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Fotoschule: Richtig belichten


ColorFoto Sonderheft - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 16.08.2019
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Bildquelle: ColorFoto Sonderheft, Ausgabe 1/2019

Ein Motiv wird dann richtig belichtet, wenn Blende und Belichtungszeit passend zur herrschenden Allgemeinhelligkeit eingestellt sind. Außerdem kommt es auf die Einstellung der passenden Sensorempfindlichkeit (ISOWert) an. Um all das kümmert sich Ihre Kamera ganz von selbst, wenn Sie als Betriebsart Vollautomatik ausgewählt haben. In diesem Fall nimmt Ihnen die Kamera das Denken fast vollständig ab. So wird z.B. die ISO-Einstellung automatisch variiert, bei Bedarf auch das eingebaute Blitzgerät zugeschaltet, wenn die Kamera keine Verschlusszeit wählen kann, die kurz genug wäre, damit Sie ...

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... verwackelungsfrei fotografieren können. Motivprogramme berücksichtigen neben Beleuchtung und Motivhelligkeit zusätzlich die Eigenheiten bestimmter Motive. Bei einem Porträt wird dann beispielsweise eine große Blende (kleine Blendenzahl) gewählt, um den Hintergrund in der Unschärfe verschwimmen zu lassen. Oder bei einer Landschaft eine kleine Blende (große Zahl), um eine möglichst große Schärfentiefe zu erzielen. Um den Zusammenhang zwischen Zeit und Blende zu verstehen, sollten Sie allerdings weder Vollautomatik noch Motivprogramm einstellen, sondern Programm-, Zeit- oder Blendenautomatik wählen. Wie sich Verschlusszeit und Blende bei der Belichtung ergänzen und welche Rolle die ISO-Einstellung dabei spielt, erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

Alles auf einen Blick

Bei den Nikon Einsteiger-Modellen werden alle drei für die Belichtung wichtigen Parameter am Monitor grafisch angezeigt: Belichtungszeit (1), Blende (2) und ISO (3). Als Belichtungsprogramm ist in diesem Fall Zeitautomatik mit Blendenvorwahl (A) eingestellt. Das heißt: Blende (hier 5,6) und ISO-Wert (hier 800) wurden manuell vorgewählt; die Kamera hat dazu eine Belichtungszeit von 1/15 s automatisch ermittelt.

Zeit-Blenden-Kombinationen

Blendenreihe

Verschlusszeitenreihe

Die Blendenreihe (oben) und die Verschlusszeitenreihe (unten) kennen Sie aus dem ersten Teil der Fotoschule. Dieses Mal aber haben wir Blenden- und Zeitenreihe übereinander gestellt und dabei die Blendenreihe gespiegelt, sodass die Blendenwerte jetzt von links nach rechts größer werden; bei der Verschlusszeitenreihe werden die Zeiten von links nach rechts kürzer. Dabei ergeben sich Zeit-Blenden-Kombinationen, die in einer bestimmten Beleuchtungssituation zu einem jeweils identisch belichteten Bild führen würden. Ändern würde sich dabei, in Abhängigkeit von der Blende, nur die Schärfentiefe im Bild. Außerdem bräuchte man für die längeren Belichtungszeiten ein Stativ, um nicht zu verwackeln.

Foto: Karl Stechl

Belichtungssituation 1: wenig Licht

Stellen Sie sich vor, dass Blenden- und Zeitenreihe gegeneinander verschiebbar sind, sodass im Prinzip beliebige Zeit-Blenden-Kombinationen möglich sind. Der Übersichtlichkeit halber nehmen wir dieses Mal nur einen kleinen Ausschnitt aus der Reihe. Die hier gezeigten Zeit-Blenden-Kombinationen entsprechen einer Aufnahmesituation, in der relativ wenig Licht vorhanden ist. Fotografiert wurde bei ISO 800 mit Blende 5,6 und 1/30 s.

Foto: Karl Stechl

Belichtungssituation 2: mehr Licht

Bei dieser Aufnahme stand wesentlich mehr Licht zur Verfügung als beim ersten Beispiel: Die Belichtungszeiten sind bei den entsprechenden Blendenwerten durchweg drei Stufen kürzer als im ersten Beispiel. Zudem wurde bei dieser Aufnahme ISO 100 eingestellt, was weiteren drei Blenden „Lichtgewinn“ entspricht. Fotografiert wurde mit Blende 8 und 1/125 s.

Foto: Siegfried Layda

Belichtungssimulation

Im Live-View-Betrieb am Monitor oder im elektronischen Sucher (wenn vorhanden) erlauben die meisten Kameras die Simulation der Belichtung. Das heißt: Bildhelligkeit, Weißabgleich und Schärfentiefe werden annähernd so dargestellt, wie es dem Bild nach der Aufnahme entspricht.

Fotoschule

Welcher ISO-Wert passt zum Motiv?

Jeder Bildsensor hat eine bestimmte Grundempfindlichkeit für Licht, meist zwischen ISO 100 und 200. Das entspricht den zu Analogzeiten am häufigsten verwendeten Filmempfindlichkeiten. Steht bei der Aufnahme wenig Licht zur Verfügung, kann man einen höheren ISO-Wert einstellen, z.B. ISO 400, 800 oder 1600. Viele Kameras erlauben noch höhere ISO-Einstellungen wie 6400, 12 800 oder 25 000. Mit dem Erhöhen der ISO-Einstellung sinkt leider die Bildqualität. Faustregel: Stellen Sie den kleinstmöglichen ISO-Wert ein, der unter den gegebenen Aufnahmebedingungen zu einer praktikablen Zeit-Blenden-Kombination führt.

wissen

ISO-Automatik richtig einstellen Die ISO-Automatik lässt sich bei vielen Kameras manuell konfigurieren: Sie können in diesem Fall ein Limit für das ISO-Maximum eingeben, sodass die Kamera die ISO-Einstellung z.B. nur noch zwischen ISO 100 und 400 variiert. Manchmal lässt sich zudem eine längste Belichtungszeit definieren. Ist dann beispielsweise 1/30 s eingestellt, vermeidet die Kamera längere Zeiten und setzt stattdessen den ISO-Wert entsprechend hoch.

ISO-Reihe

Die Logik der ISO-Reihe

Die ISO-Reihe folgt dem gleichen Prinzip, das Sie bereits bei der Blenden- und Zeitenreihe kennengelernt haben: Eine Verdoppelung bzw. Halbierung des ISO-Werts entspricht einer Blenden- bzw. Lichtwertstufe. Beispiel: Sie erhalten bei ISO 200 mit Blende 8 und 1/125 s ein korrekt belichtetes Bild. Dann könnten Sie bei ISO 400 die Belichtungszeit um eine Stufe verkürzen (von 1/125 s auf 1/250 s) oder die Blende um einen vollen Wert schließen (von Blende 8 auf 11). Würden Sie den ISO-Wert dagegen von 200 auf 100 reduzieren, müssten Sie auch bei Belichtungszeit oder Blende eine Reduzierung um einen vollen Wert in Kauf nehmen – von Blende 8 auf 5,6 oder von 1/125 s auf 1/60 s.

IS O 100

IS O 400

IS O 1600

Fotos: Karl Stechl

IS O 6400

ISO-Stufe und Bildqualität

Das Maximum an Bildqualität wird bei der Grundempfindlichkeit des Bildsensors erreicht, meist zwischen ISO 100 und 200. Bei höheren ISO-Einstellungen sinkt die Bildqualität: Auflösung und Detailwiedergabe gehen zurück, ebenso die Fähigkeit des Bildsensors, Licht-Schatten-Kontraste ohne Verlust an Detailzeichnung wiederzugeben. Gleichzeitig steigt das Bildrauschen – beim Analogfilm nannte man das noch „Körnigkeit“ – an. Faustregel: Kameras mit Bildsensoren ab etwa 1 Zoll bringen normalerweise bis ISO 1600 gute bis passable Bildergebnisse. Auf höhere ISOEinstellungen sollte man nach Möglichkeit verzichten. Tipp: Viele Kameras erlauben das Zuschalten eines Rauschfilters für höhere ISO-Einstellungen.

Foto: Sweet Soul Music Revue

Fotos mit hohen ISOEinstellungen

Höhere ISO-Einstellungen braucht man vor allem, wenn bei wenig Licht fotografiert werden muss und gleichzeitig Bewegung im Spiel ist – z. B. bei der Bühnenfotografie. Viele Kameras bieten für höhere ISO-Einstellungen ein Rauschfilter, meist steuerbar, wobei nicht immer ganz klar ist, ab welcher Stufe das Filter einsetzt. Bei der hier abgebildeten Konzertaufnahme der Sweet Soul Music Revue (www.sweetsoulmusicrevue.com) wurde mit einer Nikon APS-C-Kamera und 60 mm (KB-äquiv.) bei ISO 2500 fotografiert (f 6,3, 1/160 s). Bei statischen Motiven bietet es sich eher an, eine niedrigere ISO-Stufe zu wählen und vom Stativ zu fotografieren.

Fotos: Karl Stechl

ISO-Belichtungsreihen

Manche Kameras erlauben ISO-Belichtungsreihen (ISO-Bracketing). In diesem Fall hält die Kamera Verschlusszeit und Arbeitsblende konstant und variiert bei den einzelnen Belichtungen die ISO-Einstellung. Beispiel: Die Fujifilm X10 macht beim ISO-Bracketing drei Aufnahmen, deren Spreizung sich in drei Stufen (1, 2/3 und 1/3 Blende) variieren lässt. Dabei muss man nur einmal den Auslöser drücken, den Rest erledigt die Kamera automatisch.

Fotoschule

Belichtungs- Programm auswählen

Belichtungsprogramme gehören zur Standardausstattung einer Digitalkamera. Darunter ist auch der bei vielen Einsteigern beliebte Vollautomatikmodus (Auto- oder A-Einstellung, meist grün geschrieben). Er nimmt Ihnen das Denken ab, Sie können aber auch nicht steuernd in das Geschehen eingreifen. Das Gleiche gilt für Motivprogramme, die nichts anderes als modifizierte Vollautomatiken sind. Wenn’s mal schnell gehen muss, kann die „Full-Service-Automatik“ zwar hilfreich sein. Um ein Gespür für das Zusammenwirken von Verschlusszeit, Blende und ISO-Einstellung entwickeln, sollten Sie sich aber vorrangig mit Programm-, Zeit- und Blendenautomatik auseinandersetzen.

wissen

Einstellungssache Während sich die Belichtungsprogramme bei typischen Kompaktmodellen nur über das Menü einstellen lassen, bieten Systemkameras und höherwertige Kompaktmodelle dafür ein Moduswahlrad, üblicherweise an der Oberseite der Kamera an. Tendenziell gilt: Semiprofessionelle Modelle beschränken sich auf Standardprogramme wie Voll-, Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie Manuell, während Consumer- Modelle auch Motiv- bzw. Effektprogramme anbieten. Abgebildet: das Moduswahlrad einer Nikon Kamera.

Foto:Karl Stechl

Programmautomatik

Bei Programmautomatik errechnet die Kamera eine Zeit-Blenden- Kombination, die in der jeweiligen Aufnahmesituation zu einem korrekt belichteten Bild führt. Meistens liegt der Schwerpunkt dabei auf kürzeren Verschlusszeiten, damit die Aufnahme nicht verwackelt wird. Wenn Ihnen die angebotene Zeit-Blenden-Kombination nicht ins Konzept passt, hilft eine Programmverschiebung (siehe unten).

Foto:Karl Stechl

Programmverschiebung

Obwohl die Kamera bei Programmautomatik Blende und Belichtungszeit selbstständig einstellt, muss man sich mit der angebotenen Zeit-Blenden-Kombination nicht zufriedengeben. Fast immer hat man die Möglichkeit der Programmverschiebung (Program Shift). Üblicherweise benutzt man das Einstellrad, um alternative Zeit-Blenden-Kombinationen zu wählen, die zu einem identischen Belichtungsergebnis führen. Je nach Tiefenausdehnung des Motivs macht sich dabei die unterschiedliche Schärfentiefe in Abhängigkeit von der Blende im Bildergebnis bemerkbar.

Foto: Karl Stechl

Zeitautomatik

Bei Zeitautomatik (A oder Av) wählen Sie die Arbeitsblende selbst, und die Kamera stellt dazu die passende Belichtungszeit ein. Dieses Programm ist sinnvoll, wenn Sie die Schärfentiefe der Aufnahme selbst festlegen wollen. So können Sie eine Landschaft von vorne bis hinten scharf abbilden (kleine Blende) oder den Hintergrund eines Motivs (Porträt, Blüte etc.) in der Unschärfe verschwimmen lassen (große Blende).

Foto: Karl Stechl

Blendenautomatik

Bei Blendenautomatik (S oder Tv) wählen Sie die Verschlusszeit selbst, und die Kamera stellt die dazu passende Arbeitsblende ein. Dieses Belichtungsprogramm bietet sich an, wenn Sie durch eine kurze Belichtungszeit (z.B. 1/2000 s) eine schnelle Bewegung „einfrieren“ oder Wischeffekte durch eine lange Belichtungszeit (z.B. 1 s) provozieren wollen (siehe vorige Ausgabe).

Foto: Karl Stechl

Manuelle Steuerung

Beim manuellen Modus stellen Sie Zeit und Blende von Hand ein; dabei unterstützt Sie eine Anzeige im Sucher oder am Live-Monitor. Man spricht in diesem Fall von Nachführmessung. Sinnvoll in Aufnahmesituationen mit extremen Kontrasten, bei Nachtaufnahmen oder bei Bildserien unter konstanten Beleuchtungsbedingungen, auch und vor allem im Fotostudio.

Foto: Karl Stechl

Nachtporträt

Motivprogramme sind erweiterte Vollautomatiken, die den Eigenheiten des jeweiligen Motivs gerecht werden sollen. Beim Nachtporträt“ wird beispielsweise der Vordergrund mittels Blitz aufgehellt, während eine lange Verschlusszeit dafür sorgt, dass der Hintergrund nicht völlig schwarz wird. Um nicht zu verwackeln, muss man ein Stativ verwenden oder die Kamera anderweitig stabilisieren.

Fotoschule

Wie misst man die Belichtung

Systemkameras und höherwertige Kompaktmodelle bieten verschiedene Methoden der Belichtungsmessung. Zur Wahl stehen Matrix- bzw. Mehrzonenmessung, (mittenbetonte) Integralmessung und Spot- bzw. Selektivmessung, die wir Ihnen hier im Detail vorstellen. Was man wissen sollte: Jeder Belichtungsmesser ist auf ein mittleres Grau geeicht. Das heißt: Eine graue, weiße oder schwarze Fläche wird jeweils so belichtet, dass sie etwa einem mittleren Grau entspricht. Unproblematisch für die Belichtungsmessung sind folglich Motive mit weitgehend gleichmäßiger Helligkeitsverteilung, in anderen Fällen muss man auch mal korrigierend eingreifen.

Foto: Karl Stechl

Integralmessung

Bei der Integral- oder Ganzfeldmessung wird das komplette Bildfeld zur Belichtungsmessung herangezogen. Die heute übliche Variante ist aber die mittenbetonte Integralmessung, bei der Messwerte aus dem Bildzentrum stärker gewichtet werden als Messwerte aus den Außenbereichen. Beispiel Nikon D7100: Bei der mittenbetonten Messung wird ein Kreisdurchmesser von 8 mm (alternativ 6, 10 oder 13 mm) in der Bildmitte zu 75 Prozent gewichtet. Die mittenbetonte Integralmessung funktioniert unter anderem gut bei Porträts und anderen Motiven mit gleichmäßiger Helligkeitsverteilung im zentralen Bildbereich.

Fotos: Karl Stechl

Bildbeurteilung

Das Histogramm, das Ihnen bei der Bildwiedergabe (zum Teil auch im Live-View-Modus) und in Bildbearbeitungsprogrammen angezeigt wird, hilft Ihnen bei der Belichtungskontrolle. Füllt das „Tonwertgebirge“ den kompletten Raum zwischen linker und rechter Begrenzung, ist das Bild optimal belichtet. Ist das Histogramm links (Schatten) und/ oder rechts (Lichter) angeschnitten, drohen Tonwertverluste. Bei kontrastarmen Motiven hat das Histogramm links und rechts Spielraum, was sich durch Tonwertbearbeitung leicht korrigieren lässt – mehr darüber im Workshop „Bildbearbeitung“ in dieser Ausgabe.
1. Unterbelichtet: Links ist das Histogramm angeschnitten, rechts herrscht jede Menge Spielraum.
2. Richtig belichtet: Das Histogramm läuft links und rechts vor der Grenzlinie aus.
3. Überbelichtet: Rechts ist das Histogramm angeschnitten, links endet das Histogramm deutlich vor der Grenzlinie.

Foto: Karl Stechl

Matrixmessung

Die Mehrfeld- oder Matrixmessung ist eine weiterentwickelte Form der Ganzfeldmessung. Dabei wird das Bildfeld in mehrere Zonen aufgeteilt, die bei der Berechnung der Belichtungswerte unterschiedlich gewichtet werden. Zudem agiert die Messung „intelligent“. Das heißt, dass auch die Art des Motivs und dessen Farbverteilung, die eingesetzte Brennweite und AF-Messpunkte zur Belichtungsermittlung herangezogen werden. Der Kamerarechner gleicht das aktuelle Motiv mit den Belichtungsdaten ähnlicher Motive ab, die im Speicher hinterlegt sind. Dabei ist es z.B. möglich, eine Gegenlichtsituation zu erkennen und die Belichtung anzupassen. Die Matrixmessung ist die Standardeinstellung für die meisten Motive und auch beim Aufhellblitzen erste Wahl.

Foto: Karl Stechl

Spotmessung

Man unterscheidet zwischen Spot- und Selektivmessung. Beides beschreibt einen vergleichbaren Sachverhalt, nur dass man bei der Spotmessung einen kleineren Messpunkt voraussetzt als bei der Selektivmessung. Beispiel EOS 650D: Für die Selektivmessung gelten ca. 9 % des Gesichtsfelds, für die Spotmessung 4 %. Bei der EOS 7D ist die Spotmessung mit 2,3 % noch enger eingegrenzt, bei der Nikon D7100 ebenso (2,5 %). Die Schwierigkeit besteht darin, den optimalen Messpunkt für die Spotmessung zu finden. Sinnvoll ist die Spotmessung immer dann, wenn sich ein relativ kleines Hauptmotiv in einem stark kontrastierenden Umfeld befindet. Oft lässt sich die Spotmessung auch mit dem aktiven AF-Messfeld verknüpfen.

wissen

Belichtung korrigieren
Jede Digitalkamera bietet die Möglichkeit einer manuellen Belichtungskorrektur. Meist gibt es eine Plus-Minus-Taste und eine Korrekturskala am Monitor oder LC-Display. Korrekturwerte, oft aufgelöst in Drittelblenden, werden mittels Einstellrad oder Richtungstasten vorgewählt. Seltener findet man ein Belichtungskorrekturrad wie bei den Fujifilm- Modellen (Abbildung: Fujifilm).

Belichtung speichern
Mit Hilfe der Taste AE-L, so vorhanden, lassen sich die Belichtungswerte für die folgende Aufnahme speichern. So können Sie das Hauptmotiv anvisieren und dann bei gedrückter AE-L-Taste die Kamera verschwenken, um den gewünschten Bildausschnitt zu wählen. Besonders hilfreich ist die Speichertaste in Kombination mit der Spot- und Selektivmessung.

Belichtungsreihe (Bracketing)
Wenn’s schnell gehen muss, hilft eine Belichtungsreihe, damit man ein optimal belichtetes Bild nach Hause bringt. Einstellen lässt sich dabei die Zahl der Aufnahmen (z.B. 3 oder 5) und die Spreizung für die Stufenbelichtungen (z.B. z.B. 0,7 oder 1 Blende). Bei Canon lassen sich Belichtungskorrektur und Bracketing sehr anschaulich in einem gemeinsamen Menü einstellen.