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Flugzeuge Payware: Ein Doppeldecker mit drei Vornamen: Antonov An-2


FS Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 01.08.2019

Die Softwareschmiede AT Simulations (ATS) www.atsimulations.com des Russen Andrey Tsvirenko hat im Mai die in die Jahre gekommene Antonov An-2 von SibWings (FS MAGAZIN 5/2013) auf die Version 1.5 ertüchtigt. Sie fliegt jetzt neben FS X, FSX:SE und P3Dv3 auch im P3D v4. Neben zusätzlichen Außenmodellen wurden neue Features integriert. Falk Scherber ist sie geflogen.


Artikelbild für den Artikel "Flugzeuge Payware: Ein Doppeldecker mit drei Vornamen: Antonov An-2" aus der Ausgabe 5/2019 von FS Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: FS Magazin, Ausgabe 5/2019

Andrey Tsvirenko war Teil des SibWings- Teams. Nach Weggang seines Partners führt er unter seinem eigenen Label das AN2-Projekt allein fort. Auf der Sib- Wings-Internetseite entsteht derzeit zwar immer noch der Eindruck, dass die (FS X-)AN2 ...

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... erhältlich sei – ein Kauf ist allerdings nicht mehr möglich.

Verfügbarkeit

Die Anna, Anuschka oder Colt genannte Maschine ist bei ATS als Download für rund 22 Euro erhältlich. SibWings- Kunden erhalten durch Eingabe der beim Kauf genutzten E-Mail-Adresse einen Rabatt von 50 Prozent. Den zur Aktivierung notwendigen Lizenzschlüssel gibt es anschließend per E-Mail.

Aus dem 282 MByte großen Download werden durch die Installation knapp ein GByte. Per Installer kann gewählt werden, für welche Simulatoren das Flugzeug installiert werden soll.

Die für die SibWings-Anna verfügbaren Liveries sind grundsätzlich mit der aktuellen Version nutzbar. Von der ATSInternetseite wird dorthin verlinkt. Die FS MAGAZIN-Bemalung von Roland Pohl ist weiterhin nutzbar. Ein Paintkit im PSD-Format kann kostenfrei bei ATS heruntergeladen werden.

Dokumentation

Für das englischsprachige Manual wurde die ursprüngliche SibWings- Dokumentation im Text und Layout 1:1 übernommen. Lediglich die Neuerungen sowie die entsprechenden Hinweise auf den Produkthersteller von SibWings in AT Simulations sowie das neue Titelbild kamen hinzu. Der von Alexander M. Metzger für SibWings erstellte An-2- Flying-Guide ist zwar nicht Bestandteil des Manuals oder des Datenpakets. Man kann ihn aber ruhigen Gewissens weiterhin empfehlen und anwenden – siehe unsere Linkliste.

Simulation

Neben den bereits von SibWings bekannten Modellen sind Maschinen mit Skiern und Floats sowie eine Version mit zwölf statt sechs Passagiersitzen (SPASR) neu dabei. Während eine durchaus stattliche Auswahl an Außenmodellen und Liveries vorhanden ist, sind die Cockpits absolut identisch – bis zu den Abnutzungsspuren. Lediglich das Cockpit der bereits erwähnte SP-ASR hat eine andere Farbgestaltung.

Ebenfalls neu ist der integrierte Load- Manager, der per UMSCHALT + 3 zu erreichen ist. Mit diesem Tool lassen sich die Flugzeuge beladen und betanken. Er erkennt, welche Anna gerade genutzt wird, es werden allerdings alle bereits bei einer Maschine gemachten Eingaben ohne Nachfrage auf andere Modelle übertragen. Speziell beim Betanken machen sich Gewichtsänderungen durch die schnell zu- oder abnehmende Masse sofort optisch am Flugzeug durch Senken der betankten Tragfläche bemerkbar.

Mit dem Aircraft-Manager (UMSCHALT + 4) als weitere Neuerung lässt sich die Ausgangskonfiguration des Flugzeugs etwa mit Pitot Cover oder Wheel Chocks vornehmen. Bei Bedarf lässt sich das Flugzeug in den „Cold & Dark“-Zustand versetzen. Das gelingt allerdings nur, wenn der Motor nicht läuft. Das Tool wird auf der ATS-Webseite als „Parking Manager“ bezeichnet – die Redaktion hat um Änderung gebeten. Beide Manager lassen sich nur innerhalb des Simulators mit den beschriebenen Tastenkombinationen aufrufen.

Ab Version 1.5 kann der Motor bis hin zum Ausbruch eines Brandes überhit- zen. Es ist eine gewisse Vorsicht im Umgang mit Throttle, Drehzahlregler und so weiter geboten.

Bei regnerischem Wetter kommt der Regentropfen-Effekt von A2A Simulations www.a2asimulations.com zum Einsatz und bei entsprechenden Bedingungen vereisen die Scheiben. Dann hilft nur die Aktivierung der Fensterheizung. Beide Effekte funktionieren ausschließlich im P3D v4 und tragen dort deutlich zu einem intensiveren Simulationserlebnis bei.

Während die SibWings-Anna grundsätzlich nicht per Tastaturbefehl STEUERUNG + E gestartet werden konnte, lässt sich der Motor des überarbeiteten Modells mit dieser Tastenkombination anlassen. Durch meine anfängliche Ratlosigkeit auf Grund nicht anspringender Motoren der Tipp, vor dem ersten Flug im Load-Manager etwas Sprit zu tanken und das ebenfalls bei einem Wechsel von einem vollgetankten Standard- Flugzeug! Bei Nutzung des Motorstart- Tastaturbefehls werden keinerlei Schalter für elektrische Geräte eingeschaltet.

Die „elektrische Inbetriebnahme“ des Flugzeuges ist in jedem Fall selbst vorzunehmen. Wird es vergessen, ist beispielsweise das Trimmen sowie das Ein- oderAusfahren der Flaps unmöglich und der Lageanzeiger (Attitude Indicator) zeigt Unsinn an.

Wer den Motorstart gern an der Realität orientiert simulieren will, sollte den Neun-Zylinder-Sternmotor des Typs Shvetsov Ash-62 gemäß Checkliste starten. Das heißt unter anderem den anfänglichen Treibstoff-Druck per Handpumpe aufbauen, mittels Primer Sprit in die Zylinder pumpen, Starter einschalten, Starter hochlaufen lassen, Propeller „einklinken“, beide Magnetos starten… Das funktioniert bei der ATSAnna ganz ordentlich, wenn sich virtuelle Piloten an die Checkliste halten. Zu Filmen über den Anlassvorgang einer realen An-2 sowie einer AtlantikÜberquerung siehe die Linkliste.

Bei der Flugphysik setzt der Entwickler auf Bewährtes: Sie stammt wie bei der ursprünglichen SibWings-Anna von Alexander Metzger. Folglich gibt es hier keinerlei Kritik.

Im Flug verhält sich Anna äußerst gutmütig und verzeiht quasi jeden Fehler. Bei geringen Geschwindigkeiten fahren automatisch die Vorflügel aus und erhöhen den Auftrieb. Eine deutlich ungleichmäßige Befüllung der Tragflächentanks führt zum Abdriften in Richtung der schwereren Tragfläche. Abhilfe schafft die Querruder-Trimmung und der vorausschauende Einsatz des Tankwahlschalters.

Das Lenken am Boden erfolgt mit den Seitenruderpedalen bei gleichzeitiger Verwendung der Handbremse am Steuerhorn. Um dabei keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, muss die Heckradverriegelung deaktiviert werden. Diese Art der Lenkung bedarf ein wenig Übung, will man beim Rollen nicht „herumeiern”.

Die Außen- und Cockpitsounds haben gemäß Änderungshinweisen von ATS ebenfalls Neuaufnahmen und Überarbeitungen erfahren. Die Ergebnisse sind umwerfend! Außen- und Cockpitsound sind nahezu identisch und der virtuelle Pilot erträgt die Geräuschkulisse im Cockpit ohne Gehörschutz…

Für die Radionavigation stehen lediglich zwei ADF-Empfänger zur Verfügung – je einer für nahe und ferne NDBs. Für die Navigation fast auf Höhe der Zeit lässt sich das Standard-Garmin 500 als 2D-Panel zuschalten.

Die nächtliche Cockpitbeleuchtung mit fluoreszierenden Anzeigen ist stimmungsvoll und gut gelungen. Auf die Performance des PCs hat die An-2 von ATS keinerlei negativen Einfluss.

Eine in Neuseeland registrierte An-2 mit Aircraft Manager.


Fazit

Dieser An-2 ist nach wie vor anzumerken, warum sie vor sechs Jahren den Tipp der Redaktion erhielt. Der Gesamteindruck ist auch heute noch stimmig. Im P3D v4 hat die Anna durch den Regentropfen-Effekt und die mögliche Fenstervereisung sogar deutlich gewonnen. Beide Features machen zusammen mit den zusätzlichen Modellen die im Vergleich zur Konkurrenz etwas flache Systemtiefe durchaus wett. Wenn Ihr die An-2 von SibWings Euer Eigen nennt, solltet Ihr auf die neue Version umsteigen. Es lohnt sich.

Im Fazit zur Anna von OctopusG (FS MAGAZIN 2/2018) schrieb ich sinngemäß, dass wir zwei hervorragende Umsetzungen des Flugzeugs sehen können. Jetzt ist der Zeitpunkt für den P3D v4 gekommen: Es gibt erneut den Tipp der Redaktion!

redaktion@fsmagazin.de

Der ehemalige Segelflieger und langjährige PC-Pilot arbeitet bei einer Münchner Großbank.