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FOTOMONTAGE: Wasser- und Regeneffekte


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 16.09.2020

In einer Fotomontage sollten einzelne Elemente nicht verraten, dass sie aus verschiedenen Quellen stammen - sie sollen ein thematisches Ganzes bilden. In diesem Tutorial zeigt Ihnen Tomasz Buttler, wie Sie das mit verschiedenen Korrekturen sowie durch die Überlagerung von Wasser-Texturen erreichen.


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Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 4/2020

01 Ausgangsmaterial

Das Compositing setzt sich aus mehreren Elementen zusammen: Wagen (a), Motocross-Fahrer (c), Berge im Hintergrund (d), Bodenfläche im Vordergrund (h), Himmel (b), Mond (e) und jede Menge Wasserspritzer (f) und Regenflares (g). Die Ausgangsbilder stammen hauptsächlich aus ...

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... meinem eigenen Fotoarchiv. Die Wasserspritzer und Regenflares hatte ich bei RAWexchange gekauft, wo sie Teil der „Partikel“-Fotosammlung waren. Dass die Wasserelemente vor schwarzem Hintergrund fotografiert wurden, erleichtert ihren Einsatz: Sie müssen nicht freigestellt werden, sondern lassen sich durch Füllmethoden mit dem Rest des Bildes kombinieren.

02 Freistellen

Um die einzelnen Elemente im Compositing kombinieren zu können, sollten sie zunächst vom unnötigen Hintergrund befreit werden. Den Wagen und den Vordergrund habe ich mit dem »Zeichenstift-Werkzeug« freigestellt (a), alle anderen Elemente durch das Verrechnen der Ebenen (siehe dazu Schritt 4). Mit der Option Pfad zeichnete ich zuerst die Wagenkonturen nach. Investieren Sie für das Freistellen der Autoräder (b) nicht zu viel Zeit, denn diese werden später mit Wasserspritzern überdeckt. Nach dem Schließen des Pfades, wählte ich nach einem Rechtsklick den Befehl »Auswahl erstellen«. In der »Ebenen«-Palette klickte ich auf das Symbol für »Ebenenmaske hinzufügen«, um eine Maske zu erzeugen. Sollte die Maske zu harte Kanten aufweisen, stellen Sie in den Masken-Eigenschaften die »Weiche Kante« auf circa 1 bis 2 Pixel (c), um sie zu soften. Anschließend stellte ich die Bodenfläche [ 1, h] auf dieselbe Weise frei. Hier reicht es, nur an der oberen Kante entlangzufahren, denn alle anderen Bereiche liegen später außerhalb des Bildes.

03 Den Hintergrund zusammenstellen

Die Idee dieses Compositings war, ein Kopf an-Kopf-Rennen zwischen zwei verschiedenen Kraftfahrzeugen bei extremen Wetterbedingungen zu zeigen. Das Bild wurde absichtlich „schief“ konzipiert, um die Dynamik der Szene zu verstärken. Beginnen Sie beim Zusammenstellen der Komposition mit den Bergen, die nur als Silhouette im Hintergrund erscheinen sollen. Dazu wandeln Sie das Foto in Camera Raw in Schwarzweiß um (a) und erhöhen dann den Kontrast extrem, indem Sie die Regler »Kontrast« und »Lichter« auf +100 ziehen und »Tiefen« und »Schwarz« um -10 beziehungsweise -40 reduzieren (b). In Photoshop wenden Sie den »Gaußschen Weichzeichner« mit einem Radius von circa 5 Pixel auf das Bild an, um die harten Bergumrisse etwas zu soften (c). Fügen Sie das Foto des Himmels als weitere Ebene ein, wenden Sie auf diese ebenfalls den »Gaußschen Weichzeichner« an und ändern Sie den Mischmodus auf »Aufhellen«. So erscheint der Himmel nur als ein die dunklen Bereiche überlagernder Helligkeitseffekt (d). Mehr zu seiner Bedeutung erfahren Sie in Schritt 9.

04 Elemente positionieren

Platzieren Sie den freigestellten Boden und den Wagen an der gewünschten Stelle im Compositing (a). Bei allen anderen Elementen ist das Einfügen recht einfach: Da diese Bilder vor einem schwarzen (zum Beispiel beim Mond und den Partikeleffekten) beziehungsweise vor einem sehr hellen Hintergrund (Motocross-Fahrer) fotografiert wurden, müssen sie nicht mühsam freigestellt werden. Hier reicht es aus, den Ebenenmischmodus zu wechseln. Ändern Sie ihn bei einem schwarzen Hintergrund auf »Negativ multiplizieren« und bei einem sehr hellen auf »Multiplizieren«, um ihn „automatisch“ zu entfernen. Der Hintergrund beim Motocrosser-Foto musste in Camera Raw noch leicht aufgehellt werden, um die sonst sichtbaren Ränder (b) verschwinden zu lassen. Wegen des tiefen Schwarztons des Himmels im Mondfoto war dagegen keine weitere Korrektur notwendig (c).

05 Wassereffekte I

Nun legen Sie passende Wasserspritzer über die Autoräder. Sie sorgen nicht nur für mehr Dynamik, sondern kaschieren auch die grobe Freistellung. Optimieren Sie die Partikelfotos in Camera Raw , indem Sie sie leicht aufhellen und den Kontrast so verstärken, dass der Hintergrund schwarz wird (a). In Photoshop ändern Sie den Ebenenmischmodus auf »Negativ multiplizieren«, verkleinern das Element, positionieren die Ebene über den Rädern (b) und maskieren bei Bedarf alle unpassenden Wasserspritzer.

06 Wassereffekte II

Um den Effekt glaubhafter zu gestalten und dem Bild zusätzliche Dynamik zu verleihen, fügen Sie mehrere zusätzliche Wasserwellen hinter dem Wagen ein, die von den Rädern erzeugt werden. Dazu benutzte ich in diesem Fall einfach eine Kopie desselben Wasserspritzer-Fotos wie im vorigen Schritt, die ich entsprechend platzierte, größer skalierte und individuell maskierte.

07 Wassereffekte III

Es folgen mehrere Ebenen mit Regenflares (a), die Sie im Mischmodus »Negativ multiplizieren« entweder dem gesamten Bild oder nur selektiv per Maske überlagern, um zum Beispiel eine Wasserspritzerspur (b) hinter dem Motocrosser zu erzeugen. Sollten einzelne Partikel an einigen Stellen stören, lassen sich diese wiederum per Ebenenmaske abmildern oder ganz entfernen.

08 Licht einschalten

Um die Front des Autos effektvoller zu gestalten, schalten Sie auf einer neuen, leeren Ebene mit Hilfe eines runden und weichen Pinsels mit weißer Farbe den Scheinwerfer an (a). Legen Sie dann eine zweite leere Ebene an und malen Sie mit demselben Pinsel einen Lichtkegel ein (b). Sie können hier mit voller Pinsel-Deckkraft malen und später die Stärke des Effekts durch Reduzierung der Ebenen-Deckkraft anpassen.

09 Hintergrund-Anpassung

Die in Schritt 3 hinzugefügte Aufhellung der Berge verstärkte ich hier durch Malen mit einem weichen Pinsel mit weißer Farbe hinter dem Motocrosser und dem Auto. Die Aufhellung erfüllt zwei Funktionen: Erstens hebt sie die beiden Hauptmotive hervor und verleiht dem Bild mehr Tiefe, indem sie die Berge weiter weg erscheinen lässt. Zweitens funktioniert so der Mischmodus »Multiplizieren« für die Kradfahrer-Ebene besser.

10 Color Grading

Im letzten Schritt geht es darum, dem Bild eine kühlere Anmutung zu geben, jedoch mit roten und gelben Farbakzenten. Beginnen Sie mit einer Einstellungsebene vom Typ »Selektive Farbkorrektur«. Wählen Sie im »Farben«-Drop-Down-Menü den Bereich »Rottöne« (a) und ziehen Sie den »Cyan«-Regler auf -15%. Unter »Gelbtöne « (b) reduzieren Sie den »Cyan«-Wert ebenfalls - hier auf -55%. Zum Schluss gehen Sie noch in den Bereich »Blautöne « (c) und stellen den »Cyan«-Regler auf +35% und den „Magenta“-Regler auf -25%.

Als Nächstes erzeugen Sie eine Einstellungsebene vom Typ »Farbbalance« und fügen den »Tiefen« (d) und »Mitteltönen« (e) Cyan und Blau sowie den »Lichtern« (f) Rot und Gelb hinzu. (og)