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Für SAP-Kunden ist der Weg in die S/4HANA-Welt lang und steinig


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 04.02.2019

Laut einer aktuellen Investitionsumfrage der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) merken viele SAP-Anwender erst jetzt, wie anspruchsvoll und komplex S/4HANA-Projekte sind.


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Bildquelle: Computerwoche, Ausgabe 7/2019

Von Martin Bayer, Deputy Editorial Director 2018:


Unternehmen sind im digitalen Umbau

Wie weit ist Ihr Unternehmen in der digitalen Transformation?

Der Anteil der Unternehmen, die bereits S/4HANA einsetzen, stagniert. Das hat die aktuelle Investitionsumfrage der SAP-User-Group DSAG ergeben. Demzufolge arbeiten momentan drei Prozent der 244 in der DACH-Region befragten SAP-Nutzer mit dem neuen ERP-Paket aus Walldorf. Vor einem Jahr ...

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... lag der Anteil ebenfalls bei drei Prozent, 2017 waren es zwei Prozent. Betrachtet man den Anteil der SAP-Anwenderunternehmen, die im Rahmen der Umfrage angaben, 2019 auf S/4HANA umsteigen zu wollen, wird deutlich, dass der Wechsel in vielen Betrieben nicht so vorankommt wie ursprünglich geplant.

Fünf Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, noch in diesem Jahr auf S/4HANA wechseln zu wollen. Auch im vergangenen Jahr äußerten fünf Prozent diese Absicht. „Wir müssten eigentlich bei acht Prozent sein, die S/4HANA bereits verwenden“, rechnete Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG, vor. „Die Rate derer, die Projekte realisiert haben, stockt.“ Das könnte aus Sicht der Anwendervertretung auch daran liegen, dass Firmen Projekte initiieren, die länger dauern als geplant, oder auf „Brownfield-Implementierungen“ setzen, bei denen der Komplettumzug von einem System ins andere komplex ist. Oft werde aber auch der Aufwand falsch eingeschätzt. Die Umsetzung verlaufe nicht so schnell wie erwartet. „Die Projekte sind komplexer und sie ziehen sich hin“, konstatierte Lenck.

Die SAP-Verantwortlichen selbst beziffern die Zahl der S/4HANA-Kunden in ihrem aktuellen Corporate Fact Sheet auf 10.500. Diese Zahl bezieht sich auf das vierte Quartal 2018. Das entspricht einem Anteil von 2,5 Prozent an der Gesamtklientel der Walldorfer (425.000). Auch wenn die Kunden noch nicht so recht vom Fleck kommen, scheinen die meisten doch einen Plan, wenigstens aber eine Meinung zu einem Softwareumzug zu haben. 39 Prozent wollen in den kommenden drei Jahren wechseln (plus sechs Prozentpunkte gegenüber 2018). Weitere 30 Prozent nach diesem Zeitraum (plus zehn Prozentpunkte). 16 Prozent der befragten Anwender haben sich noch nicht entschieden, das sind neun Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr. Sechs Prozent wollen an der Business Suite festhalten. Im vergangenen Jahr waren es noch 13 Prozent. Auch wenn diese Zahlen belegen, dass die Bedeutung von S/4HANA weiter zunimmt, bleibt die Business Suite nach wie vor für viele Anwender relevant, so die DSAG-Vertreter. Zwar sinken die Investitionen in diese Lösung – nurmehr jeder zehnte befragte SAP-Anwender identifizierte die Business Suite als Investitionsschwerpunkt, vor zwei Jahren war es noch ein Drittel. Laut DSAG liegt das aber vor allem daran, dass die Business Suite ausgereift sei.

Die Anwender warnen SAP davor, ihre Entwicklungsanstrengungen rund um die Altsoftware zu reduzieren. „SAP-Kunden, die mit der Umstellungsgeschwindigkeit nicht mithalten können, dürfen nicht abgehängt werden, etwa durch eine deutliche funktionale Ausdünnung der Business Suite“, so DSAG-Chef Lenck. „Es wird noch eine lange Übergangszeit geben, in der beide Lösungen zum Einsatz kommen.“ Nutzer der Business Suite könnten im Rahmen ihrer Support-Gebühren erwarten, dass SAP die Lösung weiter unterstütze und aktuell halte. Gerade was das Einpflegen von gesetzlichen Veränderungen betrifft, auch international, hake es manchmal an der einen oder anderen Stelle, merkten die DSAG-Vertreter an. Lenck verwies zudem darauf, dass SAP die Wartung der Business Suite bis mindestens zum Jahr 2025 zugesagt habe. Was danach geschehe, darüber gebe es noch keine Aussagen seitens des Softwareherstellers. Der DSAG-Chef ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er Wartungsbedarf über das Jahr 2025 hinaus sieht.

Auch an anderer Stelle identifiziert der Anwenderverein Verbesserungsbedarf. Gerade im Zusammenspiel der Business Suite mit den neuen SAP-Lösungen wie S/4HANA und den Cloud-Angeboten gebe es noch Luft nach oben. Lenck nennt Punkte wie Stammdaten-Harmonisierung sowie -Austausch zwischen den Softwarewelten. Hier gebe es Defizite in den Schnittstellen zwischen alten und neuen SAP-Systemen.

Digitalisierung gerät ins Stocken

Auffällig ist, dass der zögerliche S/4HANA-Umstieg bei den Anwendern sich in einer negativen Einschätzung des bisherigen Digitalisierungserfolgs widerspiegelt. Aktuell bewerten 62 Prozent ihren Digitalisierungsstatus mit „nicht weit“. Im Vergleich zum Investitionsreport 2018 bedeutet dies eine Verschlechterung um zehn Prozentpunkte. Eine Erklärung dafür ist aus Sicht der DSAG, dass die Unternehmen ihre Ausgangssituation heute besser analysiert hätten und nun genauer wüssten, welche Projekte sie in diesem Zusammenhang zu stemmen haben und wie komplex diese sind. „Das ist ein hartes Stück Arbeit“, sagte Lenck.

„Die Themen lassen sich heute besser greifen und damit auch, welche organisatorischen oder technischen Brocken bei den Digitalisierungsvorhaben noch vor den Unternehmen liegen“, merkt der DSAG-Chef weiter an. Als Anwendervertretung wolle man hier künftig mehr Hilfestellungen geben in Form von Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch. „Wir wollen aber auch auf SAP Einfluss nehmen, damit geeignete Lösungen geschaffen werden“, sagte Lenck und machte in diesem Zusammenhang auf ein Kostenproblem aufmerksam.

Die Unsicherheit bezüglich anfallender Kosten könne Digitalisierungsvorhaben bremsen. „Wir brauchen ein atmendes, in beide Richtungen skalierbares Lizenzmodell, das sich am Business-Nutzen orientiert“, verlangt die DSAG von SAP. Diese Forderung steht bereits seit Jahren im Raum. Lenck zufolge befinde man sich in intensiven Diskussionen mit SAP. Ob es eine Lösung gebe, müsse man abwarten. Der DSAG-Mann lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass es ein flexibleres Lizenzmodell seitens SAP brauche. Es könne nicht angehen, dass man als SAP-Anwender nur in eine Richtung atmen könne – indem man mehr zahlen müsse.

Bedeutung der SAP-Produkte

Inwieweit sind die folgenden ERP-Lösungen für Ihre SAP-Investitionen 2019 relevant?

IT- und SAP-Budgets steigen

Insgesamt investieren DSAG-Mitgliedsunternehmen nach wie vor in ihre IT. Bei 40 Prozent der Befragten soll das Budget im laufenden Jahr um rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Bei rund der Hälfte blieben die Ausgaben gleich. SAP-Investitionen sollen in 42 Prozent der Unternehmen 2019 überproportional um 27 Prozent anwachsen. Die Steigerungsrate fällt jedoch um zehn Prozentpunkte geringer aus als im Vorjahr – damals lag das Plus sogar bei 37 Prozent. Neu abgefragt wurde in diesem Jahr, ob das Budget für softwaregestützte Geschäftsprozesse von der Fachabteilung bereitgestellt und verantwortet wird. In 28 Prozent der Fälle hat die Fachabteilung hier das Sagen. Das zeigt, dass durch die Digitalisierung die Verantwortung und auch das Know-how für die Abbildung von Geschäftsprozessen in die Fachbereiche wandert und damit auch das Budget. In 41 Prozent der Unternehmen liegen die IT-Budgets weiterhin bei der IT. Sie folgen damit der klassischen Aufgabenteilung.

Während die Investitionen in die Business Suite abnehmen, steigen die Investitionen in S/4HANA nicht in gleichem Maße. Der DSAG zufolge wandern die frei gewordenen Budgets teilweise in Cloud-Lösungen. 16 Prozent der Unternehmen planen demnach mittlere und hohe Investitionen in SuccessFactors. Die SAP Analytics Cloud ist mit einem Plus von sechs Prozentpunkten deutlich auf neun Prozent gewachsen. Die SAP Cloud Platform verdoppelt sich bei den mittleren Investitionen auf acht Prozent. Die Planungslösung Integrated Business Planning bringt es ebenfalls auf acht Prozent. C/4HANA, worunter sich Lösungen wie CRM und die E-Commerce-Lösung Hybris vereinen, ist zwölf Prozent der Unternehmen mittlere oder hohe Investitionen wert.

Intel spürt Gegenwind von der Börse und investiert Milliarden in sein Zukunftsgeschäft

Bob Swan, kommissarischer CEO bei Intel, sucht immer noch einen Nachfolger für Brian Krzanich, der im vergangenen Jahr über eine Affäre mit einer Mitarbeiterin stolperte.


Rund 18,7 Milliarden Dollar nahm Intel im Schlussquartal 2018 ein, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn belief sich auf 5,2 Milliarden Dollar. Trotzdem strafte die Börse Intel ab. Die Analysten hatten einen höheren Umsatz (19 Milliarden Dollar) erwartet und zeigten sich enttäuscht vom Ausblick. Unter anderem liefen Intels Geschäfte in China holprig. Außerdem beeinträchtigten die schleppenden iPhone-Verkäufe das Geschäft. Der Prozessorhersteller fürchtet zudem, dass sich die Investitionen in CloudInfrastruktur ein wenig abkühlen werden. Das Management plant nun Milliardeninvestitionen, um das Geschäft anzukurbeln. Für fast elf Milliarden Dollar soll eine Produktionsanlage im israelischen Kirjat Gat errichtet werden. Zudem wird dort für fünf Milliarden Dollar eine bestehende Fabrik auf das modernere Zehn-Nanometer-Fertigungsverfahren umgerüstet.

Darüber hinaus plant Intel offenbar, Mellanox Technologies zu übernehmen, einen israelischen Ethernet-Ausrüster für Rechenzentren. Der Preis soll 5,5 bis sechs Milliarden Dollar betragen, berichtete der israelische Finanzdienst „Calcalist“. Während es im Geschäftsumbau vorangeht, tut sich im Management wenig. Seit der langjährige CEO Brian Krzanich im vergangenen Jahr wegen einer Affäre mit einer Mitarbeiterin gehen musste, wird ein Nachfolger gesucht. Kommissarisch führt Finanzchef Bob Swan den Konzern.

Schwaderer ersetzt Lamprechter

Derweil hat Intel hierzulande den ehemaligen Geschäftsführer Hannes Schwaderer erneut zum Deutschland-Chef berufen. Er ersetzt Christian Lamprechter, der im vergangenen Sommer abgelöst worden war. Laut „Handelsblatt“ hat Schwaderer nun mehr freie Hand als früher. So ist die deutsche Filiale erstmals selbst für ihr Marketing verantwortlich.

Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor dem Einsatz von HuaweiTechnik

Ex-BND-Chef Gerhard Schindler warnt vor der Verwendung von Huawei-Geräten beim Aufbau der 5G-Infrastruktur. Angesichts des Technologievorsprungs der Chinesen sei es schwer, Hintertürchen zu entdecken – zumal mit jedem Update eine weitere Falle eingeschleust werden könnte.


Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei steht weltweit im Visier von Sicherheitsbehörden – jetzt auch in Deutschland. Experten warnten davor, Technik aus China beim Aufbau der 5GInfrastruktur zu verwenden. Das neue Mobilfunkstandard sei ein Teil der kritischen Infrastruktur. Befürchtet wird, Huawei könnte „Backdoors“ in seine Geräte einbauen, die sich für Spionage-oder Sabotagezwecke nutzen lassen. Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, sagte dem ARDHauptstadtstudio: „Wer diese Technologie bereitstellt, ist auch in der Lage, Kommunikation abzuhören. Man kann Sicherheitssysteme einbauen, man kann das Risiko minimieren, aber das Risiko bleibt.“ Der ehemalige Geheimdienstchef verwies auf die Gefahr eines „Kill Switch“, mit dem sich ganze Netze ausschalten ließen. „Ein solches Szenario kann man sich durchaus vorstellen“, sagte Schindler. Huawei habe einen klaren Technologievorsprung.

Konkrete Hinweise auf Backdoors oder einen Kill Switch liegen allerdings nicht vor. Das hatte zuletzt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärt. Auch die HuaweiVerantwortlichen beteuern immer wieder, dass von ihren Geräten keine Spionagegefahr ausgehe. Trotzdem überlegt die deutsche Regierung, das Telekommunikationsgesetz dahingehend zu ändern, dass nur solche Anbieter bei Aufträgen zum Aufbau der Netzinfrastruktur zum Zuge kommen sollen, bei denen keine staatliche Einflussnahme festgestellt werde. Aus dem auswärtigen Amt sickerte durch, dass es durchaus Aspekte gebe, die den Behörden diesbezüglich Sorgen bereiteten – darunter die Verpflichtung für chinesische Unternehmen, mit Nachrichtendiensten zu kooperieren. Währenddessen warnten die Netzbetreiber davor, Huawei auszuschließen. Mit dem Ausschluss des Ausrüsters würde sich der Netzausbau verzögern und außerdem teurer werden.

Microsoft steigert seine Cloud-Umsätze – Anwender beschweren sich über Ausfälle im Office-365-Dienst

Das Cloud-Geschäft bleibt der wichtigste Umsatztreiber für Microsoft. Im zweiten Geschäftsquartal verbuchte der Softwarekonzern im Segment Intelligent Cloud, in dem Cloud-Services und Server-Produkte zusammengefasst sind, Einnahmen in Höhe von knapp 9,4 Milliarden Dollar, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz mit der Cloud-Plattform Azure habe sich um 76 Prozent erhöht, meldete Microsoft, ohne allerdings absolute Zahlen zu nennen. Insgesamt verbesserten sich die Quartalseinnahmen um zwölf Prozent auf fast 32,5 Milliarden Dollar. Das lag knapp unter den Erwartungen der Analysten. Als Gewinn meldete Microsoft 8,42 Milliarden Dollar. Im Vergleichsquartal des vorangegangenen Geschäftsjahres hatte der Softwarehersteller einen Verlust von 6,3 Milliarden Dollar bilanziert. Das lag allerdings an einem Sondereffekt, bedingt durch US-Steuergesetze. Chief Financial Officer (CFO) Amy Hood sprach von einem soliden Quartal. Man werde weiter strategisch investieren, um Marktchancen zu nutzen und das Wachstum in allen Geschäftsbereichen voranzutreiben.Gewachsen ist auch der Cloud-Dienst Office 365. Das Geschäft mit Business-Kunden legte hier Microsoft zufolge um 34 Prozent zu. Die Zahl der Privatkunden für das Cloud-Office-Paket sei auf 33,3 Millionen gewachsen.

Zuletzt hatte Microsoft allerdings ein paar Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit seines Office-Angebots in der Cloud. Ende Januar häuften sich Beschwerden von Anwendern aus Deutschland über Ausfälle. Der Anbieter bestätigte die Probleme und sprach von Störungen bei einem Teil der Domain-Controller. In der Folge kam es jedoch zu weiteren Downtimes, beispielsweise in Folge von Überlastungen der Exchange- und Authentifizierungs-Infrastruktur. Man arbeite daran, die Probleme der Kunden zu beheben, hieß es von Microsoft.

Smartphone-Markt schrumpft weiter – Hersteller hoffen auf neue Impulse durch 5G

Das vierte Quartal 2018 war für den weltweiten Smartphone-Markt bereits das fünfte in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen. Die Marktforscher von IDC ermittelten für die Monate Oktober bis Dezember des zurückliegenden Jahres einen globalen Absatz von gut 375 Millionen Geräten. Das bedeutet ein Minus von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2018 schrumpfte der weltweite Smartphone-Markt gegenüber 2017 um gut vier Prozent auf rund 1,4 Milliarden verkaufte Geräte. Ryan Reith, Program Vice President für den Bereich Mobile Devices bei IDC, charakterisierte den globalen Markt als „Schlamassel“: „Abgesehen von einer Handvoll wachstumsstarker Märkte wie Indien, Indonesien, Korea und Vietnam haben wir im Jahr 2018 nicht viele positive Aktivitäten gesehen.“ Verantwortlich dafür seien längere Austauschzyklen, die Sättigung vieler Märkte, die wachsende politische und ökonomische Unsicherheit und nicht zuletzt ein wachsender Ärger der Kunden über immer höhere Preise.

Unter den Anbietern mussten vor allem die beiden Marktführer Samsung und Apple Federn lassen. Samsung verkaufte 2018 weltweit gut 292 Millionen Smartphones, acht Prozent weniger als noch im Jahr zuvor (318 Millionen). Apples iPhone-Absatz schrumpfte im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent von 216 auf 209 Millionen verkaufte Devices. Dem US-Konzern ist die Nummer drei im Markt, Huawei, dicht auf den Fersen. Mit 206 Millionen Geräten verkauften die Chinesen 2018 knapp 34 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Anbieter müssten ein neues Gleichgewicht finden – zwischen neuen Funktionen, Design und dem Preis, empfiehlt IDC-Analyst Anthony Scarsella. Der Marktforscher glaubt, dass die Einführung von 5G und von faltbaren Phones dem Markt neuen Schwung geben könnte. Allerdings sei davon auszugehen, dass auch die neuen Geräte teuer würden.

Japanisches Hotel entlässt über 100 Roboter – Automaten für den Praxiseinsatz noch nicht ausgereift

Im japanischen Henn-na-Hotel begrüßte ein Velociraptor-Roboter die Gäste. Das Experiment erwies sich allerdings als nicht ausgreift. Medienberichten zufolge hat der Dino aber keinen Gast angegriffen oder verschlungen.


Das Henn-na Hotel in Japan entlässt Personal. Das klingt zunächst nicht besonders spektakulär, schließlich weiß jeder, wie hart das Geschäft in der Hotelbranche ist. Und doch liegt der Fall in dem als holländisches Städtchen angelegten Freizeitpark etwa 30 Kilometer nördlich von Nagasaki anders. Hideo Sawada, Chef des Reisekonzerns HIS, zu dem auch das Henn-na Hotel gehört, will über 100 Roboter auf die Straße setzen, berichtete jüngst das „Wall Street Journal“. Vor vier Jahren hatte Sawada ein ambitioniertes Experiment gestartet: Der Manager wollte ein Hotel etablieren, das ausschließlich von Robotern betrieben wird. Die Idee sorgte schnell für Schlagzeilen. So werden die Gäste unter anderem von einem Velociraptor-Roboter an der Rezeption begrüßt und eingecheckt. Im Lauf der Zeit wurde die Robo-Belegschaft auf rund 250 Automaten ausgebaut. Die Roboter sollten das Ein- und Auschecken übernehmen, das Gepäck der Gäste auf die Zimmer bringen, sich um Serviceanfragen kümmern und für die Unterhaltung der Besucher sorgen – so der Plan.

Im realen Hotelbetrieb funktionierte dann aber kaum etwas so, wie es sich die Entwickler vorgestellt hatten. Beispielsweise interpretierte der in den Zimmern installierte Serviceroboter Churi Schnarchen als Befehl. Er schaltete das Licht ein und erkundigte sich nach den Wünschen des schlaftrunkenen Gasts. Der hatte Schwierigkeiten, für Abhilfe zu sorgen, waren doch die Telefone auf den Zimmern abgeschafft worden – schließlich gab es ja Churi. Auch die Gepäckroboter taten nicht immer, was sie sollten. Wenn es regnete, konnten sie Koffer und Taschen nicht ins Gebäude transportieren – Nässe hätte die Systeme lahmgelegt. Infolge dieser und anderer Pannen hat sich der Hotelbetreiber nun entschlossen, die Hälfte seiner Roboter auszumustern und wieder verstärkt auf Personal aus Fleisch und Blut zu setzen. Grundsätzlich wolle er an der Idee festhalten, sagte Sawada der US-Zeitung. Das Pilotprojekt habe aber gezeigt, an welchen Stellen noch nachgearbeitet werden müsse.

„Haste mal nen Yen?“ Im Land der aufgehenden Sonne hausieren nun angeblich Robos auf den Straßen.


Fotos: Intel; BKA; dennizn/Shutterstock

Foto: Henn-na Hotel/HIS