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FRÜH FANGEN: MEGA-BARSCHE IM MÄRZ


Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 30/2020 vom 07.02.2020

Sie lieben Barsche? Dann wird es jetzt spannend! Der März ist ein hervorragender Monat für XXL- Barsche, die man jetzt besonders gut im flachen Wasser fängt. Nick Landman vom Savage-Gear-Team nimmt Sie mit auf eine „ Mega-Barsch-Tour“.


Artikelbild für den Artikel "FRÜH FANGEN: MEGA-BARSCHE IM MÄRZ" aus der Ausgabe 30/2020 von Blinker. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blinker, Ausgabe 30/2020

Selbst in kleinen Gewässern können solch große Barsche vorkommen. Diese Riesenkirsche fing der Autor in einem kleinen See in Holland.


Die Köderkiste eines erfolgreichen Großbarschanglers. Neben Fischen stehen auch Krebse auf dem Speiseplan der XXL-Barsche. Daher sollte man entsprechende Imitationen (siehe Köder auf dem Deckel) dabeihaben.


Und wenn man nur einen wählen ...

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... dürfte? Dann würde Nick wahrscheinlich zum Fat-T-Tail von Savage Gear greifen – einem seiner Top-Fänger.


Die Wettervorhersage verspricht Sonne und einen leichten Wind, also perfekte Bedingungen für einen ambitionierten Barschangler wie mich. Schon die Anfahrt ans Wasser ist ein Vergnügen. In Gedanken gehe ich mein Gerät durch, träume von einem XXL-Barsch und erinnere mich daran, wie damals alles angefangen hat.

Meinen ersten Barsch fing ich, als ich gar nicht auf ihn angelte. Der Fisch zog wesentlich stärker als die Elritzen, auf die ich es abgesehen hatte. Ich war außer mir vor Freude und hielt den Fisch in meinen zitternden kleinen Kinderhänden. Ich bewunderte die gestreiften Flanken, den stachligen Rücken und das aggressive Aussehen des Fisches. Die aufgestellte Rückenflosse und die blutroten Flossen flößten mir Respekt ein. Nicht lange darauf konnte ich mit von meinem Taschengeld meine erste Teleskoprute kaufen, und mit der ging es natürlich auf Barsch. Zuerst angelte ich mit Blinkern und Spinnern, mein erster Gummiköder war ein Wurm-Imitat mit einem schweren Kopf. Zu dieser Zeit waren Gummiköder neu auf dem Markt –und nach einigen Versuchen legte ich sie damals wieder zur Seite. Wer weiß, was passiert wäre, hätte ich schon damals diesen Ködern vertraut …


„DER GROSSE DURCHBRUCH KAM FÜR MICH MIT DEM FINESSE-TREND!“


Die Barsche sind im März voller Laich, deshalb gehört es in den Niederlanden zum guten Ton, diese Fische nicht zu entnehmen. Dort ist das Zurücksetzen eindeutig erlaubt.


Wenn Gummifische einmal nicht funktionieren, dann sollten Sie unbedingt einmal ein Krebs-Imitat versuchen! Diese werden dicht am Grund gefischt. Zwei, drei kräftige Hüpfer und eine etwa zweisekündige Pause ahmen das Fluchtverhalten eines Krebses gut nach.


MIT GUMMIFISCH VOM UFER

Traditionelle Köder, wie Blinker und Spinner, fangen immer noch, doch der große Durchbruch kam für mich mit dem Finesse-Trend. Mit ihm stieg die Zahl meiner Fänge enorm an! Damals angelte ich noch häufiger vom Belly-Boot, heutzutage fische ich lieber vom Ufer aus.

Mein Lieblingsköder ist dabei der Fat-TTail- Minnow von Savage Gear. Im Gegensatz zu den meisten Gummifischen hat dieser Köder eine weiche Schwanzstruktur, die dafür sorgt, dass er sich im Wasser gut bewegt. Der dicke Körper sorgt für eine deutliche Silhouette im Wasser, sodass er von unten sehr attraktiv aussieht.

Ich fische die Gummifische meistens mit Zehn-Gramm-Köpfen, manchmal gehe ich auf fünf Gramm herunter. Und ich fische diesen Köder nicht nur wie einen Jig, ich hole ihn auch linear ein, was sich beim Angeln in flachem Wasser definitiv bewährt hat. Als Rute verwende ich ein straffes Modell mit Spitzenaktion, die unter 2,50 Meter lang ist und ein Wurfgewicht zwischen fünf und 20 Gramm hat. So fühle ich jeden kleinen Zupfer am Ende meiner Schnur – enorm wichtig, wenn man auf Großbarsch aus ist.

REGEN UND SATELLITENBILDER

Ob wir heute überhaupt etwas fangen werden, ist fraglich. Wegen des Regens in den letzten Wochen konnten wir unsere Lieblingsstellen nicht beangeln; mein Kollege Rick und ich mussten uns deswegen neue Plätze suchen. Doch wir sind vorbereitet! Am Abend zuvor haben wir uns am Computer Satellitenbilder des Gewässers angeschaut und eine perfekte Schar- kante im See gefunden. Flaches Wasser in der Nähe zu einer Abbruchkante ist jetzt ideal, wenn man es auf große Barsche abgesehen hat.

Und tschüss! Der Dickbarsch darf nach dem kurzen Fototermin wieder schwimmen.


In unseren Wathosen begeben wir uns in Wurfposition und hoffen, dass die Stelle einige Barsche beherbergt. Und siehe da – nach einigen Würfen spüre ich einen leichten Widerstand und schlage an! Keine Sekunde später kämpfe ich mit einem Fisch, der für einen Barsch eigentlich zu stark ist. Hecht? Nein, die fühlen sich anders an. Doch was für ein Fisch ist es? Ich versuche, ruhig zu bleiben und ihn nicht zu hart ranzunehmen. Wenn ich diesen Fisch verliere, werde ich mich wochenlang ärgern! Denn er fühlte sich mehr und mehr nach einem Großbarsch an. Und tatsächlich! Als der Barsch an der Oberfläche auftaucht, schießt mir das Adrenalin wie bei einem Formel-1-Rennen durch die Adern. Als der Fisch im Kescher liegt, grinste ich über beide Ohren und krame mit zitternden Händen das Maßband hervor. 51,5 Zentimeter. Mein neuer Barschrekord!

DOPPELTE BESTMARKE

Nach dem Zurücksetzen des rund fünf Pfund schweren Barsches sehe ich, dass Rick dran ist. Seine Rute biegt sich bis ins Handteil! Wenig später gleitet auch bei ihm ein 50er-Barsch in den Kescher. Was für ein Auftakt!

Danach fangen wir an dieser Stelle noch einige kleinere Barsche. Als die Bisse weniger werden und der Wind zunimmt, entscheiden wir uns, einen windgeschützteren Platz aufzusuchen. Eine gute Idee, wie sich schnell herausstellt! Schon nach wenigen Würfen habe ich erneut einen Riesenbarsch im Drill. Im klaren Wasser sehe ich, dass er ähnlich groß wie mein erster Fang sein muss. Und tatsächlich, die Waage zeigt fünf Pfund und 400 Gramm. Zwei neue Barschrekorde an einem Tag – mehr geht wirklich nicht …


„WENN ICH DIESEN FISCH VERLIERE, WERDE ICH MICH WOCHENLANG ÄRGERN …“


AUCH VERZWEIFLUNGSTATEN FÜHREN ZUM ERFOLG

Eine Woche später sind wir erneut und mit riesengroßen Erwartungen am gleichen Gewässer – natürlich aufgeregt wie zwei kleine Jungs, die zum ersten Mal angeln gehen. Doch obwohl wir alle Ecken des Gewässers absuchen, bleibt der Erfolg zunächst aus.

Als alle Versuche nicht einen einzigen Biss bringen, fischen wir aus Verzweiflung sogar zwischen den Bäumen. Hänger hin oder her, das ist uns völlig egal.

Zwischen zwei Bäume geklemmt, werfe ich meinen Köder zwischen die Äste – und schon beim Absinken bekomme ich einen heftigen Biss! Der Fisch fühlt sich extrem schwer an, und ich glaube schon an einen mittelgroßen Hecht. Ohne Kompromisse drille ich den Fisch heran. Doch dann zeigt sich im klaren Wasser ein riesiger Barsch! Ich gerate in Panik, doch mit Hilfe meines Kollegen lande auch dieser Fisch sicher im Kescher. 52,5 Zentimeter! Ich messe dreimal nach und schüttle den Kopf.

Ich kann kaum fassen, dass ich in nur einer Woche gleich drei Barsche über der magischen 50 gefangen habe. Doch solche Fänge sind jetzt im März möglich, wenn man die Dickbarsche sucht und findet. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es auch Sie in diesem März Ihren Mega-Barsch erwischen!

7 TIPPS FÜR GROßE BARSCHE

Die besten Gewässer für Großbarsche sind kleine Seen und Kiesgruben, die nicht mit Flüssen oder größeren Seen in Verbindung stehen.

Ideal sind Seen mit einer abwechslungsreichen Tiefenund Pflanzenstruktur.

Barschangeln besteht vor allem aus Suchen. Man sollte daher möglichst viele Stellen beangeln.

Konzentrieren Sie sich auf die Flachwasserzonen. Die meisten Großbarsche habe ich in flachem Wasser von nicht mehr als zwei Meter Tiefen gefangen.

Barsche stehen in kleineren Schulen zusammen. Hat man einen Barsch gefangen hat, sind weitere meist nicht fern.

Bei einem Fehlbiss nach zwei, drei Würfen den Köder wechseln.

Vorsichtig drillen! Barsche haben ein weiches Mal und „schlitzen“ daher im Drill leicht aus.

HIER GIBT ES XXL- BARSCHE

Barsche an die 50 Zentimeter (oder größer) sind auch in den Niederlanden nicht an der Tagesordnung. Dass so alte und seltene Fische zurückgesetzt werden, ist in unserem Nachbarland längst selbstverständlich.


In den Niederlanden gibt es zahlreiche Gewässer, die über sehr gute Großbarsch-Bestände verfügen. Zu den besten zählen alle Seen und Teiche, die mit dem Fluss Lek verbunden sind. Der Maurik ist der bekannteste und sicherlich einer der besten Seen. Außerdem werden die Nebengewässer der Maas immer besser und bringen Jahr für Jahr unzählige kapitale Barsche zum Vorschein.

Wer in den Niederlanden den Raubfischen nachstellen möchte, braucht den VISpas, den Erlaubnisschein für über 80 Prozent aller Gewässer in den Niederlanden. Man erhält den VISpas vor Ort in allen Angelläden oder in den Läden der Zoohandlungs-Kette „Pets Place“.

Man kann ihn aber auch schon vor dem Angeln online bestellen unter www.vispas.nl Sie wollen mehr über die Angelei in holländischen Gewässern erfahren? Dann schauen Sie einmal unter folgender Adresse vorbei: www. fishinginholland. nl


FOTO: M_CORNELIUSSEN

FOTOS: M. CORNELIUSSEN

FOTOS: M. CORNELIUSSEN