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Forscher überzeugt: Demenz bald heilbar


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 49/2022 vom 02.12.2022

Gesundheit

Bisher galt: Alzheimer, die häufigste Form von Demenz, kann man nicht heilen. Nur Beschwerden lassen sich lindern und die Lebensqualität verbessern, wenn Orientierung, sprachliche Fähigkeiten und Gedächtnis abnehmen. Doch jetzt sind Wissenschaftler sich einig, dass Heilung bald möglich ist. Ein spezieller Bluttest und neue Medikamente machen Hoffnung. Die Denkleistung mit neuem Wirkstoff verbessern Bei Alzheimer sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn ab, verursacht durch schädliche Protein-Ablagerungen, sogenannte Amyloid-Plaques. Vor Kurzem wurden erste Ergebnisse zum Wirkstoff Lecanemab veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, der gezielt Amyloid-Plaques im Gehirn abbaut. In einer Studie konnten damit die kognitiven Fähigkei- ten, also Wahrnehmen, Denken und Erinnern der Probanden, um 27 Prozent verbessert werden. Lecanemab ist aber nur für Patienten in ...

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ARZT-GESPRÄCH Neurologische Untersuchungen sind wichtig für die Diagnose
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Bisher galt: Alzheimer, die häufigste Form von Demenz, kann man nicht heilen. Nur Beschwerden lassen sich lindern und die Lebensqualität verbessern, wenn Orientierung, sprachliche Fähigkeiten und Gedächtnis abnehmen. Doch jetzt sind Wissenschaftler sich einig, dass Heilung bald möglich ist. Ein spezieller Bluttest und neue Medikamente machen Hoffnung. Die Denkleistung mit neuem Wirkstoff verbessern Bei Alzheimer sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn ab, verursacht durch schädliche Protein-Ablagerungen, sogenannte Amyloid-Plaques. Vor Kurzem wurden erste Ergebnisse zum Wirkstoff Lecanemab veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, der gezielt Amyloid-Plaques im Gehirn abbaut. In einer Studie konnten damit die kognitiven Fähigkei- ten, also Wahrnehmen, Denken und Erinnern der Probanden, um 27 Prozent verbessert werden. Lecanemab ist aber nur für Patienten in einem frühen Krankheitsstadium geeignet. Doch wie kann man Alzheimer möglichst früh erkennen? Einem Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum ist es gelungen, Alzheimer-Anzeichen zu identifizieren, bevor Symptome auftreten: Amyloid-Proteine werden aus einer Blutprobe herausgefischt und mithilfe eines Infrarotstrahls auf ihre Struktur untersucht. Liegen mehr Eiweiße in veränderter Form vor, ist das ein Hinweis auf Fehlfaltung und man wird mit den Jahren Alzheimer entwickeln: Fehlgefaltete Proteine verklumpen zu Plaques. In drei Jahren könnte diese Methode reif für die Praxis sein, hoffen die Forscher.ARZT-GESPRÄCH Neurologische Untersuchungen sind wichtig für die Diagnose Fotos: Artem/InsideCreativeHouse/AdobeStock, Le Panda/shutterstock Auch Ginkgo fördert die Kraft der grauen Zellen Die ersten Schritte sind also gemacht. Bis dahin lässt sich das Fortschreiten der Krankheit verzögern, etwa mit Cholinesterasehemmern. Auch ein aktiver Lebensstil (siehe unten) und Präparate aus den Blättern des Ginkgo-Baums können unsere grauen Zellen unterstützen, so eine Studie aus China. Hilfe aus der Natur Natürliche Arzneimittel mit dem Spezialextrakt EGb761 aus Blättern von Ginkgo biloba (z. B. Tebonin konzent, Apotheke) fördern die Durchblutung im Gehirn, können die Gedächtnisleistung verbessern. 5 Tipps für ein gesundes GedächtnisViel schlafenSind die Nächte stets zu kurz, schränkt dies die Gedächtnisleistung ein. Denn unser Geist erholt sich in dieser Zeit. Experten empfehlen 7 bis 8 Stunden Schlaf. Omega-3-Fettsäuren essen Neben der Stärkung des Immunsystems sind sie auch an der Entstehung neuer Synapsen beteiligt. Gute Quellen sind Lachs, Walnüsse oder Leinsamen. Tägliches Kopf-Training Ob Sudoku, Memory oder ein Kreuzworträtsel – es stärkt das Erinnerungsvermögen und die Gedächtnisleistung. Schon 15 Minuten täglich reichen aus. Aktiv sein Sport wirkt sich positiv auf die Durchblutung des Gehirns aus, insbesondere auf das dem motorischen Teil angrenzende Arbeitsgedächtnis. Stress meiden Stress und Angst führen dazu, dass unser Gehirn weniger Leistung bringt: Es schaltet auf Abwehr und versucht, die negativen Gefühle loszuwerden, kann sich so aber weniger aus Denken fokussieren.

Auch Ginkgo fördert die Kraft der grauen Zellen

Die ersten Schritte sind also gemacht. Bis dahin lässt sich das Fortschreiten der Krankheit verzögern, etwa mit Cholinesterasehemmern. Auch ein aktiver Lebensstil (siehe unten) und Präparate aus den Blättern des Ginkgo-Baums können unsere grauen Zellen unterstützen, so eine Studie aus China.

Hilfe aus der Natur

Natürliche Arzneimittel mit dem Spezialextrakt EGb761 aus Blättern von Ginkgo biloba (z. B. Tebonin konzent, Apotheke) fördern die Durchblutung im Gehirn, können die Gedächtnisleistung verbessern.

5 Tipps für ein gesundes Gedächtnis

Viel schlafen

Sind die Nächte stets zu kurz, schränkt dies die Gedächtnisleistung ein. Denn unser Geist erholt sich in dieser Zeit. Experten empfehlen 7 bis 8 Stunden Schlaf.

Omega-3-Fettsäuren essen

Neben der Stärkung des Immunsystems sind sie auch an der Entstehung neuer Synapsen beteiligt. Gute Quellen sind Lachs, Walnüsse oder Leinsamen.

Tägliches Kopf-Training

Ob Sudoku, Memory oder ein Kreuzworträtsel – es stärkt das Erinnerungsvermögen und die Gedächtnisleistung. Schon 15 Minuten täglich reichen aus.

Aktiv sein

Sport wirkt sich positiv auf die Durchblutung des Gehirns aus, insbesondere auf das dem motorischen Teil angrenzende Arbeitsgedächtnis.

Stress meiden

Stress und Angst führen dazu, dass unser Gehirn weniger Leistung bringt: Es schaltet auf Abwehr und versucht, die negativen Gefühle loszuwerden, kann sich so aber weniger aus Denken fokussieren.