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FREITAG, 19. NOVEMBER 2021


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 01.10.2021

Elisabeth (1207–1231), die Patronin konkreter Nächstenliebe, ist eine der volkstümlichsten unter den deutschen Heiligen. Sie war die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs. Bereits mit vier Jahren kam sie als Verlobte des Landgrafen von Thüringen auf die Wartburg, wo sie von ihrer späteren Schwiegermutter, der frommen Landgräfin Sophie, erzogen wurde. Mit 14 Jahren wurde sie mit Ludwig IV. vermählt. Aus der glücklichen Ehe gingen drei Kinder hervor. Elisabeth kümmerte sich großzügig um Arme und Kranke. Während des Hungerjahres 1226 verteilte sie Güter und Getreide aus den eigenen Kornkammern an die Armen. Die Legende vom Rosenwunder erzählt, Ludwig habe sie auf einem Gang zu den Armen angehalten, um ihren Korb zu kontrollieren. Als sie das Tuch von dem Korb hob, seien aus dem Brot im Korb Rosen geworden. Diese Legende ist zwar sehr bekannt, aber wenig ...

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... glaubwürdig, da Ludwig Elisabeth in ihrer Sorge für die Armen stets unterstützte. 1227 erlag er auf einem Kreuzzug einer Seuche. Aus ihrem Witwenerbe, das ihr Schwager Heinrich Raspe ihr zunächst verweigert hatte, ließ Elisabeth in Marburg als Zufluchtsstätte für Kranke, Leidende und Hungrige ein Hospital bauen. Sie benannte es nach dem von ihr verehrten Franz von Assisi. Hier verrichtete sie als Franziskaner-Terziarin die niedrigsten Arbeiten. Daneben unterwarf sie sich strengsten Bußübungen, die ihr Seelenführer und Beichtvater Konrad von Marburg, ein rauer Asket, ihr zeitlebens auferlegte. Völlig entkräftet starb sie bereits mit 24 Jahren. Wegen ihrer großen Nähe zu Gott wird sie auch als Mystikerin verehrt.

Schrifttexte: Lesung: 1 Joh 3, 14–18; Evangelium: Lk 6, 27–38

Namenstag: sel. Toto von Ottobeuren (Abt, † um 815) · sel. Mechthild von Hakeborn (Zisterzienserin, Mystikerin, † 1299)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Du hast den Ruf des Herrn,

ihm nachzufolgen, empfangen.

Du bist den Weg ans Kreuz

mit ihm zusammen gegangen, Elisabeth!

Der dich rief, war das Wort,

war der Weg und der Ort

deines Himmels auf Erden.

Du warst die kluge Frau,

dein Herz voll Glut war dem Gatten

im heißen Lärm der Welt

ein Garten voll Ruhe und Schatten,

Elisabeth!

Was da reifte,

war sein, war gesegnet und rein,

war sein Himmel auf Erden.

Du hast wie Maria den Tod in deinem Wesen erlitten.

Und einsam bist du hinab

von der Wartburg ins Elend geschritten,

Elisabeth!

Frau, dein Glaube war groß!

Deine Liebe galt bloß

noch den Armen auf Erden.

Dem Herrn sei Preis und Dank, der dich so herrlich gestaltet.

O bitt ihn, dass er auch in uns die Macht seiner Liebe entfaltet, Elisabeth!

Hilf, die Welt ist in Not! Gib uns Rosen und Brot für den Frieden auf Erden. Amen.

aus: Silja Walter, Gesamtausgabe, Band 10, © 2005 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br.

Psalm 26

Verschaff mir Recht, o Herr;

denn ich habe ohne Schuld gelebt. *

Dem Herrn habe ich vertraut, ohne zu wanken.

Erprobe mich, Herr, und durchforsche mich, *

prüfe mich auf Herz und Nieren!

Denn mir stand deine Huld vor Augen, *

ich ging meinen Weg in Treue zu dir.

Ich saß nicht bei falschen Menschen, *

mit Heuchlern hatte ich keinen Umgang.

Verhasst ist mir die Schar derer, die Unrecht tun; *

ich sitze nicht bei den Frevlern.

Ich wasche meine Hände in Unschuld; *

ich umschreite, Herr, deinen Altar,

um laut dein Lob zu verkünden *

und all deine Wunder zu erzählen.

Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, *

die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt.

Raff mich nicht hinweg mit den Sündern, *

nimm mir nicht das Leben zusammen mit dem der Mörder!

An ihren Händen klebt Schandtat, *

ihre Rechte ist voll von Bestechung.

Ich aber gehe meinen Weg ohne Schuld. *

Erlöse mich und sei mir gnädig!

Mein Fuß steht auf festem Grund. *

Den Herrn will ich preisen in der Gemeinde.

Ehre sei dem Vater ...

Lehre uns deine Gerechtigkeit, ewiger Gott. Reinige unsere Herzen, damit wir deine Werke tun in unserer Welt.

Lesung

Röm 8, 35.37

Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert? All das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus: Aus Liebe zu den Armen wurde Elisabeth arm. Christus aber schenkte ihr die Krone ewiger Herrlichkeit.

Bitten

Jeder Mensch ist dazu fähig, Mitgefühl zu empfinden. Davon war jedenfalls der bedeutende Humanist Albert Schweitzer überzeugt. Wir rufen zu Gott:

A: Entzünde in uns deine Liebe.

– Dass wir auf die Menschen eingehen, die uns heute begegnen.

– Dass wir die Menschen wahrnehmen, die sich in einer Notlage befinden.

– Dass wir ein Gespür auch für unsere Mitgeschöpfe entwickeln.

Oration

Gott, du Vater der Armen, du hast der heiligen Elisabeth ein waches Herz für die Armen gegeben, in denen sie Christus erkannte und verehrte. Auf ihre Fürsprache gib auch uns den Geist deiner Liebe und leite uns an zu helfen, wo Menschen in Not und Bedrängnis sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Friede sei mit den Brüdern und Schwestern,

Liebe und Glaube von Gott,dem Vater,

und Jesus Christus, dem Herrn.

Nach Eph 6, 23

Texte zur Eucharistiefeier

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem ersten Buch der Makkabäer

1 Makk 4, 36–37.52–59

In jenen Tagen sagten Judas der Makkabäer und seine Brüder: Unsere Feinde sind nun vernichtend geschlagen. Wir wollen nach Jerusalem hinaufziehen, den Tempel reinigen und ihn neu weihen. Das ganze Heer versammelte sich also und zog zum Berg Zion hinauf.

Am Fünfundzwanzigsten des neunten Monats – das ist der Monat Kislew – im Jahr 148 standen sie früh am Morgen auf und brachten auf dem neuen Brandopferaltar, den sie errichtet hatten, Opfer dar, so wie sie das Gesetz vorschreibt.

Zur gleichen Zeit und am selben Tag, an dem ihn die fremden Völker entweiht hatten, wurde er neu geweiht, unter Liedern, Zither- und Harfenspiel und dem Klang der Zimbeln.

Das ganze Volk warf sich nieder auf das Gesicht, sie beteten an und priesen den Himmel, der ihnen Erfolg geschenkt hatte. Acht Tage lang feierten sie die Altarweihe, brachten mit Freuden Brandopfer dar und schlachteten Heils- und Dankopfer. Sie schmückten die Vorderseite des Tempels mit Kränzen und kleinen Schilden aus Gold; sie erneuerten die Tore und auch die Nebengebäude, die sie wieder mit Türen versahen.

Im Volk herrschte sehr große Freude; denn die Schande, die ihnen die fremden Völker zugefügt hatten, war beseitigt.

Judas fasste mit seinen Brüdern und mit der ganzen Gemeinde Israels den Beschluss, Jahr für Jahr zur selben Zeit mit festlichem Jubel die Tage der Altarweihe zu begehen, und zwar acht Tage lang, vom fünfundzwanzigsten Kislew an.

Antwortpsalm

1 Chr 29, 10b–13 Kehrvers: Du bist der Herrscher über das All.

Gepriesen bist du, Herr, /

Gott unsres Vaters Israel, *

von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Dein, Herr, sind Größe und Kraft, /

Ruhm und Glanz und Hoheit; *

dein ist alles im Himmel und auf Erden. – Kehrvers

Herr, dein ist das Königtum. *

Du erhebst dich als Haupt über alles.

Reichtum und Ehre kommen von dir; *

du bist der Herrscher über die ganze Schöpfung. – Kehrvers

In deiner Hand liegen Kraft und Stärke, *

von deiner Hand kommt alle Größe und Macht.

Darum danken wir dir, unser Gott, *

und rühmen deinen herrlichen Namen. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Vers 12a, ferner GL 52, 1 · GL 1975 529, 8 · KG 622 (VIII. Ton)

Ruf vor dem Evangelium

Joh 10, 27

Halleluja. Halleluja.

So spricht der Herr: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas

Lk 19, 45–48

In jener Zeit ging Jesus in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben. Er sagte zu ihnen: In der Schrift steht: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.

Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die übrigen Führer des Volkes aber suchten ihn umzubringen. Sie wussten jedoch nicht, wie sie es machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihn gern.

Impuls zum Evangelium

Erst Trauer und Mitleid, nun Zorn. Das ist kein Widerspruch. Trauer, Mitleid, Zorn, starke, überwältigende Affekte. Jesu Mitleid und Schmerz treiben ihm die Tränen in die Augen, er weint. Sein schmerzlicher Zorn entlädt sich in handgreiflich heftigem Vorwurf, hat aber die gleiche Quelle: innerstes Erbarmen, das Leiden daran, dass Menschen dem Tod so unsinnig viel Macht über ihr Leben einräumen. Zorn angesichts der von außen auferlegten und der selbst gewählten Beschränkung und Entleerung so vieler Leben. Noch an Gottes Segensorten geht es um Vorteilsnahme und clevere Selbstsicherung, da schmerzt einem der Schädel, das zerreißt einem das Herz, das tut in der Seele weh. Tut es weh? Wie nötig wäre uns dieser Schmerz.

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Innehalten am Abend

Wir müssen die Menschen froh machen.

Elisabeth von Thüringen (Heilige des Tages)

• Was macht mich froh?

• Wen kann ich heute froh machen?

Confiteor (Seite 22) – oder – Erbarme dich (Seite 36)

Hymnus

Öffne meine Augen, Herr,

für die Wunder deiner Liebe. 

Mit dem Blinden rufe ich:

Heiland, mache, dass ich sehe.

Öffne meine Ohren, Herr,

für den Anruf meiner Brüder.

Lass nicht zu, dass sich mein Herz

ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,

Bettler stehn vor meiner Türe

und erwarten ihren Teil.

Christus, mache, dass ich teile.

P. Vinzenz Stebler OSB, † 1997

Psalm 46

Verse 2–12

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, *

ein bewährter Helfer in allen Nöten.

Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, *

wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres,

wenn seine Wasserwogen tosen und schäumen *

und vor seinem Ungestüm die Berge erzittern.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, *

des Höchsten heilige Wohnung.

Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; *

Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Völker toben, Reiche wanken, *

es dröhnt sein Donner, da zerschmilzt die Erde.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Kommt und schaut die Taten des Herrn, *

der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

Er setzt den Kriegen ein Ende *

bis an die Grenzen der Erde;

er zerbricht die Bogen, zerschlägt die Lanzen, *

im Feuer verbrennt er die Schilde.

„Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin, *

erhaben über die Völker, erhaben auf Erden.“

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Ehre sei dem Vater ...

Lass uns die Zeichen erkennen, die du uns sehen lässt, du unser Gott. Sei mit uns, damit wir festen Schrittes auf deinen Wegen gehen.

Lesung

Röm 13, 8.10

Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat: 

Was sie auf Erden besaß, gab Elisabeth den Armen und erwarb sich einen Schatz im Himmel.

Fürbitten

In der Nachfolge Jesu hat Elisabeth Grenzen überschritten. Darum lasst uns rufen:

V: Jesus, du hast dich selbst erniedrigt:

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle, die in Wohlstand leben; – lass sie erfahren, wie stark Teilen verbindet.

Für alle, die nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen;

– gib ihnen gesundes Selbstbewusstsein und zeig ihnen, wo sie ihre Fähigkeiten einbringen können.

Für alle, die wegen ihres sozialen Engagements belächelt oder herabgesetzt werden; – stärke sie täglich neu für ihren Einsatz.

Für alle, die in pflegerischen und ärztlichen Berufen an ihre Grenzen kommen; – verhilf ihnen zu tragbaren Arbeitsbedingungen, damit sie ihren Patienten gerecht werden können.

Vaterunser

Oration

Gott, du Vater der Armen, du hast der heiligen Elisabeth ein waches Herz für die Armen gegeben, in denen sie Christus erkannte und verehrte. Auf ihre Fürsprache gib auch uns den Geist deiner Liebe und leite uns an zu helfen, wo Menschen in Not und Bedrängnis sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der barmherzige Gott wende sich uns zu,

er helfe uns tragen, was uns belastet, 

und mache uns zu Zeugen seiner Güte.

Salve Regina (Seite 362)