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FÜR STOCK UND STEIN GERÜSTET


TASPO GARTEN-DESIGN - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 15.11.2019

Bagger, speziellMinibagger, gehören in einemGaLaBau-Betrieb zur Grundausstattung. Dank einer Vielzahl an Anbaugeräten lassen sie sich nicht nur für Grabearbeiten einsetzen. MichaelWesser von Wesser Gärten, Grün & Service hat uns einen Blick in seinen Maschinenpark werfen lassen und sagt, auf welche Bagger, Anbaugeräte und Ausstattungen er und seine Mitarbeiter nicht mehr verzichten möchten.


Artikelbild für den Artikel "FÜR STOCK UND STEIN GERÜSTET" aus der Ausgabe 8/2019 von TASPO GARTEN-DESIGN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Erdbohrer, Felsmeißel, Reißzahn – das sind einige der Anbaugeräte, die sich bei der Wesser GmbH im Arbeitsalltag gut bewährt haben.


Fotos: Michael Wesser

Mikrobagger bis 1,2 Tonnen – sie gehören für Michael Wesser und ...

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... seine Mitarbeiter zu den genialsten Erfindungen im Bereich der Baumaschinen. „Ich achte darauf, dass die Durchfahrtsbreite unter 80 Zentimetern (cm) liegt. Damit könnten Sie theoretisch auch durchs Haus in den Garten fahren.” 72 bis 78 cm breit sind die Geräte maximal, das Dach lässt sich abklappen, damit auch niedrige Durchfahrten problemlos zu meistern sind.

Höhere Leistung – mehr Kraft

Bei Wesser sind zwei dieser Kleinbagger im Einsatz – ein Takeuchi TB 210 R und ein Eurocomach ES 14 FR. Während es vom japanischen Hersteller mehrere Maschinen bei Wesser gibt, konnten die Eurocomach-Bagger bei Tests in der Vergangenheit noch nicht überzeugen. Anders der „Kleine”, wenn auch nicht der Kleinste des italienischen Herstellers. „Er hat 10,7 kW und eine Hydraulikleistung von 36 Litern pro Minute (l/min)”, schwärmt Wesser. Zum Vergleich: In den Betriebsdaten des TB 210 R von Takeuchi sind 8,7 kW und 22 Liter/Minute angegeben. „Mit der Leistung kann der ES 14 einfach mehr wuppen”, bringt es Wesser auf den Punkt.

Mehr wuppen – das spart Zeit und Geld. „Mit seiner Hydraulikleistung schafft der Eurocomach ES 14 auch unseren stärkeren Hydraulikhammer, den wir normalerweise an unsere 2-Tonnen- Bagger anbauen. Kürzlich hatten wir eine größere Betonfläche rauszustemmen. Mit dem kleineren Hydraulikhammer dauert das etwa drei Tage, mit dem größeren haben wir das mit dem Minibagger an einem Tag geschafft.” Neben den Mikrobaggern gibt es im Unternehmen noch zwei Minibagger von Takeuchi in der 2-Tonnen-Klasse. Deren Abmessungen sind nicht ganz so klein, unter einem MeterBreite sind sie aber immer noch. „Damit haben Sie auf Gartenwegen immer noch kein Problem, mit Glück passen die Maschinen auch noch durchs Gartentor.” Ergänzt wird der Baggerpark von einem 3,7-Tonnen-Bagger – Wacker Neuson EZ38 – und einem 6,5-Tonnen- Bagger – dem EZ65 – vom gleichen Hersteller. Die großen Maschinen haben vier Steuerkreise, die kleineren drei. Michael Wesser hat sie mit einem Umschaltventil nachrüsten lassen. „Das brauchen wir zum Beispiel für unseren Sortiergreifer.”

DIE AUSSTATTUNG

• Takeuchi TB210R, Gewicht 1.150 kg, Leistung 8,7 kW
• Eurocomach ES14SR, Gewicht 1.230 kg, Leistung 10,2 kW
• Takeuchi TB216, Gewicht 1.865 kg, Leistung 11,1 kW
• Takeuchi TB219, Gewicht 1.945 kg, Leistung 11,5 kW
• Wacker Neuson EZ38, Gewicht 3.595 kg, Leistung 21 kW
• Wacker Neuson EZ65, Gewicht 5.806 kg, Leistung 42 kW
• Schnellwechsler MS01 und MS03 mit Powertilt
• Schnellkupplungssystem Taklock
• Anbaugeräte: Reißzahn, Sortiergreifer, Sieblöffel, Erdbohrer, Hydraulikhammer, Roderechen

Mit dem Sortiergreifer lassen sich Gestrüpp und kleine Bäume, aber auch Steine umsetzen. Die Zentralschmieranlage am Heck der Bagger erspart das Abschmieren von Hand.


Schneller Wechsel spart Zeit

Anbaugeräte machen Bagger zu Multifunktionsmaschinen, die nicht nur graben, sondern auch bohren, hämmern und sortieren. Damit der Wechsel von einem aufs andere Gerät möglichst schnell funktioniert, sind alle Bagger mit Schnellwechslern ausgerüstet – die „Kleinen” mit MS01-, die großen mit MS03-Schnellwechslern. Die MS03 sind vollautomatisch, das heißt das Ankoppeln, Sichern und Abkoppeln der Geräte erfolgen automatisch. Bei den halbautomatischen MS01 muss der Fahrer lediglich beim Abkoppeln Hand anlegen.

Außerdem haben die Schnellwechsler eine Powertilt-Funktion, mit der sich die Anbaugeräte nach links und rechts schwenken lassen. Auch ein Hebehaken findet dort Platz, der immer wieder gute Dienste leistet.

Für jeden Wechsler-Typ gibt es die passenden Anbaugeräte. Neben den üblichen Grab- und Universallöffeln besteht der Anbaugerätefundus aus Sortiergreifer, Roderechen, Reißzahn, Felsmeißel, Erdbohrer, Sieblöffel und einem 60-er Löffel für die Minibagger. „Wenn Sie mit einem 80er-Löffel einen kleinen Dumper beladen, geht viel zu viel daneben”, sagt Michael Wesser.

Multifunktional mit Anbaugeräten

Mit den Anbaugeräten sind die Mitarbeiter von Wesser für viele Arbeiten gerüstet. Mit dem Sortiergreifer lassen sich Steine anheben, aber auch Sträucher und kleine Bäume entfernen. „Der Roderechen ist perfekt, wenn es darum geht, Bodendecker und kleine Wurzeln herauszulösen. Die bekommen Sie anders kaum zu packen.” Reißzähne in unterschiedlichen Höhen werden zur Bodenbearbeitung, vor allem auch zur Tiefenlockerung eingesetzt. „Mit der Fräse kommen Sie nur etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in den Boden, mit den Reißzähnen je nach Größe 30 bis 70 Zentimeter tief.” Der Felsmeißel oder Hydraulikhammer kommt beim Abbruch zum Einsatz, mit dem Erdbohrer werden nicht nur Löcher für Zäune gebohrt, er leistet auch beim Bau von Rigolen und Drainagen gute Dienste. Und mit dem Sieblöffel lassen sich grobe und feinere Materialien direkt auf der Baustelle trennen. Wichtig ist immer, dass Anbaugerät und Bagger aufeinander abgestimmt sind.

Die Arbeit einfach machen

Alle Bagger sind bei Wesser mit dem Taklock-Schnellkupplungssystem ausgerüstet. Damit können auch unter Druck stehende Werkzeuge ohne Hilfsmittel an nicht unter Druck stehende Bagger angeschlossen werden. Die rund 600 Euro Mehrpreis pro Maschine lohnen sich nach Meinung von Michael Wesser auf jeden Fall. „Vor allem im Sommer ist es schwierig, Hydraulikleitungen anzuschließen. Das Hydrauliköl dehnt sich aus, die Leitung lässt sich nicht mehr gut ankuppeln, dann wird mit dem Hammer draufgehauen und irgendwann geht irgendwas kaputt”, weiß er aus Erfahrung. Das Schnellkupplungssystem erleichtert das An- und Abkuppeln und verhindert, dass Hydrauliköl aus der Leitung tropft.

Eine weitere Bagger-Ausstattung, die bares Geld spart, ist eine Zentralschmieranlage. „Unsere Mitarbeiter ha-ben zwar immer abgeschmiert, das aber nicht besonders gerne gemacht. Wenn die Zentralschmierung nicht ohnehin schon serienmäßig eingebaut ist, lassen wir den Bagger nachrüsten.” Das summiert sich pro Maschine auf rund 2.000 Euro, doch auch hier lohnt sich jeder Cent. „Die Maschinen leben länger, weil zum einen das Schmieren nicht vergessen wird und zum anderen keine Erde in die Schmiernippel kommt. Jetzt muss man nur dran denken, ein paarmal jährlich den Behälter nachzufüllen.” Die Zentralschmieranlage wird normalerweise am Baggerheck angebracht. Wo dafür – wie bei den Minibaggern – kein Platz ist, gibt es eine Fettpresse, die allerdings mehrmals täglich gedrückt werden muss. Doch auch das geht schneller und einfacher als das Abschmieren von Hand.

Der 60 Zentimeter breite Baggerlöffel ist ideal zum Beladen der Dumper.


Transportiert werden die „Kleinen” ganz einfach auf dem Anhänger.