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FRISCH GEPRESST: Vinyl mit Lothar Brandt


Audio - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 05.03.2020

7Ray Jazzy Zoetrope - Studio & Live Recording

Softjazz

Pro-Ject Records/Audiotrade (Doppel-LP im Klappcover, achtseitiges Booklet, auch als Masterbandkopien 1/4“)

Die Ideen sind nicht neu, aber immer noch extrem reizvoll, vor allem wenn man sie verbindet in einem Projekt: Eine Band nach guter Väter Sitte pur analog aufnehmen, mischen und auf Vinyl überspielen. Und eine Band „direct to two track“ live und ohne irgendwelche Nachbearbeitungen oder digitale Aufhübschungen auf Magnetband bannen. Pro-Ject-Chef Heinz Lichtenegger verband beide Ideen mit dem österreichischen Jazzsänger 7Ray (Rene Probst) samt ...

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Bildquelle: Audio, Ausgabe 4/2020

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... seinem Quartett zu einer Doppel-LP; eine Scheibe im Studio Baumgarten produziert, die andere live im Pro-Ject-Hauptquartier. Und zwar absolut audiophil - das tolle Booklet informiert über viele technische Details. 7Ray ist ein Fan des „Great American Songbook“; in Crooner-Manier singt er die unter anderem von „Frankie Boy“ Sinatra vorgegebenen Standards in die Neumann-Röhrenmikrofone. Auch unter den viel stressigeren Live-Bedingungen - es gab, um Störungen auszuschließen, noch nicht mal eine Monitor-Anlage - bleiben Sänger und Band meist absolut sattelfest. Vier Songs finden sich auf beiden LPs, hier fällt der Vergleich besonders reizvoll aus. Etwas direkter der Sound im Studio, etwas mehr Naturhall live, vor Publikum auch etwas mehr Risiko in den Soli - Spaß macht das Hören in jedem Fall. Zumal die wirklich exzellente Aufnahmequalität auch ebenso gut gepresst wurde. Reizvolle Ideen perfekt umgesetzt.

Singer-Songwriter Bill Fay Countless Branches

Dead Oceans/Cargo (bedruckte Innenhülle, Voucher)

Nach „Life Is People“ (2012) und „Who Is The Sender“ (2015) schenkt uns der spät wiederentdeckte Liedermacher Bill Fay noch ein drittes Meisterwerk des spirituellen Folk. Die zehn Klavierballaden sind, wenn überhaupt, karg instrumentiert. Fay kommt knapp und schnörkellos auf den Punkt und bleibt unzeitgemäß feinsinnig. Produzent Joshua Henry und Toningenieur Marco Pasquariello gaben ein bisschen Aura auf die ein wenig brüchige Stimme des 76-jährigen Musikers, was hier auch vollkommen in Ordnung geht. Auch dass auf Seite 2 das Label etwas exzentrisch aufgedruckt ist, bleibt wie die Spielzeit von nicht einmal einer halben Stunde bloße Äußerlichkeit einer stark verinnerlichten Musik.

Artrock Yogi Lang A Way Out Of Here

Gentle Art Of Music/Soulfood (transp. Vinyl, Voucher)

Einen Weg heraus aus dem Cover muss auch erst einmal die auf klarem Vinyl gepresste LP finden - nach unten. Yogi Lang ist Sänger und Keyboarder der Freisinger Artrock-Band RPWL und bewegt sich auf seinem zweiten Soloalbum gar nicht so weit weg von deren Soundpfaden. Ihr Gitarrist Kalle Wallner steuert auch die Soli bei zwei der neun im satten Sound selbstproduzierten Titel bei. Von denen geht der von einem bipolar gestörten Freund angeregte Titelsong fast in Richtung Pop, der eröffnende Longtrack „Move On“ ist wundervoller Bombastrock mit Dooowaaah-Chören, im floydigen „I’ll Be There For You“ hat Background-Sängerin Bine Heller ihren kurzen „Great Gig In The Sky“-Moment.

Britpop Supergrass The Strange Ones 1994-2008

BMG (Doppel-LP, Klappcover, bedr. Innenh., 8s. Booklet)

Die sehr gut gefertigte und mit achtseitigem Booklet gut ausgestattete Doppel-LP ist das Kondensat der unglaublich üppigen Super-Deluxe-Box mit 6 LPs, 13 CDs und einer Single. Mit 26 Songs gibt es sogar vier mehr als auf der Einzel-CD, natürlich sind die großen Hits wie „Alright“ oder „St. Petersburg“vertreten. Die 1993 in Oxford gegründeten, 2008 aufgelösten und frisch wiedervereinigten Supergrass stellten den Sampler selbst zusammen und vergaßen dabei auch das schön an T.Rex erinnernde „Seen The Light“ und den Tanzbodenfeger „Kiss Of Life“ nicht. Punk und Grunge hinterließen leichte Abdrücke im Songprofil von Supergrass, die bei aller Abwechslung lupenreinen Britpop machten.

Instrumental-Rock Joe Satriani Surfing With The Alien

Music On Vinyl/Bertus (farbiges Vinyl, bedr. Innenhülle)

Nanu, das zweite Soloalbum des Super-Gitarristen Joe Satriani hatte Music On Vinyl doch schon 2010 wiederveröffentlicht? Ja, aber in Schwarz. Jetzt legen die niederländischen Spezialisten das 1987er Werk auf 2000 Stück limitiert und einzeln nummeriert in silber-schwarz marmorierter Pressung neu auf. Gleich geblieben ist die von Satriani an Gitarre, Bass, Keyboards und Computerdrums weitgehend im Alleingang produzierte, leider viel zu selten von echten Drums angetriebene Musik, genau wie der von Bernie Grundman gemasterte, fette Sound. Der USAmerikaner und kurzfristige Saitenhexer bei Deep Purple spielt wirklich eine bärenstarke Gitarre, rockt wie der Teufel und kann auch gefühlvoll balladieren.

Soul-Pop Terry Callier Turn You To Love

Speakers Corner (mit Beiblatt)

Lange vor Prince hatte Terry Callier ein grandioses „Sign Of The Times“ gesetzt. Der feine Soulpop-Song zählt zu dem 1978 in verschiedenen Studios aufgenommenen Gebinde, das der grandiose Sänger 1979 unter dem Titel „Turn You To Love“ veröffentlichte. Die tolle Stimme macht auch US-typische, zugeschmalzte Balladen erträglich. Zumal es mit dem großartigen Steely-Dan-Cover „Do It Again“ oder dem beschwingten „Ordinary Joe“ genug Gegengewicht gibt. Wah Wah Watson gibt ein Gastspiel - das Beiblatt mit allen Texten nennt alle Credits. Speakers Corner hat bei dem exzellent gepressten Reissue zwar zweimal „Side One“ aufs Label drucken lassen, aber es sind jeweils die richtigen Titel drauf.

Voodoo Rock Dr. John Babylon

Music On Vinyl/Bertus (gefütterte schwarze Innenhülle)

„Als hätte Hieronymous Bosch ein Album gemacht“ - so beschrieb Mac Rebennack in seiner Autobiografie sein zweites Album, entstanden 1968 unter dem Eindruck von Vietnamkrieg und den Attentaten auf Robert Kennedy und Martin Luther King. Auf „Babylon“, einer „Sonny & Cher Production“, mixte der seit seinem Debüt „Gris-Gris“ (Reissue bei Speakers Corner) als Dr. John The Night Tripper berüchtigte Spektakuloso Blues, Rhythm’n’Blues, New Orleans Jazz, Creol Soul und allerlei Sonstiges zu seinem Voodoo Rock. Der konnte auch mal herb-sarkastisch ausfallen wie im Kinderchor zu „The Patriotic Flag-Waver“ oder Creams „Sunshine Of Your Love“ zitieren. Zeittypische Übersteuerungen.

Fusion Frank Zappa Hot Rats

Zappa Records/Universal (Klappcover, rosafarb. Vinyl)

Die auf knalliges Magenta gepresste LP ist die analoge Alternative zum 6-CD-Set, das Zappa Records Ende 2019 zum 50. Geburtstag von Frank Zappas erstem Soloalbum herausbrachte. Bernie Grundman hatte „Hot Rats“ bereits 2008 von den Originalbändern gemastert - das neue Reissue geht darauf zurück. Zappa verzichtete - Shut Up ’N Play Yer Guitar - auf Gesang, den einzigen Vokal-Track sang/brüllte/grunzte Kumpel Captain Beefheart. Die frühe Mischung aus Rock-Rhythmen und jazziger Improvisation machte das Album zu einem Vorreiter der Fusion-Welle. Multiinstrumentalist Ian Underwood brilliert an Keyboards und Sax, die Geiger Sugarcane Harris und Jean-Luc Ponty streichen grandios dazu.

Kammerjazz Fabian M. Müller Berg

Anuk/anuklabel.com (ungefütterte Innenhülle)

Das Schweizer Anuk Label sollte über den Geheimtipp-Status unter audiophilen Vinyl-Fans hinauswachsen. Der Pianist, Keyboarder, Perkussionist, Fieldrecorder, Toningenieur und Produzent Fabian M. Müller, sein Schweizer Landsmann Kaspar von Grünnigen am Kontrabass und der norwegische Drummer Øyvind Hegg-Linde klopfen auf ihrem „Berg“- Projekt traditionelle Weisen ihrer Heimatländer auf ihr Transformationspotenzial ab. Hört sich schwierig und verkopft an, kann aber wie in „Hvor Det Blir Godt A Lande“ zu wunderschönem Trio-Jazz führen. Oder wie im eröffnenden „Alpsegen“ zu regelrechten Klangabenteuern, die weit über gewohnten Klaviertrio-Schemata ragen. Berghohe Empfehlung.

Violinkonzerte J.S. Bach Violinkonzerte BWV 1041-43; Yehudi Menuhin, Violine, Robert Masters Chamber Orchestra

Speakers Corner

Diese 1958 und 1959 von Peter Andry in Stereo produzierten Aufnahmen zählen zu den Klassikern der High Fidelity. HiQ Records hat sie 2013 auf XRCD überspielt. Das Vinyl-Reissue von Speakers Corner zeigt die gewohnte pur analoge Klangklasse in exzellenter Pressqualität. Der große Yehudi Menuhin, Solist und Dirigent der drei Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach, im d-moll-Doppelkonzert begleitet von Christian Ferras, liefert eine von tiefem Ernst und großer Liebe durchdrungene Darstellung. Von keiner historisierenden Kratzbürstigkeit angefasst, schwelgen alle in purer Schönheit und für heutige Verhältnisse fast schon unverschämt langsamen Tempi. Bach würde wohl sagen: eine „Wolthat“.

Indie-Folk Hello Emerson How To Cook Everything

K&F Records/Broken Silence (Beiblatt, ungef. Innenhülle)

Ihr zweites Album benannte die Band aus Columbus, Ohio, nach einem Kochbuch. Auch sonst kocht das Trio und Sänger und Songschreiber Samuel Emerson Bodary sein eigenes Süppchen. Als „collective effort of fity-one people“ bezeichnen sie das Werk im Beiblatt, obwohl der die grandiose Zahl ausmachende Chor nur kurz im abschließenden, hymnischen „Seat 16b“ auftaucht. Ansonsten werden die schönen, traurigen bis skurrilen Alltagsbeobachten sparsam arrangiert. Saxofon, Klarinette, ein Streichquartett, sanfte Percussion und Pedal Steel Guitar bereichern die Gitarren- und Klaviersongs. Leise Töne dominieren, die man gerne auch lauter aufdreht - da stören zum Glück nur vereinzelte Ticks.

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