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FOOD THE NEXT TECH?


Startup Valley News - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 28.06.2019
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Bildquelle: Startup Valley News, Ausgabe 4/2019

Profit mit Genuss

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Start-ups setzen sich rund 400 aufkeimende Jungunternehmen mit dem Bereich Nahrungsmittel und Ernährung auseinander. Was nach viel klingt, ist nicht viel. Diese Zahl entspricht nur etwa fünf Prozent aller Start-ups in Deutschland überhaupt. Doch seit einiger Zeit ist ein Trend zu beobachten: Die Anzahl an Food-Start-ups steigt. Essen ist nicht nur sprichwörtlich in aller Munde. Es ist ein Top-Thema in den Medien, ein Trendthema bei den Verbrauchern und für manche gar ein Religionsersatz. Investoren, Lebensmittelhändler und Supermärkte sind sich ...

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... dem Potenzial für einen Profit mit Genuss bewusst.

Gegessen wird immer – das »Wie« ist entscheidend

Über die letzten Wochen hinweg standen StartupValley zwei Top-Investoren und neun innovative Food-Start-ups Rede und Antwort. Durch ihre Interviews war es möglich, einen tieferen Einblick in eine Branche zu erhalten, die mit dem Zeitgeist gehen muss – oder noch besser ihm voraus ist. Gegessen wird zwar immer, aber das »Wie« ändert sich mit den Generationen. Dies weiß kaum jemand besser als Heinrich Prokop von Clever Clover, der einer der wenigen Investoren im Bereich Fast Moving Consumer Goods in Österreich ist. Prokop verfügt über eine langjährige Erfahrung als Unternehmer und Investor. Er hat in der Puls 4-Reihe »2 Minuten 2 Millionen« fünf Jahre lang maßgeblich zur öffentlichen Wahrnehmung »traditioneller« Start-ups beigetragen. Häufig hält er im In- und Ausland Vorträge in diesem Bereich und unterstützt mit Clever Clover gemeinsam mit Marie Louise Voermans als Investor Food-Start-ups.

Im Interview macht der Österreicher deutlich, welche Herausforderungen die Jungunternehmer im Foodbereich bewältigen müssen. Sie benötigen einen perfekten Partner, der eine Skalierung erlaubt und ein geniales Produkt. Dieses Produkt darf es so noch nicht geben und muss den derzeitigen Ernährungstrends folgen. Zu ihnen gehören unter anderem gesunde Snacks, Clean Meat und eine personalisierte Ernährung. Immerhin finden wir uns in einer Zeit wieder, in der Nahrungsunverträglichkeiten auf ein verändertes Bewusstsein für Ernährung im Allgemeinen treffen. So gut wie die Idee des Start-ups auch sein mag und so elementar sie auch ist, ein weiterer Tipp vom Gründerexperten Prokop ist Gold wert: »Don’t bang on the same door too often.«

Clever Clover selbst fördert Food-Start-ups in jeglichen Belangen und mit einem internationalen Netzwerk. Um diese exklusive Förderung zu erhalten, müssen die Jungunternehmen ein paar entscheidende Kriterien erfüllen: Zum einen ist ihre Foodidee wichtig und zum anderen das Team an sich. Es sollte fachlich so aufgestellt sein, dass es in der Anfangsphase alle erforderlichen unternehmerischen Anforderungen erfüllt. Das mag der eine oder andere Gründer mit einer guten Idee als überflüssig erachten, aber da täuscht er sich. Der Food-Markt ist hart umkämpft, weswegen »nur« eine gute Idee längst nicht ausreicht.

Hinter BIG Power stehen drei junge ambitionierte Schwestern aus der Südoststeieremark, die 2017 das Food-Startup gegründet haben und im April 2018 in der österreichischen Puls 4 Gründer-Show 2min2mio pitchten.


BIG POWER ist ein nachhaltiger Snack aus Österreich mi dieser Idee erobert das südoststeirische Startup den Fitness und Ernährungsmarkt.


Die Idee von YFood ist eine vollwertige, ausgewogene Mahlzeit in Getränkeform, die satt macht und den Körper mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt.


Kampf ums Filetstück

Vor welchen harten Herausforderungen Food-Start-ups stehen, weiß auch der berühmte Investor Frank Thelen. Eine große mediale Bekanntheit erreichte Thelen durch die TV-Show »Die Höhle der Löwen«. Dort investiert er gemeinsam mit seinem Partner von »Freigeist Capital« vor allem in Food-Start-ups. Außerhalb der Show liegt der Fokus hingegen auf dem Bereich Deep Tech. Im Interview weist Thelen deutlich darauf hin, wie schwierig für Food-Start-ups der Start ins große Geschäft ist. Auf dem Lebensmittelmarkt tummeln sich bereits etablierte Marken wie Nestlé. Sie haben seit etlichen Jahren Verträge mit bedeutenden Groß- sowie Einzelhändlern und genießen einen hohen Bekanntheitsgrad bei den Konsumenten. Sie kämpfen mit viel Kapital und harten Bandagen ums Filetstück: einen guten Platz im Supermarkt. Als Food-Start-up mit seinem Artikel neben den großen Marken im Regal positioniert zu werden, sei nach Thelen eine der größten Herausforderungen.

Ähnlich wie in anderen Branchen sei es zudem unerlässlich, eine hochwertige Marke aufzubauen, denn nur so sei ein Erfolg auf Dauer möglich. Anders als in einigen anderen Branchen ist der Aufbau einer Marke im Nahrungsmittelbereich jedoch schwerer. Dies liegt unter anderem daran, dass es bereits zahlreiche international bekannte Marken gibt. Selbstverständlich sehen sich die Food-Start-ups täglich mit weiteren Herausforderungen konfrontiert. Thelen erwähnt diesbezüglich die Produktion, die Logistik und den Onlineshop. Umso wichtiger ist nach Meinung des Investors daher, dass die Jungunternehmer ihr Geschäft »aus Liebe zum Produkt (gründen) und nicht aufgrund irgendwelcher wilden Businesspläne«. Er führt aus: »Stellt euer Produkt in den Fokus und habt einen klaren USP. Bleibt am Ball und seid euch darüber im Klaren, dass es viel Arbeit ist, sich am hart umkämpften Food-Markt zu etablieren.«

Über die Unterstützung von Capital Freigeist dürfen sich die Food-Start-ups freuen, die ein starkes Team haben. Es muss sich auf smarte Weise ergänzen und ein Produkt entwickelt haben, welches einen überzeugenden USP oder einen unfairen Vorteil hat. Der Investor Thelen legt bei der Auswahl der Food-Start-ups vor allem seinen Fokus auf nachhaltige und gesunde Food-Alternativen, die von einer hohen Qualität sind. Genau dies entspricht dem Trend. Das jüngste Food-Start-up, was auf die vielseitige Unterstützung des Investors bauen darf, passt exakt in sein Beuteschema: YFood. Dahinter steckt ein Start-up, das eine ausgewogene Ready-to-Drink-Mahlzeit in diversen Varianten auf den Markt gebracht hat.

Die Gründer von Ankerkraut Anne und Stefan Lemcke haben Anfang 2013 das Gewürz-Startup gegründet und erhielten 2016 bei “Die Höhle der Löwen ein Investment von Frank Thelen.


Der Gründer von LYCKA Felix Leonhardt, hat bereits der Gründung 2014 ein eigenes Projekt mit der Welthugerhilfe in Burundi, Afrika. Dorthin fließt von jedem verkauften Produkt ein fester Centbetrag und ermöglicht einem Kind eine Schulmahlzeit


Frank Thelen und Judith Williams investierten 2015 bei der TV-Show “Die Höhle derLöwen in das Augsburger Bio-Suppen Startup Little Lunch!


Nahrhaft, natürlich und dennoch praktisch

Das Start-up YFood hat es geschafft, die schwierigen aufkeimenden Konsumentenwünsche im Foodbereich miteinander zu verknüpfen. Es bringt Getränke heraus, die eine Mahlzeit ersetzen. Sie sind voller wertvoller Nährstoffe und voller Geschmack, um gestressten Managern, übereifrigen Studenten und allzeit beschäftigten Müttern eine echte, bewusste Alternative zum Junkfood zu bieten. Die Gründer von Y-Food führen im Interview an: »YFood deckt durchschnittlich 25% des täglichen Energiebedarfs sowie das gesamte Spektrum aller essenziellen Nährstoffe ab. Es muss nicht gekühlt werden und kann daher überall mit hingenommen werden: Auf die nächste lange Autofahrt, zu einem stressigen Arbeitsalltag oder z.B. in den nächsten Wanderurlaub.« Damit greift das Jungunternehmen eine breite Zielgruppe ab. Wie breit sie ist, scheinen die großen Händler erkannt zu haben. Die hochwertige Trinkmahlzeit gibt es bereits in den Regalen von Rewe, Edeka, Kaufland, Tegut, Globus, Hit, Müller und Rossmann. Nach den YFood-Geschäftsführern sollen nun die Tankstellen folgen.

Eine kreative Alternative zum Junkfood bieten auch die Macher von Runtime an. Im Unterschied zu YFood ist ihr Fokus ein wenig anders. So richtet das Start-up seine Produkte gezielt an Gamer, die bekanntlich ein großes Faible für schnelle Snacks und süße Getränke haben. Sie möchten sich ganz dem Spielen am Computer widmen und sich nicht lange in die Küche stellen. Dennoch sind sie sich bewusst, dass ihre Ernährungsweise oft mangelhaft ist. Mit den Produkten von Runtime können sie dies ändern. Gründer des Unternehmens, Raul Del Cid, erläutert: »Unsere Food-Lösung ist das “Next Level Meal”. 150 gr Pulver mit 300 ml Wasser oder Milch gemischt ergibt eine komplette Mahlzeit mit allen erforderlichen Makronährstoffen, Mineralien und Vitaminen. Die Vorteile der Meals sind die schnelle und einfach Zubereitung, die Sättigung über mehrere Stunden und kein Food-Koma. Wir haben auch einen »Performance Drink«, der das hält, was konventionelle Energy Drinks versprechen: Lang anhaltende Energie, guter Geschmack und kein Zucker-Spike/Zucker-Crash. Diese Eigenschaften werden mit einer durchdachten Rezeptur erreicht, die wir mit Ernährungsexperten entwickelt haben.«

Der aufkommende Erfolg der Marke zeigt sich unter anderem darin, dass sie bereits bei National Mediamarkt, Saturn und Expert vertreten sind. In einigen Regionen auch bei Rewe, Edeka und Real. Bis die Produkte dort im Regal standen, war es ein weiter Weg. So beschreibt Del Cid, dass er über die langen Entwicklungszyklen bei Nahrungsmitteln überrascht war. Runtime brachte hinreichend Geduld mit und dies wurde mit Erfolg belohnt. Wichtig ist nach der Meinung des Gründers zudem der Markenaufbau. Dafür sollten ruhig ungewöhnliche Wege beschritten werden, denn immerhin kann das Budget der Start-ups nicht mit dem der Großkonzerne mithalten.

Auftrumpfen mit Natürlichkeit

Weder bei YFood noch bei Runtime oder einem anderen Food-Start-up darf ein Aspekt vernachlässigt werden: Natürlichkeit. In Zeiten des rasanten technologischen Fortschritts, der Gentechnik und dem Klonen wünschen sich immer mehr Konsumenten Natürlichkeit beim Essen. Doch was ist das genau? Dem sind Anne und Stefan Lemcke von Ankerkraut nachgegangen. Sie tüftelten an Gewürzen und Gewürzmischungen ohne jegliche Zusatzstoffe. Inzwischen hat das Gründerpaar in Eigenentwicklung rund 300 unterschiedliche Produkte auf dem Markt gebracht. Die hohe Produktqualität gibt ihnen recht, was insbesondere in dem erfolgreichen Vertrieb deutlich wird. Ankerkraut erläutert: »Wir haben etwa 300 verschiedene Produkte, die wir „Multichannel” vertreiben. Wir haben unseren eigenen Onlineshop, der sehr gut läuft, verkaufen aber auch über Amazon und andere Onlineshops, den DIY (Baumarkt), in Geschenkeläden, Weingeschäfte und Spezialitätenhändler. Über unseren Vertrieb »RILA Feinkost« beliefern wir großflächig den LEH, aktuell zirka 4.000 Supermärkte.« Für diesen Erfolg musste das Gründerpaar viel kämpfen. Heute geben sie anderen Gründern auf den Weg: »FOKUS! Ich ignoriere ganz viele Dinge, zum Beispiel »Rufe von der Seitenlinie« – mach dein eigenes Ding. Wenn du auf andere hörst, dann nur auf erfahrene Unternehmer, Gründer und Investoren – oder auf deine Mama.

LYCKA macht 100% Natürliche Lebensmittel wie z.B. Bio-Frozen Yoghurt und Bio-Riegel.


Gegründet wurde RUNTIME 2017 von Raul Del Cid mit dem Ziel eine ausgewogenen Mahlzeit zu schaffen die in innerhalb von einer Minute zubreitet ist und für mehrere Stunden sättigt.


Die beiden Gründer Philip Kahnis und Robert Kronekker gründeten 2013 das Unternehmen HAFERVOLL und feierten ende letzten Jahres das fünfjährige bestehen des Unternehmens, dessen Produkte heute fast in jedem Lebensmittelgeschäft zu finden sind.


Zu 100 % auf Natürlichkeit setzt ebenfalls Little Lunch. Für alle die, die gerade nicht mit kostbaren Gewürzen ein köstliches Mahl kreieren können, gibt es von diesem Food-Start-up nahrhafte Bio-Suppen und Eintöpfe. Sie sollen nach Aussage der Gründer Denis und Daniel Gibisch eine Alternative zu anderen Fertiggerichten sein. Sie möchten die Mittagspause revolutionieren und dem Kunden eine gesunde sowie schnell zubereitete Mahlzeit bieten. Inzwischen bringt Little Lunch ferner Bio-Fonds und Bio-Brühen heraus. Es kristallisierte sich, dass die Gibisch-Brüder mit ihren Suppen und Eintöpfen exakt den Nerv der Zeit treffen. Wie für andere Food-Start-ups war es auch für sie ein anstrengender Weg bis zur ersten großen Listung im Handel, aber dann lief alles erheblich reibungsloser. Jetzt sind die Produkte bundesweit in über 10.000 Supermärkten und in der Schweiz sowie in Österreich zu kaufen. Sie sprechen eine breite Zielgruppe an, denn die Variantenvielfalt ist umfangreich. Scharf, süß, deftig, vegan, vegetarisch und glutenfrei können die Lebensmittel sein. Hieran wird deutlich, dass die Gründer ihren eigenen Tipp an andere Jungunternehmer beherzigt haben: »Überlegt euch gut, warum der Kunde in den prall gefüllten Regalen gerade zu eurem Produkt greifen sollte. Wenn ihr darauf keine klare Antwort habt, sollte die Idee optimiert werden.« Wichtig ist nach Meinung der Brüder zudem ein eingespieltes Team: »Mit den richtigen Menschen zusammenzuarbeiten, zahlt sich unglaublich schnell aus. Außerdem haben wir uns ein breites Netzwerk an Mentoren und anderen Start-ups aufgebaut. Das ist zwar sehr aufwändig, aber am Ende entstehen wertvolle Kontakte.«

Nach einem gesunden Bio-Eintopf von Little Lunch kann der bewusst lebende Konsument gleich zum Nachtisch eines anderen Food-Start-ups greifen: Luciellas Ice Cream. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein köstliches Eis aus 100 % natürlichen Zutaten. Das kommt bei den Konsumenten an, weswegen es inzwischen deutschlandweit bei Rewe, Edeka, Real und Globus sowie vereinzelt bei HIT zu kaufen ist. Beliefert werden die Märkte von Hamburg, denn dort entsteht das verführerische Gut. Die Gründer von Luicellas Ice Cream klären auf: »Das Eis selber entsteht von der Idee bis zur Produktion in Hamburg, worauf wir unfassbar stolz sind und worauf wir großen Wert legen.« Wie dankbar die Eiscremeexperten sind, zeigt sich im Interview ebenfalls ganz deutlich. Dies legen sie auch neuen Gründern ans Herz: »Hab eine klare Absicht, sei dankbar und freundlich zu den Menschen, die dir helfen, übe dich in Geduld und Vertrauen.«

Die Gewürze von Ankerkraut finden sich heute im gutsortierten Lebensmittelhandel in ganz Deutschland!


Luicellas`s Ice Cream wurde 2013 in Hamburg gegründet und eröffneten im sleben Jahr den ersten Laden auf St. Pauli.


Gegründet wurde Hempfy 2016 in der Schweiz und ist heute in verschiedenen REWE Märkten in Deutschland verfügbar.


Eine großzügige Prise soziales Engagement

Wie dankbar ein jeder nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen sein kann, hat sich indirekt purefood zum Thema gemacht. Das Unternehmen steht hinter der Marke Lycka. Gründer und Geschäftsführer Felix Leonhardt verbindet seine leckeren Bio-Lebensmitteln mit einem sozialen Engagement, um den bewussten Konsum gezielt zu fördern. Leonhardt erklärt: »Mit jedem verkauften Produkt unterstützen wir Projekte der Welthungerhilfe mit festen Beträgen. Bisher haben wir über 1,8 Millionen Mahlzeiten für Schulkinder in Mali und Burundi ermöglicht. Unser Antrieb: mit diesem Konsum zu einer Welt ohne Hunger beizutragen. (Wir möchten) ein Bewusstsein schaffen, dass jeder Mensch mit seinem eigenen Konsum einen messbaren Unterschied machen kann.« Dieses Konzept setzte sich schließlich durch, weswegen vom Eis bis zum Cold Brew Kaffee die Produkte der Marke in zahlreichen großen Supermärkten in Deutschland und Österreich erhältlich sind.

Allen Vorurteilen zum Trotz

Bewusst ungewöhnliche Wege geht die Marke Hempfy von Tellement Facile SA. Das Schweizer Start-up hat das Ziel, Hanfzutaten in den breiten Handel zu bringen. Dafür entwickelt es hochwertige, geschmackvolle Produkte – selbstverständlich zu 100 % legal. Hinter dem Unternehmen stecken Mike Chernyak und Konstantin Marakhov, die das neue Trendnahrungsmittel Hanf salonfähig machen möchte. Immerhin verbinden viele Konsumenten mit dieser Zutat eine berauschende Droge. Genau hier lag für die Gründer auch eine der Herausforderungen, wie sie im Interview erläutern: »Der Hanf als eine Zutat ist derzeit sehr hoch im Trend und wird weltweit verehrt. Die größte Herausforderung bestand jedoch darin, Hanf als ein Massenprodukt mit erstklassiger Form & Geschmack zu bringen. Die Menschen werden offener und sind bereit, Neues auszuprobieren, jedoch ist Hanf immer noch stark aus seiner Vergangenheit stigmatisiert.« Doch mit den Hanfinfusionsprodukten beweist Tellement Facile SA, da dies nur ein Vorurteil ist. Es gibt auch den frischen Hanf aus den Schweizer Alpen, der wie für THC / CBD-freie Lebensmittel wie geschaffen ist. Inzwischen ist das Getränk Hempfy seit zwei Jahren auf dem Markt. Das Hanfgetränk ist in Deutschland unter anderem bei REWE und COOP erhältlich.

Gesundes Snacken

Während die einen mit dem Stigma »illegal« zu kämpfen hatten, sahen sich andere Start-ups dem Vorurteil »ungesund« konfrontiert. Snacks mag zwar fast jeder, aber im anhaltenden Gesundheits-

Die Flapjacks oder auch Müslieriegel von HAFERVOLL werden ohne Zusatzstoffe von Handgefertigt und im Ofen gebacken


Die Gründer von YFood hatten in der fünften Staffel der Erfolgs Gründer Show “Die Höhle der Löwen” durch Frank Thelen erhalten.


Runtime bietet dir vollwertige, ausgewogenen und praktische Ernährungslösungen, die du einfach und schnell anwenden kannst.


Wie gesundes Snacken geht, zeigt ebenfalls das Start-up »Hafervoll«, welches gesunde Flapjacks anbietet – noch immer handmade. Einige Konsumenten ersetzen mit den Riegeln inzwischen sogar ihr Frühstück, denn der Slogan »Das Müsli für die Hosentasche« stimmt. Insofern sind die Flapjacks mehr als nur ein Snack. Sie sind ein Energieschub für zwischendurch oder ein Ersatz für eine Mahlzeit. Erhältlich sind die Riegel in diversen Supermärkten. Um das zu erreichen, gingen die Gründer einen steinigen Weg. Doch sie ließen nicht von ihrer Idee ab und fokussierten sich. Jetzt geben sie anderen Gründern mit: »Lass dir nicht zu sehr in dein Geschäftsmodell reden. Hol dir starke Partner und Mentoren für deine Schwachstellen. Achte auf die richtige Finanzierung.« Damit greifen sie die Ratschläge der bekannten Investoren Thelen und Prokop auf, die so manches Food-Start-up zum Erfolg führten.

Wie ein gutes Carpaccio

Vielleicht lässt sich ein erfolgsversprechendes Food-Start-up mit einem Carpaccio vergleichen. Die Zutaten sind limitiert, aber dafür umso hochwertiger. Man beschränkt sich sich auf das Ursprüngliche und das Reine, um den Kunden ein unverfälschtes Produkt ohne unnötiges Chichi zu servieren. Zugleich lässt sich das Carpaccio ganz nach dem individuellen Geschmack abwandeln und verfeinern. So entstehen immer neue Kreationen, mit denen sich selbst Nischenkunden bedienen und revolutionäre Trends setzen lassen. Seien wir gespannt darauf, was uns die findigen Food-Start-ups in Zukunft auftischen werden. Ob Eis und Gewürze ohne Zusatzstoffe oder ein anderes Produkt unserer vorgestellten Food-Start-ups: Dieser Vorgeschmack auf den Ideenreichtum der Gründerinnen und Gründer macht Hunger auf mehr.

Die Gründer von Luciella`s Luisa Mentele und Markus Deibler wahren 2017 in der Erfolgreichen Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” auf VOX und erhielten ein Investment durch Frank Thelen.


Die beiden Gründer Brüder Daniel und Denis Gibisch hatten keine Lust mehr auf Fastfood oder Pulversuppen und kreirten daruafhin Ihre erste Suppe, Little Lunch war geboren.


Hempfy umfast eine innovative Palette von Nahrungsmitteln und Getränken, basierend auf der Hanfpflanze, garantiert ohne THC und 100% Swiss Made.


Foto: Fotolia.com - © Natasha Breen

Foto: Fotolia.com - © georgerudy

Foto: Jean Van Luelik Photographer

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