Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

Freiwillige Feuerwehr Iffeldorf


Feuerwehr Fachjournal - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019
Artikelbild für den Artikel "Freiwillige Feuerwehr Iffeldorf" aus der Ausgabe 1/2020 von Feuerwehr Fachjournal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Feuerwehr Fachjournal, Ausgabe 1/2020

Iffeldorf liegt ca. 50 km südlich von München an der Autobahn A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen. 2655 Einwohner zählt die Gemeinde, zu deren Ortsgebiet 19 Seen gehören. Die Eiszerfallslandschaft der Osterseen gilt als eine der vielfältigsten und lehrreichsten im nördlichen Alpenvorland, da dort verschiedenste typische Landschaftsformen auf engem Raum und in eindrucksvoller Ausprägung ausgebildet sind. Die herrliche Landschaft nutzt der gut informierte Stadtbewohner natürlich gerne, um der Hektik etwas zu entkommen. Dementsprechend voll ist Iffeldorf Sommer wie Winter mit Badegästen und Wanderern.

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Feuerwehr Fachjournal. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Landwirtschaftliches Gebäude brennt nieder:150 Einsatzkräfte vor Ort. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Landwirtschaftliches Gebäude brennt nieder:150 Einsatzkräfte vor Ort
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von FLORIAN Dresden – Feuerwehrmesse des Jahres geht mit neuem Besucherrekord zu Ende. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FLORIAN Dresden – Feuerwehrmesse des Jahres geht mit neuem Besucherrekord zu Ende
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von GPS-unabhängige Lokalisierung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GPS-unabhängige Lokalisierung
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Deutsches Klimavorsorgeportal der Bundesregierun: Unterstützt mit Informationen und Diensten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Deutsches Klimavorsorgeportal der Bundesregierun: Unterstützt mit Informationen und Diensten
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Eingeklemmte Person aus 40 cm breitem Abwasserkanal gerettet. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Eingeklemmte Person aus 40 cm breitem Abwasserkanal gerettet
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von PMRExpo 2019: ein Event mit weltweiter Ausstrahlung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PMRExpo 2019: ein Event mit weltweiter Ausstrahlung
Vorheriger Artikel
GPS-unabhängige Lokalisierung
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Deutsches Klimavorsorgeportal der Bundesregierun: Unterstütz…
aus dieser Ausgabe

FW Iffeldorf im Portrait

Die Freiwillige Feuerwehr Iffeldorf scheint auf den ersten Blick wie jede andere beliebige Dorffeuerwehr. Doch sieht man genauer hin, erkennt man schnell, dass aufgrund einer Vielzahl an Sonderausbildungen und Ausrüstungen die Iffeldorfer Wehr mehr drauf hat als Brandschutz und einfache Technische Hilfeleistung. Zum Fuhrpark gehören zwei Löschfahrzeuge (LF16/12 mit Rüstsatz und LF8/6 mit CAFS), ein Mehrzweckfahrzeug sowie ein Versorgungs-LKW mit modularem Gerätesatz Hochwasser (V-LKW-MGH) und ein Flachwasserschubboot.

Mit 70 Einsätzen im Jahr 2018 gehören die Iffeldorfer Brandschützer zu den zehn meistalarmierten Feuerwehren im Landkreis Weilheim-Schongau. Vor allem die A95 beschäftigt die Wehr. Rund einmal im Monat geht es zu einem Verkehrsunfall auf die Autobahn. Hier stellen die Iffeldorfer neben dem Personal zur technischen Rettung auch medizinisch geschulte Fachkräfte. Aktuell haben zehn Einsatzkräfte dazu mindestens den Sanitätsgrundlehrgang abgeschlossen. Sie unterstützen u.a.bei einer größeren Anzahl an Verletzten den Rettungsdienst vor Ort, denn die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt: Gerade im ländlichen Gebiet auf der Autobahn ist die Abdeckung bei 1-2 RTW pro Streckenabschnitt relativ gering. Weitere Sanitäts-Kräfte brauchen ihre Zeit. So ist die Hilfsfrist für den dritten oder vierten Patienten oft sehr lang. Diese Zeit kann durch die Iffeldorfer überbrückt werden. Die nötigen Mittel, wie z.B. Rettungsrucksäcke mit erweiterter Ausrüstung, werden auf jedem Fahrzeug mitgeführt

Erweiterte Ausrüstung besitzt die Wehr auch im Bereich der Eisrettung. Die Vielzahl an kleineren Gewässern ermöglicht, dass sich fast jedes Jahr eine geschlossene Eisdecke auf den Seen bildet. Doch nicht immer ist das Eis tragfähig. Mindestens 10 cm dick muss die Eisschicht sein um ein gefahrloses betreten der Eisfläche zu ermöglichen. Freigegeben wird das Eis durch die Gemeinde. Viele vermeintlich erfahrene Dorfbewohner nutzen das Eis auch schon früher um in ihren sportlichen Aktivitäten etwas Abwechslung zu schaffen. Ein schlechtes Vorbild für Besucher des Dorfes. Diese gehen durch Spuren auf dem Eis davon aus, dass es trägt und betreten die Fläche ohne von der Gefahr zu wissen. Bei einem Einbruch ins Eis herrscht höchste Lebensgefahr. Bereits nach 5 Minuten im eisigen Nass kann der Körper den Kreislauf so zentralisieren, dass der Eingebrochene bewusstlos wird und durch die vollgesaugte Kleidung unter geht. Jedes Jahr im Herbst bringt daher der Feuerwehrverein Holzleitern und Rettungsringe an bestimmten Positionen rund um die Seen an, damit gegebenenfalls Zeugen eines Eisunfalls den Eingebrochenen zur Hilfe kommen können.

Die Feuerwehr Iffeldorf verfügt über erweiterte Ausrüstung für Wasser- und Eisrettung.


Wasserrettung auf den Osterseen

Für die Wasserrettung ist die Wasserwacht Penzberg/Iffeldorf auf den Osterseen zuständig. Diese ist allerdings im Winter mit all ihren Fahrzeugen im 5 km entfernten Penzberg stationiert. Ein akutes Eingreifen ist somit schwierig. Sogar die Hilfsfrist der Feuerwehr kann bei einem solchen Einsatz schon zu lang sein. Gerade deshalb sind die Iffeldorfer für Eis- rettungseinsätze ausgerüstet. Die Ausrückeordnung und die Besetzung der Fahrzeuge unterscheidet sich grundlegend vom normalen Feuerwehreinsatz.

Als erstes Fahrzeug rückt hier das Mehrzweckfahrzeug aus. Besetzt, neben Fahrer und Einsatzleiter, mit einem Retter in einem „Helly Hansen Überlebensanzug” sowie zwei Personen zur Sicherung und Unterstützung des Retters. Durch die geringe Anzahl an Personal kann zügig ausgerückt werden zudem kann sich der Retter während der Fahrt anziehen und bereits sichern lassen, ohne dass es zu eng ist im Fahrzeug. Durch die Geländegängigkeit des Mercedes Sprinter mit erhöhtem Fahrgestell ist in den Waldgebieten rund um die Seen ein schnelles Vorankommen besser gegeben, als mit einem sperrigen Löschfahrzeug. Vor Ort startet der Retter ausgerüstet mit einem schwimmfähigen Rettungsbrett direkt aus dem Auto ins Wasser bzw.aufs Eis um dort die eingebrochene Person zu sichern und über Wasser zu halten.

Die Jugend blickt gespannt auf die Zukunft: Feuerwehrhaus Iffeldorf!


Flachwassserschubboot mit optionalen Kufen

Als zweites rückt in solchen Fällen, dann das LF8/6 mit dem Flachwasserschubboot aus. Dieses ist im Winter mit Kufen ausgestattet und kann dann auf dem Eis geschoben werden. Je nach Situation kann der Patient dann mittels des Rettungsbretts oder auf dem Boot an Land gebracht werden. Falls noch kein Rettungswagen an der Einsatzstelle ist steht für Patient und Retter dann erneut das Mehrzweckfahrzeug mit beheiztem Mannschaftsraum zur Verfügung.

Dieser Vorgang wird regelmäßig geübt, denn im Ernstfall kommt es hier meist auf Sekunden an. Die Zusammenarbeit mit der zuständigen Wasserwacht wird bei solchen Übungen stetig weiter verbessert.

Der multifunktionale Turm des Feuerwehrhauses ist zugleich Übungsobjekt. Das überwiegend in Massivholzbauweise errichtete Gebäude wurde mit Holz aus der Gegend mit sehr viel Eigenleistung der Feuerwehrler gebaut.

Torfwerk von Maffei gründet Feuerwehr Staltach

Historisch gesehen kam es in und um Iffeldorf immer wieder zu tragischen Unfällen und Brandereignissen. Neben den Seen war früher auch das in Iffeldorf ansässige Torfwerk der Familie von Maffei zeitbestimmend. Diese Familie war es auch, welche die erste richtige Feuerwehr im damaligen Ortsteil Staltach gründete. Ausgerüstet mit einer Pferdekutsche sollten die Torfarbeiter, ähnlich wie heutzutage Betriebsfeuerwehren, den Brandschutz im Werk und den angrenzenden Wohnhäusern sicherstellen. Acht Jahre später hat ein verheerender Brand, der in der Nacht vom 19. zum 20. August 1877 ausgebrochen war und rasch um sich griff, 14 Anwesen im Oberdorf mit sämtlichen Wirtschaftsgebäuden sowie der eben erst eingebrachten Ernte vernichtet. Dies war der Anlass, dass sich verantwortungsbewusste Bürger Iffeldorfs zusammenfanden, um eine straff organisierte Löschhilfe ins Leben zu rufen, deren offizielle Gründung als Freiwillige Feuerwehr Iffeldorf wenig später stattfand. Die beiden Wehren existierten jahrelang nebeneinander als eigenständige Einheiten. Als es mit dem Torfwerk langsam zu Ende ging beschloss man, die beiden Feuerwehren zusammenzulegen und als Freiwillige Feuerwehr Iffeldorf gemeinsam den Brandschutz sicherzustellen.

Neues Feuerwehrhaus am Bahnhof

Beide Pumpen von damals sind noch erhalten und werden regelmäßig gepflegt und gewartet. Im neuen Feuerwehrhaus am Bahnhof haben sie auch wieder einen Stellplatz gefunden. Eine Art Empore in der Fahrzeughalle dient als Lager und Ausstellungsort.

Das 2015 eingeweihte Gerätehaus bietet optimale Möglichkeiten für einen modernen Feuerwehrdienst. Das 50 Meter lange und ca. 20 Meter breite Gebäude mit dem markanten Turm im Südwesten ist das Ergebnis von fast zehn Jahren Planungsarbeit. Bis ins kleinste Detail wurde alles durchdacht und konzipiert. So kann das Gebäude über einen externen Anschluss mittels eines großen Aggregats autark auch bei Stromausfall betrieben werden. Das Gebäude teilt sich in drei Bereiche auf. Im Westen zunächst Werkstätten Lager sowie der Zugang in den Turm. Im Mittelteil des Gebäudes schließt sich dann die Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und einer Stellplatztiefe von 19 Metern an. Es könnten bei Bedarf also auch zwei Fahrzeuge hintereinander stehen. Im Osten rundet das Gebäude der Sozialtrakt ab. Hier sind im Erdgeschoss die Umkleiden, Büros und Kleiderkammer sowie im ersten Stock Schulungs- und Besprechungsräume, der Jugendraum und ein Stüberl inklusive Küche. Gebaut wurde das Gebäude, bis auf zwei Wände, welche im Erdreich liegen, aus Massivholz. Dabei wurde sehr auf regionale Ware geachtet. Knapp 4000 Arbeitsstunden verrichteten die Feuerwehrler selber. In eigener Regie beplankten sie zum Beispiel die Fahrzeughalle mit Rigipsplatten oder verlegten 3 km EDV Kabel. In Eigenleistung wurde auch das Geländer des Turms gebaut. Alte Schläuche erinnern an die früher typische Nutzung eines Turms als Trocknungseinrichtung. Im neuen Gerätehaus wird dieser Turm aber keinesfalls mehr dazu hergenommen. Vielmehr ist er ein multifunktionales Übungsobjekt geworden. So kann dort sowohl das Vorgehen eines Atemschutztrupps in einem mehrstöckigen Gebäude als auch von außen das Anlegen einer Schiebe- oder Steckleiter geübt werden.

Höhensicherungsübungen bei realistischen Bedingungen

Zudem kann durch Zugänge aufs Dach und den entsprechenden Sicherheitseinrichtungen die Höhensicherung unter realistischen Bedingungen durchgespielt werden. Nach diesen Übungen kommen die Kameraden gerne noch im Stüberl zusammen und leben die wichtige Kameradschaft. Oft wird der Grill angeheizt oder gekocht. Im Sommer lädt der Balkon des Sozialtrakts mit seinem herrlichen Berg- blick zum gemütlichen Beisammensein ein. Der erste Stock ist dank seiner Doppelnutzung allerdings auch Einsatztaktisch wertvoll. So kann hier bei größeren Schadenslagen ein Führungsstab autark abgetrennt vom Geschäft der FF Iffeldorf arbeiten. Dabei wird der Schulungsraum zum Stabsraum, der Jugendraum zur Fernmeldestelle und der Besprechungsraum für Arbeitsaufträge der einzelnen S-Bereiche genutzt. Verbunden sind die beiden Stockwerke des Sozialtrakts mit Rutschstangen. Nicht gerade typisch für eine Freiwillige Feuerwehr, aber aufgrund des Halbstockeingang im Norden, sowie der oben befindlichen Bereitschaftsräume war dies oder eine andere bauliche Einrichtung für den sicheren Alarmweg notwendig. In den Schulungsräumen finden regelmäßig Veranstaltungen von Kreis-, Bezirk- oder sogar Landesfeuerwehrverband statt.

Ebenfalls findet dort alle zwei Jahre eine Unterweisung für das Erden der Oberleitung im Netzbereich der deutschen Bahn statt, eine weitere Sonderaufgabe der Iffeldorfer Feuerwehr. Das Erden ist nötig, um bei Unfällen mit Schienenfahrzeugen ein gefahrloses Arbeiten am Zug zu ermöglichen. Normalerweise übernimmt dies der Notfallmanager der Deutschen Bahn. Doch die Zuständigkeit des DB Ma- nagers reicht im ländlichen Gebiet von Augsburg bis Rosenheim. Ein schnelles Eingreifen, wie man es von Feuerwehren kennt, ist praktisch undenkbar. Die Deutsche Bahn fördert daher Feuerwehren, die freiwillig diese Aufgabe übernehmen. Dazu muss jedoch eine Schulung mit zweijähriger Rezertifizierung durchlaufen werden. Teil der Rezertifizierung ist auch das Erden in einem gesperrten Streckenabschnitt in einem der nächsten Bahnhöfe. Bereits 2010 wurden die ersten Einsatzkräfte in Iffeldorf geschult. Nach und nach kamen auch andere Wehren hinzu. Trotzdem sind die Iffeldorfer noch immer für einen großen Teil der Werdenfelsbahn zuständig und damit überörtlich bei Zugunfällen gefordert.

Die zu Anfang des 19. Jahrhunderts gehäuft auftretenden Randunglücksfälle veranlassten das Königlich Bayerische Landgericht Weilheim, die Feuerlöschhilfe in den einzelnen Ortschaften besser zu organisieren. Dies geschah mit einer Verordnung vom 29. Oktober 1811, wonach die Gemeinden zu nachbarlicher Hilfeleistung verpflichtet wurden. Der entsprechende Passus lautet: „Die Ortschaft Iffeldorf muss folgenden Orten Hilfe leisten”: Habach, Dürnhausen, Sindelsdorf, Frauenrain, Andorf, St. Johannesrain. Es müssen also nicht nur die Feuerspritzen und andere Löschinstrumente eiligst dahin geliefert, sondern auch von jedem Haushalt eine brauchbare Person abgesendet werden. Da nun Iffeldorf 57 Familien enthält, müssen 16 Personen bei der Spritze, 20 mit Wasserkübeln, 3 Mann mit Schaufeln, 2 mit Hacken oder Pike, und 16 ohne Instrumenten erscheinen.”

Das umfangreiche Equipment der Feuerwehr Iffeldorf ist für technische Hilfeleistungs- Einsätze optimal bestückt.

Der Fuhrpark der Iffeldorfer Feuerwehr

Fahrzeugtechnisch sind die Iffeldorfer gut ausgestattet. Das LF16/12 aus dem Jahr 1993 wird aktuell ersatzbeschafft durch ein HLF20, 2021 soll das Fahrzeug ausgeliefert werden. Ausgerüstet wird das HLF20 mit kompletter Akkutechnik, damit sowohl Licht- als auch Rettungsgeräte die ersten Stunden autark und ohne Kabel betrieben werden können. Aufgrund der guten Erfahrung beim LF8/6 wird auch dieses Fahrzeug eine CAFS-Schaumanlage bekommen. Bei einer Vielzahl von Einsätzen und Übungen konnte der Nutzen der Technik bewiesen werden.

Zum Fuhrpark gehört seit 2018 ein Gerätewagen Logistik 2 (GW-L2). Dieser wurde vom Freistaat Bayern beschafft und an den Landkreis Weilheim-Schongau übergeben. 41 baugleiche Modelle gibt es davon in Bayern. Er führt unter anderem 18 Chiemseepumpen, mehrere Aggregate und diverses Zubehör mit. Berechnungen zur Folge kann das Fahrzeug mittels seiner Technik und ausreichend Personal theoretisch über 140 Keller von Standard- Einfamilienhäusern in 24 Stunden auspumpen. Das Fahrzeug ist zusammen mit dem Flachwasserschubboot auch Teil des Hilfeleistungskontingents des Landkreises und wird überregional eingesetzt.

Boot fährt im flachsten Wasser und auf Land

Das Flachwasserschubboot wurde im Jahr 2015 vom Landkreis beschafft und in Iffeldorf in Dienst gestellt. Ein baugleiches Boot steht bei der FF Peiting. Vorteil dieses Bootes ist, dass es bei extrem niedrigen Wasserstand eingesetzt werden kann. Durch Reifen an der Unterseite des Boots kann es sowohl im Wasser als auch an Land bewegt werden. Im Jahr 2019 wurde noch ein Außenbordantrieb installiert, damit das Boot auch in fließenden Gewässern manövrierfähig bleibt.

Die Standardaufgaben einer jeden Feuerwehr fallen aber in Iffeldorf keinesfalls unter den Tisch. Regelmäßige Übungen mit Nachbarwehren sowie Leistungsprüfungen zum Thema Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung bilden immer noch den Grundstock des jährlichen Übungsplans, denn so aufwendig die Zusatzaufgaben auch sind, so selten werden sie im Einsatz abgefragt.

Bilder: © Feuerwehr Iffeldorf