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Forellen im Herbst–Flop oder Top


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 60/2018 vom 05.10.2018

Jetzt ist die Zeit der großen Fänge. Aber selbst die sonst sobeißfreudigen Herbstforellen reagieren zickig auf Köder in der falschen Tiefe. Michael Kahlstadt hat es am eigenen Leib erfahren.


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Damit man solche Prachtfische fängt, muss alles stimmen–vor allem die Tiefe, in welcher der Köder angeboten wird.


Zusammen mit meinem Angelkollegen Andreas besuchte ich letzten Herbst den Forellensee Dorotheental in der Nähe von Neumünster in Schleswig-Holstein. Der See ist etwa 2,5 Hektar groß und bis 8,5 Meter tief. Es handelt sich um einen reinen Lachsforellen-See mit Fischen zwischen 1 und 10 kg Gewicht. Wie sehr oft zu dieser Jahreszeit schwammen die Fische an der Oberfläche herum, leicht zu erkennen an den häufigen Wasser-bewegungen. Der Plan sah vor, dass wir mit den gleichen Montagen und Ködern in verschiedenen Tiefen fischen, um die richtige Einstellung zu finden. Andreas wollte es etwa 20 bis 25 Zentimeter unter der Oberfläche versuchen und ich stellte den Fischen in einer Tiefe von 50 bis 70 Zentimetern nach. Jeweils eine stationäre Rute machten wir mit einer Oberflächenmontage (mit Pilotkugel) fertig und beköderten sie mit Bienenmaden bzw. Wurm. Mit der zweiten Rute wurde geschleppt.

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Jetzt wird’s bunt: Wenn die Blätter fällen, sind die Forellen oft besonders prächtig gefärbt.


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Die Chancen auf Kapitale steigen im Herbst. Auch die aktuelle dänische Rekordforelle von 16,25 Kilo biss im Oktober.


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Bei Regen sind Naturköder oft erfolgreicher als Spinnköder. Wenn die Tropfen prasseln, gehen die Forellen der Nase nach.


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Dieser Prachtfisch biss auf einen geschleppten Spoon–in einer Regenpause!


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Die Pilotkugel-Montage, die den Köder auf ca. 25 Zentimeter unter der Oberfläche hielt, war mit Abstand die erfolgreichste Methode beim herbstlichen Tiefen-Test von Michael Kahlstadt. Schon in 50 cm Tiefe lief nichts mehr.


Dazu benutzte Andreas eine flach laufende Bombarde mit einem Spoon am etwa 2 Meter langen Vorfach. Ich setzte auf eine tiefer laufende Bombarde, ebenfalls mit einem Spoon als Köder; außerdem hatte ich vor, mit Naturködern zu schleppen. Um es vorweg zu nehmen–auf die geschleppten Köder ging lediglich ein einziger Fisch. Ich führe dies auf den andauernden, starken Regen an diesem Tag zurück. Durch die Wassertropfen kommen viele Geräusche ins Wasser und die Forellen können die Druckwellen der geschleppten Köder nicht mehr wahrnehmen. Der Fisch biss dann auch in einer Regenpause.

DIE RICHTIGE TIEFE

Im Laufe des Tages fing Andreas auf die oberflächennah angebotenen Naturköder vier Fische zwischen 2,5 und etwa 4 kg. Ich bekam dagegen nicht einen Biss. Erst als ich meinen Köder gegen Abend flacher stellte (ca. 25 cm tief), konnte ich ebenfalls eine Forelle verhaften. Hätte ich meinen Köder dagegen schon früher auf die richtige Tiefe eingestellt, wären sicherlich einige Fische mehr drin gewesen. Auch wenn wir mit dem Schleppen aufgehört und unsere Ruten frühzeitig auf eine Oberflächenmontage umgestellt hätten, wären mehr Fische in unserem Kescher gelandet.

Für mich war dieser Tag mal wieder der Beweis dafür, wie wichtig das Experimentieren mit der Tiefe ist. Die Fische waren an diesem Tag (ebenso wie an vielen anderen auch) nicht bereit, sich auch nur 30 Zentimeter nach unten zu meinem Köder zu bewegen. Beobachten, ausprobieren und experimentieren ist und bleibt der Schlüssel für erfolgreiches Angeln am Forellensee!


Fotos: M. Kahlstadt (3), AngelWoche (3)

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