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FORMEL E


Auto Bild sportscars - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 12.08.2021

Aktion

Brabus bestückt Smart und EQC mit mehr PS, Speedart verpasst dem Porsche Taycan mehr Stimme

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Bunte, pardon, dunkle Mischung: Der Heico Polestar 2 sticht farblich heraus, die Taycan von Speedart und Techart sind die Sportler des Tages

TUNING UND E-AUTO? Ist das schon so weit? Gibt es schon Leistungssteigerungen? Die Frage stellten wir uns zusammen mit der Tuning-Abteilung von Continental. Nach etwas Recherche und ein paar Telefonaten war klar, der 42. Conti Tuning Tag hat das Thema „High Performance mit High Voltage“. Klar, wir von AUTO BILD SPORTSCARS wissen, dass das Thema noch nicht hundertprozentig zu unserem Magazin passt. Sie, liebe Leser, und auch wir von der Redaktion wollen die Verbrenner so lange feiern und fahren, wie es geht. Doch um das E-Thema werden wir nicht herumkommen. Und seien wir mal ehrlich, so ein Taycan Turbo S geht schon ganz ordentlich, auch auf der Rennstrecke. Sportwagen und Elektro, auch das steht in den Startlöchern, da werden wir wohl bald die ersten Boliden testen können. Zurück zum ...

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... Thema Tuning. Leistungssteigerungen? Wir waren selber überrascht, aber Mercedes- und Smart-Tuner Brabus hat tatsächlich bereits die ersten E-Motoren mit mehr Power ausstaffiert. Der Rest der E-Meute beim Conti Tuning Tag belässt es bei der Optik und dem Fahrwerk. Wir sind gespannt, wie viel Spaß Stromer machen. Los geht’s!

Rennstrecke und E-Auto? Macht Spaß!

Auf dem Trockenhandlingkurs des Contidrom machen die E-Autos eine sportliche Figur. Nicht nur die Taycan sorgen für Grinsen

MEHR SAFT FÜR SMART UND EQC VON BRABUS

„Mit dem Stromstoß von Brabus rennt der schwere EQC in 4,9 Sekunden auf Tempo 100!“

Guido Naumann Redakteur

Brabus 92R

Brabus EQC 400

Das Thema Elektro und Tuning ist bei Veredler Brabus nichts Neues. Viele werden es nicht mehr wissen, aber bereits 2008 stellte der Tuner auf der Essen Motor Show das erste getunte Elektroauto vor, einen Tesla Roadster mit V8-Sound. Doch auch der Titel des ersten leistungsgesteigerten Elektroautos geht nach Bottrop. 2012 stellt man in Genf den Smart Electric Drive mit 81 PS (Serie 41 PS) vor. Acht Jahre später wird aus dem Zwerg der Brabus Ultimate E, 92 PS stark, 0-100 in 10,9 Sekunden, Vmax 130 km/h. Zum Conti Tuning Tag bringt Brabus den 92R mit, ein Smart Fortwo mit deutlich aggressiverem Außendesign, Gewindefahrwerk, verhältnismäßig fetten 205er-Reifen auf der Hinterachse und exklusivem Interieur. Und glauben Sie es uns, der Powerknubbel geht so lustig ums Eck, wie er aussieht. Die 92 PS sind völlig ausreichend, die Lenkung fast so präzise wie bei einem Sportwagen. Deutlich flotter und dynamischer fährt der Brabus EQC 400. Ja, das ist ein SUV, ja, der wiegt 2,5 Tonnen. Doch Brabus hat es tatsächlich geschafft, den Koloss agil zu machen. Wie? Zum einen mit der Leistungssteigerung von 408 auf 422 PS und dem Drehmoment-Plus von 760 auf satte 830 Newtonmeter. Aktiviert wird der Extraschub mit dem S-Fahrmodus, die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei abgeregelten 180 km/h. Mehr Kurvenspeed gibt es mit den dicken Rädern in 21 Zoll (Platinum Edition) mit 255er- und 285er-Gummi- walzen. Aero? Ist in Arbeit!

VOLLE LADUNG FÜR DEN TESLA

Tesla – dazu brauchen wir nicht viel zu sagen. Der amerikanische Autobauer war der erste in Sachen Elektroautos, 2008 debütierte man mit dem Tesla Roadster. Inzwischen versucht Macher Elon Musk sein Model 3 in Rekordzeit über die Nürburgring-Nordschleife zu scheuchen und mit dem 1000 PS starken Plaid neue Beschleunigungsbestwerte zu erzielen. Klar, dass beim Conti Tuning Tag ein Tesla nicht fehlen durfte. Brabus-Tochter Startech hatte ihre Version vom Model 3 gerade fertiggestellt und brachte die Limousine mit zum Contidrom nahe Hannover. Besonderes Augenmerk legte man auf die Optik. Das mehrteilige Aerodynamik-Kit beginnt vorn mit einer zerklüfteten Frontschürze mit deutlich schärferen Konturen. Seitenschweller, ein Heckdiffusor und ein dreiteiliger Heckspoiler runden das Bodykit ab, besserer c w -Wert und mehr Reichweite inklusive. Für mehr Dynamik montierte man Tieferlegungsfedern und 20-Zöller mit Zentralverschlussoptik. Leistung? 510 PS serienmäßig, also genügend. Fährt so sportiv, wie er aussieht? Klares Ja! Nicht ganz so schnell wie die beiden Porsche von Speedart und Techart, dafür mindestens genauso spaßig.

Startech Tesla Model 3

VOLVO-TUNER UND DER POLESTAR 2

Heico und Volvo-Tuning, seit vielen Jahren traditionell. Logisch, dass man auch für Volvos elektrische Performance-Tochter Polestar einiges im Programm hat, auch für die neuen Polestar 1 und 2. Letztere Limousine schickte man zum 42. Conti Tuning Tag. Ausgerüstet mit sportlicherem Fahrwerk und größeren Rädern. Genauer? Circa 30 Millimeter tiefer geht es mit einem Sportfedernsatz. Mehr in die Breite geht es mit dem Rädersatz Volution in 21 Zoll. Bespannt sind die Fünfspeicher mit 245er- und 255er-Reifen. Leistung? Serie! Mit 408 PS und 4,7 Sekunden von 0 auf 100 auch völlig ausreichend. Der Schub ist nicht so heftig wie mit den beiden Taycan, dennoch ausreichend für großen Spaß. Der abgeregelte Topspeed von 205 km/h ist schnell erreicht. Kurven? Erstaunlich, wie satt und neutral der Zweitonner auf dem Conti-Asphalt liegt. Die breiteren Räder und das Heico-Fahrwerk verleihen der Limo deutlich mehr Sportlichkeit, bravo!

Heico Polestar 2

NOCH MEHR ELFER-FEELING MIT DIESEN TAYCAN

Speedart Porsche Taycan 4S

Techart Porsche Taycan 4S

„Ich hätte nicht gedacht, dass die getunten Elektroautos so viel Spaß machen.“

Michael Schneider, Continental

Porsche und Elektromobilität – logisch, dass das schnell wird. 761 PS im Taycan Turbo S, ohne Worte. 0 auf 100 in 2,8 Sekunden, ohne Worte. Ganz so schnell wurde es zum Conti Elektro Tuning Tag nicht. Die beiden Porsche Taycan 4S der Tuner Speedart und Techart hatten lediglich 571 PS zu bieten. Trotz ihrer 2,2 Tonnen genügend Leistung. Das sehen auch die Veredler so und bieten kein Tuning der E-Motoren an. Stattdessen hat man sich um Optik und Fahrdynamik gekümmert. Die ist in unseren Augen fast perfekt, aber die Tuner finden immer etwas zum Verbessern.

Speedart zum Beispiel sieht noch Nachholbedarf beim Sound. Ab Werk gibt es einen undefinierbaren, futuristischen Sound aus den Lautsprechern. So richtig sportlich und realistisch ist das nicht, findet Speedart-Chef Björn Striening. Und so entwickelte er ein Active-Sound-System (Soundmodul plus Außenlautsprecher). Damit kann man per Handy- App einen individuellen V8-Verbrenner-Sound inklusive simulierter Schaltpunkte generieren. Klingt? Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Wenn man sich darauf eingelassen hat, dann fetzt das sogar. Apropos, richtig viel Spaß machen auch die Kurven mit dem Speedart-Taycan. Der Tuner hat dafür ein Tieferlegungsmodul und fette 22-Zöller verbaut.

Genauso groß sind auch die Formula-VI-Räder am Techart-Taycan. Der Kurvenspeed ist damit im Vergleich zur Serie auch hier deutlich höher, der Sound ist Serie. Dafür montiert Techart neben verfeinertem Interieur eine tiefer gezeichnete Frontschürze mit rippigen Lufteinlässen, Diffusorblende für Lamellen plus seitliche Finnen hinten und eine kleine Lippe für den Serienheckspoiler.

SCHNITZER KANN AUCH ELEKTRO

AC Schnitzer BMW iX3

AC Schnitzer Mini Cooper SE

In Sachen Motorpower hat der Aachener BMW-Tuner für die E-Modelle noch nichts in Planung. Dafür versucht man aber die Kurvenkompetenz von E-Mini und dem neuen iX3 zu verbessern. Weil der Cooper SE von Haus aus schon ziemlich schwer ist (1,4 Tonnen), versucht der Tuner mit einem Sportfedernsatz den Schwerpunkt abzusenken und somit dem Würfel mehr Agilität mitzugeben. Zusammen mit 19-zölligen AC1-Rädern und 215er-Reifen geht es so deutlich flotter um die Kurven des Contidrom. Das Gewicht ist spürbar kaschiert, das bekannte Gokart-Feeling viel präsenter. Windschnittiger für weniger Stromverbrauch? Könnte mit dem Frontsplitter gut möglich sein.

Aero-Spiele würden dem zweiten Auto von AC Schnitzer auch guttun. Schließlich baut der BMW iX3 sehr hoch und steht somit stark im Wind. Doch für den ab Werk 286 PS starken SUV bietet AC Schnitzer momentan nur einen Dachheckspoiler an. Außerdem, gut zu erkennen, steht der Stromer-SUV auf größeren Füßen. Der Tuner bestückt beide Achsen mit dem AC3-Rad in 9 und 10 x 21 Zoll. Reifen? 245/40 vorne und 275/35 hinten. Und wie fährt sich so was? Klar, sitzt man ziemlich unsportlich hoch. Doch auf der Handlingstrecke sind einige der Mitfahrer sichtlich überrascht. Die mit den größeren Rädern und breiteren Reifen gesteigerte Fahrdynamik macht richtig Spaß. Natürlich fehlt es mit den 286 PS und dem Gewicht an Schub. Abwarten, vielleicht dreht der Tuner demnächst auch etwas an den E-Motoren.

Mehr Sound statt Leistung

Speedart hat sich dem Taycan- Sound gewidmet. Per Handy-App kann man nun V8-Sound einstellen, passend zum Beschleunigen

Fazit

Guido Naumann

Wer hätte das gedacht, Tuning an Elektroautos, das funktioniert! Die einen drehen schon an der Leistung, die anderen am Sound. Räder, breitere Reifen, Tieferlegung und Spoiler gibt es schon für fast alle Stromer!