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Formneues Kranmodell in H0 von Märklin/Trix: Ardelt-Dampfkran mit vielen Funktionen


eisenbahn magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 11.07.2019

Was mit digitaler Antriebstechnik inzwischen möglich ist, haben die Göppinger Konstrukteure schon oft bewiesen. Jetzt kommt mit dem voll funktionsfähigen Ardelt-57-Tonnen-Kran ein attraktives Modell für die Bundesbahn-Epoche III in den Handel, das ganz besondere Möglichkeiten bietet


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Bildquelle: eisenbahn magazin, Ausgabe 8/2019

Wenn der Kran digital eingesetzt wird, müssen zuvor die Stützen ausgefahren, die Stützteller manuell herausgedreht und die beiliegenden Bohlen unterlegt werden


Die sechsachsigen Dampfkrane mit einer Tragkraft von 57 Tonnen wurden 1949 von Ardelt an die DB geliefert und als „Essen 6680“, „Mainz 6600“, „Wuppertal 6602“ und ...

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... „München 6664“ beschriftet. Letzterer hat die Ehre, als erster zusammen mit je einem Schutzund Gerätewagen im Betriebszustand von 1958 zu den Modellbahnern zu rollen. In der Grundstellung des Auslegers kann der 37 Zentimeter lange Märklin- (Artikelnummer 49570) bzw. Trix-Kranzug (23057) auf Radien ab 430 Millimetern und mit einer umgerechneten Geschwindigkeit von 80 km/h eingesetzt werden. Wie ein Vergleich mit den Vorbildmaßen (siehe Tabelle) zeigt, hat Märklin alle Hauptmaße nahezu bis auf die umgerechnete Nachkommastelle eingehalten.

Alle Fensteröffnungen, Türen, Klappen und weitere Details sind am Kunststoffgehäuse sauber graviert, weitere Bauteile und Griffstangen sogar separat angesetzt. Gelungen ist auch der Ausleger mit der Winkelskala, den zwei Arbeitsscheinwerfern und dem in der oberen Stellung fixierten Hilfshaken. Dieser ist zwar beweglich, sitzt aber zu stramm in der Führung, um sich je nach Auslegerstellung selbstständig in der senkrechten Position ausrichten zu können.

Der Preis ist durchaus angemessen

Die umfangreiche, zum Teil mehrfarbige Bedruckung des Krangehäuses, des Rahmens und des Auslegers entspricht heutigen Qualitätsansprüchen. Letzteres gilt auch für den Schutzwagen „München 6714“ mit dem fest montierten Auflagebock und dem Gerätewagen „München 8357“ mit zu öffnenden Türen.

Berücksichtigt man die zuverlässig arbeitende Mechanik, die eingebauten Digitalfunktionen sowie die Werkzeug- und Entwicklungskosten für Kran und Schutzwagen, ist der Preis von knapp 1.000 Euro durchaus gerechtfertigt.

Während im Original eine 75 PS starke Zweizylinder- Dampfmaschine bei der DB bis 1979 für den Antrieb der einzelnen Kranfunktionen sorgte, hat Märklin mehrere Motoren im Fahrzeug untergebracht, die es ermöglichen, den Aufbau um 360 Grad zu drehen, den Ausleger zu bewegen und den Haupthaken zu heben bzw. zu senken. Außer- dem lassen sich die Beleuchtung der Arbeitskabine, zwei Arbeitsscheinwerfer und diverse Geräusche zuschalten.

Der Kranzug wird betriebsbereit mit dem Schutzwagen „München 6714“ und dem Gerätewagen „München 8357“ geliefert


mm (5)

Der Schornsteinaufsatz überschreitet während der Überführungsfahrt das Lichtraumprofil und muss daher vor dem ersten Einsatz aufgeschraubt werden


Die geflochtenen Seile sind sauber geführt, wobei sich das Dach je nach Stellung des Auslegers anhebt bzw. absenkt


Für den Einsatz können die Querstreben der Stützen vor Ort in die Aufnahmen eingerastet werden; die Bohlen halten dank Magneten selbstständig an den Stützplatten


Umfangreiche Vorarbeiten

Ist der 254 Gramm wiegende Kran an seinem Einsatzort angekommen, müssen zunächst die vier Stützen manuell ausgeklappt und der während der Fahrt das Lichtraumprofil überschreitende Schornsteinaufsatz montiert werden. Wie beim Vorbild ergibt sich dann eine Abstützbreite von umgerechnet sechs Metern. Sind die Stützbalken ausgelegt, können die vier Gewindespindeln mit den Füßen abgesenkt werden. Dank eingebauter Magnete halten die Kunststoff-Bohlen sowohl untereinander als auch an der Stützplatte des Kranfußes. Vorbildgerecht müssten auch noch die vier beiliegenden Querstreben in einer 90-Grad-Position an den Stützen und am Rahmen eingeklipst werden. Diese Arbeit erfordert allerdings gute Augen und etwas Geduld und kann daher nur am Anlagenrand durchgeführt werden.

Ebenfalls vorbildgerecht wäre die 45-Grad-Position der Stützen. Für deren Fixierung sind bereits die vier Querstreben ausklappbar am Rahmen angebracht, sodass diese nur noch an den Stützen eingeklipst werden müssen. Für den Spielbetrieb sind die Querstreben allerdings unerheblich, sodass sie bei wechselweisem Fahr- und Hebebetrieb besser weggelassen werden sollten. Die Gegengewichte sind bis auf ein sechs Gramm wiegendes Zusatzgewicht für den Rahmen bereits am Aufbau montiert. So kann der Kran im Prinzip aufgerüstet zum nächsten Einsatzort rollen, wo über den mfx+-Decoder die Betriebsgeräusche und der Dampfgenerator eingeschaltet werden können. Ist die entsprechende Funktionstaste aktiviert, kann man mittels Fahrregler die drei Bewegungsfunktionen nacheinander sanft abfahren. Die Richtung wird dabei am Regler so geändert wie beim Fahrtrichtungswechsel einer Lok. Wer ganz realistisch Kranführer spielen möchte, kann auch die Spielewelt-Funktionen nutzen.

Als Vorbild für das Märklin- Modell diente das in Sinsheim erhaltene Original des 57-Tonnen-Krans


Christian Sauer