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Fragen & Antworten


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2011 vom 26.08.2011

Vorsorgeuntersuchungen

Sind die U-Untersuchungen verpflichtend? Was passiert, wenn ich mein Kind nicht hinbringe?
Clemens Jakobi, Düsseldorf

In den meisten Bundesländern – mit Ausnahme von Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt – gibt es eine Meldepflicht für die Teilnahme an den U-Vorsorgeuntersuchungen. Doch die Regelungen sind sehr unterschiedlich: Während nach Auskunft der Kinderärzte im Netz etwa in Baden-Württemberg die U1 bis U9 sowie die J1 Pflicht sind, gilt das in Nordrhein-Westfalen nur für die U4 bis U9 oder in Brandenburg für die U6 bis U9 sowie die U11. Versäumen Eltern eine dieser Untersuchungen, werden sie in der Regel schriftlich daran erinnert, häufig auch ein zweites Mal. Wird ein Termin danach immer noch ignoriert, suchen Vertreter des Jugend- oder Gesundheitsamtes die Familie auf. Dr. Hermann Josef Kahl, Vorsitzender des Ausschusses Prävention und Frühtherapie beim Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), sagt, gerade bei gesundheitlich und sozial vernachlässigten Kindern habe sich das System als sehr wirksam erwiesen. „Insgesamt profitieren aber alle Kinder von der Meldepflicht“, so Dr. Kahl.

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Foto: Banana Stock

Keimfrei durch UV-Strahlen und Ozon?

Auf der Suche nach Geräten, mit denen ich die Schnuller unseres Sohnes keimfrei machen kann, bin ich auf das Modell Pipila gestoßen, das Keime angeblich durch UV-Strahlen und Ozon tötet. Kann man das Problem nicht auch anders lösen?
Katharina Sulzer, per E-Mail

Laut Anbieter (www.pipila.de) greifen UV-Strahlen die DNA der Keime an, Ozon soll den Zellkern zerstören. Wir meinen, da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, getroffen wird die Geldbörse besorgter Eltern. Denn mit knapp 25 Euro ist der Pipila nicht gerade günstig. Bewährt hat sich, Schnuller vor dem ersten Einsatz und dann täglich auszukochen. Auf keinen Fall sollten Eltern den Nuckel ablutschen: So übertragen sie Kariesbakterien auf das Kind.

Haben Sie auch Fragen? Dann schreiben Sie uns, wir kümmern uns darum: ÖKO-TEST-Magazin, Kasseler Straße 1 a, 60486 Frankfurt

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Foto: lucielang/Fotolia.com

Stottern kommt häufig vor

Mein dreijähriger Sohn stottert plötzlich. Muss ich mit ihm zum Logopäden?
Bettina Müller-Willms, Schwerin

In diesem Alter kommt Stottern häufig vor. Der Schweizer Kinderarzt und Buchautor Remo H. Largo schreibt in seinem Klassiker „Babyjahre“, dass vorübergehendes Stottern zur normalen Sprachentwicklung gehört. Paradoxerweise seien gerade die großen sprachlichen Fortschritte, die Kinder zwischen zwei und fünf Jahren machten, der Grund für das Stottern. Sprachverständnis und Wortschatz erweitern sich rasch, zugleich eignen sich Kinder die Grundregeln der Grammatik und des Satzbaus an. Largo: „So viele Herausforderungen auf einmal bringen die Mehrheit der Kinder vorübergehend ins Stottern.“ Erst wenn es länger als sechs Monate anhält, sollten Sie fachlichen Rat einholen.

Welches Öl für Beikost?

Ich habe gehört, für Beikost sollte man nur raffiniertes Öl verwenden, weil im kalt gepressten Öl mehr Schadstoffe enthalten sind. Dabei dachte ich immer, kalt gepresstes Öl ist das Nonplusultra.
Kerstin Breithaupt, per E-Mail

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Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE). Sie ist Expertin für die wissenschaftliche Ernährungsberatung von Säuglingen und Kleinkindern.


„Bis vor wenigen Jahren haben wir tatsächlich zu raffiniertem Öl für die Beikost geraten, da Schadstoffe wie Schwermetalle, Schimmelpilzgifte oder Pestizide durch die Raffination ausgespült werden. Doch mittlerweile haben wir diese Empfehlung aktualisiert: Eltern können für die Beikost sowohl kalt gepresstes als auch raffiniertes Öl verwenden. Hintergrund: Vor einiger Zeit wurde festgestellt, dass durch die Raffination sogenannte 3-MCPD-Fettsäureester entstehen. Die setzen bei der Verdauung 3-MCPD frei, das in Tierversuchen die Nieren geschädigt und in hohen Dosen zur Bildung gutartiger Tumore geführt hat. Letztlich geht es also um die Abwägung, ob das Baby kleine Mengen an 3-MCPD-Fettsäureestern aus raffinierten Ölen oder mögliche Schadstoffe aus kalt gepressten Ölen aufnimmt. Ideal für die gesunde Ernährung ist übrigens Rapsöl.“

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