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FOTOHERBST: Fotopraxis-Spezial: Clevere Ideen für bessere Motive: 10 Fototipps im Herbst


CanonFoto - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 18.09.2020

Im Herbst gibt es eigentlich nur ein Problem: Zu viele gute Motive warten darauf, fotografiert zu werden. Problem deshalb, weil man dadurch im wahrsten Sinne des Wortes den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Dabei sind bunte Blätter, dramatisches Licht und atmosphärischer Nebel Garant für tolle Motive. Daher sollen Ihnen die folgenden Seiten für zweierlei Dinge dienen: Inspiration für die kommende Motivsuche in Kombination mit praktischen Tipps bei der fotografischen Umsetzung. Wir haben für Sie zehn herbstliche Ideen zusammengestellt, die Ihnen helfen, die fotografischen Herausforderungen in dieser ...

Artikelbild für den Artikel "FOTOHERBST: Fotopraxis-Spezial: Clevere Ideen für bessere Motive: 10 Fototipps im Herbst" aus der Ausgabe 6/2020 von CanonFoto. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: CanonFoto, Ausgabe 6/2020

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... wunderbaren Jahreszeit zu meistern. Also: rein in die wetterfeste Kleidung und raus in die Natur.


Früh am Morgen baut sich eine Nebelbank im bunten Herbstwald auf. Die aufgehende Sonne färbt die Wolken rot - ein atemberaubendes Herbstmotiv. Wählen Sie einen erhöhten Standpunkt, um Panoramen wie diese festzuhalten. In der Regel baut sich Nebel in den frühen Morgenstunden auf. Heißt leider: früh aufstehen.


Foto: Adobe Stock / Alle Illustrationen: Ines Peichär

1 Schlechtes Wetter? Egal!

Draußen nieselt es, Nebel liegt in der Luft, es ist ungemütlich. Ein triftiger Grund, lieber zu Hause zu bleiben. Mitnichten! Trotz vermeintlich schlechtem Wetter können tolle Fotos entstehen.

Herbstnebel kann ein gutes Gestaltungsmittel sein. Bilder wirken atmosphärisch und geheimnisvoll.


Fotos: Adobe Stock, Hersteller

Der berühmte innere Schweinehund bellt bei Regen besonders laut - aber: Trotzen Sie dem schlechten Wetter, und gehen Sie mit Ihrer Kamera nach draußen. Natürlich sollte es nicht in Strömen regnen, dann würde womöglich die Technik leiden. Nässe und Nebel aber können für ein gutes Foto sinnvolle Komponenten sein, dann nämlich, wenn Sie beides kreativ einsetzen. Im obigen Bildbeispiel scheint der Hintergrund in diffusem Licht zu verschwinden, die feuchten Blätter leuchten dazu regelrecht - perfekte Voraussetzungen für ein atmosphärisches Bild. Stellen Sie einen kleinen Blendenwert (ab Blende f/8) an Ihrer Kamera ein, denn hier soll der Hintergrund gerade nicht verschwimmen, sondern sichtbar bleiben. Nebel zu fotografieren ist Übungssache. Sie werden feststellen, dass er auf dem fertigen Foto teilweise weit weniger zu sehen ist als in Wirklichkeit. Nutzen Sie eine kurze Belichtungszeit und achten Sie genau auf die Komposition. Das Hauptmotiv ist in diesem Fall die Holzbrücke, die den Betrachter bewusst in das Bild hineinträgt.


»NUTZEN SIE JEDES WETTER IM HERBST. AUCH EIN REGENVERHANGENER TAG KANN INTERESSANTE MOTIVE HERVORBRINGEN.«
Ana Barzakova, Redakteurin


2 Bilder auf Bodenhöhe

Suchen Sie Ihre Motive ruhig auch am Boden. Beispielsweise sind heruntergefallene Tannenzapfen schöne Herbstmotive. Vielleicht finden Sie auch Pilze.

Für den Menschen sind sie hochgiftig, als Herbstmotiv aber ein gefundenes Fressen: Fliegenpilze. Mit ihren feuerroten Kappen und ihren weißen Punkten sind sie einfach fotogen. Pilze fotografieren Sie am besten auf Pilzhöhe, also direkt vom Boden aus. Legen Sie Ihre Kamera geschützt auf den Waldboden, oder verwenden Sie ein kleines Objektiv. Sollten Sie ein Makroobjektiv Ihr Eigen nennen, dann wäre jetzt der Zeitpunkt, es zu verwenden. Dank der großen Schärfentiefe verschwimmen der Hintergrund und Teile des Vordergrunds, und die Schärfe wird perfekt auf den Fliegenpilz gelegt.

Ein Klassiker im Canon-Objektiv- Portfolio: Das Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM ist im Handel für 899 Euro haben - und jeden Cent Wert. Sein integrierter 4-Stufen-Hybrid- Bildstabilisator sorgt für scharfe Aufnahme auch ohne Stativ.


3 Perspektivwechsel

Wenn die Blätter schon einmal Farbe tragen, dürfen Baumkronen auch entsprechend in Szene gesetzt werden. Stellen Sie sich doch einfach einmal unter einen Baum, und fotografieren Sie nach oben. Es lohnt sich!

Meist sucht man Motive auf Augenhöhe, fotografiert Blätter oder Äste, die vor einem auftauchen. Verkehrt ist das nicht, doch oft lohnt ein Blick nach unten oder oben, denn dort finden sich manchmal die weitaus interessanteren Ansichten. Gerade im Herbst bieten Bäume mit ihren bunt gefärbten Blättern jede Menge Motive. Hier gilt es, Abwechslung ins Spiel zu bringen. Stellen Sie sich mit Ihrer Kamera einmal direkt unter einen Baum, und fotografieren Sie nach oben. Nutzen Sie ein Weitwinkelobjektiv, damit die Bildwirkung noch imposanter erscheint, und probieren Sie einige Standpunkte aus. Im Bild unten heben sich die goldenen Blätter gut vom Himmel ab. Eine solche Perspektive ist auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich, passt aber perfekt zur Baumkrone. Schauen Sie beim nächsten Waldausflug einfach einmal in die Höhe, Sie werden überrascht sein.

Manchmal hilft der Blick nach oben, um Aufnahmen aus einem völlig neuen Blickwinkel zu erhalten. In diesem Fall wirkt die Baumkrone besonders imposant. Die gefärbten Blätter sind ein echter Blickfang. Und noch ein Tipp: Im Idealfall fotografieren Sie bei blauen Himmel. So wirkt der Kontrast zwischen blauem Himmel und orangefarbenen Blättern noch angenehmer für die Augen.



»ACHTEN SIE GENAU AUF DEN BILDAUSSCHNITT. EINE GUTE KOMPOSITION IST DIE HALBE MIETE.«
Lars Kreyßig, Chef vom Dienst


4 Langzeitbelichtung

Wasser wird auf Fotos zu einem einzigen weichen Band, indem die Belichtungszeit verlängert wird. Diesen Effekt können Sie an Wasserfällen oder an Flüssen ausprobieren.

Wenn fließendes Wasser, etwa das eines Wasserfalls, abgelichtet wird, soll sich die Dynamik in der Regel auch im Bild widerspiegeln. In unserem Beispiel wird der Wasserfall zu einem langen Band - ein eindrucksvoller und künstlerischer Effekt. Um diese Wirkung zu erzielen, müssen Sie die Aufnahmezeit verlängern. Nutzen Sie dazu eine kleine Blendenöffnung (Blende f/22) und einen geringen ISO-Wert (ISO 100). Die Belichtungszeit sollte nun bereits einige Sekunden betragen. Ist der Effekt noch nicht ausreichend, muss die Belichtungszeit weiter verlängert werden. Nutzen Sie hierfür einen Graufilter. Dieser sorgt dafür, dass weniger Licht auf den Sensor fällt - er simuliert sozusagen eine dunkle Umgebung. So können Sie bis zu 30 Sekunden und länger belichten. Für Fotos von fließendem Wasser ist außerdem ein Stativ unabdingbar.

Mit einem ND-Filter können Sie die Menge des auf den Sensor fallenden Lichts flexibel kontrollieren. Der Schraubfilter HR Digital ND0,9 MC von Rodenstock beispielsweise verlängert Belichtungszeiten um drei Blendenstufen ohne störende Farbstiche oder sonstige Abbildungsfehler. www.kaiser-fototechnik.de


5 Gegenlicht nutzen

Eine tief stehende Sonne bietet im Wald ideale Voraussetzungen für gute Fotos. Wenn noch etwas Nebel hinzukommt, ist die Märchenwald-Atmosphäre perfekt. Was müssen Sie beachten?

Wenn Sie Wälder fotografieren, sollten Sie sehr helle Himmelbereiche bei der Bildkomposition vermeiden. Solche sogenannten Spitzlichter lenken die Aufmerksamkeit von den wesentlichen Bildelementen ab, und die Bildwirkung geht möglicherweise verloren. Auf unserem Bildbeispiel unten strahlt offensichtlich die Sonne. Wäre der Himmel auf dem Foto zu sehen, wäre er stark überbelichtet abgebildet. Ganz vereinzelt kann man dies in den Lücken der Baumkronen erahnen, durch die die Sonne bricht. Ein einfacher, aber sehr effektiver Trick ist die Verwendung eines Teleobjektivs. Ab einer Brennweite von 85mm verdichtet sich der Bildausschnitt stark. Die Konzentration ist genau auf den Waldweg gerichtet. Außerdem wurde hier bewusst gegen die Sonne fotografiert - ein genialer Effekt. Die Bäume im rechten Bildvordergrund erscheinen dramatisch dunkel, während der Hintergrund regelrecht leuchtet. Unser Auge konzentriert sich immer auf helle Bildbereiche - auf diese Weise wird unser Blick gefesselt. Bricht die Sonne bei Gegenlicht durch eine kleine Nebelbank, entstehen solche atmosphärischen Strahlen.

Mit einem Telezoomobjektiv wie dem Canon EF 70-200mm f2.8L IS III USM sind Sie für Waldaufnahmen bestens gerüstet. Dank seiner Lichtstärke meistert es auch diffuse Lichtsituationen - passend für den Herbst. Außerdem können Sie dank Tele-Optik ihr Motiv (hier der Waldweg) schön verdichten. Preislich liegt das Zoom-Objekitv allerdings bei teuren 2.199 Euro.


Zugegeben, eine Maus zu fotografieren, ist Glücksache. Wer die Augen aufhält, wird vielleicht mit so einer Aufnahme belohnt.


6 Detailarbeit

Oft sind es die unscheinbaren Dinge, die ein Foto interessant erscheinen lassen. Details können wunderbare Motive sein.

Vielleicht wären Sie an einem Spinnennetz wie diesem einfach vorbeigewandert, ohne es richtig zu bemerken. Dabei ist es seine perfekte Symmetrie, die es zu einem echten Hingucker werden lässt. Ein Wald mit all seinem natürlichen Durcheinander bietet den idealen Kontrast zum Meisterwerk der Spinnenkunst. Durch den Tau, der noch dazu an den Fäden hängt, wirkt es viel schwerer und mächtiger. Der dazugehörigen Bewohnerin möchte man lieber nicht begegnen. Gehen Sie mit Ihrer Kamera auf Netzhöhe, und fokussieren Sie genau auf die Fäden. Am besten nutzen Sie ein Stativ, aber auch ohne wird Ihnen ein solches Bild gelingen. Wichtig ist der Hintergrund! Da die Fäden farblos sind, sollte es im hinteren Teil des Bildes nicht zu hell sein, sonst fehlt es an Kontrast. Gleichzeitig spielt der Lichteinfall eine entscheidende Rolle. In diesem Fall war die Sonne durch Nebel verhangen. Trotzdem wird das Netz ein klein wenig von schräg hinten erhellt. Dadurch wirkt es erst plastisch. Ein solches Detail, gilt es also, beim nächsten Fotoausflug zu suchen.

Gerade im späten Herbst finden sich solche Spinnennetze, die oft noch Tau an sich tragen - ein tolles Motiv.


7 Gartenarbeit

In der Natur finden sich grundsätzlich jede Menge Motive. Nicht alle sind sofort zum Fotografieren bereit. Wer ein wenig Hand anlegt, kann sich eine nicht enden wollende Suche ersparen.

Niemand wird es Ihnen übel nehmen, wenn Sie bei einem Motiv wie diesem zugeben, etwas nachgeholfen zu haben. Es ist zwar nicht vollkommen ausgeschlossen, dass Sie so perfekt liegende Blätter im Wald finden, aber ein wenig Nachhilfe ist hier absolut erlaubt. Suchen Sie sich die schönsten Blätter, und füllen Sie damit den Bildrahmen aus. Scheuen Sie sich auch nicht, störende Elemente wie Schmutz zu entfernen. Lassen Sie ruhig einige Blätter im Anschnitt, denn es soll ja nicht aussehen, als hätten Sie alles arrangiert. Suchen Sie nach leuchtenden Farben. Wie bei allen Herbstbildern gilt auch hier, dass Sie diese in der Nachbearbeitung auch ein wenig verstärken dürfen. Ein Stativ ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.


»RUHIGES WASSER UND LEUCHTENDE FARBEN LASSEN BILDER AUSSEHEN WIE GEMALT.«
Wibke Pfeiffer, Chefredakteurin


8 Spiegelungen

Ein stabiles und leichtes Stativ ist essenziell für die Landschaftsfotografie. Unser Tipp: Das kompakte Sirui T-005SK ist mit einem Gewicht von gerade einmal 1,1 kg der ideale Reisebegleiter.


Fotos: Adobe Stock, Hersteller

Reflexionen sind ein echter Hingucker. Ist erst einmal das richtige Motiv gefunden, wirken solche Bilder regelrecht zauberhaft. Dabei gibt es nur ein paar Dinge, die Sie beachten müssen.

Glatte Wasseroberflächen sorgen bei Landschaftsfotos für eine ruhige Atmosphäre. Mit etwas Glück „verdoppeln“ sie sogar das Motiv und damit dessen Wirkung, etwa wenn Sie an einem windstillen Tag eine Berglandschaft mit See im Vordergrund fotografieren. Gesellen sich dann noch die Farben des Sonnenauf- oder -untergangs oder des Herbstlaubs hinzu, ist die Aufnahme perfekt. Verwenden Sie zur Horizontausrichtung am besten eine kleine Wasserwaage. Solche Hilfsmittel gibt es in jedem Baumarkt. Für Fotografen sind sie auch speziell als Zubehör erhältlich. Diese können direkt in den Blitzschuh gesteckt werden, sind preisgünstig und gehören in jede Fototasche, auch wenn moderne Kameras elektronische Wasserwaagen im Kameramenü anbieten. Nehmen Sie sich bei solchen Motiv-Spiegelungen Zeit. Der richtige Bildausschnitt und die passende Belichtung sind entscheidend. Fortgeschrittene Fotografen können sich darüber hinaus an einem Grauverlaufsfilter probieren oder zwei Belichtungen zusammenfügen, um den Kontrast der Szene zu reduzieren. Übertreiben Sie es dabei aber nicht, denn eine Reflexion sollte nicht heller als ihre Quelle sein. 06/2020 27

9 Erhöhter Standpunkt

Ein Stadtpanorama wirkt vor allem bei herbstlichem Licht wunderbar. Um die Szenerie im Ganzen einfangen zu können, sollten Sie am besten einen erhöhten Standpunkt wählen.

Eine Städtereise ist zu jeder Jahreszeit für einen Fotoausflug zu empfehlen. Gerade wenn sich die Blätter bunt gefärbt haben, wird die Bildwirkung noch verstärkt. Suchen Sie sich für eine Stadtaufnahme einen erhöhten Standpunkt, schließlich wollen Sie in Ihrem Foto so viel Stadt wie möglich im Bild haben. Ein hoher Kirchturm, eine Aussichtsplattform oder ein nah gelegener Berg sind also die erste Voraussetzung für die Aufnahme. Das beste Licht für ein goldenes Foto erhalten Sie bei untergehender Sonne oder kurz nachdem die Sonne aufgegangen ist. Für den Anfang empfehlen wir immer die Abendstunden, da Sie den zeitlichen Ablauf besser einschätzen können. Platzieren Sie Ihre Kamera auf einem Stativ. Ein leichtes, aber stabiles Reisestativ ist hier ideal. Sollte das nicht zur Hand sein, können Sie Ihre Kamera auch auf einen festen Untergrund legen. Stellen Sie eine kleine Blende ein (ab f/11). So wird das Bild in jedem Bereich scharf. Die untergehende Sonne färbt die Häuser in eine für das Auge angenehme und warme Farbe. Selbst Städte, die auf den ersten Blick weniger fotogen sind, wirken bei diesen Bedingungen einladend. Für Herbstmotive müssen Sie also nicht unbedingt in den Wald fahren - ein Stadtausflug bietet Motive genug.

10 Herbstfotos im Stadtpark

Warum in die Ferne schweifen? Auch im Park um die Ecke finden sich passende Motive. Im Herbst müssen Sie nicht lange danach suchen.

Viele Hunde lieben umherfliegende Blätter. Laub, das auf dem Boden liegt, ist noch besser. Lassen Sie Ihr Haustier doch einmal nach einem versteckten Ball im Herbstlaub suchen. Sie werden sicher mit tollen Fotos nach Hause zurückkehren. Achten Sie dabei auf den Kamerastandpunkt. Bei der Tierfotografie empfiehlt es sich, auf Augenhöhe mit den Vierbeinern zu gehen. Ein sonniger Tag passt bei solchen Fotos natürlich besser, da die Blätter dann trocken sind. Im Park kann aber auch ein Regentag zu schönen Ergebnissen führen. Im Bild rechts sind nur noch vereinzelt Blätter an den Bäumen, der Nebel hängt in der Allee. Umso besser ist der Blickfang - die zwei Kinder mit ihren bunten Schirmen und Gummistiefeln fallen sofort ins Auge und heben sich perfekt vom sonst so trüben Szenario ab. In diesem Fall passt die Bildkomposition ideal. Der Weg, auf dem noch Restlaub liegt, zieht den Betrachter ins Bild und die Bäume mit ihren goldenen Kronen bilden den natürlichen Rahmen für das Foto. Passend ist auch das Format. Ein Querformat wäre hier störend, da dann die Baumkronen abgeschnitten worden wären. Also los: Der nächste Stadtpark wartet garantiert schon mit inspirierenden Herbstmotiven auf Sie.

Hunde beim Tollen, Kinder im Regen - Herbstmotive finden sich auch im nahgelegenen Park. Es müssen nicht immer die menschenleeren Berglandschaften sein, die eine spannende Aufnahme ausmachen. Auch in der Stadt warten genügend Motive.


WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO SO GUT?

Als würde die Brücke im Nebel verschwinden. Wohin führt uns dieser märchenhafte Weg?

1 Stichwort Linienführung: Zentraler Blickfang ist die Holzbrücke. Ihr Verlauf ist genau definiert: von links unten hin zur Bildmitte. Mit ihr wandert unser Blick in das Bild hinein.

2 Der Nebel im Hintergrund des Bildes sorgt für die perfekte Herbstatmosphäre, da er den Blick nur auf gewisse Elemente freigibt. Wetter wie dieses ist für solche Aufnahmen ideal.

3 Nasse Gräser und Sträucher sorgen für gewünschte Reflexionen, auch werden die bunten Farben der vielen Pflanzen so noch einmal deutlich verstärkt - ein schöner Kontrast zum Nebel.

WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO SO GUT?

Perfekt fokussiert: Ein Makroobjektiv ist eine einmalige, lohnenswerte Anschaffung.

1 Der Fliegenpilz ist ein Blickfang. Mit seiner roten Haube hebt er sich von dem grünen Gras ab. Die Schärfe sitzt dank Makroobjektiv perfekt.

2 Äste und Gräser bilden einen natürlichen Rahmen. Hauptdarsteller auf diesem Foto ist aber ohne Zweifel der rote Pilz.

3 Durch Verwendung des Makroobjektivs werden Vorder- und Hintergrund in eine kreative Unschärfe gesetzt. Der Abbildungsmaßstab beträgt 1:1.

WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO SO GUT?

Die herbstlichen Blätter sorgen für Kontrast und rahmen den fließenden Wasserfall ein.

1 Die bunten Blätter haben bei diesem Bild gleich zwei Funktionen: Sie bilden einen natürlichen Rahmen zum Wasserfall und bilden gleichzeitig einen Farbkontrast. Unser Blick wird sofort zum Wasser gelenkt.

2 Um fließendes Wasser zu fotografieren, sollten Sie ein Stativ verwenden. Alles außer dem Wasserfall soll scharf abgebildet sein. Ein windstiller Tag ist bei langer Belichtungszeit also von Vorteil.

WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO SO GUT?

Die perfekte Spiegelung des Sees wird erst durch die glatte Wasseroberfläche ermöglicht.

1 Voraussetzung für eine harmonisch wirkende Spiegelung: Der Horizont teilt die Aufnahme exakt in der Mitte.

2 Die Tiefenwirkung wird durch die „V-Öffnung“ der Berge noch verstärkt und zieht den Blick zur Bildmitte.

3 Eine glatte Wasseroberfläche ist die Grundvoraussetzung für eine solche Spiegelung. Wellen würden stören.

WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO SO GUT?

Perfekt gewählter Standpunkt: Über den Dächern haben Sie einen idealen Überblick über die gesamte Stadt.

1 Der Fluss teilt nicht nur die Stadt, er teilt auch das Bild. Vor allem aber gibt er die Blickrichtung vor. Das Foto wurde so komponiert, dass wir regelrecht in die Szenerie gezogen werden.

2 Für eine ausgewogene Komposition sorgt auch die Anordnung der Aufnahme. Hier wurde der goldene Schnitt angewendet: zwei Drittel (Stadt) zu einem Drittel (Himmel).


Fotos: Adobe Stock, Hersteller

Fotos: Fotolia.com

Fotos: Adobe Stock, Hersteller