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Freeloads im Einsatz: 3D-VORGABEN


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 05.12.2018

Hochwertige 3D-Modelle kosten in der Regel viel Geld. Zum 60-jährigen Jubiläum der NASA spendiert Adobe eine Reihe von hochauflösenden 3D-Assets rund um das Thema Raumfahrt. Wir zeigen Ihnen an einem Beispiel, wie Sie diese freien Vorgaben in Photoshop einsetzen können.


Artikelbild für den Artikel "Freeloads im Einsatz: 3D-VORGABEN" aus der Ausgabe 1/2019 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 1/2019

Bild: Olaf Giermann

01 3D-MODELLE DOWNLOADEN

Nach dem Download überwww.docma.info/21426 finden Sie für jedes 3D-Modell einen eigenen Ordner mit verschiedenen Dateien. In Photoshop laden Sie die Datei mit der Endung OBJ, die das eigentliche Drahtgittermodell enthält(a) . Die anderen Dateitypen (MTL und MDL) dürfen Sie nicht löschen, da ...

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Nach dem Download überwww.docma.info/21426 finden Sie für jedes 3D-Modell einen eigenen Ordner mit verschiedenen Dateien. In Photoshop laden Sie die Datei mit der Endung OBJ, die das eigentliche Drahtgittermodell enthält(a) . Die anderen Dateitypen (MTL und MDL) dürfen Sie nicht löschen, da diese die Materialeigenschaften enthalten beziehungsweise die Kompatibilität zu 3D-Software sicherstellen.

In einem weiteren Unterordner sind die verwendeten Texturen gruppiert(b) . Diese müssen Sie für einige Oberflächen gegebenenfalls über die Material-Eigenschaften neu laden. Bei den hier verwendeten Objekten ist das nicht nötig.

Weitere Informationen über die Adobe-Aktion zum 60-jährigen Jubiläum der NASA und die hier verwendeten 3D-Modelle finden Sie unterwww.docma.info/21428

02 MODELLE IN PHOTOSHOP LADEN

Erzeugen Sie eine neue, leere RGB-Datei in der gewünschten Ausgabegröße. Fügen Sie die heruntergeladenen 3D-Modelle als 3D-Ebenen hinzu, indem Sie den Menüpunkt»3D > 3D-Ebene aus Datei« benutzen und die gewünschte OBJ-Datei auswählen(a) . Bestätigen Sie den Zwischen-Dialog»Neu: Größe der 3D-Szene« ohne Änderungen (er spielt nur bei geplantem 3D-Druck eine Rolle). Markieren Sie alle erzeugten 3D-Ebenen und fassen Sie sie mit dem Tastenkürzel»Strg/Cmd-E« zu einer einzigen zusammen. Auf diese Weise landen alle Objekte in der Mitte der 3D-Welt inklusive deren ursprünglich vorgesehenen, relativen Größenverhältnissen(b) .

03 ELEMENTE POSITIONIEREN

Wählen Sie die einzelnen Objekte in der»3D« -Palette aus(a) . Aktivieren Sie das»Verschieben-Werkzeug« und nutzen Sie die 3D-Werkzeuge in der Optionsleiste(b) oder das 3D-Widget(c) , um die 3D-Meshes wie gewünscht zu positionieren und unabhängig voneinander zu skalieren. Achten Sie darauf, dass kein gelber Rahmen um den Arbeitsbereich herum angezeigt wird, denn dann würden Sie die gesamte 3D- Ansicht verändern und nicht Position und Größe der einzelnen Objekte. Dadurch würden Sie sich das Anordnen der 3D-Elemente nur unnötig erschweren.

TIPP: »Ansicht > Anzeigen > Sekundäre 3D-Ansicht«(d) hilft dabei, zu sehen, wie die einzelnen Elemente zueinander liegen.

04 LICHTQUELLEN ANPASSEN

Das Standardlicht einer neuen 3D-Ebene passt so gut wie nie zum geplanten Hintergrund. Einfach und schnell kommen Sie zu einem besseren Ergebnis, indem Sie in der»Umgebung«(a) die bildbasierte Beleuchtung (»IBL« ) deaktivieren(b) und die»Deckkraft« der Grundebenen-Schatten auf Null setzen(c) . Über die zweite Schaltfläche unten in der»3D« -Palette(d) fügen Sie bei Bedarf weitere Lichtquellen hinzu. Benutzen Sie „Gerichtetes Licht“ für die Sonne und rotieren Sie diese bei aktivem»Verschieben-Werkzeug« so, dass das Licht von hinten kommt. Ein „Punktlicht“ hellt den Astronauten von vorne auf und ein Spotlicht den Asteroiden, da dieser sonst – realistischerweise – komplett schwarz dargestellt werden würde. Aufgrund seiner dunklen Oberfläche erhalten Sie übrigens nicht den gleichen hellen Lichtrand wie auf dem hellen Astronautenanzug.

05 RENDERN

Das korrekte Berechnen von Licht und Schatten (»3D > 3D-Ebene rendern« ) dauert in Photoshop ziemlich lange. Einerseits können Sie den Vorgang beschleunigen, indem Sie mit dem»Lasso« nur die wichtigen Objektbereiche vor dem Rendern auswählen. Andererseits können Sie glücklicherweise die Berechnung über die»Escape« -Taste abbrechen, sobald Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Falls Ihnen sogar die ungerenderte Version bereits gefällt, sparen Sie sich die Berechnung komplett.

Fügen Sie unterhalb der 3D-Ebene einen geeigneten Hintergrund ein. Mit den „NASA Images“ (www.docma.info/21474 ) steht Ihnen hierfür ein großer, kostenloser und frei verwendbarer Fundus zur Verfügung. In diesem Beispiel verwendete ich ein Bild von Adobe Stock.

06 SPIEGELUNGEN

Theoretisch können Sie Spiegelungen, wie die im Visier des Astronauten, von Photoshop berechnen lassen. Da das dafür notwendige Ein- und Ausrichten der Elemente hier jedoch recht umständlich ist und die Renderzeiten exorbitant anwachsen, sollten Sie tricksen und das Satelliten-Modell auf einer eigenen 3D-Ebene grob rendern, diese in ein Smartobjekt konvertieren und es passend transformieren beziehungsweise verformen. Auch die Sternen-Reflexion erhalten Sie schneller, indem Sie einen Ausschnitt des verwendeten Hintergrundbildes kopieren und über dem Display einfügen. Probieren Sie in beiden Fällen verschiedene Füllmethoden wie etwa»Weiches Licht« und»Negativ multiplizieren « aus und senken Sie gegebenenfalls die»Deckkraft« .

07 WEITERE BEARBEITUNGEN

Für die endgültige Abstimmung fassen Sie alle Ebenen zu einer neuen zusammen (»Strg/Cmd-Alt-Shift-E« ) und wenden den»Camera Raw-Filter« an. Hier können Sie mit den selektiven Werkzeugen den Kontrast optimieren, eine Vignette oder eine Farbtonung hinzufügen und beispielsweise die Sättigung des Visiers mit dem»Radialfilter« schnell und genau abstimmen. Verwischen Sie optional die Konturen der Astronauten-Gliedmaßen selektiv mit dem Filter»Pfad-Weichzeichnung« (siehe Abbildung). Darüber hinaus überlagerte ich in diesem Beispiel einen mit der empfehlenswerten SoftwareLensFlareStudio erzeugten Blendenfleck im Modus»Negativ multiplizieren« .