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Fruchtiges Naschvergnügen


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Weck LandJournal - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 05.09.2022

BEERENOBST

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Bildquelle: Weck LandJournal, Ausgabe 5/2022

Rote Johannisbeere Ribest Sonette

D errichtige Zeitpunkt, um den Grundstock für eine üppige Ernte von leckeren Beeren zu legen, ist jetzt, denn jetzt ist Pflanzzeit für Beerensträucher. Ein Beerenstrauch findet in jedem Garten ein Plätzchen. In größeren Gärten dürfen es auch gerne mehrere davon sein, am besten in verschiedenen Sorten. Wo kein Garten vorhanden ist, kann ein solcher Strauch auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse gedeihen.

Vor allem für Kinder ist Beerenobst ideal. Es kann direkt vom Strauch genascht werden. Wächst mehr am Strauch als frisch verzehrt werden kann, kein Problem! Beerenobst lässt sich wunderbar verarbeiten und haltbar machen.

Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren reifen von Juni bis August und begleiten uns so durch die schönsten und sonnigsten Sommermonate. Alle diese Beeren gehören der Gattung „Ribes“ an. Die österreichische Bezeichnung „Ribisel“ für Johannisbeeren rührt daher. ...

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... Die Gattung„Ribes“ ist die einzige Gattung in der Familie der Stachelbeergewächse. Sie umfasst etwa 150 verschiedene Arten, die fast alle in unserem heimischen Klima gedeihen. Die vier Arten, die ich Ihnen hier vorstellen möchte, sind längst keine Unbekannten mehr in unseren Gärten. Mit der richtigen Pflege und geeigneten Sorten lassen sie sich mühelos anbauen und liefern gute Erträge an äußerst schmackhaften und gesunden Beeren.

Der richtige für einen Platz Beerengarten

Johannis-, Stachel- un d Jostabeeren sind recht unkompliziert in ihren Ansprüchen. Der Boden sollte jedoch humos und nährstoffreich sein, um gutes Wachstum und reichen Ertrag zu gewährleisten. Der Standort kann sonnig oder auch halbschattig sein. Stachelbeeren können auch im Schatten von Bäumen wachsen.

In der Zeit der Beerenreife benötigen die Sträucher ausreichend Wasser. Die Wurzeln dieser Sträucher breiten sich relativ flach unter der Bodenoberfläche aus.

Trockenheit macht sich deshalb rasch bemerkbar. Achten Sie bei der Bewässerung darauf, so reichlich Wasser zu geben, dass dieses auch in tiefere Bodenschichten vordringen kann. Auf diese Weise wachsen auch die Wurzeln mehr in die Tiefe und sind so zukünftig vor Trockenheit an der Oberfläche besser geschützt. Beerenobststräucher sind langlebig und können viele Jahre an ihrem Platz stehen. Bei der Neuanlage sollten Sie Plätze vermeiden, wo vorher längere Zeit Beerensträucher standen.

Soll eine Rasenfläche zum Beerengarten werden, kann zuvor ein Jahr lang eine Gründüngung (Futtererbse, Wicken, Buchweizen, Phacelia etc. ) eingesät und später eingearbeitet werden. So ist der Boden gut mit Nährstoffen versorgt und aufgelockert. Johannis-, Stachel- und Jostabeeren können als Strauch, Bäumchen, Säule oder Spalier gezogen werden. Ein Bäumchen hat den Vorteil, dass die Beeren auf einer bequemen Höhe hängen und so leichter geerntet werden können. Auch kann unter einem Bäumchen noch etwas angebaut oder angepflanzt werden, was Platz im Garten spart. Die Lebensdauer eines Bäumchens ist jedoch nicht so lange wie die eines Strauches, da sich das Bäumchen nicht aus dem Wurzelbereich verjüngen kann. Die Krone eines Bäumchens muss immer abgestützt werden, um Bruchschäden zu vermeiden. Wenig Platz verlangt die Erziehung einer Säule oder eines Spaliers aus zwei oder drei Trieben pro Pflanze. Erforderlich ist ein Gerüst, an dem die Triebe befestigt werden. Auf diese Weise kann eine schmale Hecke entstehen. Die Beeren haben viel Platz und Licht, sodass am Spalier meist große, üppige Beerentrauben geerntet werden können. Im Erwerbsanbau haben sich die Spaliere durchgesetzt, im Privatgarten findet man meist noch die mehrtriebigen Beerensträucher.

Rote Johannisbeeren – Ribes rubrum

Die ursprüngliche wilde Rote Johannisbeere war in ganz Europa verbreitet. Heute kommt sie nur noch in einigen europäischen Ländern vor, in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien. Sie ist eher selten zu finden und gedeiht an Bachläufen, in Schluchten sowie in Auwäldern, also dort, wo der Boden feucht und lehmig ist.

Klostergärten waren wie bei so vielen Nutzpflanzen auch an der Züchtung und Entstehung der Kultursorten beteiligt. Bereits im 15. Jahrhundert beschäftigte man sich mit der Kreuzung von wilden Ribes rubrum mit anderen wildwachsenden Ribes-Arten. Daraus entstanden die heutigen Kultur-Johannisbeeren. Auch gehörte die Johannisbeere zu den damals bekannten heilkräftigen Pflanzen. Sie wurde schon damals als blutreinigend, appetitanregend und verdauungsfördernd beschrieben.

Empfehlenswerte Rote Johannisbeer-Sorten

• Jonkheer van Tets ist eine sehr frühe Sorte, die schon Ende Juni trägt. Bevorzugt für geschützte halbschattige bis sonnige Standorte.

• Ribest Sonette ist eine spät reifende Sorte mit langen Trauben großer geschmackvoller Beeren.

• Ribest Violette trägt Anfang bis Mitte August mittelgroße Beeren an langen Trauben. Der Geschmack ist mild.

• Ribest Lisette trägt sehr große Beeren an kompakten Trauben, die Anfang bis Mitte Juli reif werden.

• Rovada ist eine sehr winterharte Sorte, die rasch wächst. Sie trägt spät große Beeren an langen Trauben.

• Rolan ist eine robuste spät reifende Sorte. Die großen Früchte sind hell- bis mittelrot, sehr fest und säuerlich.

Rote Johannisbeeren wachsen als sommergrüne Sträucher und werden etwa 150 cm hoch. Die traubig herabhängenden Blütenstände erscheinen im April/

Mai und können bis zu 30 Einzelblüten tragen. Die Blüten selbst sind recht unscheinbar gelblich-grünlich gefärbt. Die Blüten sind selbstfruchtbar. Es genügt also, einen Strauch zu pflanzen, um Früchte zu erhalten. Stehen verschiedene Sorten roter Johannisbeeren in näherer Umgebung, kann dies jedoch den Ertrag an Beeren erhöhen. Die Bestäubung erfolgt über Insekten wie Bienen oder Hummeln. Die meisten Beeren am Strauch tragen die zwei- und dreijährigen Triebe. Alle Triebe, die älter als vier Jahre sind, werden nach der Ernte oder spätestens zum Ende des Winters im Februar/März an der Basis entfernt. Man erkennt ältere Triebe an der im Vergleich zu jungen Trieben dunkleren Färbung.

Triebe, die ausgeschnitten wurden, werden durch nachwachsende junge Triebe ersetzt. Insgesamt sollten Sie nie mehr 2 als acht bis zwölf Triebe stehen lassen, damit der Strauch nicht zu dicht wird.

Stämmchen werden mit sechs bis acht Trieben gezogen, damit die Krone nicht zu dicht und zu schwer wird. Bei Spalieren müssen immer rechtzeitig Ersatztriebe nachgezogen werden, die dann die alten Fruchttriebe nach drei bis vier Jahren ersetzen. Die Erntezeit von Roten Johannisbeeren beginnt etwa um den Johanni-Tag, also den 24. Juni. Die reifen Beeren halten sich sehr lange am Strauch, sodass sich die Erntezeit über einen längeren Zeitraum ausdehnen kann. Mit frühen und späteren Sorten kann der Erntezeitraum von Juni bis August dauern.

Rote Johannisbeeren enthalten reichlich schützende organische Fruchtsäuren. Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Zudem enthalten die Beeren blutreinigende, desinfizierende und magenstärkende Inhaltsstoffe. Flavonoide und Anthocyane wirken zellschützend. Neben dem gesunden Naschen frischer Beeren bieten sich auch vielfältige Möglichkeiten der Verarbeitung und Haltbarmachung. Wer die vielen kleinen Kernchen nicht mag, entscheidet sich für Saft und Gelee.

Weiße Johannisbeeren

Weißfrüchtige Johannisbeeren gehören eigentlich zu den Roten Johannisbeeren. Bei der Kreuzung von roten Sorten entstehen immer wieder auch weißfrüchtige Pflanzen. Die Beeren sind eigentlich nicht weiß, sondern besitzen eine fast durchsichtige, helle Beerenhaut. Im Inneren der Beeren sind die hellen Kerne erkennbar. Schon um 1600 waren weiße Johannisbeeren bekannt. Ihr Geschmack ähnelt dem der Roten Johannisbeeren. Sie bietet jedoch wesentlich mehr Süße bei gleichem Gehalt an wertvollem Vitamin C. Die weißen Beeren können genauso verarbeitet werden wie die roten. Neben den weißen sind auch rosa Sorten im Handel.

Weiße Johannisbeer-Sorten

• Die Weiße Langtraubige trägt bis 13 cm lange Beerentrauben.

Sie ist um 1898 in Deutschland entstanden.

• Blanka ist eine slowakische Sorte mit langen, großbeerigen Trauben.

• Die Weiße Versailler ist eine starkwüchsige Sorte, mild säuerlich und sehr aromatisch.

• Rosa Sport ist eine rosafarbene Sorte mit großen, langen Trauben mittelgroßer Beeren, sehr aromatisch und süß im Geschmack.

Schwarze Johannisbeeren – Ribes nigrum

Schwarze Johannisbeeren sind in Österreich als Schwarze Ribisel bekannt. Aus Frankreich stammt die Bezeichnung Cassis. Schon Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Schwarze Johannisbeere als Heilpflanze beschrieben. Kaum eine andere Beerenobstart ist gesünder. Besonders beim Gehalt an Vitamin C sind die schwarzen Beeren unschlagbar. Aber auch Mineralstoffe und zellschützende Inhaltsstoffe sind reichlich vorhanden.

Der Saft der Schwarzen Johannisbeere gilt als blutreinigend, entgiftend, magenstärkend und desinfizierend. Schwarze Johannisbeeren enthalten weniger Säure als rote. Ihr Geschmack ist herbsüß und sehr speziell, sodass sich nicht jeder für den Rohverzehr der Beeren begeistern kann. Je nach Sorte ist der Geschmack etwas unterschiedlich, sodass es sich lohnen kann, verschiedene Sorten auszuprobieren. Der Strauch der Schwarzen Johannisbeere kann bis zwei Meter hoch werden. Die Blätter verströmen einen herben Geruch, der an Schwarzen Holunder erinnert. Schwarze Johannisbeeren tragen hauptsächlich an ein- und zweijährigen Trieben. Lassen Sie sieben bis neun kräftige Triebe stehen und entfernen Sie später jährlich alle Triebe, die älter als drei Jahre sind. Als Ersatz werden neue Bodentriebe stehen gelassen.

Fotos: Lubera; Rainer Groß (4); WLJ; Adobe Stock: asetrova, Bydlinska

Die schwarzen Beeren reifen zwischen Juni und Juli, sie halten lange am Strauch und werden mit zunehmender Reife immer süßer. Verwendung finden sie als Saft, Gelee, Konfitüre, Likör, Sirup oder auch auf Kuchen und in Desserts. Die Beeren können auch eingefroren oder getrocknet werden. Ein Tee aus getrockneten Blättern der Schwarzen Johannisbeere soll bei Magen-Darm-Problemen, Blasenleiden, Migräne, Gicht, Rheuma und Entzündungen der Haut helfen.

Empfehlenswerte Schwarze Johannisbeer-Sorten

• Hedda trägt sehr große und sehr süße Beeren, die sich gut für den Frischverzehr eignen.

• Little Black Sugar eignet sich für Kübel oder kleine Gärten. Der Strauch bleibt mit 1 mHöhe eher klein. Die mittelgroßen Früchte schmecken süß.

• Black’n’Red ist eine Schwarze Johannisbeere mit rotem Laub. Sie trägt eher spät, die Beeren sind süß und aromatisch.

• Black Marble trägt sehr große Beeren schon im Juni. Der Geschmack ist mild und süß.

• Neva wächst stark und aufrecht, ist robust und trägt im Juli große, süß-aromatische Beeren.

Stachelbeeren – Ribes uva crispa

Wilde Stachelbeeren kommen in fast ganz Europa vor. Sie wachsen auf eher frischen Böden im Schatten von Wäldern, in Auen, Hecken und Gebüschen. Etwa seit dem 16. Jahrhundert werden Stachelbeeren als Beerenobst angebaut. Durch Kreuzungen von Wildarten entstanden Gartenformen mit großen roten, grünen oder gelben Beeren. Weshalb Stachelbeeren in den Gärten nicht ganz so verbreitet sind wie Johannisbeeren, liegt sicherlich an den wehrhaften Stacheln, die das Pflegen der Sträucher und vor allem die Ernte zu einer etwas schmerzhaften Angelegenheit machen können. Zudem werden Stachelbeeren häufig von einer Pilzkrankheit, dem Stachelbeermehltau, befallen. Das hat der Beliebtheit der Sträucher lange Zeit geschadet. Mittlerweile gibt es Sorten, die wenige oder fast keine Stacheln haben und auch widerstandsfähig gegen Stachelbeermehltau sind.

Amerikanischer Stachelbeermehltau

Diese Pilzkrankheit tritt häufig an Stachelbeeren, gelegentlich auch an Schwarzen Johannisbeeren auf. Niederschlagsreiche Gebiete sind besonders gefährdet. Den Mehltau erkennen Sie an einem weißen Belag auf den Triebspitzen und an jungen Blättern. Auch Beeren können befallen sein. Die beste Vorbeugung ist das Pflanzen mehltauresistenter Sorten. Sollte der Mehltau an Ihren Pflanzen auftreten, empfiehlt es sich, im Winterhalbjahr die Triebspitzen um etwa 5 cm einzukürzen, da dort der Pilz überwintert. Entfernen Sie befallene Triebspitzen und Beeren im Frühjahr und Sommer und entsorgen Sie diese im Müll. Eine Düngung mit Schachtelhalm-Jauche stärkt die Pflanzen. Lichten Sie die Pflanzen nach der Ernte gut aus, indem Sie überzählige Triebe entfernen.

Der Europäische Mehltau, der ebenfalls auftreten kann, ist erst nach der Ernte an den Blattunterseiten zu erkennen. Er richtet in der Regel keinen Schaden an.

Stachelbeeren können auch an etwas schattigeren Stellen im Garten stehen. Zu viel Sonne kann sogar Sonnenbrand auf den Beeren verursachen. Ein geschützter schattiger Platz verhindert auch das zu frühe Austreiben der Pflanzen. Stachelbeeren treiben früh aus und blühen früh, deshalb sind sie durch Spätfröste gefährdet. Außerdem ist genügend Feuchtigkeit sehr wichtig für eine gute Entwicklung der Beeren, deshalb müssen die Sträucher bei Trockenheit bewässert werden.

Stachelbeeren tragen an ein- bis dreijährigen Trieben. Lassen Sie sechs kräftige Äste wachsen. Nach etwa drei Jahren werden jährlich ein bis zwei ältere Äste durch nachwachsende junge ersetzt. Entfernen Sie regelmäßig dünne Triebe und solche, die weit am Boden hängen. Wird die Stachelbeere gut ausgelichtet, können Sie die Beeren leichter ernten.

Empfehlenswerte Stachelbeer-Sorten

• Careless ist mehltautolerant, hellgelb mit ausgezeichnetem Geschmack.

• Early Green Hairy trägt früh grüne Früchte mit sehr süßem Geschmack.

• Lady Late trägt Ende Juli/Anfang August große, dunkelrote, glatte Beeren. Sie ist mehltautolerant und fast stachellos.

• Lady Sun ist fast stachellos und mehltautolerant. Die Beeren sind mittelgroß, gelb und sehr süß.

• Captivator trägt mittelgroße, dunkelrote sehr aromatische Beeren. Die Sorte ist fast stachellos und mehltautolerant.

• Mr. Green ist fast stachellos und mehltautolerant. Die Beeren sind groß, grün und unbehaart.

• Hinnonmäki trägt kleine gelbe oder rote, früh reifende Beeren. Sie ist mehltautolerant.

• Invicta trägt früh große, hellgrüne aromatische Beeren. Sie ist mehltautolerant.

Jostabeere –Ribes x nidigrolaria

Jostabeeren sind aus einer Kreuzung von Schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren entstanden. In Süddeutschland wird sie auch Jochelbeere, in Österreich Joglbeere genannt. Der Name „Josta“ wurde aus Johannisbeere und Stachelbeere zusammengesetzt und ist auch der Name einer seit 1982 geschützten Sorte. Weitere Sorten von Josta-Beeren sind Jocheline, Jogranda, Jostine, Jonova, Jochine, Rikö, Jogusto und Jodeli. Die Pflanzen sind dornenlos und wachsen zu Sträuchern heran, die bis 2,5 m hoch werden können. Die Blüten hängen nicht an Trauben, sondern stehen einzeln oder zu zweit an kurzen Trieben. Die Beeren ähneln sehr großen Schwarzen Johannisbeeren, jedoch fehlen deren typisches Aroma und der Geruch. Der Geschmack ist süß und erinnert sowohl an Johannisbeeren als auch an Stachelbeeren. Ab Juli reifen die Beeren über einen längeren Zeitraum. Jostabeeren werden geschnitten wie Schwarze Johannisbeeren.

Triebe, die älter als vier bis fünf Jahre sind, werden entfernt und durch nachwachsende ersetzt. Insgesamt sollten nicht mehr als acht Triebe stehen bleiben. Jostabeeren sind sehr robust und werden nicht vom Stachelbeermehltau und in der Regel auch nicht von Schädlingen befallen. Die Beeren können roh verzehrt werden, eignen sich aber auch sehr gut zur Verarbeitung zu Gelee, Konfitüre, Saft oder in Gebäck.

Legen Sie jetzt den Grundstock für ein wertvolles Naschparadies im nächsten Sommer. Der Aufwand ist gering und der Ertrag meist hoch. Und Konfitüre von Johannis-, Stachel- und Jostabeeren lädt das ganze Jahr über zum Naschen ein!

Ihre Annemarie Groß

Annemarie Groß ist unsere Fachfrau für den Garten. Die Gartenbau-Ingenieurin kennt sich bestens im Obst- und Gemüseanbau aus. Aus Liebe zur Natur, zu Kräutern und Wildpflanzen hat sie zusätzlich eine Ausbildung zur Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin gemacht.