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Flöhe – kleine Parasiten große Plage


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Pets - Dein Haustier-Ratgeber - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 12.10.2022
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Bildquelle: Pets - Dein Haustier-Ratgeber, Ausgabe 2/2022

DER LEBENSZYKLUS zeigt die Entwicklung der einzelnen Stadien

Flöhe sind etwa zwei bis vier Millimeter große, blutsaugende Parasiten, die bei Hunden und Katzen häufig vorkommen. Erwachsene Flöhe leben zeitweilig auf dem Hund/der Katze, um sich von dessen Blut zu ernähren. Die jugendlichen Stadien der Flöhe – Eier, Larven und Puppen – befinden sich hingegen in der Umgebung. Eine Ansteckung mit Flöhen ist durch direkten Kontakt zwischen befallenen Tieren möglich, aber auch indirekt über Gegenstände, wie Kratzbäume oder Teppiche.

LEBENSZYKLUS VON FLÖHEN

Nachdem ein Floh auf Hund oder Katze gesprungen ist, beginnt er innerhalb weniger Minuten mit dem Blutsaugen, was als Flohbiss(e) bezeichnet wird. Etwa 36–48 Stunden nach der Blutmahlzeit beginnen die Flöhe bereits zahlreiche Eier zu legen. Die weißlichen Eier sind leicht klebrig, haften aber nur vorübergehend im Haarkleid und fallen dann vom Hund oder der Katze ab und landen in der Umgebung, also dort, wo sich ...

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... das Tier aufhält: auf seinem Schlafplatz, dem Hundekorb, dem Sofa, im Auto etc. Je nach Bedingungen entwickeln sich nach 4 bis 14 Tagen aus den Floheiern Larven. Die bis zu 6 Millimeter langen, weißlichen, behaarten Larven verstecken sich an dunklen Stellen in der Wohnung. Die Larven bilden einen Kokon aus, in dem sie geschützt als Puppe längere Zeit überleben können, die so genannte Puppenruhe. Diese kann von vier Tagen bis mehrere Monate dauern. In Wohnungen herrschen gemeinhin ideale Bedingungen, sodass die Flöhe zeitnah schlüpfen und dann wieder auf Hund, Katze (oder Mensch) springen, um Blut zu saugen. Unter idealen Bedingungen nimmt der Lebenszyklus der Flöhe etwa drei bis fünf Wochen in Anspruch. Ein einziges Floh-Weibchen kann übrigens bis zu 50 Eier am Tag legen. Die Wohnung kann also schnell komplett mit Flöhen, Eiern und Larven kontaminiert werden. Der erwachsene, lebende Floh macht vom eigentlichen Befall dabei nur einen geringen Prozentsatz aus. Der allergrößte Teil – etwa 95% – entfällt auf die noch unfertigen Flohstadien, die sich schon in der Wohnung befinden.

FLOHBEFALL ERKENNEN

Hunde kratzen und beißen sich vermehrt, da Flohbisse jucken. Oft drehen sich Hunde abrupt um und beißen und knabbern sich bevorzugt in der Lendengegend und am Schwanzansatz. Bei Katzen kann ein Flohbefall zunächst unentdeckt bleiben. Aber auch sie werden dazu verleitet, sich zu kratzen. Durch vermehrtes Lecken können beim Hund und der Katze kahle Stellen entstehen. Die Haut kann gerötet und gereizt sein. An den Bissstellen und Kratzwunden können Krankheitserreger in die Haut eindringen und zu Entzündungen führen. Bei starkem Befall können Flöhe bei Hunde- und Katzenwelpen zu Abmagerung und Blutarmut führen. Wenn der Hund oder die Katze einen mit Bandwürmern infizierten Floh erwischt und abschluckt, kann es zur Übertragung mit Bandwürmern kommen. Es ist deshalb empfehlenswert, befallene Tiere nach der Flohbehandlung zusätzlich zu entwurmen oder den Kot zumindest auf einen Bandwurmbefall untersuchen zu lassen.

FLOHSPEICHELALLERGIE

Hierbei handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen Flohspeichel. Dieser kann schon bei geringem Befall heftige allergische Reaktionen, wie starken Juckreiz, Schwellungen und Hautveränderungen, auslösen. Es genügt im Grunde ein einziger Flohbiss. Durch den plötzlichen und hochgradigen Juckreiz und das damit verbundene Kratzen/Beißen und allergischen Abwehrreaktionen sind schwere Hautentzündungen und Haarausfall möglich. Durch das Belecken verschlimmern sich die Symptome zunehmend.

FLÖHE BEIM MENSCHEN

Die häufigste Flohart bei Hund und Katze ist der Katzenfloh. Diese können auch auf den Menschen übergehen. Da sie gern mehrmals hintereinander beißen, sind auf der Haut dicht hintereinander liegende rote, stark juckende Stellen zu finden, die auch als Flohstraße oder Flohleiter bezeichnet werden. Auch beim Menschen können sich diese durch das Kratzen entzünden.

FLOHBEFALL NACHWEISEN

Die braunen, lebhaften, adulten Flöhe sind mit dem bloßen Auge sichtbar, insbesondere an wenig behaarten Körperstellen wie Kopf, Bauch und Schenkelinnenflächen. Beim Scheiteln des Fells am Rückenende/kurz vorm Schwanzansatz lassen sich auch manchmal lebende Flöhe finden. Auch der Flohkot, kleine schwarze Krümel im Fell, lassen sich mit bloßem Auge erkennen. Kämmen Sie Ihr Tier mit einem Flohkamm und geben Sie etwaige schwarze Krümel auf etwas weiße, angefeuchtete Küchenrolle, um zu prüfen, ob es sich dabei um Flohkot handelt. Verfärben sich die Krümel rötlichbraun, spricht das für verdautes Blut, aus dem Flohkot größtenteils besteht. Manchmal bleiben auch direkt lebende Flöhe im Flohkamm hängen. Manchmal wird ein Flohbefall auch erst durch Flohstiche bei Herrchen oder Frauchen entdeckt. Eine Flohspeichelallergie ist über eine Blutuntersuchung des Hundes/der Katze nachweisbar.

FLOH-BEKÄMPFUNG AM TIER

Um die Flöhe erfolgreich zu bekämpfen, ist es wichtig, nicht nur das befallene Tier und andere im Haushalt lebende Tiere zu behandeln, sondern auch die komplette Umgebung, in der sich das Tier aufhält. Für die medikamentöse Behandlung gibt es Spot-ons, Halsbänder, Badezusätze, Flohpuder und Tabletten mit verschiedenen Wirkstoffen. Sprechen Sie darüber am besten mit Ihrem Tierarzt. Wichtig zu wissen ist, dass Sie Mittel für Hunde nicht automatisch auch für Katzen verwenden dürfen. Der Wirkstoff Permethrin, der in Mitteln für Hunde enthalten sein kann, ist zum Beispiel für Katzen giftig! Verwenden Sie für Katzen nur Präparate, die explizit für Katzen zugelassen sind.

FLOH-BEKÄMPFUNG UMGEBUNG

Für die Umgebungsbehandlung stehen Insektizide zur Verfügung, die als Sprühnebel eingesetzt werden, so genannte Fogger. Häufiges und intensives Staubsaugen von allen Stellen, die möglicherweise als Brutplätze für die Flöhe dienen, also Teppiche, Böden, Polstermöbel (bei Hunden das Auto nicht vergessen!) entfernt die Entwicklungsstadien der Flöhe rein mechanisch. Die Staubsaugerbeutel danach sofort entsorgen beziehungsweise beutellose Sauger direkt ausleeren. Kissen, Decken, Tierbetten etc. gründlich waschen beziehungsweise reinigen. Flohlarven sind zudem sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, weshalb geeignete Stellen auch mit einem Heißdampfreiniger behandelt werden können. Die Umgebungsbehandlung ist ein wichtiger Teil der Bekämpfungsmaßnahmen.

MASSNAHMEN NICHT ERFOLGREICH

1. Es wurden nicht alle Tiere im Haushalt behandelt.

2. Die Präparate wurden nicht richtig angewendet.

3. Die Abstände zwischen den Behandlungen waren zu groß.

4. Waschen oder Schwimmen der Tiere haben die Wirksamkeit angewendeter Medikamente verringert

5. Eier, Larven und Puppen im Umfeld des Tieres wurden nicht sachgerecht bekämpft, so dass das Tier in den eigenen vier Wänden immer wieder neu befallen wird.

6. Es kommt regelmäßig zu Kontakt mit anderen Tieren mit Flohbefall oder einer mit Flöhen befallenen Umgebung außerhalb des Haushaltes und damit immer wieder zu einem neuen Befall.

Quelle: (ESCCAP Deutschland e.V.)