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FRÜHLINGSINSEL Tenerffa


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Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 01.09.2022
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PRACHTEXEMPLAR Als Wahrzeichen Teneriffas zählt der etwa 400 Jahre alte Drachenbaum von Icod de los Vinos zu den größten Attraktionen der Kanareninsel

Eine frische Meeresbrise zerzaust fröhlich die Haare der Passagiere, die aus dem bis zum letzten Platz besetzten Flieger aus Frankfurt die Gangway am Flughafen Teneriffa Süd herunter laufen. Vorfreude ist bei allen zu spüren. Endlich angekommen, endlich Urlaub. Vor Corona bereisten bis zu fünf Millionen Besucher jährlich die Insel im Atlantischen Ozean. Mit Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 kam der Tourismus zeitweise komplett zum Erliegen. Mittlerweile steigen die Besucherzahlen auf Teneriffa langsam wieder.

Das etwa 300 Kilometer vor der nordwestafrikanischen Küste gelegene Eiland ist vor allem wegen seines Klimas so beliebt. Egal zu welcher Jahreszeit die Vulkaninsel angesteuert wird, immer herrscht hier ein angenehm mildes Klima. Obwohl ... die meisten Urlauber kennen nur den sonnigen Süden Teneriffas und der lockt tatsächlich mit einer ganzjährigen Badesaison. Doch die größte Insel der ...

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... Kanaren hat zwei Gesichter: eben die des sehr warmen und trockenen Südens und die des raueren, aber immergrünen Nordens. Will man es herunterbrechen, dann tummeln sich die meisten Hotelund Badegäste eben an den Stränden im Süden.

Wer hübsche Kleinstädte und exotische Parks mag, orientiert sich Richtung Nordwesten. Für Aktivurlauber bietet der Nordosten mit seinen sattgrünen Bergwäldern des Anaga-Gebirges im Biosphärenreservat die besten Bedingungen – inklusive der bezaubernden Stadt La Laguna, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu finden ist.

Was vergessen? Ja, na klar – nämlich denjenigen, der getrost als das größte Naturwunder Teneriffas bezeichnet werden darf: den rund 500 000 Jahre alten Teide. Er überragt alles und lässt selbst das Wolkenmeer unter sich klein aussehen. Mit seinen 3718 Metern ist der aktive (!) Stratovulkan im Übrigen auch der höchste Berg Spaniens. Der letzte Ausbruch des Pico del Teide war im Jahr 1798. Dass er, so wie die Vulkankette „Cumbre Vieja“ im September 2021 auf der Nachbarinsel La Palma eruptieren könnte, davon gehen die Wissenschaftler eher nicht aus. Und so sollte jeder, der nicht nur wegen der sonnenreichen Badetage nach Teneriffa gekommen ist, mindestens einen ganzen Tag für den Nationalpark rund um den Teide einplanen. Schon allein die spektakuläre Landschaft, die der auf dem Mond ähnelt, ist sehenswert. Gekrönt wird der Ausflug sicher, wenn man erst mit der Seilbahn und dann zu Fuß dem Teide aufs Dach steigt.

Franka Hänig

THALASSO

Die heilende Kraft des Meeres ist überall auf der Insel zu spüren. Meerwasser, Schlick und frische Seeluft – die Komponenten der Thalasso-Therapie helfen bei der Optimierung des Stoffwechsels und stärken das Immunsystem. Wer gezielte Thalasso-Anwendungen sucht, dem ist das Océano Health Spa im grünen Norden zu empfehlen (s. S. 88).

UNTERIRDISCHES NASS

Wasser hat auf Teneriffa einen besonderen Stellenwert. Aufgrund des vulkanischen Ursprungs und der porösen und durchlässigen Böden gelangt ein Großteil des Regenwassers in den Untergrund. Die Einwohner nutzen diese Ressource. 80 Prozent des verbrauchten Wassers stammt aus den 1700 Kilometer langen, in den Untergrund getriebenen Stollen und den 500 Brunnen.

Eintauchen ins Insel- Blau

Badestrände gibt es auf der Insel genügend. Der Sand der Inselstrände ist vulkanischen Ursprungs. Während er im Norden schwarz, fein und seidig ist, hat er im Süden eine goldgelbe Farbe. Bademöglichkeiten gibt es überall auf Teneriffa. Sie müssen nur wählen, ob Sie beispielsweise surfen möchten (wie am Playa de Punta Blanca, mit den angeblich besten Wellen der Insel), eher entspannen (zum Beispiel am Playa de Abama mit goldgelbem Sand und ruhigem Wasser) oder mit den Kids am Strand toben wollen (zum Beispiel am Playa de La Pinta mit Sporthafen und Promenade).

Loro Park ist ein Zoo der Superlative. Säugetiere, Menschenaffen, Wale, Vögel, Katzen und Meerestiere wie Delphine, Orcas und Seelöwen. Die Tiershows sind sicher nicht jedermanns Sache, aber der Park ist auch eine einzigartige Tierschutzeinrichtung mit mehr als 400 Tierarten. Über 100 davon wurden erfolgreich in die freie Natur ausgewildert. www.loroparque.com

VON APNOETAUCHEN BIS WINDSURFEN

Sie möchten nicht einfach nur am Strand liegen und faulenzen? Wunderbar. Wie wäre es beispielsweise mit Apnoetauchen, also freiem Tauchen ohne Geräte? Kann man auf der ganzen Insel und alles, was man braucht, gibt es zum Beispiel in der Apnea Academy West Europe (www.apneaacademywe. com). Biken, Canyoning, Golfen, Gleitschirmfliegen und klar auch Kajakfahren ist möglich (zum Beispiel über den lokalen Anbieter Anaga Experience, www.anagaexperience.com). Der bekannteste Ort fürs Windsurfen auf Teneriffa ist El Médano. 330 Tage im Jahr bläst es dort ordentlich, verschiedene Meisterschaften wurden hier bereits ausgetragen (www.surfcenter.eu).

Fasziniert vom satten Grün

Zwei , die die Insel bestens kennen

Natur pur erleben – das ist auf Teneriffa fast schon ein Muss. Üppig grün ist es vor allem im Nordosten. Das wildromantische Anaga-Gebirge, von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, gehört zu den ältesten geologischen Formationen Teneriffas. Mit einer Gesamtfläche von fast 14 500 Hektar bedeckt der Landschaftspark einen bedeutenden Teil der Insel. Er erstreckt sich über die Gemeinden La Laguna, Santa Cruz de Tenerife und Tegueste. Imposant ist schon der Blick auf die gewaltigen Berge, die von der Küste aus in die Höhe ragen. Die Wanderwege führen an steil in die Tiefe gehenden Schluchten vorbei.

Beeindruckend ist die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Wer die schönsten Stellen des Lorbeerwaldes, übrigens ein Relikt aus dem Tertiär, sehen will, muss hinauf in die höchsten Lagen des Parks. Von der einzigartigen Pflanzenwelt mit seinen vielen endemischen, also nur hier heimischen, Arten war auch der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt begeistert, der Ende des 18. Jahrhunderts auf seiner Reise nach Südamerika einige Tage auf Teneriffa verbrachte, auch den Teide bestieg und alles detailliert in seinen Berichten festhielt.

Gärten In den Gärten von Teneriffa heißt es: Entdecken, Staunen und Bewundern. Der Hijuela del Botánico, gleich hinter dem Rathaus von La Orotava, verzaubert u. a. durch einen imposanten Drachenbaum. Prachtvoll ist der Orchideengarten Jardín Sitio Litre, der älteste Garten Teneriffas oder das Palmetum de Santa Cruz mit mehr als 2000 Pflanzenarten.

Die vielen Facetten von Braun

ALLGEGEN-WÄRTIG

Der Vulkan Teide prägt eindrucksvoll das Gesicht der Insel. Zu Fronleichnam wird der Rathausplatz von La Orotava zu einem riesigen Kunstwerk aus buntem Lavasand und tausenden Blüten

Vulkanlandschaft Gerade eben sind wir eine von Palmen gesäumte Allee entlang gefahren, so steuert jetzt das Auto auf eine Art Mondlandschaft zu. Steine, nichts als Steine – in wildesten Formen und verschiedensten Farben von Braun bis Grau. Dazwischen blühen immer wieder leuchtend gelbe Blumen auf, die fast trotzig ihre kleinen Köpfchen der Sonne entgegenstrecken. Schon der Weg zum Nationalpark ist wie ein Kurs in Geographie. Wir fahren durch wechselnde Landschaften und verschiedene Vegetationszonen. Ab 2900 Metern beginnt die alpine Zone. Hierhin schafft es nur noch das zarte Teide-Veilchen. Der Parque Nacional del Teide bietet verschiedene Wanderungen. Die meisten Besucher haben natürlich den Vulkan selbst als Ziel. Bis auf 3555 Meter führt eine Seilbahn (Ticket unbedingt vorab reservieren, www.volcanoteide.com), die restliche Strecke bis auf 3718 Meter geht es dann zu Fuß. Oben angekommen, bietet sich ein atemberaubender Blick über das ganze Archipel. Wenn man Pech hat, ist die Aussicht von einem Wolkenteppich verdeckt. Die Faszination über den Wolken zu sein, hat allerdings auch ihren ganz besonderen Reiz. Tipp: Empfehlenswert ist der Rundgang durch das Besucherzentrum „Centro de Visitantes“ bei El Portillo. Es gibt auch eine kurze deutsche Einführung zur Entstehung der Vulkaninsel.

„Kartoffeln und Salz“

Lebhaftes Puerto de la Cruz

Hotspot im Norden Die Hotel-Hochhäuser lassen Sie am besten gleich links liegen (lediglich der Badekomplex aus Meerwasserpools des Künstlers César Manrique an der Costa de Martiánez ist sehenswert) und begeben sich direkt in die Altstadt auf die quirlige Plaza del Charco. Von dort aus können Sie Rundgänge unternehmen zur Casa de la Real Aduana (Königliches Zollhaus), der Kirche Peña de Francia oder dem Hotel Marquesa. Das traditionelle Hotel befindet sich in einem prachtvollen Gebäude aus dem Jahr 1712, mit einzigartigem Ausblick auf den Teide. Das Hafenviertel La Ranilla punktet mit rauem Charme.

ESSEN & TRINKEN

►Gemütliche Lounge & Cocktail Bar: Elements, Calle Mequinez, 32. www.elementslounge-cocktail-bar.eatbu.com

►Schickes Ambiente, süße Törtchen: David Rodriguez Café y Pasteleria, Plaza De Europa

►GuteWeine,solidesEssen:ElTemplodelVino, Calle de El Lomo, 2. www.templodelvino.com

►Nettes Lokal mit Terrasse in einem ehemaligen Kloster aus dem 17. Jahrhundert im Nachbarort von Puerto de la Cruz: Méson El Monastero, La Montañeta, 12, Los Realejos. www.mesonelmonasterio.com

Städte auf Teneriffa

Lohnenswert ist eine Städtetour durchaus. Jeder Ort hat seinen eigenen Charakter. Zu finden sind die schönsten eher im Nordwesten und Nordosten, wie die Hauptstadt Santa Cruz, die Universitätsstadt La Laguna, das entspannte La Orotava oder Garachico mit seiner schmucken Altstadt. Hier wurde der erste Handelshafen von Teneriffa im 15. Jahrhundert gegründet.

ESSEN & TRINKEN

►Stylisches Hotel mit mondäner Lobby, unbedingt auf einen Cocktail vorbeischauen: La Laguna Gran Hotel, nahe der Plaza del Adelantado. Calle Nava y Grimon, 18, www.lalagunagranhotel.com

►Vegetarisches und veganes Streetfood gibt es im Vegigan. Calle San Agustín, 36. www. vegigan.com

►Angelo Felici und Mónica Rodríguez engagieren sich seit Jahren in der Slow-Food-Bewegung und verwenden für ihre Gerichte nur Bio aus der Region: Tasca 61. Calle Viana 61 B. www.tasca61.com

Beschauliches La Orotava

Für viele gilt La Orotava als einer der schönsten Orte der Insel. Das Städtchen bietet hübsche Gassen zum Bummeln, viele Gärten und im Juni ein ganz besonderes Spektakel.

Bilder aus Blumen Unter riesigen Zelten wird auf dem Rathausplatz tagelang Blüte an Blüte gereiht und Vulkansand in allen Farben in genau vorgegebene Bereiche geschüttet. Anlässlich des Fronleichnam-Feiertages werden aus buntem Lavasand und tausenden Blüten riesige Gemälde geschaffen – jedes Jahr wird dafür ein anderes christliches Motiv ausgesucht. Am Abend ist dann La Orotava ein einziges fröhliches Weinfest, jedes Haus öffnet seine Türen und bietet etwas zu Essen und zu Trinken. Die Feierlichkeiten enden dann mit dem größten Trachtenumzug der Kanaren.

La Orotava zählt zu den schönsten Orten der Insel. Er liegt mitten im gleichnamigen Tal und hat viele sehr gut erhaltene, alte Gebäude, was ihm auch den Titel „Historisch-künstlerisches Ensemble“ eingebracht hat. Tipp: Ein Bummel durch die teils recht steilen Gassen der Altstadt, der Besuch des Botanischen Gartens und des Casa de los Balcones.

ESSEN & TRINKEN

►Im Herrenhaus wird solide spanische Küche serviert, Hingucker ist der Drachenbaum im begrünten Hof: Casa Lercaro, Calle Colegio, 7. www.casalercaro.com,

►Hübsches Restaurant mit kanarischer Hausmannskost in einem der ältesten Gebäude Orotavas: Sabor Canario, Calle Carrera del Escultor Estévez, 17.

►Nettes kleines Hotel in der Altstadt mit 13 Zimmern und hübschem Innenhof: Hotel Rural Victoria, Calle Hermano Apolinar, 8. www.hotelruralvictoria.com

Angesagtes La Laguna

Bunt verputzte Fassaden, viele junge Leute ... Hier ein nettes Café, da eine schicke Galerie: San Cristóbal de La Laguna verströmt das muntere Flair einer Universitätsstadt.

Schachbrett-Architektur La Laguna im Nordosten der Insel war bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt Teneriffas. Bereits 1496 gegründet, zählt sie heute zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es gibt viele Kirchen, Paläste und elegante Stadtvillen mit prachtvollen Innenhöfen. Das schachbrettartige Straßennetz wurde bei der Gründung genau geplant, zudem wurden die Bürger verpflichtet, gute Baumaterialien bei der Errichtung ihrer Häuser zu verwenden. Außerdem ist La Laguna von keiner Stadtmauer umgeben, ebenfalls ein Novum für die damalige Zeit. Der geradlinige, luftige Grundriss wurde auch von anderen Städten, vor allem in Lateinamerika übernommen, in die viele Einwohner Teneriffas auswanderten. Sehenswert sind die hübschen Häuser in der Calle San Agustin. Nächster Anlaufpunkt ist die Plaza del Adelantado. Der zentrale Platz ist für die Einheimischen Treffpunkt und Spielplatz, für Touristen der beste Ort, um eine Tour zum historischen Rathaus, dem Kloster der heiligen Katharina von Siena, dem Palast Nava, der Wallfahrtskapelle Sankt Michael sowie das Casa de Anchieta zu starten. Casa de Anchieta ist das Geburts- und Wohnhaus von Pater José de Anchieta, dem Gründer der Stadt São Paulo in Brasilien.

Vino Espumoso Was dem Deutschen der Sekt und dem Katalanen der Cava, ist dem Canario sein Espumoso. Der kanarische Schaumwein wird meist genau so hergestellt wie Champagner, also mit einer zweiten Gärung in der Flasche. www.vinos-canarias.de