zärtlichkeit durchströmte sie. Leise stand sie auf und sah hinaus. In einiger Entfernung erkannte sie Reste des verkohlten Dachstuhls. Plötzlich umfingen sie zwei kräftige Arme. „Wie es aussieht, muss ich mir eine neue Wohnung suchen. Am besten wäre natürlich gleich ein Mietvertrag fürs ganze Leben“, sagte Robert und küsste sie zärtlich.

„Hm, ich glaube, ich wüsste da etwas …“, lächelte Gaby.

Lesen Sie nächste Woche den Krimi:

Abgebrannt