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Gärtnern Schritt für Schritt: Frischer Nachwuchs fürs Rosenbeet


Mein schöner Garten - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 16.05.2019

Während klassische Beet- und Edelrosen veredelt werden, lassen sich die meisten Wild-, Kletterund Kleinstrauchrosen einfach durch Stecklinge vermehren. Im Juni ist dafür die beste Zeit. Unser Redakteur Dieke van Dieken zeigt, wie die Anzucht gelingt


Artikelbild für den Artikel "Gärtnern Schritt für Schritt: Frischer Nachwuchs fürs Rosenbeet" aus der Ausgabe 6/2019 von Mein schöner Garten. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein schöner Garten, Ausgabe 6/2019

Das Material liegt bereit: Anzuchterde, Wassersprüher, Messer, Rosenschere, Wurzel aktivator, Anzuchthaus und mehrere Zweige der Kleinstrauchrose ‘The Fairy’, die von der Mutterpflanze geschnitten wurden


1 Zunächst fülle ich die Schale des Mini-Gewächshauses mit spezieller Anzuchterde. Dieses Substrat hat sich für die ...

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1 Zunächst fülle ich die Schale des Mini-Gewächshauses mit spezieller Anzuchterde. Dieses Substrat hat sich für die Stecklingsvermehrung bewährt, weil es eine feine, durchlässige Struktur hat und weniger stark aufgedüngt ist als herkömmliche Blumenerde. Vor allem Letzteres regt die Stecklinge zur Wurzelbildung an.2 Mit der flachen Hand drücke ich das eingefüllte Substrat etwas an. Dadurch erleichtere ich mir das Stecken, und die Trieb stücke stehen später stabiler in der Erde.3 Wenn die Knospen Farbe zeigen, aber noch nicht ganz geöffnet sind, ist der richtige Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung gekommen – je nach Region und Rosensorte ist dies etwa zwischen Ende Mai und Mitte Juni der Fall

4Mit der Rosenschere schneide ich die Zweige in kleine Teilstücke. Dabei setze ich die Schere immer oberhalb eines Blattes an. Das beste Stecklingsmaterial befindet sich im mittleren Bereich eines diesjährigen Triebes. Die Zweigspitze ist meist zu weich und fault nach dem Stecken leicht, bereits verholzte Partien sind zu hart und bewurzeln nur langsam. 5Der fertige Steckling hat eine Länge von 3 bis 4 cm und behält ein Laubblatt, bei dem ich mit der Schere oder dem Messer das vordere Fiederblättchen entferne, um die Verdunstungsfläche etwas zu reduzieren. 6Das untere Ende des Stecklings tauche ich in einen Wurzelaktivator. Das Pulver aus Algenextrakt fördert auf natürliche Weise die Wurzelbildung

7Gesteckt wird so tief, dass die Blätter über der Erde stehen und sich möglichst kaum berühren. Dadurch lässt sich das Risiko von Pilzinfektionen minimieren. Pflanzenhygiene ist oberstes Gebot bei der Vermehrung! Deshalb nur gesunde Zweige von der Mutterpflanze auswählen und nicht mit den Fingern auf die Schnittstellen fassen. 8Per Wassersprüher befeuchte ich die Stecklinge anschließend kräftig, 9decke die Schale mit einer transparenten Haube ab und stelle das Anzuchthaus an einen hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sonst könnte es sich zu stark aufheizen. Über den integrierten Schieber im Deckel reguliere ich die Luftfeuchtigkeit und schaffe ein optimales Wuchsklima für die Stecklinge

10Die bewurzelte Jungpflanze etwa acht Wochen nach dem Stecken. Gut zu erkennen ist der neue Trieb, der sich aus der Blatt achsel entwickelt hat. Nun kann ich die kleinen Rosen in Töpfe pikieren oder direkt ins Beet pflanzen. Dabei muss ich den empfindlichen Nachwuchs weiterhin vor starker Sonne und Wind schützen

Vermehrung durchSteckhölzer

Es gibt noch eine weitere einfache Möglichkeit, Kleinstrauch-, Kletter- und vor allem Wildrosen zu vermehren, und zwar durch Steckhölzer. Ausprobiert habe ich diese Variante wieder mit der Sorte ‘The Fairy’. Im Unterschied zu den Stecklingen werden die Steckhölzerim Herbst, etwa Ende September bis Ende Oktober geschnitten. Als Vermehrungsmaterial dienen einjährige, ausgereifte Zweige. Diese sollten möglichst gerade sein, weil die Steckhölzer eineLänge von ca. 20 cm haben. Nach dem Entfernen aller Blätter werden die Triebstücke direkt ins umgegrabene, lockere Beet gesteckt, sodass nurdas obere Auge ca. 2 cm aus der Erde ragt. Im späten Frühjahr die neuen Austriebeum die Hälfte einkürzen (Foto) und ab Herbst die jungen Rosen an den gewünschten Platz pflanzen.


Fotos: MSG/Frank Schuberth/Prod.: Dieke van Dieken (12), LBP/Manuela Schubert