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FOLGE 5: SNOWMAN-TREK IN BHUTAN: Bergsport: IM REICH DER SCHNEELEOPARDEN


Bergsteiger - Das Tourenmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 12.12.2020

Das dreiwöchige Zelttrekking des DAV Summit Club führt durch eine grandiose Himalaja-Kulisse. Doch neben der Bergwelt lernen die Teilnehmer auch Bhutans tibetischbuddhistische Kultur kennen.


Artikelbild für den Artikel "FOLGE 5: SNOWMAN-TREK IN BHUTAN: Bergsport: IM REICH DER SCHNEELEOPARDEN" aus der Ausgabe 1/2021 von Bergsteiger - Das Tourenmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bergsteiger - Das Tourenmagazin, Ausgabe 1/2021

Wir stellen Ihnen gemeinsam mit dem DAV Summit Club in sechs Folgen besondere wie sehr unterschiedliche Bergreiseziele weltweit vor.

1 Das berühmte Tigernest (3120 m), ein buddhistisches Kloster im Paro-Tal im Königreich Bhutan


2 Mit Aussicht: das Lager in der Nähe von Tsena Tso


Wolkenfetzen ziehen über die Eisgipfel majestätischer Sechs- und Siebentausender. Zerzauste Gebetsfahnen flattern im Wind und markieren ...

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... steinige Pässe in über 4500 Metern Höhe. Weiter unten grasen Yaks auf grünen Almwiesen, die breiten Kronen mächtiger Himalaja-Tannen überragen den urigen Bergwald. Kleine Holzbrücken führen über gurgelnde Gebirgsbäche, die in türkisblauen Gletscherseen entspringen. Die Bergvölker in den Orten am Wegesrand pflegen ihre vom tibetischen Buddhismus geprägten Traditionen und heißen die Wanderer willkommen. Auf dem Snowman-Trek in Bhutan erleben die Trekkingtouristen des DAV Summit Club wilde Natur weit abseits der Zivilisation.

Über Kathmandu fliegt die Summit- Club-Gruppe nach Paro (2200 m) in Bhutan. Während vor dem Bordfenster die Achttausender Everest, Lhotse, Makalu und Kangchendzönga vorbeiziehen, wächst die Vorfreude auf diese außergewöhnliche Reise. In Paro angekommen, sammeln die Gäste erste Eindrücke vom Königreich Bhutan - ein Binnenland so klein wie die Schweiz, eingeklemmt zwischen Indien und China. Schon zu Beginn der Reise steht mit der Wanderung zum weltberühmten Tigernest-Kloster ein absolutes Highlight auf dem Programm. Die 1692 errichtete Taktsang Gompa klebt wie ein Adlernest an den Steilhängen 700 Meter über dem Paro-Tal. Der legendäre Padmasambhava (auch bekannt als Guru Rinpoche) soll einst auf einem fliegenden Tiger hier gelandet und den Buddhismus in die Region gebracht haben.

1 In der Nähe von Chosa: Tagesausflug nach Thanghzo


2 Aufstieg zum Jeze La (5152 m)


3 Auf dem Weg flussaufwärts durch den Wald ins Lager Thangthangka



»Reisen nach Bhutan sind sehr hochpreisig und es gibt dort keinen Individualtourismus. Deshalb sind die Dörfer auf dem Snowman-Trek vom Tourismus noch kaum berührt und man findet dort relativ ursprüngliches Leben. Bhutan ist so, wie ich mir Nepal vor 30 oder 40 Jahren vorstelle, mit riesigen unberührten Flächen.« Stephan Schanderl, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer für den DAV Summit Club


Nach der kulturellen Einstimmung beginnt das Trekking beim Dorf Shana (2890 m). Die erste Etappe führt durch das grüne Hochtal des Paro Chu zum Zeltplatz bei Shingkarhap in 3150 Metern Höhe. In den nächsten Tagen wandern die Touristen im langsamen Tempo meist durch Wälder mit Ahorn, Azaleen, Steineichen und Tränenkiefern - etwa zwei Drittel der Landesfläche sind bewaldet. Wenn das Wetter mitspielt, eröffnet sich gelegentlich ein herrlicher Ausblick auf den mächtigen Chomolhari (7314 m) an der Grenze zu Tibet. Im Gegensatz zu vielen anderen hohen Bergen in Bhutan wurde dieser Gipfel schon mehrmals bestiegen.

Elf Pässe in himmlischen Höhen

»In Bhutan gibt es heute eine gesetzliche Höhenobergrenze für Bergsteiger, höher als 6000 Meter darf man nicht gehen. Daher endet das Trekking immer da, wo die Gletscher anfangen. Wir bewegen uns die meiste Zeit oberhalb der Vegetationsgrenze und unterhalb der Eisfelder«, erklärt der staatlich geprüfte Bergführer Stephan Schanderl, der die Tour für den DAV Summit Club geführt hat. Den höchsten Berg des Landes, den Gangkhar Puensum (7570 m), hat noch nie ein Mensch erklommen - er gilt als der höchste unbestiegene Gipfel der Erde.

Beim Snowman-Trek ist kein hoher Berg, sondern der Weg das Ziel. Täglich stehen Etappen von bis zu dreißig Kilometern mit bis zu zehn Stunden Gehzeit auf dem Programm. Zudem müssen insgesamt elf Pässe zwischen 4400 und 5300 Metern Höhe überwunden werden.

Die Teilnehmer erwartet drei Wochen Bergeinsamkeit mit Zeltplätzen in bis zu 4970 Metern Höhe inmitten spektakulärer Himalaja-Szenerie. Neben einem staatlich geprüften Bergführer betreuen englischsprachige lokale Guides die Gäste.

Den Gepäcktransport übernehmen Pferde und Yaks. Abends zaubert die Küchencrew mit frischen Zutaten aus den Dörfern ein leckeres Essen auf den Tisch im Gruppenzelt. Die langen Etappen in dünner Höhenluft, zwanzig Zeltnächte ohne warme Dusche und die Naturerfahrung abseits der Zivilisation erfordern nicht nur körperliche, sondern auch psychische Fitness. »Die technischen Schwierigkeiten des Trekkings halten sich in Grenzen. Aber man muss damit zurechtkommen, relativ lange Zeit in einer einsamen Gegend unterwegs zu sein.

Da kann man sich schon mal psychisch sehr exponiert fühlen«, sagt Stephan Schanderl.

Am dritten Trekkingtag knacken die Wanderer am Lagerplatz in Jangothang schon die 4000er-Marke. Am nächsten Tag geht es noch höher hinaus: Beim Aufstieg zum Ngile-Pass (4870 m) fällt das Atmen deutlich schwerer. Die Sechstausender Tserim Kang und Jichu Drake bestimmen die Landschaft, an den Südhängen blühen Edelweiß und Alpenrosen.

Der Weg führt immer wieder durch Bergwald und über Yak-Weiden, begrenzt von Wacholder und Rhododendron.

Neben der Flora gibt es eine interessante Fauna zu entdecken: Die Chancen, Blauschafe, Silberfasane und Geier zu sehen, sind gut, während der scheue Schneeleopard den Menschen aus dem Weg geht. Auch in den nächsten drei Tagen stehen mit dem Gombu- (4470 m), dem Jari- (4750 m) und dem Shinje La (4990 m) hohe Pässe (»La« = Pass) auf dem Programm. Vom Shinje La können ehrgeizige Trekker den Gipfel des Meru Kang II (5230 m) besteigen, bevor im Dorf Laya (3830 m) ein verdienter Ruhetag ansteht. Die Menschen dort tragen farbenpräch- tige Trachten und erlauben den Wanderern Einblicke in ihren Lebensalltag.

Kultureller Ausklang in Timphu

Über die Pässe Tsomo (4830 m), Karchung (5120 m) und Kecha (4630 m) dringt die Gruppe auf aussichtsreichen Pfaden in zunehmend alpine Landschaften vor. Inzwischen sind alle gut akklimatisiert und die Aufstiege fallen nicht mehr so schwer. In Chozo (4050 m) können sich die Bergsteiger noch mal ausruhen und die Klosterburg besichtigen. Etwas Regeneration tut gut, denn in den nächsten Tagen folgen anstrengende Etappen über die Pässe Sinche (5140 m), Loju (5050 m) und Rinchen Zoe (5300 m), bevor der malerische, eisgrüne Tampe-See (4360 m) erreicht ist. Nach der Überwindung des Tampe La (4670 m) geht es bergab ins Sephu-Tal, wo das Trekking mit einem Abschiedsfest endet. In den letzten Reisetagen genießen die stolzen »Snowmen« die Vorzüge des Hotellebens und lernen vor der Heimreise bei Besichtigungen in Punakha, Wangdiphodrang und in der Hauptstadt Timphu noch mehr über die faszinierende Kultur Bhutans.

REISEFAKTEN BHUTAN

Tour: Die Trekkingreise in Bhutan dauert insgesamt 29 Tage. Die Gruppe (6-12 Personen) betreuen ein staatlich geprüfter Berg- und Skiführer sowie eine einheimische Begleitmannschaft mit lokalen Führern (englischsprachig) und einer Küchencrew. Während des Trekkings wird das Hauptgepäck (15 kg pro Person) von Pferden und Yaks zu den Lagerplätzen transportiert. Voraussetzung für dieses anspruchsvolle, lange Zelttrekking sind neben einer sehr guten Kondition (Gehzeiten bis 10 Std.) auch Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, eine gewisse Kälteresistenz und Höhentauglichkeit sowie Durchhaltevermögen bei eventuell schwierigen Wegverhältnissen. Der höchste Übernachtungsplatz liegt in 4970 Metern Höhe.

Preis und Leistungen: ab 8395 €/Person inklusive Flüge über Kathmandu (Nepal) nach Paro (Bhutan), Vollpension beim Trekking, Halbpension in Kathmandu, Führung durch einen staatlich geprüften Berg- und Skiführer, lokale Begleitmannschaft, Gepäcktransport, Busfahrten und Eintritte, sieben Hotelnächte (DZ), zwanzig Nächte im Zweipersonenzelt, Sicherheitsausrüstung, umfangreiches Versicherungspaket

Info: www.dav-summit-club.de/BHSNO

1 Auf der Etappe Rodophu nach Narethang: das Lager unterhalb des Karchung La (5122 m)


2 Aufstieg zum Rinchenzoe La (5315 m) auf der Etappe Jichu Dramo nach Chukarpo


Fotos: Pixabay, DAV Summit Club/Hans Obermeier

Fotos: DAV Summit Club/Hans Obermeier (3), pixabay (2)