Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 7 Min.

FRIEDFISCHE IM FRÜHJAHR:KALTE BOLOGNESE KALTE BOLOGNESE


Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 30/2019 vom 08.02.2019

Das Angeln mit der Bolo-Rute gehört nicht ohne Grund zu den Lieblingsangelarten von RedakteurAndré Pawlitzki . Hier verrät er, wie er diese Ruten speziell im Frühjahr effektiv einsetzt.


Artikelbild für den Artikel "FRIEDFISCHE IM FRÜHJAHR:KALTE BOLOGNESE KALTE BOLOGNESE" aus der Ausgabe 30/2019 von Blinker. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blinker, Ausgabe 30/2019

Suchen Sie im Fluss die Strömungskante. Sie ist eine Erfolg versprechende Stelle für die Angelei mit der Bolo-Rute.


Zum Angeln in der Strömung lassen sich unterschiedliche Posen einsetzen. Je schneller die Strömung ist, desto bauchiger sollte das Posenmodell ein.


Worin liegen die Vorteile einer Bolo-Rute gegenüber einer Kopfrute? Ganz einfach: Sie ist universell einsetzbar und der Aktionsradius ist deutlich größer. Ein ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Blinker. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 30/2019 von AKTUELLES: DEUTSCHLAND: KAPITALE HECHTE IM ALTEN UND NEUEN JAHR. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AKTUELLES: DEUTSCHLAND: KAPITALE HECHTE IM ALTEN UND NEUEN JAHR
Titelbild der Ausgabe 30/2019 von AKTUELLES: DIE AKTUELLEN TERMINE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AKTUELLES: DIE AKTUELLEN TERMINE
Titelbild der Ausgabe 30/2019 von DIE 7 FIESESTEN FORELLENSEE-IRRTÜMER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DIE 7 FIESESTEN FORELLENSEE-IRRTÜMER
Titelbild der Ausgabe 30/2019 von FAKTASTISCH: REGENBOGENFORELLE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FAKTASTISCH: REGENBOGENFORELLE
Titelbild der Ausgabe 30/2019 von SPOON-ANGELN: FORELLEN LÖFFELN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SPOON-ANGELN: FORELLEN LÖFFELN
Titelbild der Ausgabe 30/2019 von SPOON-ANGELN XL: EIN PAAR GRAMM EXTRA, BITTE!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SPOON-ANGELN XL: EIN PAAR GRAMM EXTRA, BITTE!
Vorheriger Artikel
WINTERFEEDERN: KRUMME SPITZE TROTZ KÄLTE
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel BANDBREITE IN NORDJÜTLAND
aus dieser Ausgabe

... Vorteil, wenn die Fische im Winter tief in der Gewässermitte stehen und auf diese weite Distanz mit der Kopfrute dann oft nicht erreichbar sind. An der Bologneserute ist zudem eine Rolle befestigt. Damit lassen sich auch größere Fische wie zufällig gehakte Karpfen oder Schleien in den Kescher zwingen. Durch systematisches Nachgeben der Schnur kann zudem eine Futterspur viel länger abgefischt werden, als es mit einer Kopfrute der Fall wäre.

Die Bebleiung besteht aus einer kompakten Schrotkette. So wird der Köder über Grund geschleift.


FUTTERMISCHUNG FÜR KALTES WASSER

Zuerst gibt man ein helles Allroundfutter in den Eimer.


Ein heller Braunton ist ideal. Er macht das Futter unauffällig.


Das helle Futter wird mit einem schwarzen Mix abgedunkelt.


Flüssiger Wurmduft verleiht der Mischung die besondere Note.


Dabei bin ich ganz klar kein Freund von zu langen Bologneseruten. Meist verwende ich Modelle von sechs oder sieben Metern, weil man diese doch längere Zeit in der Hand halten kann, ohne dass sie ermüdet. Allerdings habe ich immer noch einen Rutenhalter am Wasser dabei, in dem ich die lange Rute ablege, wenn ich zum Beispiel den Haken neu beködere oder ein paar Futterballen einwerfe. Außerdem lässt sich eine nicht ganz so lange Rute im Drill besser händeln.

Die Rute kombiniere ich mit einer 1000er bis 2500er Rolle. Auf dieser befindet sich eine 0,18er oder 0,20er Schnur. Am Ende der Hauptschnur binde ich einen Wirbel an, in den ich dann auch das dünnere Vorfach von 0,12 bis 0,16 Millimeter Durchmesser, je nach zu fangender Fischart, einhänge. Den Wirbel verwende ich, damit sich das dünne Vorfach nicht verdrallt, was bei einer Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindung häufiger der Fall ist. Und damit wäre eine sensible Köderpräsentation dahin.

THEMA POSENFORM

Was die Posenwahl angeht, richtet sich diese nach den Gewässern, in denen ich fische. Im fast stehenden Gewässer bevorzuge ich eine schlanke Pose von vier Gramm Tragkraft. Bei einer mittleren Strömungsgeschwindigkeit kommen klassische Bologneseposen mit umgekehrter langer Tropfenform zum Einsatz. Meist haben diese eine Tragkraft zwischen acht und zehn Gramm. In stark strömendem Wasser setze ich auf bauchige Modelle mit Tragkräften bis zwölf Gramm. Auf noch schwerere Posen verzichte ich, eventuell würde ich dann noch tunken.

Bei Posentragkräften bis fünf Gramm verwende ich keine Olivette als Hauptbebleiung, sondern bringe nach italienischer Manier die gesamte Bebleiung in Form von Bleischroten (meist BB-Schrote von 0,4 Gramm) als Kette auf dem untersten Ende der Hauptschnur an. Am Wasser kann ich dann mit den Schroten spielen. Wenn der Köder weniger schnell sinken soll, schiebe ich die Hälfte der Schrote nach oben; wenn er schnell zum Grund sacken soll, darf ein Teil der Bleikette sogar am Grund entlang schleifen, während der Köder nachgeschleppt wird.

DUNKLER FUTTERMIX

Ganz wichtig beim Angeln mit der Bolognese ist das Anfüttern. Meine Futtermischung besteht aus einem hellen Allround-Futtermix, den ich mit einem Rotaugenfutter abdunkle. Gerade im Frühjahr habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Zu helle Futterplätze werden von den Fischen eher gemieden. Das Futter wird in drei Phasen angemischt: Zuerst gebe ich die Trockenmischung in einen großen Eimer. Danach wird das Futter vorsichtig angefeuchtet. Dabei gilt: Nicht gleich zu viel Wasser dazu geben, weil man es später nicht mehr zurückholen kann. Danach lasse ich das Futter für zirka zehn bis 15 Minuten ziehen, bevor ich es ein zweites Mal nachfeuchte. Bei Bedarf passiere ich es dann noch durch ein Sieb, um die letzten Klumpen zu entfernen. Dann gebe ich noch ein wenig Wurmduft ins Futter, den die Brassen so sehr mögen. Ganz wichtig ist auch eine Handvoll Maden als Lebendfutter. Diese Appetithappen bringen die Fische erst so richtig in Fahrt.

Die Futtermaden müssen zuerst von den Sägespänen gereinigt werden. Hierzu gibt man sie auf ein Sieb.


Die gereinigten Maden werden mit einer Fingerspitze voll Wasser angefeuchtet.


Rutenhalter in Tulpenform lassen sich etwas verbiegen. Die dicke Bolo-Rute liegt darin also schön fest und kann nicht herausfallen.


MADENKLUMPEN FÜTTERN

In sehr langsamer Strömung, wie ich sie in einigen Sielzügen finde, lohnt es sich vor allem im zeitigen Frühjahr, mehr als die beschriebene Handvoll Maden zu füttern. Das gelingt mit einer Futterschleuder. Damit die Maden nicht streuen, sondern kompakt am Futterplatz landen, muss man sie kleben. Davor allerdings müssen sie gereinigt werden.

Dazu gebe ich die Maden aus der Dose auf ein Madensieb. Dieses schüttle ich so, dass die Sägespäne durchfallen, die Maden aber auf dem Sieb liegen bleiben.

Die Ködermaden werden ebenfalls „gepimpt“. Dazu gibt man etwas Maden-Würze hinzu. So verlieren sie ihren strengen Ammoniakgeruch.


Damit sich die Maden gut bewegen können, werden sie gerade eben so durch die Haut am Kopf oder Schwanz angeködert.


So lässt sich Drall im Vorfach minimieren: Eine Made wird am Kopf angeködert, die zweite am Schwanzteil.


Wenn das Wasser gut verteilt ist, gibt man Madenkleber dazu.


Er wird unter den Maden verteilt, bis sich Madenbälle formen lassen.


Die geklebten Maden lassen sich gut mit der Futterschleuder ausbringen.


Diese kommen danach zur weiteren Behandlung wieder in die Dose. Gerade Maden, die schon ein paar Tage im Kühlschrank stehen, entwickeln einen strengen Ammoniakgeruch. Diesen mögen die Fische nicht so gern. Daher gebe ich Maden-Würze von Top Secret in die Dose. Sie vertreibt den lästigen Geruch, verleiht den Krabblern ein gutes Aroma und macht die Maden aktiver – heißt also, sie bewegen sich schneller.

Die gesäuberten Maden werden nun mit ganz wenig Wasser behandelt. Drei Tropfen, die man untermischt, reichen aus. Dann gibt man Madenkleber hinzu und bewegt die Dose hin und her, bis man merkt, dass sich die puren Maden zu kleinen Klumpen pressen lassen. Diese lassen sich nun mit der Schleuder an den Futterplatz schießen. Im Wasser löst sich der Madenklumpen dann langsam am Grund wieder auf. Gerade größere Fische wie Alande und größere Brassen haben dann nach dem Drill noch kleine Klumpen Maden im Schlund oder sie speien sie in den Kescher.

FLEISCH BEI KÄLTE

Bei Wassertemperaturen unter zehn Grad geht nichts über fleischige Köder wie Maden und Würmer. Mais, Miniboilies oder eine Brotflocke sind später top, vor allem, um ungewollte Kleinfische vom Haken fern zu halten. Ganz wichtig ist das Anködern: Dabei wird die Hakenspitze wirklich nur durch die Außenhaut am Kopf der Made geführt. So kann sie sich besser bewegen und wird dadurch noch verführerischer. Zwar verwende ich schon einen Wirbel zwischen Hauptschnur und Vorfach, um Drall auszuschalten, aber auch bei der Anköderung kann ich noch etwas tun: Und zwar ködere ich die erste Made am Kopf auf meinem 14er oder 16er Häkchen an, die zweite am Schwanz. So können sie sich nicht um die eigene Achse drehen, wie es der Fall wäre, wenn beide am Kopf angeködert würden. Denn das verdrallt die Vorfachschnur.

Der Lohn aller Mühen: Zwei schöne Brassen haben sich früh im Jahr fangen lassen.


Das Trentino bietet Ihnen Fliegenfischen in einer unberührten Landschaft!


Die 300 Kilometer langen Gewässer umfassen sowohl Fließgewässer als auch Seen. Hier ist für jeden was dabei, denn einige Gewässer sind sehr strömungsreich, andere fließen eher ruhig dahin.

Der Fischbestand besteht aus Marmorata, darunter einige sehr große.

Außerdem gibt es natürlich Bach- und Regenbogenforellen, Äschen und in einigen Gebirgsseen auch Saiblinge.

Der von der Straße aus gut zugängliche Hauptlauf des Flusses Sarca verfügt über ein fast vollkommenes, natürliches Flussbett mit tiefen Gumpen und einer guten Strömung. Die unterschiedlichen fischereilichen Abschnitte sind für jede Art des Angelns perfekt geeignet. In Alto Sarca und Chiese gibt es einige Abschnitte, an denen die Entnahme nicht gestattet ist und die Karten limitiert sind. Das werden Sie am Fischbestand spüren.

Mit den bezaubernden Nebenflüssen und unberührten Alpenseen finden Sie fantastische Bedingunegn für einen perfekten Tag zum Fischen!

Hot Spots im Trentino

RISERVA REGORIE KEINE ENTNAHME

Wenn Sie keinen Fisch entnehmen wollen, sollten Sie das Regorie Reserve (R1) des Flusses Sarca in der Nähe des Adamella Brenta Natural Park wählen. Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt liegt eingebettet in unberührter und wilder Natur, und hier können Sie wirklich große Fische überlisten!

LAGO DI NAMBINO

► Fischarten: Bachforelle, Seesaibling
► Bestimmungen: Trockenfliege, Nymphe und Streamer mit maximal zwei Einzelhaken ohne Widerhaken
► So erreichen Sie den Angelplatz: Von der Hochebene von Nambino, die sich oberhalb von Madonna di Campiglio befindet, gehen Sie etwa 20 Minuten bergauf. Dann erreichen Sie den Nambino-See, ein von den Brenta-Dolomiten geprägtes Gewässer. Hier befindet sich auch die Berghütte, in der Sie übernachten und eine typisch lokale Küche probieren können.

RISERVA VAL DI FUMO KEINE ENTNAHME

Möchten Sie sich wirklich himmlisch fühlen beim Fischen auf wilde Bachforellen und intensiv gefärbte Saiblinge? Dann fahren Sie ins Val di Fumo (Val Daone) am Fuße des Adamello-Gletschers, wo ein „kleines Kanada“ leicht erreichbar ist. Der Fluss führt kristallklares Wasser und flankiert den Talweg. Er eignet sich zum Fliegenfischen und Spinnfischen.

SARCA FLUSS TERME DI COMANO – LAGO DI NEMBIA

► Fischarten: Neben Regenbogenund Bachforellen tummeln sich dort auch Saiblinge und Äschen.
► Im Fischreservat Lago di Nembia besteht die Möglichkeit der Entnahme von zwei Fängen. Angeln in der Region Terme di Comano ist ein einzigartiges Rundumerlebnis: abwechslungsreiche Flussufer an reißenden Gebirgsbächen oder ruhige Strömungen, die mit einer Vielzahl an Fischen, ein wahres Paradies für Angler sind. Hier finden Angler ihren Lebensraum: unberührte Natur entlang des Sarcaflusses, Adrenalinerlebnis in der Schlucht Limarò und Ruhe in der idyllischen Reserve Lago di Nembia am Fuße der Brenta-Gruppe.

Hier finden Sie alle weiteren Informationen:

► Madonna di Campiglio, Pinzolo Val Rendena:www.campigliodolomiti.it/fishing
► Terme di Comano Dolomiti di Brenta:www.visitacomano.it/fishing
► Valli Giudicarie Centrali:www.visitgiudicarie.it/pesca


FOTOS: W. KRAUSE

FOTOS: W. KRAUSE

FOTOS: W. KRAUSE

FOTO:MARCO SIMONNI; ROBY BRAGOTTO