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Florist: FDF BUNDESVERBAND UND LANDESVERBÄNDE: FDF-Rheinland-Pfalz: Perspektiven ausloten und selbstbewusst einfordern: Kontakt zur Politik


g&v Gestalten & Verkaufen - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 01.07.2020
Artikelbild für den Artikel "Florist: FDF BUNDESVERBAND UND LANDESVERBÄNDE: FDF-Rheinland-Pfalz: Perspektiven ausloten und selbstbewusst einfordern: Kontakt zur Politik" aus der Ausgabe 7/2020 von g&v Gestalten & Verkaufen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Informationsaustausch: der CDU-Fraktionsvorsitzende im rheinland- pfälzischen Landtag Christian Baldauf zu Besuch im Floristikfachgeschäft von FDF-Landespräsidentin Andrea Reiprich


Foto: HOERB/Thomas Herschbach

Ein Bild von der aktuellen Situation der Floristikbranche inmitten des Corona- Krisenprozesses machte sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im rheinland- pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, im Fachgeschäft der Präsidentin des ...

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... Fachverbandes Deutscher Floristen, Andrea Reiprich, in Neuwied. Als erste Frau des betroffenen Verbandes sowie als unmittelbar in Mitleidenschaft gezogene Unternehmerin konnte die Floristmeisterin aus der Deichstadt gleich zwei Perspektiven in ihre Schilderungen einfließen lassen. Dem persönlichen Besuch vorausgegangen war ein ausführliches Telefongespräch. Christian Baldauf zeigte Verständnis, dass die Fachverbandspräsidentin die Begrifflichkeit einer „neuen Normalität“ nicht gelten lassen möchte: Wenn Existenzen flächendeckend und branchenübergreifend bedroht sind, Eingriffe ins persönliche Leben zur Regel werden, sich Kunden und Verkäufer mit Masken gegenüber stehen müssten, sei dies eine außergewöhnliche Situation und keine Normalität, an die man sich gewöhnen wolle

Als inakzeptabel bezeichnete es die FDF-Präsidentin, dass bei den angeordneten Einschränkungen zweierlei Maß angelegt worden sei. Während die meisten Bundesländer den Blumenläden eine Geschäftsöffnung unter Auflagen erlaubt hätten, sei Rheinland- Pfalz bis zum Schluss rigoros bei seiner existenzbedrohenden Verweigerungshaltung geblieben. In diesem Zusammenhang äußerte Christian Baldauf die Befürchtung, dass in der Krise entstandene oder verstärkte Einkaufsmuster hin zum Groß- und Onlinehandel beibehalten würden. „Der Puls von Rheinland-Pfalz schlägt intakt durch einen kerngesunden Mittelstand mit gerade auch ganz vielen kleinen Geschäften“, erklärte Baldauf. Wer dies aufs Spiel setze, riskiere den Kollaps des kompletten Systems.

Der oberste Christdemokrat im Landtag interessierte sich während seines rund einstündigen Besuchs auch für den Austausch zwischen dem Verband und den zuständigen Landesministerien. Hiervon, so Andrea Reiprich, hätte sie sich wie alle FDFMitgliedsbetriebe mehr erhofft. „Das Wirtschaftsministerium verwies lapidar auf die Zuständigkeit des Arbeitsund Sozialministeriums und von dort kam eher beschwichtigende Wortakrobatik“, fasste die Verbandspräsidentin die Ergebnisse der Schreiben an die Regierungsstellen zusammen.

Gleichwohl gelte es, konkrete Perspektiven für die Branche als Chance aus der Krise neu auszuloten. Maßnahmen jenseits rückzuzahlender Kredite müssten selbstbewusst eingefordert werden. Auch in dieser Hinsicht sagte Christian Baldauf (bei der Landtagswahl 2021 Spitzenkandidat der CDU um das Amt des Ministerpräsidenten) zu, die direkte Kommunikation weiter aufrecht zu erhalten.