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Frische Brise


Mac Life Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 30.09.2021

macOS Monterey

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Bildquelle: Mac Life Wissen, Ausgabe 1/2022

Das neue macOS 12 trägt den Beinamen Monterey. Damit bleibt Apple an der kalifornischen Küste und fährt einfach nur vom Big Sur ein Stück weiter nach Norden zum bekannten Küstenort Monterey in der gleichnamigen Bucht. Entsprechend steht das aktuelle Update des Systems auch eher für eine solide Produktpflege als für große Sprünge, was aber kein Nachteil ist. Ganz im Gegenteil, denn nach den deutlichen Veränderungen in Big Sur ist eine gewisse Konsolidierung ein vernünftiger Schritt.

Schließlich ist Monterey auch das erste große Update nach Apples Wechsel von Intel-Prozessoren auf die eigenen Chips. Da gibt es inzwischen natürlich viele Erfahrungen, die einfließen.

Doch macOS 12 als Wartungsupdate abzutun, wird ihm nicht gerecht, denn spannende neue Funktionen gibt es trotzdem noch genug. Dazu gehören Updates für FaceTime, Nachrichten, Safari und viele andere Apps, aber auch Funktionen ...

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... zur besseren Zusammenarbeit – sowohl von deinen eigenen Geräten untereinander als auch mit anderen Personen.

Die Verbesserung der Zusammenarbeit zieht sich bei macOS Monterey wie ein roter Faden durch alle Bereiche.

Mehr Teamwork

Das Thema Zusammenarbeit ist einer der Schwerpunkte bei macOS Monterey, der sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche zieht. Das gilt sowohl für die Funktionen von System und Apps als auch für die plattformübergreifende Entwicklung. Apple ist schon seit Jahren dabei die Apps für Mac, iPhone und andere Geräte parallel zu entwickeln und sie mit den gleichen Funktionen auszustatten, wo immer das möglich und sinnvoll ist. Nach und nach kamen Apps wie Home, Aktien oder Sprachmemos von den mobilen Geräten auf den Mac. Andere wie Safari, Nachrichten oder Karten werden sich auf allen Plattformen immer ähnlicher. Aus Mac-, iPhone- und iPad- Anwender:innen werden einfach Apple-Anwender:innen, die sich auf allen Geräten aus Cupertino zu Hause fühlen. Der Umstieg auf Apple Silicon hat diesen Trend durch die Angleichung der Hardware noch verstärkt. Das fiel schon bei der Vorstellung der neuen Systeme auf der WWDC im Juni auf. Apple stellte die neuen Funktionen verteilt über die Geräte vor, um dann bei den jeweils anderen nur noch kurz zu erwähnen, dass sie dort natürlich auch vorhanden sind. So schafft das Unternehmen eine einheitliche Plattform und sorgt für eine stärkere Kundenbindung. Doch auch die Nutzer:innen profitieren, wenn sie sich darauf einlassen. Sie müssen sich nicht ständig umstellen, wenn sie unterwegs etwas auf dem iPhone machen, wofür sie sonst normalerweise den Mac nehmen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass einige neue, gemeinsam für Mac und mobile Geräte entwickelte Funktionen auch nur auf neuen Macs mit Apple-Prozessoren funktionieren.

Unterstützte Rechner

Die Installation von Monterey setzt mindestens einen der folgenden Macs voraus:

MacBook Air 2015, MacBook Pro 2015, MacBook 2016, iMac Ende 2015, Mac mini 2014, iMac Pro 2017, Mac Pro 2013.

In Kontakt bleiben

Zu den Programmen mit den meisten Verbesserungen gehört FaceTime. Die Videochat-App mausert sich langsam zum echten Konferenztool und versucht, zu Diensten wie Zoom & Co. aufzuschließen. Verbindungen mit mehreren Teilnehmern konnte FaceTime schon vorher, doch nun bietet es mit der neuen Rasteransicht eine bessere Übersicht der Teilnehmer. Dazu lassen sich Konferenzen mithilfe der App Kalender endlich auch auf Termine legen und andere dazu einladen. Außerdem behebt Apple die wohl älteste und ärgerlichste Einschränkung: Mit der aktuellen Version kannst du auch einen Link zur Konferenz verschicken, der sich im Browser öffnen lässt. Damit entfällt endlich die Beschränkung auf Teilnehmer mit Apple-Geräten. Damit bei der Übertragung aus dem Homeoffice das unordentliche Bücherregal nicht mehr stört, unterstützt FaceTime die von iPhone und iPad bekannte Porträtfunktion mit automatischem Weichzeichner für den Hintergrund – das allerdings nur auf M1-Macs.

Mit SharePlay soll FaceTime die synchrone Übertragung von Musik und Filmen lernen und den Bildschirminhalt beziehungsweise Fenster einzelner Apps teilen können. Dabei stellt Apple auch eine Schnittstelle für Entwickler zur Verfügung, damit diese sie in ihre Programme integrieren können.

Wer das spannende Feature nutzen möchte, muss leider noch etwas Geduld haben. Apple will SharePlay erst mit einem späteren Update nachliefern.

Besser surfen

Safari erhält neue Funktionen für die Arbeit mit Tabs. Dazu gehört ein kompaktes Seitenlayout, das Befehlsleiste, Eingabefeld und Tabs in einer Zeile kombiniert. So bleibt mehr Platz für den Inhalt der Seite. Wer das zu unübersichtlich findet, kann aber auch weiterhin eine separate Tableiste unter der Befehlsleiste einblenden. Außerdem kann Safari jetzt Tabs zu Gruppen zusammenfassen. Diese lassen sich dann über die Seitenleiste öffnen. Im Gegen satz zu einem Ordner mit Favoriten ist jede Tabgruppe quasi eine Arbeitsumgebung, die sich dynamisch verändert, wenn du Tabs in der Gruppe öffnest und schließt. Du kannst über die Seitenleiste schnell von einer Gruppe in eine andere wechseln. Das ist zum Beispiel im Vollbildmodus sehr praktisch oder auf einem kleinen Bildschirm, auf dem du nicht mehrere Fenster für Safari öffnen willst.

macOS Monterey

Der Name hat eine gewisse Symbolik. So wie der Ort Monterey nicht weit vom Big Sur entfernt liegt, bleibt macOS Monterey in der Nähe des Vorgängers und steht für eine solide Produktpflege. Trotzdem bringt es viele spannende neue Funktionen mit.

Die Tabgruppen synchronisieren sich wie offene Fenster über iCloud und stehen dadurch auf all deinen Geräten zur Verfügung.

Kurzbefehle auf dem Mac

Als Neuzugang von iPhone und iPad hält die App Kurzbefehle nun auch auf dem Mac Einzug. Damit lassen sich jetzt nicht mehr nur vorhandene Kurzbefehle über Siri nutzen, sondern auch neue auf dem Mac erstellen. Kurzbefehle dient dazu, Programme zu steuern, Daten abzufragen und zu übergeben, um sie zur Zusammenarbeit zu bewegen. So lassen sich komplexe Arbeitsabläufe erzeugen, die sich auch automatisieren oder über Siri aufrufen lassen. Wer die App Kurzbefehle noch nicht auf den mobilen Geräten nutzt, blättert zum Kennenlernen am besten erst mal die mitgelieferte Bibliothek durch. Die enthält eine große Auswahl an Kurzbefehlen, die sich nutzen lassen und als Vorlage für eigene Abläufe dienen können. Langfristig soll Kurzbefehle die Mac-App Automator zur Erstellung von Arbeitsabläufen ablösen.

Kurzbefehle lassen sich jetzt auch auf dem Mac erstellen. Sie sollen langfristig Automator ersetzen.

Medien teilen

Auch Nachrichten erhält einige neue Funktionen. Die wichtigste ist „Mit dir geteilt“. Sie verbindet automatisch Nachrichten mit anderen Programmen. Teilen deine Kontakte Medien aus Fotos, Safari, Musik und anderen Apps über Nachrichten mit dir, erscheinen die auch in den entsprechenden Apps auf deinem Mac, gesammelt unter einem neuen Eintrag für geteilte Medien. So musst du nicht mehr diverse Chats durchsuchen, um einen bestimmten Anhang zu finden.

Außerdem zeigt Nachrichten mehrere zusammen verschickte Bilder jetzt als Stapel an. Das macht vor allem Konversationen mit vielen Bildern übersichtlicher.

Weitere Apps

Zu den weiteren App-Highlights gehört Karten mit neuen Ansichten, verbessertem Kartenmaterial und erweiterten Suchfunktionen. Dort wo die App den ÖPNV unterstützt, ist nun auch die Anzeige von Fahrplänen an den Haltestellen möglich.

Notizen ermöglicht jetzt Tags, wodurch sich die angelegten Einträge besser organisieren lassen, und bietet die Verfolgung von Änderungen in geteilten Notizen. Mit der neuen Funktion „Schnellnotizen“ kannst du in Verbindung mit der Funktion für aktive Ecken jederzeit ganz einfach neue Notizen anlegen. Diese lassen sich dann sowohl in der jeweils zugehörigen App als auch in Notizen aufrufen.

Mit „Livetext“ erkennt Fotos Schrift in Bildern und kann den Inhalt verarbeiten beziehungsweise exportieren. Außerdem kann Fotos zu erkannten Objekten und Sehenswürdigkeiten in Bildern durch Anklicken zusätzliche Informationen suchen. „Visuelles Nachschlagen“ nennt Apple das praktisch Feature. Die Rückblicke hat Apple ebenfalls überarbeitet.

Fokussiert arbeiten

Außer den mitgelieferten Apps hat natürlich auch das System selbst viele neue Funktionen erhalten. Ganz oben auf Apples Liste steht „Fokus“. Dabei handelt es sich um eine konfigurierbare Nicht-stören-Funktion, die Mitteilungen nach Personen und Apps filtert und dir hilft, dich auf deine aktuelle Tätigkeit zu konzentrieren. Um das zu erreichen, kannst du Einstellungssets für unterschiedliche Zwecke wie Arbeit, Essen oder Freizeit anlegen. Das besondere an Fokus ist, dass sich diese in Abhängigkeit von Uhrzeit, aktuellem Ort oder benutzter App automatisch aktivieren lassen.

Den Status deiner Fokus-Funktion kannst du mit anderen teilen. Außerdem kannst du Ausnahmen festlegen, damit dich zum Beispiel bestimmte Personen trotzdem noch erreichen können.

AirPlay auf dem Mac

Mit Monterey wird der Mac zum AirPlay-Empfänger. Andere Geräte können Musik, Podcasts, Filme und andere Streams via AirPlay zum Mac schicken. Dabei kann die Verbindung über das lokale Netzwerk oder ein USBKabel erfolgen. AirPlay auf dem Mac unterstützt auch die Nutzung als AirPlay-Display zum Spiegeln oder Vergrößern der Arbeitsfläche eines anderen Mac. Und als AirPlay-2-Lautsprecher lässt sich der Mac auch in Multi-Room-Konfigurationen integrieren.

Die AirPlay-Funktion setzt leider einen relativ neuen Mac vo raus. MacBook Pro und Air unterstützen sie erst ab Modelljahr 2018, die iMacs ab 2019 und der Mac mini sogar erst ab 2020.

Nahtlose Steuerung

Eines unserer persönlichen Top- Features ist „Nahtlose Steuerung“, im Original etwas überzogen „Universal Control“ genannt. Sie bewirkt, dass du nebeneinander platzierte Geräte mit einer Tastatur und Maus (oder Trackpad) steuern kannst. Die Funktion unterstützt bis zu drei Macs und iPads. Bewegst du den Cursor an den Rand des Bildschirms, wechselt er automatisch auf das andere Geräte. Damit wechselt auch der Fokus, und du kannst das andere Gerät steuern. Alle Eingaben wandern nun zu diesem Mac oder iPad. Nutzt du Letztere zusammen, passt sich der Cursor beim Übergang entsprechend an, vom Zeiger auf dem Mac zum großen Punkt auf dem iPad. So kannst du sogar Inhalte per Dragand-drop von einer App auf eine andere ziehen. Das ist eine praktische Erweiterung der iCloudbasierten Zwischenablage.

Vergleichst du den Übergang zwischen zwei Macs mit zwei Bildschirmen an einem Mac, so spürst du beim ersten Mal eine leichte Verzögerung an der Bildschirmgrenze. Du kannst auch kein Fenster von einem Rechner auf den anderen ziehen. Bewegst du eine Datei über die Bildschirmgrenze, kopiert die „Nahtlose Steuerung“ sie. Du kannst dir also auch eine Freigabe zum Datenaustausch zwischen den beiden Geräten in vielen Fällen sparen.

Wo ist? „live“

Maßgeschneidert für deine AirTags kannst du in Monterey Geräte, aber auch Freunde und Familienmitglieder besser in der App Wo ist? verfolgen.

Die neue Live-Funktion bietet eine kontinuierliche Anzeige von Ort und Bewegungsrichtung.

Außerdem gibt es nun auch ein Widget für Wo ist?, um Einträge über die Mitteilungszentrale zu verfolgen.

Persönliche Note

Die mitgelieferten Profilbilder der Benutzerverwaltung sind etwas langweilig und echte Fotos sind auch nicht jedermanns Sache. Die von iPhone und iPad bekannten Memojis ließen sich bisher auf dem Mac in Nachrichten anzeigen und als Profilbilder sichern, aber nicht selbst erzeugen. In Monterey geht nun endlich auch das. Du kannst sie als eigenes Account Foto nutzen oder als Profilbild für Kontakte in der gleichnamigen App. Dabei spendiert Apple ihnen auf allen Plattformen zusätzliche Eigenschaften wie neue Kleidung, mehr Kopfbedeckungen, weitere Brillen und vieles mehr. Da kannst also du auf dem Mac gleich in die vollen greifen.

Neben Memojis lassen sich auch große Emojis als Kontaktfotos nutzen. Damit hast du jetzt deutlich mehr Auswahl, um dem Mac und Kontakten eine persönliche Note zu geben.

Neue Systemeinstellungen

In den Systemeinstellungen findest du nun einen eigenen Bereich für die gespeicherten App- und Website-Passwörter. Bisher hast du diese im gleichnamigen Tab der Safari-Einstellungen gefunden. Eine zentrale Verwaltung, die langfristig unabhängig von Safari wird, macht durchaus Sinn. Nicht nur um die Passwörter auch in anderen Browsern zu nutzen, sondern auch auf anderen Rechnern. Neuerdings integriert Apple den Passwortdienst nämlich auch in iCloud für Windows und liefert mit diesem eine App für den Zugriff auf die in iCloud gespeicherten Passwörter.

Als weitere Neuerung hat Apple das Einstellungsmodul für Monitore in Displays umbenannt und dessen Oberfläche deutlich modernisiert. Es zeigt nun die meisten Einstellungsbereiche in einem Fenster, statt sie auf diverse Reiter zu verteilen.

Splitscreen verbessert

Der geteilte Bildschirm, der zwei Apps nebeneinander bildschirmfüllend anzeigt, ist jetzt etwas flexibler nutzbar. Bisher war es etwas umständlich, eine App im Splitscreen durch eine andere zu ersetzen. Du musstest sie schließen und dann in Mission Control wieder eine neue App auf das noch im Vollbildmodus befindliche Programm ziehen. Jetzt lässt sich eine App im Splitscreen direkt ersetzen. Alternativ kannst du nun auch beide Programme in den Vollbildmodus schalten.

Extras für neue Macs

Monterey ist das erste große macOS-Update nach Apples Umstieg auf Apple Silicon. Entsprechend enthält es auch viele Verbesserungen unter der Haube, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Wer bereits einen M1-Mac nutzt, ist deshalb wohl gut beraten, Monterey zügig zu installieren. Dabei haben die Macs mit Apple Silicon noch einen anderen Vorteil gegenüber den älteren Rechnern mit Intel-CPUs.

Einige Funktionen von Monterey bleiben der neuen Plattform vorbehalten. Dazu gehört der Weichzeichner für den Hintergrund bei FaceTime-Konferenzen oder die Livetext-Funktion in Fotos. Auch einige neue Darstellungen in Karten funktionieren bisher nur auf der neuen Mac-Generation. Das gilt auch für die Fähigkeit, Text in beliebiger Länge von der Texterkennung lokal auf dem Mac verarbeiten zu lassen. Das ist ärgerlich, aber in den meisten Fällen zu verschmerzen.

Und vieles mehr

Es gibt noch viele weitere neue Funktionen, die wir hier nicht erwähnt haben. Auf den folgenden Seiten gehen wir aber noch ausführlicher auf die mitgelieferten Programme ein und zeigen, wie du macOS Monterey passend konfigurierst und an deine individuellen Bedürfnisse anpasst. Viel Spaß beim Stöbern!

Einfache Hilfe für den Fall der Fälle

Ein Problem, mit dem sich niemand gern auseinandersetzt, das aber in der digitalen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der Zugang zu deinen Daten, wenn dir etwas passiert. Da praktisch alle wichtigen Daten auf dem Mac und auf iCloud verschlüsselt sind, stehen Hinterbliebene schnell vor ganz praktischen Problemen, weil sie nicht an wichtige Informationen herankommen. Hier verspricht das von Apple angekündigte Programm Digitaler Nachlass Hilfe, das wir allerdings noch nicht ausprobieren konnten. Mit ihm soll es möglich sein, Kontakte anzugeben, die auf deinen Account und deine persönlichen Daten zugreifen dürfen, falls dir etwas geschehen sollte.

Ein Plus für iCloud

Die kostenpflichtigen iCloud- Konten vermarktet Apple in Zukunft unter dem Namen iCloud+. Sie enthalten nicht nur den zusätzlichen Speicherplatz, der sich ab 200 GB wie bisher innerhalb der Familie teilen lässt, sondern auch die neuen Funktionen „iCloud Private Relay“ zum Surfen über verschlüsselte Verbindungen und „E-Mail-Adresse verbergen“ für zufällige Alias-Adressen. Letztere sorgen dafür, dass du deine echte Adresse nicht preisgeben musst. Du kannst auch eine eigene Domain mit deinem iCloud-Konto verbinden.

Außerdem erlaubt HomeKit Secure Video in Verbindung mit iCloud+ nun bereits im kleinsten kostenpflichtigen Tarif die Aufzeichnung einer Kamera, bei 200 GB sind fünf Kameras erlaubt und im größten Tarif sogar beliebig viele. Der von den HomeKit-Kameras verbrauchte Speicherplatz wird übrigens nicht auf dein iCloud-Konto angerechnet.