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Fröhlich feiern


Die Kirche - epaper ⋅ Ausgabe 27/2021 vom 11.07.2021

Der Evangelist Matthäus lässt Jesus zu Beginn seines Weges in der Bergpredigt im Matthäusevangelium Kapitel 5-7 von einem Berg zu seinen Jüngerinnen und Jüngern sprechen. Dabei ist die Erinnerung an die Gottesoffenbarung auf dem Berg Sinai, bei der das Volk Israel von Mose die Zehn Gebote erhält, wohl einkalkuliert. Neben die Zehn Gebote stellt Jesus nun neun neue Seligpreisungen – Versprechen, wie wir Menschen glücklich leben können und sollen: Den Sanftmütigen und Einfühlsamen wird Gutes geschehen. Die, die hungern nach Gerechtigkeit und Frieden, werden satt werden.

In Matthäus 10, ...

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... 9-10 führt Jesus dann aus, wie die, die ihm nach - folgen, diese Botschaft weitersagen sollen. Als wehrlos Wandernde sollen sie unterwegs sein, nicht einmal einen Wanderstock oder Schuhe sollen sie dabei haben. Und auch kein Geld. Die Botschaft soll für sich selbst sprechen.

Predigttext am 6. Sonntag nach Trinitatis: Matthäus 28, 16–20

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Zu oft wurde der sogenannte Missionsbefehl in der Geschichte aus dem Zusammenhang des Matthäusevangeliums herausgelöst. So konnte er als Legitimation für gewaltsame Zwangsmission oder kulturelle Überformung missbraucht werden. Gleichzeitig gab es auch immer Missionare, die sich vom Geist des Matthäusevangeliums tragen ließen – die Jesuiten in Südamerika im 17. Jahrhundert und seit dem 18. Jahrhundert besonders die Herrnhuter Brüdergemeine weltweit.

Vielleicht sind wir auch im „christlichen Abendland“ nach dem Ende des konstantinischen Zeitalters wieder da, dass die Taufe erneut das werden kann, was sie eigentlich ist – „frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu freiem, dankbaren Dienst an seinen Geschöpfen“, wie es die zweite These der Theologischen Erklärung von Barmen von 1934 formuliert.

Dann werden wir sie auch unverklemmt und fröhlich feiern, in kleinen und großen Gruppen, in Kirchen und an Seen. Und vielleicht wäre es dabei noch wichtiger, die Seligpreisungen zu lesen als das Apostolicum zu sprechen.

» Fürbitte

Ewiger Gott, du liebst diese Welt, weil du die Liebe bist. Du liebst die Kleinen, du liebst die Schwachen. Erinnere dich daran, dass du die Kleinen den Großen vorziehst. Erinnere dich daran, dass sie die Kleinen deine Liebe nötiger brauchen.

In diesem zweiten Corona-Sommer fragen die Kleinen, wie es nach den Ferien weitergehen wird. Sie erleben die Angst und die Sorgen der Erwachsenen.

Deine Liebe mache sie mutig.

Deine Liebe stärke in ihnen das Vertrauen. Deine Liebe behüte sie in diesem Sommer. Wir bitten dich: Erhöre uns, ewiger Gott. Amen

VELKD