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Freier Eintritt


Landlust Zuhaus - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 03.07.2019

Duschen werden häufig ohne Tür oder Kabine gestaltet. Das erleichtert die Pflege und wirkt geräumiger. Was bei offenen Duschen zu beachten ist.


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Bildquelle: Landlust Zuhaus, Ausgabe 3/2019

Offene Duschen werden auch als begehbare Duschen, „Walk-in-” oder Infinity-Duschen bezeichnet. Sie sind geräumig und werden meistens ohne Schwelle, also ebenerdig, ausgeführt. Dazu wird eine Nische genutzt oder eine Raumecke um z. B. eine Glaswand ergänzt, sodass sich ein geschützter Duschbereich ergibt. Solche Lösungen sparen Platz. Wer es im Bad geräumig hat, kann die Dusche auch frei an der Wand platzieren und eine Glasscheibe als Spritzschutz davorsetzen. So ...

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... ist die Dusche von beiden Seiten aus begehbar. Auch eine in den Raum gesetzte Wandscheibe kann eine solche Situation schaffen.

Zu den Wänden

Die Wände im Duschbereich müssen vollflächig abgedichtet werden, etwa mit einem Vlies oder Dichtanstrich. Der Eingang der Dusche sollte mindestens 80 cm breit sein, rollstuhlgerecht sind 90 cm. Je offener die Dusche ist, desto bequemer der Zugang – desto mehr Wasser kann aber auch danebengehen. Damit Wasserspritzer nicht aus der Dusche herausgelangen, rechnet man einen Spritzbereich von mindestens 140 cm ein – abhängig von Körpergröße und Duschgewohnheiten des Nutzers, wie Brauseneinstellung und Wasserdruck. Wer das übrige Bad nicht unter Wasser setzen möchte, wählt ein tiefes Maß für die Dusche und einen Spritzschutz, zum Beispiel eine Glasabtrennung. So bleibt der Duscheingang trocken. Solche Duschabtrennungen schützen überdies vor Zugluft und verhindern, dass man unter der Dusche schnell friert – denn in offenen Duschen steht man frei, wärmender Wasser-

dampf wird nicht wie in Duschkabinen gehalten. Eine Fußbodenheizung oder ein Handtuchheizkörper in Greifweite leisten dabei ebenfalls gute Dienste. Außerdem sind Infrarotgeräte auf dem Markt, die in den Duschbereich eingebaut werden und Wärme abstrahlen.

Der Eingang der Dusche führt ums Eck, das schützt vor Spritzwasser


Platzsparende Lösung: Die Badewanne teilt eine Duschnische ab.


Werden Trennwände nicht raumhoch aufgebaut, können Schwaden besser abziehen.


Geschützter Bereich

Zur Unterteilung des Raumes und als Spritzschutz stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Glasabtrennungen wirken großzügig, denn sie verbrauchen wenig Platz und verkleinern den Raum auch optisch nicht. Außerdem lassen sie Licht in den Duschbereich. Sie sollten aus Sicherheitsglas bestehen und werden über Wand-und Bodenprofile und / oder Bügel gehalten oder an der Decke befestigt. Je nach Einbausituation können mehrteilige Glaselemente über Eck infrage kommen, sie erreichen so fast schon Duschkabinencharakter. Einzelne Elemente können auch beweglich sein und sich nach Bedarf zur Seite klappen lassen. Wer etwas mehr Privatsphäre unter der Dusche schätzt, kann statt Klarglas satiniertes Glas, eine Dekorvariante mit Siebdruck oder Spiegelglas wählen. Der Spritzschutz und die damit nötige Abteilung der Dusche vom Raum kann auch über eine gemauerte Wand oder in Trockenbauweise erreicht werden. Bei kleineren Duschen sollten die Duschwände dabeiallerdings nicht raumhoch aufgebaut werden, damit

der Wasserdampf gut abziehen kann und sich nicht in der Dusche staut. „Bei größeren offenen Duschen ist das kein Problem”, berichtet Philip Rings, Ausstellungsleiter beim Sanitäreinrichter Elements. „Alternativ kann ein Lüftungssystem mit Feuchtigkeitssensor angebracht werden.” Bei Bedarf zieht der Lüfter Wasserdampf ab, ohne dass Zug entsteht. Auch eine kombinierte Abtrennung aus halbhoher Wand mit aufgesetzter Glasscheibe ist möglich. Dadurch wirkt die Dusche offener und heller und es entsteht zusätzliche Wandfläche, etwa für die Installation eines Waschtischs.

Ein Spritzschutz aus Glas wirkt offen, lässt Licht hindurch und nimmt wenig Platz ein.


Raum im Raum: Gemauert oder in Trockenbauweise möglich.


Ebenerdige Dusche vs.hohe Duschwanne

Mittlerweile sind ebenerdige Duschen Standard: Sie fügen sich optisch am besten in einen Raum ein, sind einfacher zu reinigen und spätestens im Alter weiß man einen barrierefreien Zugang zur Dusche zu schätzen. Solche Duschen sind außerdem meist geräumiger. Allerdings müssen bauliche Voraussetzungen gegeben sein: Die Abwasserleitung muss einen ebenerdigen Einbau zulassen, dazu darf der Ablauf nicht zu hoch liegen – beim Neubau kein Problem, im Bestand kann das einen größeren Umbau bedeuten. Klassische Duschen, also mit höheren Duschwannen, bilden eine Stufe am Einstieg und bergen dadurch ein höheres Unfallrisiko. Dafür kann die Wanne befüllt werden und so zum Beispiel auch als Fußbad genutzt werden. Außerdem verhindert die Wanne, dass Wasser aus der Dusche heraus ins Bad läuft.

Glasscheiben gelten als pflegeintensiv – zwar müssen auch geflieste Wände mit ihren Fugen regelmäßig gereinigt werden, Wasserflecken zeichnen sich auf Glas jedoch eher ab. Möglichst fugenlose Abtrennungen ohne viele Winkel (wie Rahmen oder Scharniere) vereinfachen die Reinigung. Spezielle Glasbeschichtungen erleichtern ebenfalls die Arbeit, indem sie Wasser abperlen und schneller abfließen lassen. Regelmäßige Pflege ist dennoch nötig.

Ablaufrinnen fangen das Wasser (nahezu) über die gesamte Breite der Dusche auf.


Foto: Geberit

Der Wasserablauf kann auch in die Wand verlegt werden. So müssen die Bodenfliesen nicht unterbrochen werden.


Foto: Geberit

Bei Duschen mit umlaufender Abflussrinne wird auf das übliche Gefälle verzichtet


Foto: Baqua

Duschtasse mit integriertem punktförmigen Ablauf


Foto: Geberit

Zum Fußboden

Auch der Fußboden muss abgedichtet werden – mittlerweile im ganzen Bad und nicht nur im Duschbereich. Das schützt vor Wasserschäden, falls Fugen einmal undicht werden sollten. Damit in der Dusche das Wasser ablaufen kann, ist am Boden ein Gefälle von zwei Prozent erforderlich. Je nach Ablauf wird das Gefälle ein-oder mehrseitig ausgeführt: Der Ablauf kann mittig in der Fläche oder am Rand der Dusche liegen und punktförmig oder als mehr oder weniger breite Rinne angelegt sein. Eine andere Möglichkeit sind Wandabflüsse dicht über dem Boden. Der Ablauf selbst wird durch eine Kappe oder ein Rost verdeckt, diese Elemente lassen sich zur Reinigung entnehmen. Bei besonders aufwendigen Duschanlagen mit Regenhimmel oder Ähnlichem ist die Ablaufleistung des Abflusses zu beachten.
Als Alternative werden handwerklich gefertigte Duschen angeboten, die ohne Gefälle auskommen: Das Wasser fließt dann vom Duschbereich durch einen Spalt in eine umlaufende Rinne und von dort in den Abfluss.

Die genauen Maße hängen von der Körpergröße der Nutzer, den Bestimmungen der jeweiligen Armaturundggf.dem Fugenbild ab.


Mosaikfliesen passen sich dem Gefälle an, Duschrinnen fügen sich ohne Schnitte ins Raster.


Foto: Jasba

Formenspiel: Viele Fliesenserien bieten für verschiedene Bereiche unterschiedliche Formate. Fugenreiche Varianten erhöhen die Trittsicherheit.


Foto: Agrob Buchtal

Geflieste Duschen

Mit einer gefliesten Dusche bekommt man eine Maßanfertigung: Die große Auswahl an Fliesen bietet viele Farb-und Formvarianten und erlaubt eine aufeinander abgestimmte Gestaltung von Wand und Boden. Wird ein einheitlicher Bodenbelag gewählt, gehen Dusche und Raum ineinander über und lassen das Bad größer erscheinen. Den Gegebenheiten des Raumes gemäß sind individuelle Maße und Formen des Duschbereichs möglich. Je nach Oberfläche sind Bodenbeläge in unterschiedliche Rutschfestigkeitsklassen (R) unterteilt, für Barfußbereiche werden mitunter zusätzlich Kategorien ausgewiesen. Im Bad empfiehlt sich leicht angerautes Material mit einer Rutschhemmung von mindestens R 9, besser R 10, oder Kategorie B (für nasse Böden). Besonders bei kleinteiligen Fliesen oder Mosaiken wirken Fugen zusätzlich rutschhemmend. Außerdem lassen sie sich besser ans benötigte Gefälle anpassen. Die Position des Bodenablaufs ist frei wählbar, dennoch empfiehlt es sich häufig, statt eines punktuellen Ablaufs eine Rinne zu wählen: So lassen sich diagonale Schnitte vermeiden und ein ruhigeres Fugenbild erzielen.

Abfluss und Gefälle können in beliebigem Maß direkt in den Estrich eingearbeitet werden, was präzises Arbeiten erfordert. Eine Alternative sind Duschboards: Montagefertige Module aus wasserdichtem Hartschaum, die bereits mit Siphon und Dämmung ausgestattet sind und so den Unterbau der Dusche bilden. Zur Führung der Abflussleitung werden sie geschlitzt und nach Einbau befliest. Auch hier sind verschiedene geometrische Formen ausführbar. Verläuft die Abflussleitung waagerecht unter der Dusche, benötigen Unterbauelemente ca. 10 cm Platz im Bodenaufbau, was bei nachträglichen Einbauten zu berücksichtigen ist. Kann der Abfluss senkrecht nach unten durch den Boden geführt werden, verringert sich die Aufbauhöhe – so lässt sich eventuell im Erdgeschoss der Anschluss an die Abwasserleitung über den Keller herstellen. „Ein Gefälle in Estrich zu ziehen erfordert handwerkliches Geschick, dafür ist man damit bedeutend flexibler – mit einem Duschboard hat man immer ein vorgefertigtes Maß und muss das genau einpassen”, fasst Philip Rings die Vor-und Nachteile der Bauarten zusammen. Im barrierefreien Bereich ist zusätzlich darauf zu achten, auf welches Gewicht ein Duschboard ausgelegt ist. Fußbodenheizungen sind nur bei der Estrichvariante realisierbar. Neben keramischen Fliesen können auch Platten aus Naturstein als Wand-oder Bodenbelag eingesetzt werden. Schiefer, Granit oder Travertin sind gut geeignet. Dabei kann je nach Stein eine Imprägnierung sinnvoll sein, um das natürliche Material gegenüber Wasserflecken, Kosmetika oder Reinigungsmitteln unempfindlicher zu machen. Um am Boden die nötige Trittsicherheit herzustellen, wird die Oberfläche behandelt, etwa gebürstet.

Duschtassen

Auch Duschtassen (oder -wannen) sind für ebenerdige Duschen zu erwägen, hier gibt es extraflache Modelle. Sie bestehen aus Acryl, Emaille oder Mineralguss (siehe Infokasten rechts). Man wählt meist unter vorgefertigten Maßen und Formen. Standardmaße sind heute 90 bis 100 x 120 bis 140 cm. Es gibt aber ebenso Quadrate, Viertelkreise oder Sonderformen, etwa wenn Aussparungen für Versorgungsschächte gefragt sind. Für Bäder, in denen die Badewanne durch eine Dusche ersetzt werden soll, gibt es eigens passende Maße, die den Austausch erleichtern.
Die Wannen lassen sich entweder flächenbündig in eine Aussparung im Estrich einarbeiten oder auf die Fliesen setzen, je nach Modell und Wunsch. Sie werden auf einen Rahmen montiert oder auf Estrich oder einen Styroporträger aufgebracht. Im Bestand entscheidet letztlich die Position des vorhandenen Ablaufs über die infrage kommenden Bauformen. Manche Duschtassen sind möglichst flach und verfügen nur über das nötige Gefälle zum Ablauf, andere haben noch einen kleinen Rand, damit dort kein Wasser überläuft. Wie bei anderen Sanitärobjekten auch ist Weiß eine gängige Farbe. Es sind aber auch andere Töne oder gedruckte Dekore wie zum Beispiel Beton-, Holz-oder Fliesenoptik erhältlich. Ebene Duschwannen sind pflegeleichter als gefugte Böden, denn sie lassen sich mit einem Wisch reinigen. Sie können zusätzlich rutschhemmend ausgestattet sein, etwa über eine eingebrannte oder aufgeraute Oberflächenstruktur oder auch durch eine nachträglich aufgebrachte Beschichtung.

Durch die parallel zur Wand platzierte Glasscheibe wird die Dusche beidseitig begehbar


Duschtassen: Materialien

Emaille ist ein Verbund aus Stahlblech und Glas. Das Material ist pflegeleicht und strapazierfähig, aber anfällig für Kratzer durch spitze Gegenstände. Es leitet Wärme und fühlt sich dadurch schnell kalt an. Kleine Beschädigungen lassen sich ausbessern. Acryl fühlt sich warm an, ist besonders leicht und stoßunempfindlich, kann aber verkratzen. Duschtassen aus Acryl sind rutschhemmend. Für höhere Belastbarkeit werden sie mit Glasfaser verstärkt. Mineralguss gibt es in verschiedenen Varianten. Er besteht aus Acryl und feinen mineralischen Stoffen wie etwa Quarzsand. Dieser „Kunststein” fasst sich angenehm an und ist auch Kratzern gegenüber robust. Mineralguss ist in sich stabil und lässt sich so besonders einfach montieren.

Duschtassen sind in verschiedenen Formaten wie auch in Sondermaßen erhältlich.


Foto: Repabad

Extra flache Duschtassen können flächenbündig eingebaut werden


Foto: Duravit

Text: Ilka Märtens, Fotos: Heinz Duttmann (2), Jens Voigt, Living4Media / LucWauman,123rf.com / bombaert, Living4Media / Jalag / Angelika Lorenzen, Living4Media / Bieke Claessens, Living4Media / Lars Ranek

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