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Friedhofsgärtner fördern die biologische Vielfalt: Erste „NaturRuh“-Anlage in NRW eröffnet


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 22/2018 vom 02.06.2018

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau startete 2017 mit dem neuen Grabgestaltungskonzept „NaturRuh – Natürlich Erinnern“. In der vergangenen Woche eröffnete die Friedhofsgärtnerei Seppelfricke in Gelsenkirchen die erste Anlage in NRW. In vielen Teilen Deutschlands sind weitere geplant.


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Bildquelle: TASPO, Ausgabe 22/2018

Während der offiziellen Eröffnung: Thomas Seppelfricke (vorn li.), Pfarrer Ingo Mattauch und Bürgermeisterin Marion Thielert.


Neue Gemeinschaftsanlage „NaturRuh“ in Gelsenkirchen-Bismarck in einem naturnahen, ökologisch wertvollen ...

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... Areal.


Fotos: BdF/Bonn

„Ein Igel raschelt durch die Blätter, fleißige Bienen eilen von Blüte zu Blüte, über dem glitzernden Wasser tanzt eine Libelle… Das ist „NaturRuh“, so stellt Thomas Seppelfricke (Gelsenkirchen) seinen Kunden die neuartige Bestattungsart auf dem kirchlichen Friedhof von St. Joseph in Gelsenkirchen-Bismarck vor.

Die neue Anlage „NaturRuh“ ist rund 800 Quadratmeter groß und bietet für Menschen, die in einem natürlichen Umfeld beerdigt werden wollen, neue Möglichkeiten. Anstelle der üblichen Wechselbepflanzung wurde das Areal inmitten eines alten Baumbestandes mit einem Teich, Stauden- und Rasenflächen sowie Wegen angelegt. Bei der Staudenauswahl für die Lage Schatten / lichter Schatten wurde Wert auf Arten gelegt, die das ganze Jahr ein abwechselnd attraktives Bild dank Blatt oder Blüte bieten. Auch insektenfreundliche Sorten wurden gepflanzt.

Zusätzlich wurden zum Beispiel Igelhaus – aus natürlichen Werkstoffen gefertigt – installiert. In Kürze werde ein großes Insektenhotel aufgestellt. Auch der Teich sei ein idealer Lebensraum für Tiere. Gleich nach der Fertigstellung hatten schon Enten ihr neues Refugium entdeckt, beobachtet das Team der Friedhofsgärtnerei. Für Besucher, die sich auf befestigten Wegen und somit witterungsunabhängig innerhalb der Friedhofsöffnungszeiten hier bewegen können, gibt es viele Sitzmöglichkeiten, auch an schattigen Plätzen, die diese neue Anlage zu einer kleinen Oase machen. Grün- und Erholungsraum also nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Besucher.

Rund 60 Erdgrab- und 80 Urnenplätze unterm Baum, in der Nähe des kleinen Teiches oder inmitten bunter Blumen stehen für eine Bestattung zur Auswahl. Jeder Platz ist mit einem Grabmal und den Lebensdaten des Verstorbenen gekennzeichnet. „Das Konzept passt zu unserem heutigen Zeitgeist“, beobachten Seppelfricke und sein Team. Seit der Eröffnung gibt es schon eine Reihe von Reservierungen. Trauergaben, Grablichter und andere Zeichen der Verbundenheit finden ihren Platz auf zentralen Ablagestellen.

Überrascht war Seppelfricke über die schnelle Zusage des Kirchenvorstandes von St. Joseph, nachdem er das neue Konzept vorgestellt hatte, sodass nach einer intensiven Planungsphase im März mit dem Bau begonnen werden konnte. Die offizielle Eröffnung in der vergangenen Woche fand mit einer Andacht in der Kapelle und einer Prozession zur „Natur-Ruh“-Anlage sowie der Aussegnung durch Pfarrer Ingo Mattauch statt. Die Pflege und Instandhaltung der Anlage übernimmt die Friedhofsgärtnerei Seppelfricke. Durch die Kopplung an einen Dauergrabpflegevertrag bietet „Natur-Ruh“ den Angehörigen ein Rundum-Sorglos-Paket. Sowohl für diejenigen, die ihre Angelegenheiten in einem Vorsorgevertrag regeln wollen, als auch für die Hinterbliebenen, die im Trauerfall eine unkomplizierte und langfristige Lösung bezüglich Grabanlage und Grabpflege suchen, erklärt Seppelfricke.

Mehr unter www.blumenhaus-seppelfricke.de

Die Autorin

Therese Backhaus-Cysyk, freie Fachjournalistin, Dipl.-Ing. Gartenbau, gelernte Zierpflanzengärtnerin