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FRISCHE KAMELLEN


digit! - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 26.06.2020

Der Gadget Guide mit dem jungen Ableger eines Oskar-Filmpreisträgers und einem überraschenden Software-Update - Sebastian Drolshagen pendelt zwischen wohliger Nostalgie und neuer Begeisterung.


DAS LED-UNIKUM

In München feiert man in diesen Tagen einen Klassiker, der mehrere Filmpreise gewonnen hat: Dedolight bietet seine Filmleuchte DLH4 zum Sonderpreis an, sie ist bei Beleuchtern unverändert beliebt. Ich setze im Fotoalltag lieber auf die Weiterentwicklung. Denn Firmenchef Dedo Weigert - inzwischen stolze 82 Jahre alt, aber permanent präsent - hat schon früh Varianten mit LED-Technik angeboten. Seitdem ...

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Bildquelle: digit!, Ausgabe 4/2020

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... gehört die „DLED2“ zur Standardausstattung meiner Fototasche.

Gewiss, aus China kommen faszinierende LED-Flächenleuchten, die immer kompakter, günstiger und vielfarbiger werden. Doch die DLED2 ist anders - und deshalb offenbart sie mehr Charakter in der Lichtsetzung. An erster Stelle steht die Möglichkeit, das Licht zu fokussieren, bis ein markanter Spot entsteht. Ganz in Filmmanier lässt er sich über Tore noch weiter zuspitzen. An zweiter Stelle steht die Verarbeitung. Schon das Gewicht von über einem Kilo markiert einen Klassenunterschied zum Gros der LED-Lösungen. Und ein bisschen mehr zu schleppen, macht mir an dieser Stelle gar nichts, denn das Gewicht suggeriert zu Recht: Diese Leuchte steckt ordentlich was ein. Im Schlamm gelandet, auf Asphalt gerutscht? Aufstehen, weitermachen.

Anders als bei Dedos großen LED-Lösungen genügt bei der DLED2 ein Sony-Video-Akku (NP-F), von dem es inzwischen sehr solide Nachbauten gibt, einige kann man sogar per USB laden. Die DLED2 liefert 20 Watt; in der von mir bevorzugten Variante „bicolor“ bleibt die Lichtausbeute über den gesamten Temperaturbereich von 2.700 bis 6.500 Kelvin konstant. Kaum verwunderlich, dass sich die Qualitäten der DLED2 auch im Preis bemerkbar machen. Dieses LED-Unikum bekommt man ab etwa 550 Euro netto.

Kompakt und robust gebaut, trotzdem raffiniert: Schon mit einer DLED2 erzielt man markante Effekte, die gerade in der Fashion- oder Food-Fotografie reizvoll sind.


www.dedoweigertfilm.de

DIE AUFERSTEHUNG

Die neue Perspektivkorrektur macht selbst bei komplexen Motiven einen guten Job und lässt sich leicht bedienen. Ergänzt man noch mehr Effekte der Nik-Sammlung, erzielt man bisweilen extreme Veränderungen.


Jeder, der sich in sozialen Netzwerken tummelt, dürfte die „Generationen-Prüfungen“ kennen: Wer hat noch Raider gegessen? Wer ist noch Auto mit Choke gefahren? Wer hatte ein paar Groschen für die Telefonzelle dabei? Ganz so weit müssen wir nicht zurückgehen. Aber erinnert sich noch jemand an Nik Software? Vor allem der Schwarzweiß-Filter „Silver Efex“ war vor über einem Jahrzehnt extrem begehrt, hatte er doch schon damals eine Funktion, die mit „Klarheit“ und „Struktur“ erst viel später ins Adobe Camera Raw Einzug hielt.

Während Adobe einerseits Photoshop immer weiter aufplusterte und ihm andererseits Lightroom an die Seite stellte, geriet die gelobte Nik-Kollektion zunehmend ins Abseits. Zunächst übernahm Google die deutsche Firma, verschenkte zeitweise sogar die Plug-ins, fing mit dem Know-how jedoch nichts weiter an. Erst DxO - deren Software PhotoLab gerade den TIPA-Award gewonnen hat - hauchte den Nik-Plug-ins neues Leben ein. Seit wenigen Tagen ist eine neue Version verfügbar - und sie bringt nicht nur kleine Erweiterungen bestehender Effekte, sondern eine komplette neue Funktion. Mithilfe der „Perspective Efex“ korrigiert man stürzende Linie in Architekturaufnahmen extrem einfach, meist genügt schon die Automatik. Um Adobes eigene Perspektivkorrektur zu überflügeln, setzt DxO auf zahllose Kamera- und Objektivprofile aus dem eigenen Labor. In unserem Test stellt das Programm selbst bei einer Fischaugen-Aufnahme den Horizont verlässlich gerade, einen Miniatur- bzw. Tilt-Shift-Effekt gibts noch obendrauf. Ob einem diese Funktion zusammen mit den bekannten Farb- und Schärfe-Einstellungen 100 bis 150 Euro wert ist, kann jeder selbst erproben - und das ohne Risiko: 30 Tage lang darf man die Plug-ins gratis ausprobieren.

nikcollection.dxo.com