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FÜR SIE: getroffen: PASQUALE ALEARDI: „Ich fühle mich selten wirklich gestresst”


Für Sie - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 20.04.2019

Der Mann hat viele Gesichter: Er ist Schauspieler, Sänger und Musical-Star. Mit plauderte Pasquale Aleardi über Glück und Griechenland, Heimweh und Heimwerkerkünste FÜR SIE


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Bildquelle: Für Sie, Ausgabe 11/2019

Es ist gar nicht so leicht, Pasquale Aleardi (47) zu erkennen – er sieht immer anders aus. Als ARD-Ermittler Kommissar Dupin trägt er kurze Haare und Fünf-Tage-Bart, privat auch mal Lockenkopf. Heute probt er für das Cirque-du-Soleil-Musical „Paramour ” ...

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Es ist gar nicht so leicht, Pasquale Aleardi (47) zu erkennen – er sieht immer anders aus. Als ARD-Ermittler Kommissar Dupin trägt er kurze Haare und Fünf-Tage-Bart, privat auch mal Lockenkopf. Heute probt er für das Cirque-du-Soleil-Musical „Paramour, das gerade Europapremiere im Stage Theater Neue Flora in Hamburg feierte. Er spielt einen strengen Regisseur und trägt passend dazu eine akkurat gelegte Kurzhaarfrisur. Im Backstage-Bereich ist er ganz in seinem Element und sprüht vor Begeisterung, als er von seiner neuen Rolle erzählt – und von seiner Familie.

Nach „Chicago” ist „Paramour” Ihr zweites großes Musical. Hat Sie das Genre schon immer fasziniert?

Ja, bereits als kleiner Junge. Ich habe die Filme der goldenen HollywoodÄra geliebt, ich fand es wahnsinnig, wie Gene Kelly und Fred Astaire beim Tanzen die Schwerkraft bezwungen haben. Vor 20 Jahren habe ich den Cirque du Soleil in Paris gesehen und mit einem Tränchen im Auge gedacht: Auf dieser Bühne möchte ich auch mal stehen. Mit „Paramour” geht der Traum jetzt in Erfüllung. Der Mix aus Musical und Akrobatik macht die Show einzigartig.

Sie stehen in Hamburg auf der Bühne, leben in Berlin, haben in Hollywood und der Bretagne gedreht. Was brauchen Sie, um sich zu Hause zu fühlen?

Meine Familie. Ich nehme sie fast immer mit, ich möchte nicht länger als zwei Wochen von ihnen getrennt sein. Zum Glück ist meine Frau selbst Schauspielerin und versteht das. Und meine Söhne, zwei Jahre und zehn Monate alt, holen mich auf den Boden und lenken mich ab. Wenn ich mit dem Großen „Paw Patrol” spiele und in seine Fantasiewelt eintauche, schaffe ich es spielend loszulassen.

Die Krimireihe „Kommissar Dupin” spielt in der Bretagne. Gefällt Ihnen die Gegend?

Sehr. Vor allem die plötzlichen Wetterwechsel, die innerhalb weniger Minuten passieren, sind beeindruckend. Wir drehten bei strahlendem Sonnenschein, dann kam ein alter bretonischer Fischer vorbei und sagte: „In 15 Minuten regnet’s.” Das haben wir anfangs nicht geglaubt, aber tatsächlich haben die Männer immer recht. Die haben das im Gefühl.


„Ich saß mit einem Tränchen im Auge im Publikum und dachte: Auf der Bühne will ich auch mal stehen


Ist Dupin ein Typ, mit dem Sie auch mal ein Bier trinken gehen würden?

Mittlerweile schon, er hat sich ja wirklich entwickelt und ist lockerer geworden. Dupin ist ein cooler Typ. Schräg, aber cool.

Haben Sie heute noch Lampenfieber?

Auf jeden Fall. Manchmal kommt es ganz überraschend – zum Beispiel wenn ich mit meiner Band, den Phonauten, auftrete. Eigentlich beherrschen wir unsere Songs, und ich weiß, was auf mich zukommt. Trotzdem passiert es, dass ich vor dem Auftritt plötzlich angespannt bin. Mittlerweile kann ich das aber überspielen, sodass das Publikum nichts merkt.

Mit den Phonauten machen Sie „Antidepressionsmusik”. Was ist das?

Ich habe oft erlebt, dass selbst das beste, überraschendste Konzert nach 20 Minuten doch etwas ermüdend wird. Das ist bei uns anders, wir binden das Publikum mit ein und improvisieren viel. Egal, in welcher Stimmung man zu uns kommt: Wir garantieren, dass die Zuhörer glücklicher wieder nach Hause gehen.

Sie können singen, schauspielern und sprechen mehrere Sprachen. Gibt es ein Talent, das Sie zusätzlich noch gern hätten?

Ich wäre gern ein besserer Handwerker. Ich wünschte, ich könnte innerhalb von zehn Minuten ein Ikea-Regal aufbauen. Tatsächlich brauche ich einen ganzen freien Tag dafür – und es geht dann nie wieder auseinander(lacht) .

Wie entspannt jemand, der so viele Projekte hat wie Sie?

Ich setze mich ans Klavier und klimpere ein bisschen herum. Ich fühle mich aber generell nur selten gestresst. Alles, was ich mache, mache ich gern, meine Arbeit gibt mir eher Energie, als dass sie mir welche raubt.

Sie haben griechisch-italienische Eltern, sind in der Schweiz aufgewachsen. Welche Nationalität prägt Sie heute?

Das morpht je nach Grenzübertritt. Wenn ich in Italien bin, bin ich italienischer, in Griechenland griechischer. Es ist schön zu sehen, dass das meinem älteren Sohn auch so geht. Wenn wir aus Griechenland zurückkommen, fängt er an, mit den Fingern zu schnipsen und Sirtaki zu tanzen.

Und wie sieht das bei Ihnen aus, wenn Sie italienischer sind?

Es gibt mehr Pasta!(Lacht.)

Krimi &Glamour Im TV und auf der Bühne

KOMMISSAR DUPIN – Die ARD-Krimireihe um den kauzigen Ermittler (im Foto mit Uke Bosse als Notarzt) basiert auf den Bestsellern von Jean-Luc Bannalec.

PARAMOUR vereint Musical mit der Akrobatik des Cirque du Soleil. In der goldenen Ära Hollywoods sucht Regisseur AJ (Aleardi) ein neues Talent – und verliebt sich folgenschwer. Ab jetzt in Hamburg. Karten:www.musical.de


Fotos: Jens Koch/Picture Press/ddp images (2), Wolfgang Ennenbach/ARD Degeto