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für jeden Tag: Neue Partner-Studien: Handy an? Gefahr für die Liebe!


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 46/2018 vom 09.11.2018

Eigentlich sollen Smartphones helfen, leichter Kontakt zu anderen aufzunehmen. Aber Psychologen warnen: Gerade wenn es um die Liebe geht, bewirken sie genau das Gegenteil: Keine Verbindung!


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 46/2018

Aneinander vorbeigetextet: Viele gucken häufiger das Handy als den Partner an


Mein Partner checkt während der Mahlzeiten sein Smartphone.

Sein Handy liegt immer so, dass er es jederzeit im Blick hat.

Auch wenn wir uns gerade unterhalten, reagiert er auf jedes Piepen, Brummen oder Klingeln.

Gesprächspause? Dann zückt er sofort sein Smartphone.

Er wirft oft einen Blick auf sein Handy, während er mit mir spricht.

Wenn wir ...

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... ausgehen, ist auch sein Handy immer mit dabei.

Haben Sie bei einem dieser Sätze gerade seufzend genickt? Oder fühlten Sie sich vielleicht selbst ertappt? Dann sind Sie „Phubbing“-Opfer (oder -Täterin). „Phubbing“ (sprich Fabbing) heißt: Ihr Partner stößt Sie vor den Kopf (englisch: snubbing), weil sein (Mobil)-Telefon (englisch: phone) auch in Zeiten eigentlicher Zweisamkeit im Dauereinsatz ist. Wie sehr dieses Phänomen die Liebe tatsächlich belastet, hat Professor Dr. James Roberts in einer Studie mit 145 Paaren an der Baylor University in Texas herausgefunden. „Phubbing“ wirkt wie eine Zurückweisung des Partners („bin ich ihm nicht wichtig?“, „liebt er mich überhaupt?“). Das verunsichert, führt unweigerlich zu Konflikten, und die Zufriedenheit mit der Beziehung sinkt deutlich. Auch Psychologen an der Universität in Kent starteten ein Experiment mit 128 Teilnehmern und stellten fest: „Phubbing“ beleidigt den Gesprächspartner schwer, kratzt am Selbstbewusstsein und schwächt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Bei einer weiteren Studie an der Universität in Taiyuan (China) entdeckten die Wissenschaftler noch dramatischere Folgen: Phubbing in der Ehe stört das allgemeine Wohlbefinden und erhöht sogar das Depressionsrisiko.

So siegen Nähe und Romantik

Niemand möchte, dass ein kleines Gerät große Gefühle zerstört. „Das muss auch nicht passieren“, sagt die Berliner Psychologin Susanne Gastdorf. Hier sind ihre acht Telefon-Tipps für glückliche Paare.

1. Blitz-Check: Ein oder aus?

■ Oft greifen wir komplett gedankenlos zum Smartphone. Aus Langeweile, aus Gewohnheit oder weil es eben gerade piept, brummt oder klingelt. Am besten prägen sich beide Partner diesen Blitz-Check ein und nutzen ihn im Stillen jedes(!) Mal, bevor sie online gehen.

2. Jeder Blick zählt

■ „Ich höre dir zu!“ Wenn Ihr Partner Sie zum Weitersprechen auffordert, obwohl er gerade durch seine Instagram-Bilder wischt, schweigen Sie. Denn auch wenn er später tatsächlich Wort für Wort wiederholen kann, was Sie gesagt haben, Sie bekommen in dem Moment nicht, was Sie brauchen: volle Aufmerksamkeit und Nähe. Dieses Gefühl entsteht nur durch direkten Blickkontakt. Warten Sie, bis er Ihnen in die Augen schaut. Erst dann stellen Sie Ihre Frage oder setzen Ihre Erzählung fort.

3. Stopp, hier wird’s intim

■ Würden Sie Ihren Chef, Ihre Eltern, Geschwister oder Bekannte im Schlafzimmer empfangen? Ziemlich sicher nicht. Warum erlauben Sie Ihnen dann den Zutritt über das Netz? Macht keinen Sinn! Wahren Sie Ihre Intimsphäre weiter konsequent. Nehmen Sie Ihr Handy nicht mit ins Schlafzimmer. Nein, auch nicht als Wecker!

4. Bitte nicht stören

■ Und wenn Sie schon dabei sind, besprechen Sie mit Ihrem Partner, an welchen anderen Orten Sie gern ganz unter sich wären, wo also zum Beispiel auch die 50 engsten Facebook-Freunde nichts zu suchen haben. Küche, Sofa, Auto, Restaurant-Tisch, Spazierweg im Park … Sie können sich nicht einigen? Dann darf jeder mindestens einen Ort bestimmen, an dem dann beide in den Offline-Modus schalten.

5. Eine Woche Probezeit

■ Der geplante Verzicht löst bei einem von Ihnen leichte Panik aus? Dann treffen Sie die Vereinbarung nur für eine Woche. Das ist überschaubar, bedeutet nicht das Handy-Ende für immer. Trotzdem werden Sie sich näherkommen und das Glück des wirklichen Alleinseins (kuscheln, Spaß haben!) neu entdecken.

6. Entschuldigung nicht vergessen

■ Es gibt natürlich Situationen, in denen ein Handy-Check sinnvoll (Wetter für den geplanten Ausflug) oder sogar nötig (Mail vom Chef) ist. Aber sagen Sie immer, was Sie da gerade tun und entschuldigen Sie sich. „Sorry, aber ich schaue nur kurz, wie das Wetter morgen wird / was der Chef geschrieben hat.“ So fühlt sich der Liebste nicht ausgegrenzt und hat auch keinen Grund, verunsichert und beleidigt zu sein.

7. Gleiches Recht für alle

■ Sie verlassen das Haus nie ohne Handy? Okay, bleiben Sie dabei. Aber seien Sie genauso konsequent mit dem Abschiedskuss. Vergessen? Dann gehen Sie zurück und umarmen Ihren Schatz. Ja, das ist genauso wichtig. Führen Sie außerdem mal eine Strichliste, wie häufig Sie pro Tag übers Display wischen, und dann holen Sie abends genau diese Zahl im Kontakt zu Ihrem Partner nach. Streichen Sie ihm über den Arm, die Wange, das Haar … Beim Nachhausekommen, beim Essen, auf dem Sofa vor dem Fernseher, vor dem Einschlafen … Es gibt genug Möglichkeiten, man muss sie nur (wieder) nutzen und spüren, wie viel glücklicher diese Berührungen machen.

8. Sprechen statt texten

■ Mal eben schnell eine Nachricht schreiben. Das ist praktisch, aber kein Ersatz für ein echtes Gespräch. Texten Sie nicht: „Kannst du bitte Wasser mitbringen?“ Überlegen Sie, wann der Zeitpunkt für die Frage günstig wäre, und rufen Sie an. Hören Sie seine Stimme, fragen Sie kurz, wie es geht, und verhandeln Sie erst dann Ihre Wasser-Frage. Auch so ein kurzer Wortwechsel schafft Nähe und vor allem das Gefühl: „Wir meistern den Alltag gemeinsam.“


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